E-Zigaretten Umfrage 2018: Wer dampft eigentlich und warum?

Was denkt eigentlich die Dampfer-Community über den (eigenen) E-Zigaretten-Konsum? Dieser Frage sind wir, die InnoCigs-Redaktion, in einer Online-Umfrage nachgegangen. Wir waren sehr erfreut über die hervorragende Teilnahmequote – über 5.500 Dampfer haben mitgemacht! Wir haben die wichtigsten Ergebnisse in anschaulicher Form hier zusammengetragen und eine passende Infografik zu unserer großen E-Zigaretten-Umfrage erstellt. Lesen Sie hier die zum Teil überraschenden Ergebnisse; interessierte Blogger bzw. Redaktionen sind herzlich eingeladen, die Infografik (über den Einbindungscode unten im Beitrag) kostenfrei zu nutzen!

Die E-Zigarette und ihre Nutzer im deutschsprachigen Raum

Kein Interesse unter Jugendlichen, größtenteils männliche Nutzer, ein gutes Einkommen und die Einstufung als erfolgreiches Mittel zur Rauchentwöhnung mit geringerer Schädlichkeit als Tabakzigaretten: Dieses und vieles mehr sind die Ergebnisse der von InnoCigs initiierten Umfrage zum Thema E-Zigarette. In der bislang größten Erhebung im deutschsprachigen Raum mit rund 5.650 Teilnehmern wurden sozioökonomische Hintergründe, Nutzungsmotive und -gewohnheiten sowie die allgemeine Haltung  zum Dampfen als Alternative zum Rauchen ermittelt. Die überwiegend positiven Aussagen könnten dazu beitragen, Unsicherheiten gegenüber der E-Zigarette als wirksame Maßnahme zum Tabakstopp zu reduzieren.

Die E-Zigarette ist (noch?) überwiegend Männersache

Nicht nur unseren Vaping-affinen Leser(-innen) wird es aufgefallen sein: Immer häufiger sieht man an verschiedensten Orten Menschen, die anstelle der nachweislich gesundheitsgefährdenden Tabakzigarette eine E-Zigarette benutzen. Dient sie in erster Linie der Rauchentwöhnung bzw. dem Tabakstopp, so entsteht aus dem stets steigenden Anklang gleichzeitig eine ebenso wachsende Community begeisterter Umsteiger und die Nutzerzahlen gehen allein in Deuschland weit über die Millionengrenze. Unter den in der  InnoCigs-Erhebung befragten Dampfern finden sich mit ca. 77 Prozent zum größten Teil männliche Nutzer und nur ein knappes Viertel ist weiblich. Dampfen scheint damit zwar noch überwiegend Männersache zu sein – allerdings mag dieses Ergebnis auch damit zusammenhängen, dass die Raucherquote unter den Männern nach wie vor erhöht ist. Laut Tabakatlas aus dem Jahre 2015 rauchten beispielsweise 30 Prozent der Männer und nur 20 Prozent der Frauen in Deutschland.

Dampfen findet keinen Zuspruch unter Jugendlichen

Mit knapp 29 Prozent sind die meisten Dampfer/Innen 36 bis 45 Jahre alt, 25 Prozent verteilen sich auf die 26- bis 35-jährigen und ein weiteres Viertel bewegt sich in der Altersgruppe von 46 bis 55 Jahren. Äußerst geringe 0,09 Prozent sind unter 18 Jahre alt. Mit einem Durchschnittsalter von ca. 42 Jahren lässt sich der “typische” E-Zigaretten-Konsument vielmehr in die Generation X oder als “mitten im Leben stehend” einordnen. Die Annahme, E-Zigaretten würden auf großen Zuspruch bei Jugendlichen bzw. Minderjährigen stoßen und in diesem Zuge zum Rauchen verleiten (sog. Gateway Effekt), kann daher im Rahmen dieser Umfrage nicht bestätigt werden.

E-Zigaretten-Nutzer haben Mittlere Reife, Abitur und gutes Einkommen

Übrigens stößt Dampfen insbesondere in der Mittelschicht auf enorme Begeisterung: Der größte Anteil von 23 Prozent verfügt über ein monatliches Einkommen (netto) von 2000 EUR bis unter 3000 EUR und liegt damit im sehr guten Bereich des Bundesdurchschnitts. Der Umfrage zufolge ist mit ca. 41 Prozent die Mittlere Reife der höchste Bildungsabschluss, gefolgt vom Abitur mit 16 Prozent und einem Fachhochschulabschluss mit ebenfalls 16 Prozent. Außerdem ist fast ca. ein Drittel der Befragten verheiratet und hat zum größten Teil Kinder.

Weg vom Tabak, hin zur E-Zigarette

Ganz klar: Der Weg zum Nichtraucher ist für die meisten Tabak-Konsumenten eine Herausforderung. In den Medien kursieren nicht selten Meldungen und Mythen, dass die E-Zigarette entgegen ihres Zweckes als Hilfsmittel zum Tabakstopp vielmehr zum Rauchen verleiten würde. Großes “Aber”: Laut unserer Online-Umfrage geben etwas weniger als zwei Drittel (62 Prozent) der knapp 5.650 dampfenden Teilnehmer an, mittlerweile und mit Hilfe der E-Zigarette, Nichtraucher zu sein. Nur knapp 20 Prozent nutzen neben der E-Zigarette gelegentlich noch die herkömmliche Tabakzigarette, während nicht einmal 5 Prozent genauso viel rauchen wie vorher. Insgesamt sind es ca. 82 Prozent, die sich mit Hilfe der elektronischen Alternative vom Glimmstängel teilweise oder vollständig lösen konnten. Glaubt man also den Aussagen all unserer fleißigen Teilnehmer, scheint die tatsächliche Entwicklung ab der Erstnutzung der E-Zigarette offensichtlich eine andere zu sein.

Zusätzlich haben fast drei Viertel der Befragten die Nikotinkonzentration im Laufe ihrer E-Zigaretten-Nutzung deutlich reduziert. Motivation für den Umstieg auf das Dampfen liegt ganz klar in der Erwartung, die gesundheitsschädliche Tabakzigarette zu ersetzen. Etwa 39 Prozent sehen in der Alternative die Möglichkeit vom Rauchen wegzukommen und ein weiteres knappes Fünftel will zumindest weniger rauchen. Fast 17 Prozent, darunter hauptsächlich Männer, sind außerdem an der Technik interessiert und noch gute 8 Prozent wollen “zum Rauchen nicht mehr draußen stehen”. Die verbreitete Befürchtung einer Verlockung von Nichtrauchern durch Geschmacksvielfalt lässt sich im Rahmen der Ergebnisse nicht nachvollziehen: Nicht einmal 2 Prozent der Befragten sind ohne vorherigen Konsum der Tabakzigarette an die E-Zigarette gelangt.

Umfrageergebnisse zu E-Zigaretten-Liquids & Akzeptanz des Dampfens in der Öffentlichkeit

Übrigens, entgegen des Klischees, Frauen würden in der Regel mehr zu den “Süßen” unter uns gehören: Die Mehrheit der Frauen bevorzugt Tabakaromen bei Liquids, während die männlichen Teilnehmer eher Liquids mit Fruchtaroma oder sogenannte Tasty-Tastes, wie z. B. Erdbeer-Käsekuchen oder Apfel-Zimt, favorisieren.

Und zum Thema Akzeptanz in der Öffentlichkeit lassen sich auch interessante Tendenzen erkennen. Zwar verlassen relativ viele der Befragten geschlossene Räumlichkeiten, um zu dampfen – obwohl die Nutzung der E-Zigarette (zur Zeit noch) wesentlich weniger reguliert wird bzw. vom individuellen Hausrecht abhängig ist. Dennoch lassen die Angaben darauf schließen, dass das Dampfen z. B. am Arbeitsplatz besser akzeptiert wird als das Rauchen von Tabakzigaretten.

 

Britische Gesundheitsbehörde: Dampfen ist weniger schädlich als Rauchen

Wie die im Jahr 2015 veröffentlichte Studie der Public Health England belegt, ist die Nutzung der E-Zigarette ganze 95 Prozent weniger schädlich als die Nutzung der Tabakzigarette. In einer erneuten Analyse der bisherigen Forschung zur Tabak-Alternative, ergänzte die Behörde 2018, dass das Krebsrisiko mit der E-Zigarette sogar nur bei 0,5 Prozent im Vergleich zum Rauchen liegt. Das Thema “Gesundheit” beim Dampfen ist bekanntlich ein groß diskutiertes Thema. Fast 84 Prozent der Teilnehmer sind der Auffassung, dass Dampfen weniger schädlich ist als Rauchen und nicht ganz ein Zehntel empfindet die Nutzung der E-Zigarette sogar als absolut unbedenklich. Nur etwa 7 Prozent stehen den gesundheitlichen Auswirkungen kritischer gegenüber. Die mehrheitlich positive Einschätzung beruht scheinbar auch auf der Wahrnehmung der eigenen Gesundheitsverbesserung durch den Umstieg auf die tabakfreie Alternative. So gaben viele Teilnehmer an, einen positiven Effekt auf das eigene körperliche Befinden zu bemerken.

Wir freuen uns über zahlreiche Kommentare,

die InnoCigs-Redaktion 🙂

Code zum einbinden unserer Infografik auf Websites:

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6 thoughts on “E-Zigaretten Umfrage 2018: Wer dampft eigentlich und warum?

  1. Günni

    Ist eine interessante Umfrage. Warum ist davon auf eurer Twitterseite nichts zu erfahren?
    Mal abgesehen davon, ist dort generell nichts über /von euch zu erfahren.

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  2. safak

    ich habe 10 Jahre geraucht nun bin ich seit 2 Jahren glücklicher Dampfer.
    Ich bin 28 Jahre alt und kann nur sagen, dass kalter Entzug bei mir nichts gebracht hat, aus diesem Grund bin ich umgestiegen auf das Dampfen.
    abschliessend kann ich nur sagen, dass es mir viel besser geht , man stinkt nicht, es schmeckt gut, macht Spass und die Frau ist auch glücklich weil ich nicht mehr so schnell aus der Puste bin :).

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  3. Peter

    Ich war ein sehr starker Tabak-Raucher und hab mir vor ca. 6 Jahren mit der E-Zigarette das Rauchen abgewöhnt. Das aufhören wollen war damals der Grund warum ich mit dem Dampfen aufgehört hatte. Doch jetzt hab ich wieder angefangen. Ich war als Raucher schon übergewichtig und hab deshalb immer Anfang des Jahres abgenommen und im Sommer meist das gleiche wieder zugenommen. Aber es hielt sich die Waage Ich wog immer so um die 100 Kg. Zum Schluss waren es 140 Kg die ich gewogen habe, nachdem ich mit dem Rauchen aufgehört hatte. Trotz großer Erfahrungswerte gelang es mir nicht mehr abzunehmen. Entweder hab ich nach 3 Tagen gar nichts mehr abgenommen oder ich bekam nach 3 Tagen einen Wahnsinns Kohldampf. Es war zum Verrecken. Die Ärtzte haben mich allesamt zu den Weight watchers geschickt. Mehr viel denen nicht ein. Also hab ich nach langer Überlegung wieder mit dem E-Rauchen angefangen. Was sich hier wie eine gute Ausrede anhört entpuppte sich als Segen. Ich habe trotz Weihnachten in 5 Wochen 10 Kg abgenommen. Der Hunger (vor allen am Abend) hält sich in Grenzen und meine Motivation ist bei 100 %. Ich dampfe also weil ich abnehmen will und das Rauchen für erheblich ungesünder halte.

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  4. Herbert Rietz

    Ich bin knapp 60 Jahre alt und habe 45 Jahre zum Teil sehr stark geraucht! Mehrfach sind Versuche des Aufhörens mit und ohne Hilfmittel gescheitert. Meist schon nach 1-2 Tagen.
    Jetzt, nach eindringlichen Gesprächen mit meinen Ärzten wollte ich meiner Frau ihren Wunsch erfüllen, dass ich es noch mal versuche. Und mir die Chance geben, mein Leben dadurch zu verlängern, dass ich wegkomme vom Tabakrauch und Teer.
    Also hin zu einem Fachgeschäft in Erfurt und mich beraten lassen. Dabei ausführlich alles mögliche getestet und dann ein Einstiegs-Set angeschafft.
    Seit diesem Tag hatte ich zu keinem Zeitpunkt ein Verlangen nach einer „Kippe“
    Der Nikotingehalt meines Dampfers liegt deutlich unter dem meiner bisherigen Kippen.
    Ich fühlte mich schon nach weinigen Tagen wesentlich wohler!!!
    Gestankfreie Wohnung und erfreute Familienmitglieder inclusive!
    Ich bin begeister!

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