Infos zu Sub Ohm Dampfen: Zugtechnik & Vorteile bei Dampf, Geschmack und Feeling

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Elektrisch erhitzte Heizwendel

Je niedriger der Widerstand, desto stärker erhitzt die Heizspule im Verdampferkopf

Sub Ohm Dampfen – der Begriff setzt sich zusammen aus dem Begriff „sub“ („sub“ = lat. für unter, unterhalb), dem Begriff „Ohm“, welcher den elektrischen Widerstand definiert und der umgangssprachlichen Bezeichnung für den E-Zigaretten Konsum: Dampfen. Wer sich bereits mit der Funktion und den Bestandteilen einer E-Zigarette befasst hat, kann sich die Auswirkungen eines geringeren Widerstands der Heizspule im Verdampferkopf vielleicht schon vorstellen. Für alle anderen fassen wir das nochmal kurz zusammen: Allgemein beschreibt der Begriff „Sub Ohm Dampfen“ das Dampfen einer E-Zigarette mit einer Heizspule, die einen Widerstand unter 1,0 Ohm hat. Und je geringer der Widerstand der Heizwendel ist, desto mehr Strom fließt bzw. desto schneller erhitzt sich der Verdampferkopf. Das wiederum führt zu einer intensiveren Dampfbildung und laut vieler Nutzer elektrischer Zigaretten, auch zu einem besseren Geschmack. Wie genau Sie mehr Dampf mit der E-Zigarette erzeugen, verraten wir in einem anderen Artikel. Allerdings ist diese Zugtechnik nicht für Anfänger geeignet, da es bei ungeeigneter Hardware oder bloßer Unkenntnis der Materie, schnell gefährlich werden kann. Zum Beispiel durch überlastete Akkus, oder zu stark erhitzter Elektro Zigaretten. Deshalb empfiehlt sich das Sub Ohm Dampfen ausschließlich mit extra dafür geeigneten Modellen, deren Technik auf Verdampfer unter 1 Ohm ausgelegt ist, wie zum Beispiel bei der InnoCigs eGrip VT E-Zigarette.

Vorteile des Sub Ohm Dampfens:

  • mehr Dampf
  • besserer Geschmack (umstritten)
  • wärmerer Dampf
  • intensiverer „Flash“

Nachteile:

  • heiße Coils
  • deutlich höherer Liquidverbrauch
  • dementsprechend steigende Kosten
  • schnellerer Verschleiß & höhere Anschaffungskosten

Einfacher Einstieg ins Sub Ohm Dampfen

Die großen Hersteller, also so auch Joyetech und KangerTech, haben diesen Trend erkannt und stellen vollständige Sub Ohm Sets zusammen, welche Sie auch im InnoCigs Shop erhalten. Früher war diese Dampfart nämlich den Selbstwicklern vorbehalten. Clearomizer mit abgestimmten und passend geregelten Akkuträgern ermöglichen heutzutage auch für Anfänger, einen einfachen Einstieg ins Sub Ohm Dampfen. Außerdem ist die Dampfentwicklung so von Haus aus nahezu optimal, ebenso wie die Geschmacksentwicklung. Ein weiterer damit verbundene Vorteil, den viele Dampfer darin sehen, ist der intensivere „Flash“. Deshalb werden meistens auch Liquids mit deutlich geringerer Nikotin-Konzentration gewählt, als beim Dampfen mit mehr Ohm. Wir empfehlen für das Sub Ohm Dampfen Liquids mit ca. 6 – 12 mg Nikotin – je nach Erfahrung und bisherigem Dampfverhalten.

Auch das Verhältnis Propylenglycol (PG) und Glycerin (VG) hat Einfluss auf die Dampfentwicklung. Wenn Sie also vor allem an der Optik und dem Feeling großer Dampfwolken interessiert sind, sollten Sie auch darauf achten, dass das Verhältnis entweder 50 / 50 beträgt, oder aber mehr Glycerin enthalten ist, als Popylenglycol. Wichtig ist auch der Liquidnachfluss. Fließt zu wenig Liquid beim Sub Ohm Dampfen nach, kann die Watte im Verdampfer anfangen zu kokeln.

Geregelte Akkuträger haben eine Schutzelektronik und bieten so die Möglichkeit, über das Einstellen der Leistung (Watt: VW), als auch über das Einstellen der Spannung (Volt: VV) den Verdampfer gezielt zu befeuern, was das Risiko des Kokelns reduziert. Diese Akkuträger bezeichnet man als VV VW. Wer hingegen ungeregelte, mechanische Mods verwendet und an die Grenze der Akkukapazität geht, sollte sich vorher ausführlich mit allen wichtigen Variablen (Akku, Ohmsches Gesetz, Spannung) befassen.

Geeignete Akkuträger haben meist eine höhere Leistung und sind entsprechend gesichert, um die Belastung auszuhalten. So wird einem Kurzschluss automatisch vorgebeugt. Aus diesem Grund befeuern viele ältere E-Zigaretten Akkus auch keine Clearomizer unter einem Ohm. Denn betreibt man Sub-Ohm-Verdampferköpfe mit normalen Standard-Akkus, können diese überhitzen, oder in seltenen Fällen sogar explodieren. Wenn Sie aber diese beiden Dinge beachten, kann nicht viel schief gehen. Geeignete Akkus für Sub Ohm Fans sind zum Beispiel der LG 18650 3.000 mAh, oder der Sony Konion US18650 VTC 5 A.

Doch um letztendlich mehr Dampf zu erzeugen, wird auch mehr Liquid benötigt. Und das nicht zu knapp. Die Liquidkosten können gut und gerne um 50 % ansteigen. Ob andere Substanzen, als beim normalen Dampfen entstehen, wenn man Liquids bei den benötigten höheren Temperaturen verdampft,ist bislang unerforscht. Achten Sie, neben dem Nikotingehalt, also auch auf zertifizierte Qualität der verwendeten Liquids. Seien Sie sich bewusst, dass wahrscheinlich auch die Beschaffenheit des Dampfes und nicht nur die Menge, sich deutlich vom „normalen“ Dampfen unterscheidet.

Einfluss der Zugtechnik auf den Geschmack

Für optimales Sub Ohm Dampfen, benötigen Sie auch eine spezielle Zugtechnik, nämlich den direkten Lungenzug, der dabei hilft, mehr Geschmack zu erleben. Die Betonung liegt hier allerdings auf „mehr“. Es gibt auch durchaus normale E-Zigaretten, die ein tolles Geschmackserlebnis bieten, welches das „Kohlenmonoxid Gekokel“ einer normalen Zigarette nicht ansatzweise bietet. Und es gibt auch Menschen, die das Sub Ohm Dampfen gerade aus geschmacklichen Gründen ablehnen. Fest steht aber, trotz aller Diskussion rund um das angeblich bessere Geschmackserlebnis, dass die unterschiedliche Zugtechnik bei moderatem Dampen und beim Sub Ohm Dampfen, Einfluss auf die Art des Geschmacks nimmt. Was einem im Endeffekt besser gefällt, ist also im wahrsten Sinne des Wortes Geschmackssache. 

Es gibt aber zwei allgemeine Lager bzw. Stilrichtungen beim Dampfen. Die einen sammeln den Dampf erst in der Backe und inhalieren dann in die Lunge (Backenzüge). Die anderen inhalieren den Dampf direkt in die Lunge (Lungenzüge). Letztere Technik eignet sich vor allem für große Dampfwolken und einen intensiveren Nikotin-Kick, also für die Sub-Ohm-Dampfer.

Unterschied zwischen Lungenzug und Backenzug

Allgemein unterscheidet sich das Dampfen in Anbetracht der Zugtechnik stark vom Rauchen. Egal, ob Sie Sub Ohm Dampfen bevorzugen, oder eher die moderate Variante. Denn als Umsteiger von der herkömmlichen Tabakzigarette ist man es gewohnt, kurz und kräftig zu ziehen, normalerweise nicht viel länger, als 2 Sekunden. Bei einer Zigarette ist das auch vollkommen richtig, nicht aber bei E-Zigaretten. Starkes Ziehen stärkt nämlich den Verbrennungsprozess, der bei elektrischen Zigaretten gar nicht stattfindet. Hier geht es viel mehr um Kontinuität und Genuss.

Bis zu 8 Sekunden können Sie ruhig an der E-Zigarette ziehen. Tun Sie das nicht kann es sein, dass die Geschmackentfaltung Ihres Liquids stark beeinträchtigt ist, bis hin zu schnellerem Verschleiss der Bestandteile, vor allem im Verdampferkopf.

Der Backenzug

Der Dampf wird im Mundraum gesammelt und dann in die Lunge gezogen. Die Dampfmengen lassen sich so sehr gut dosieren, führen aber logischerweise nicht zu beeindruckenden Dampfwolken. Außerdem ähnelt diese Zugtechnik der des Rauchers und ist somit für Einsteiger bzw. Umsteiger sehr gut geeignet. Im Gegensatz zum Ziehen an der Zigarette, wird an der E-Zigarette aber viel langsamer gezogen. Zwar sagt man, dass Dampf als Geschmacksträger fungiert, weshalb Sub Ohm Dampfen für ein aromatischeres Erlebnis sorgen soll, während aber die meisten Geschmacksknospen in der Mundhöhle des Menschen zu finden sind. Und dort hat der Dampf beim Backenzug mehr Zeit, sich zu entfalten und sogar bis in die Nasenhöhle auszubreiten, was den Geschmack noch weiter intensiviert. Hieraus ergibt sich nun auch der Grund für die Diskussion zum Thema Geschmack, zwischen Sub Ohm Dampfern und moderaten Dampfern.

So funktioniert ein Backenzug:

  • ziehen Sie 5 bis 7 Sekunden lang gleichmäßig und ruhig
  • behalten Sie den Dampf im Mund, bevor Sie ihn in die Lunge ziehen
  • vermiden Sie kurze und heftige Züge

Lungenzüge

Hier wird der Dampf, ohne Zwischenstopp in Mund- und Nasenhöhle, direkt in die Lunge inhaliert. Das intensiviert weniger den Geschmack, als den Nikotin-Flash. Durch das Lungenvolumen wird mehr Dampf eingeatmet, als beim Backenzug und somit dem Körper auch mehr Nikotin zugeführt. Doch nicht nur der Kick ist ein Argument für diese Zugtechnik, sondern auch die gewaltigen Dampfmengen, die erfahrene Dampfer so erzeugen können. Für solche Züge benötigen Sie aber definitiv Modelle mit geringem Zugwiderstand und elektrischem Widerstand.

So funktioniert ein Lungenzug:

  • Ziehen Sie 5-8 Sekunden lang
  • lassen Sie bereits 2 Sekunden vor Beendigung des Zuges die Feuertaste los (so kann der Verdampferkopf abkühlen)
  • so verhindern Sie Restdampf, resultierend aus der Resthitze, der im Luftkanal kondensieren würde

Der Onlineshop mr-smoke.de hat eine hilfreiche Infografik zur Zugtechnik erstellt.

Fazit: Sub Ohm Dampfen kann Spaß machen und gleichzeitig auch gefährlich sein, wenn verschiedene Regeln und technische Voraussetzungen nicht beachtet werden. Als Neueinsteiger sollte man für den Anfang definitiv bei Backenzügen bleiben und Verdampferköpfe wählen, die einen elektrischen Widerstand > 1 Ohm aufweisen. Man sollte Sub Ohm Dampfen also definitiv als „Kann“ und nicht als „Muss“ betrachten. Beachtet man allerdings die wichtigsten Bedingungen und Regeln, kann diese Art des Dampfens aber eine große Bereicherung für E-Zigaretten Fans sein. Verschiedene, vorausgewählte Sets für Sub Ohm Neulinge, stellen verschiedenste Hersteller ebenfalls bereit, sodass man nicht mehr über technisches Fachwissen verfügen muss, um sich selbst einen Sub Ohm Verdampfer zu wickeln.