Risiken durchs Dampfen – was stimmt wirklich?

Die öffentliche Diskussion über E-Zigaretten und Liquids ist seit Markteinführung von verschiedenen Standpunkten geprägt. Neben offiziellen Statements internationaler Institutionen wie der WHO werden regelmäßig wissenschaftliche Untersuchungen veröffentlicht, die sich mit der Zusammensetzung des Dampfes und dem Nutzerverhalten auseinandersetzen. Ziel dieser Veröffentlichungen ist die Bereitstellung von Daten zur technischen Einordnung der Produkte.

An der University of Victoria in British Columbia, Kanada, wurde eine Metastudie durchgeführt, die folgende Aspekte untersuchte:

  • Unterschiede in den Risikoprofilen von Tabak- und E-Zigaretten
  • Untersuchung des Nutzerverhaltens hinsichtlich einer möglichen Gateway-Wirkung
  • Beobachtungen zur Nutzungsänderung bei Konsumenten von Tabakprodukten

Die Metastudie wertete über 170 wissenschaftliche Artikel aus. Ein zentraler Punkt der Untersuchung war die Fragestellung, ob die Nutzung von E-Zigaretten den Konsum herkömmlicher Tabakprodukte beeinflusst oder fördert. InnoCigs informiert regelmäßig über den Stand solcher internationalen Publikationen und unterstützt Projekte zur sachlichen Aufklärung, wie beispielsweise Dokumentarfilme, die sich mit der Kontroverse zwischen verschiedenen Branchen befassen.

Inhaltliche Schwerpunkte der kanadischen Untersuchung

Unter dem Titel „Clearing The Air“ befassten sich die Forscher mit der Luftqualität bei der Nutzung von E-Zigaretten im Vergleich zu Tabakzigaretten. Die Daten der Studie deuten darauf hin, dass die Inhaltsstoffe im Dampf im Vergleich zum Rauch einer Tabakverbrennung quantitativ anders zusammengesetzt sind. Ergänzend dazu liegen Daten aus Großbritannien vor, die durch die Organisation ASH (Action on Smoking and Health) veröffentlicht wurden und die Anzahl der Nutzer von E-Zigaretten im Verhältnis zur allgemeinen Raucherquote erfassen.

Die Forscherin Marjorie MacDonald thematisierte in diesem Zusammenhang die Relevanz von Sachinformationen für verschiedene Nutzergruppen. Diese Ergebnisse werden oft in Bezug zu anderen nationalen Untersuchungen gesetzt, wie etwa Arbeiten des Instituts für Suchtforschung Frankfurt (ISFF), die sich ebenfalls mit der Fragestellung der Nutzungsänderung beschäftigen.

Technische Analyse: Dampf und Inhaltsstoffe

Ein technischer Schwerpunkt der Forschung liegt auf dem Wegfall des Verbrennungsprozesses bei der E-Zigarette. Da hierbei kein Tabak verbrannt wird, entstehen keine Verbrennungsrückstände wie Teer oder Kohlenmonoxid. Die Studien vergleichen die Anzahl potenziell schädlicher Stoffe im Dampf (ca. 18 Substanzen) mit denen im Tabakrauch (ca. 79 Substanzen). Auch die Verflüchtigungszeit in der Umgebungsluft ist ein technisches Unterscheidungsmerkmal, wobei für Liquid-Dampf deutlich kürzere Zeiträume als für Tabakrauch gemessen wurden.

Wissenschaftliche Einordnung zur Nutzungsänderung

Weitere Untersuchungen, wie die der irischen Health Information and Quality Authority (HIQA), beschäftigen sich mit der Effektivität von E-Zigaretten im Vergleich zu herkömmlichen Nikotinersatzprodukten. In Irland nutzen laut Behördenangaben rund 29 Prozent der Konsumenten E-Zigaretten als Alternative zum Tabakgenuss. Diese Daten werden in der politischen Diskussion als Referenzwerte für die Bewertung der Elektro-Zigarette herangezogen.

Informationen zu weiteren Untersuchungen und eine Einordnung technischer Merkmale finden Sie in unserem Informationsbereich.

Bildnachweise:

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6 thoughts on “Risiken durchs Dampfen – was stimmt wirklich?

  1. Christiane

    Hallo, ich bin 47 Jahre alt, habe ca. 30 Jahre Zigaretten geraucht und dampfe nun schon seit ner Weile. Perspektivisch möchte ich auch vom „Dampfen“ wegkommen, aber ich muss sagen, dass es eine sehr gute Möglichkeit ist, erstmal vom Rauchen abzulassen. Ich kann es jedem nur empfehlen, der noch raucht und überlegt davon wegzukommen.
    Auch ich hatte ganz am Anfang die typischen „Anfängerprobleme“ wie extremes Husten. Ehrlich – da muss man durch und seinen Körper peu a peu daran gewöhnen. Jeder von uns hat ja auch weiter an der Zigarette gezogen, obwohl am Anfang auch das grosse Husten stand, oder? Nach ein paar Tagen hatte sich mein Körper an den Dampfer gewöhnt und zickt nicht mehr rum. Also – ich bin froh, dass ich von der Zigarette weg bin, rauche gerne meine eZiggi und genieße es, dass ich nicht mehr nach Rauch stinke! Und ein schöner Nebeneffekt: wesentlich günstiger ist es auch noch! Take care und viel Erfolg allen! 🙂
    Viele Grüße, Christiane aus Leverkusen

  2. Marion Schrank

    Mein Mann war Raucher und ist seit 2 Jahren E-Ziggi-dämpfer mit nikotinhaltigem Liquid. Zuvor rauchte er immer draußen, jetzt überall- Auto, Esstisch, Schlafzimmer…
    Wie verhält es sich mit den Schädigungen durch passiv Rauchen?

  3. Maic John Osper

    Hallo, mein Name ist Maic . Ich werde dieses Jahr 56 und ich habe 40 Jahre davon geraucht.
    Hört sich an, wie in einer Runde der anonymen Alkoholiker und im Grunde ist es nichts anderes. Ich war 40 Jahre meines Lebens ein Zigarettenjunkie.
    Folgen zuletzt waren tägliche morgendliche Hustenanfälle, die sich erst nach dem rauchen von 5-6 ! Zigaretten beruhigt hatten. Weiter erhöhte Unruhe nach ca. einer halben Stunde, da sich das Depot sämtlicher Suchtstoffe ( nicht nur das Nikotin in einer Zigarette macht Süchtig ) geleert hatte und wieder gefüllt werden wollte. Sehr unangenehm, wenn man z.B. fliegt und nicht rauchen kann. Folgen sind dann Nervosität, schwitzende Hände etc.
    Was mir aber wirklich Angst machte und mich in meinem Entschluss das Rauchen zu beenden bestärkte, war die Tatsache, dass ich Abends beim Einschlafen ein laut vernehmbares Rasseln in den Bronchien hatte, welches mich zum Hüsteln animierte, um es zu lösen und am Einschlafen hinderte.
    Ich versuchte es also mit Hypnose. Ja, es gab einen Erfolg, aber der hielt nur ca. 1 Jahr. Auch Nikotinersatzmittel brachten keinen langfristigen Erfolg.
    Jetzt also probiere ich es mit der E Zigarette.
    Um es gleich vorweg zu sagen, der Wille zur Raucherentwöhnung muss grundsätzlich bei jedem ,hierfür geeigneten, Hilfsmittel vorhanden sein. Sprich, man muss vom Kopf her für die Rauchentwöhnung bereit sein. Dann klappt es.
    Das Rasseln ließ schon nach drei Tagen nach und ist nach einer Woche komplett verschwunden. Auch der Morgendliche Raucherhusten ist nach mittlerweile drei Wochen dampfen einem gelegentlichen hüsteln gewichen. Auch der Auswurf hat sich stark reduziert, ist aber noch vorhanden, was zeigt, dass meine Bronchien versuchen, den Dreck raus zu befördern.
    Die Schwierigkeit besteht nun darin, rauchfrei zu bleiben.
    Dabei erwarte ich mir von der E Zigarette unschätzbare Vorteile, die andere Nikotinersatzmittel nicht bieten können. Nämlich das beibehalten gewisser Rituale und Standardsituationen, in denen ich geraucht habe.
    Z.B. der Morgenkaffee. Ganz ehrlich, Nikotinkaugummi zum Kaffee ist mehr als übel, da der Geschmack dieser Kaugummi per se schon übel ist ( es gibt nur zwei, Frucht oder Minze. Geschmacklich für mich beide grenzwertig ). Oder Standardsituationen. So gab es ( und gibt es noch ) beim Autofahren z.B. immer die selben Kreuzungen , Ampeln oder auch Markante Punkte, an denen ich mir eine Zigarette anzündete. Heute nehme ich stattdessen ein paar Züge aus meinem Dampfer.
    Ich denke, dass wird bei mir langfristig zum Erfolg führen. Zur Zeit bin ich bei 3mg Nikotin angelangt und werde wohl in ca. drei Wochen das Nikotin ganz weg lassen.
    Ich bin ruhig, habe keine Entzugserscheinungen und lebe genau so meinen Lifestyle, wie vorher mit Zigaretten, nur mit wesentlich weniger Giften ( wirklich gesund ist natürlich auch das Dampfen nicht, darüber sollte sich jeder im klaren sein. Aber zu etwa 95% weniger schädlich als Zigarettenrauch, dass ist doch schon mal ein Anfang ). Eine prima Sache.
    Spannend wird dann sein, zu beobachten, ob das Dampfen ohne Nikotin in Stresssituationen hilfreich ist.
    Vielleicht kann ich dann auch langfristig gesehen das Dampfen irgendwann lassen.
    Viele Grüße Maic

    1. Gerhard

      Hallo Maic, ich hoffe, Sie haben es geschafft.
      Ich bin seit 15 Monate von der Zig weg. Ging mir ebenso und habe übers Leben und Gesundheit nachgedacht. 4 Monate noch Base mit Nicotin, dann nur noch Base 70/30 pur ohne Zuschlag von Aromen o.a. Fühle mich wesendlich besser, kein Husten, Bronchien beruhigt. Nun die nächste gute Tat: Mehr Sport und Bewegung. Fällt ohne Hintergedanken auf Zig auch leichter.
      Viele Grüße Gerd

  4. Harry Ewiak

    Moin.Ich habe im August im Krankenhaus die Finger von den Zigaretten gelassen(hatte auch keine) im Kranken hat man mir gleich Nicotell gegeben,die gewirkt haben. Nach zwei Wochen wieder zu Hause habe ich zur E-Zigarette gegriffen und habe die Hoffnung es damit zu schaffen von den Dreckszigaretten wegzukommen.

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