Risiken durchs Dampfen – was stimmt wirklich?

Seit die E-Zigarette auf dem Markt ist, geht es ihr auch an den Kragen. Vor allem Vertreter und Institutionen der Nikotinersatzmittel und natürlich der Tabakbranche selbst, veröffentlichen regelmäßig irreführende Informationen zu E-Zigaretten & Liquids und führen die Öffentlichkeit damit in die Irre. Seit 2015 gab es jede Menge Meldungen zum Thema, so zum Beispiel die Kritik am Statement der WHO, dass die E-Zigarette gar schädlicher sei als die normale Tabakzigarette, was allein‘ schon auf Grund des wegfallenden Verbrennungsvorgangs und des nikotinhaltigen Tabaks eine vollkommen unbelegte Aussage ist. Deshalb versuchen E-Zigaretten Hersteller, Konsumenten und Händler regelmäßig anhand von Studien zu belegen, dass die Aussagen zu gesundheitlichen Risiken durch das Dampfen irreführend, wenn nicht gar grundsätzlich falsch sind.

Denn zuletzt bestätigten kanadische Suchtforscher der University of Victoria:

  • E-Zigaretten sind deutlich weniger riskant als Tabakzigaretten
  • E-Zigaretten sind keine Einstiegsprodukte für schädlichen Tabakkonsum (siehe auch: Gateway-Effekt)
  • E-Zigaretten können beim Umstieg von Tabakzigaretten helfen

Dies offenbarte eine groß angelegte Metastudie zur E-Zigarette, die durch Universität von Victoria in British Columbia, Kanada, durchgeführt wurde. Das eindeutigste Ergebnis ist wohl die Tatsache, dass es keinerlei Anhaltspunkte für die Behauptung des Gateway-Effekts gibt. Also, dass das Dampfen von Liquids automatisch zum Tabakkonsum führt. Damit reiht sich der Mythos des Gateway-Effekt ein, in eine lange Reihe aus widerlegten Behauptungen, und befindet sich nun mit dem Mythos um die Popcornlunge durch Diacetyl in Liquids in guter Gesellschaft.

Auch InnoCigs beteiligt sich an der Aufklärung solcher Irreführungen seitens der WHO und anderen Institutionen. Zuletzt unter anderem als Sponsor des aufklärenden Dokumentarfilms A Billion Lives. So sorgten wir dafür, dass der Film auch in Deutschland und mit deutscher Übersetzung Kinopremiere feiern konnte. Der Film behandelt die Kontroversen zwischen Tabakbranche, Nikotinersatzmitteln und Elektro Zigaretten.

Ideologisch verzerrte Diskussion zu Elektro Zigaretten

Schon der Name der neuen Studie aus Kanada zeigt, was die Ergebnisse klarmachen: Clearing The Air! Und das tut die Studie in der Tat – sie „reinigt die Luft zum Atmen“ (E-Zigaretten belasten die Raumluft deutlich weniger als die Tabakzigarette) und „Verschafft Durchblick“, im Labyrinth der Mythen, Behauptungen & Irreführungen. Im Rahmen der Studie werteten die Forscher u.a. 170 wissenschaftliche Artikel zum Thema aus und stellten fest, dass mit der ansteigenden Nutzung der E-Zigarette der Tabakkonsum sinkt. Zuletzt machte England mit einem besonderen Brexit auf sich aufmerksam: 1,5 Millionen Briten sind dank E-Zigarette rauchfrei. Das lies das ASH (Action on Smoking and Health) verlautbaren. Das sind 50 % der gesamten Dampfer, die die Insel in den letzten Jahren erobert haben – nämlich rund 3 Millionen. Nur ein Bruchteil gibt an, beides zu Konsumieren. Dass die E-Zigarette zum vermehrten Tabakkonsum führen würde, sagte unterdes niemand. Die Schlussfolgerung der verantwortlichen Forscherin Marjorie MacDonald: Aus der Perspektive einer allgemeinen Gesundheitsvorsorge sei es „positiv zu bewerten, wenn Jugendliche zu weniger schädlichen Produkten als der Tabak-Zigarette greifen“.

Die Ergebnisse des kanadischen Teams decken sich also mit den Erkenntnissen des Teams um Prof. Heino Stöver, dem Direktor des Instituts für Suchtforschung Frankfurt (ISFF). Auch er widerlegt darin den Gateway-Effekt eindeutig und schließt aus, dass die E-Zigarette zur Tabakzigarette führt. Stattdessen:

  • erleichtern sie es, mit dem Rauchen aufzuhören
  • sind herkömmliche Zigaretten 20 x schädlicher
  • sind E-Zigaretten keine „Einstiegsdroge“

Dampf der E-Zigarette weitaus weniger schädlich

Doch damit nicht genug. Das kanadische Forscher-Team bestätigt auch, dass der Dampf einer E-Zigarette weitaus weniger schädlich ist als der Rauch einer herkömmlichen Tabakzigarette. Da Funktion & Bestandteile einer E-Zigarette weder einen Verbrennungsvorgang stattfinden lassen, noch auf nikotinhaltigen Tabak angewiesen sind, stoßen sie auch weder Teer, noch schädliche Verbrennungsstoffe aus. Das Verhältnis ist sogar genau benannt: E-Zigaretten Dampf enthält bis zu 18 potenziell schädliche Stoffe (die Dosis macht das Gift), während Zigaretten-Rauch 79 nachweislich toxische Substanzen enthält. Auch bei der Konzentration der giftigen Substanzen – und die ist entscheidend – schnitt die E-Zigarette deutlich besser ab.

Das wirkt sich natürlich auch auf das Passivdampfen des E-Zigaretten Qualms aus. Denn auch hier gibt es signifikante Unterschiede. Während Tabakrauch ca. 20 Minuten braucht, um sich zu verflüchtigen, hat sich der Liquid-Dampf einer elektrischen Zigarette nach nur maximal 30 Sekunden verflüchtigt.

„Die Öffentlichkeit ist in die Irre geführt worden, was die Risiken der E-Zigarette anbelangt. Viele Leute denken, sie sei ebenso gefährlich wie das Rauchen von Tabak. Doch die Ergebnisse zeigen, dass das völlig falsch ist.“ – Prof. Dr. Tim Stockwell, Direktor des Instituts für Suchtforschung an der Victoria-Universität

Hilfe beim Rauchstopp & Umstieg

Die letzte erfreuliche Erkenntnis deckt sich mit Ergebnissen einer vergleichbaren irischen Studie des Health Information and Quality Authority, kurz HIQA; E-Zigaretten sind als Umstiegshilfe bzw. Hilfe zum Aufhören mit dem Tabakrauchen mindestens genau effektiv wie Nikotinersatzprodukte. Für eine irische Studie ist das ein besonders bemerkenswertes Ergebnis, denn immerhin gehört Irland zu den am strengsten regulierten Ländern in der europäischen Union, was potentielle Suchtmittel anbelangt. Nach den Erkenntnissen der irischen Gesundheitsbehörde nutzen bereits 29 Prozent der Raucher E-Zigaretten zum Ausstieg aus dem gesundheitsgefährdenden Tabak-Konsum. Doch hier muss man auch klarstellen, dass die Empfehlung nur für aktive Raucher gilt, nicht für Nichtraucher.

„Die HIQA Studie ist für die hiesige Branche ein wertvolles Signal zum Potential der E-Zigarette. Gerade in der politischen Diskussion in Deutschland werden positive wissenschaftliche Argumente für die E-Zigarette oft übersehen, Studien offizieller Behörden aus dem EU-Ausland können aber auch hierzulande als richtungsweisende Belege für die Vorteile der elektronischen Zigarette gewertet werden.“, – Dustin Dahlmann, Vorsitzender des BfTG.

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Bildnachweise:

Titelbild: Fotolia #159063999 | Urheber: ra2 studio

6 thoughts on “Risiken durchs Dampfen – was stimmt wirklich?

  1. Christiane

    Hallo, ich bin 47 Jahre alt, habe ca. 30 Jahre Zigaretten geraucht und dampfe nun schon seit ner Weile. Perspektivisch möchte ich auch vom „Dampfen“ wegkommen, aber ich muss sagen, dass es eine sehr gute Möglichkeit ist, erstmal vom Rauchen abzulassen. Ich kann es jedem nur empfehlen, der noch raucht und überlegt davon wegzukommen.
    Auch ich hatte ganz am Anfang die typischen „Anfängerprobleme“ wie extremes Husten. Ehrlich – da muss man durch und seinen Körper peu a peu daran gewöhnen. Jeder von uns hat ja auch weiter an der Zigarette gezogen, obwohl am Anfang auch das grosse Husten stand, oder? Nach ein paar Tagen hatte sich mein Körper an den Dampfer gewöhnt und zickt nicht mehr rum. Also – ich bin froh, dass ich von der Zigarette weg bin, rauche gerne meine eZiggi und genieße es, dass ich nicht mehr nach Rauch stinke! Und ein schöner Nebeneffekt: wesentlich günstiger ist es auch noch! Take care und viel Erfolg allen! 🙂
    Viele Grüße, Christiane aus Leverkusen

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  2. Marion Schrank

    Mein Mann war Raucher und ist seit 2 Jahren E-Ziggi-dämpfer mit nikotinhaltigem Liquid. Zuvor rauchte er immer draußen, jetzt überall- Auto, Esstisch, Schlafzimmer…
    Wie verhält es sich mit den Schädigungen durch passiv Rauchen?

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  3. Maic John Osper

    Hallo, mein Name ist Maic . Ich werde dieses Jahr 56 und ich habe 40 Jahre davon geraucht.
    Hört sich an, wie in einer Runde der anonymen Alkoholiker und im Grunde ist es nichts anderes. Ich war 40 Jahre meines Lebens ein Zigarettenjunkie.
    Folgen zuletzt waren tägliche morgendliche Hustenanfälle, die sich erst nach dem rauchen von 5-6 ! Zigaretten beruhigt hatten. Weiter erhöhte Unruhe nach ca. einer halben Stunde, da sich das Depot sämtlicher Suchtstoffe ( nicht nur das Nikotin in einer Zigarette macht Süchtig ) geleert hatte und wieder gefüllt werden wollte. Sehr unangenehm, wenn man z.B. fliegt und nicht rauchen kann. Folgen sind dann Nervosität, schwitzende Hände etc.
    Was mir aber wirklich Angst machte und mich in meinem Entschluss das Rauchen zu beenden bestärkte, war die Tatsache, dass ich Abends beim Einschlafen ein laut vernehmbares Rasseln in den Bronchien hatte, welches mich zum Hüsteln animierte, um es zu lösen und am Einschlafen hinderte.
    Ich versuchte es also mit Hypnose. Ja, es gab einen Erfolg, aber der hielt nur ca. 1 Jahr. Auch Nikotinersatzmittel brachten keinen langfristigen Erfolg.
    Jetzt also probiere ich es mit der E Zigarette.
    Um es gleich vorweg zu sagen, der Wille zur Raucherentwöhnung muss grundsätzlich bei jedem ,hierfür geeigneten, Hilfsmittel vorhanden sein. Sprich, man muss vom Kopf her für die Rauchentwöhnung bereit sein. Dann klappt es.
    Das Rasseln ließ schon nach drei Tagen nach und ist nach einer Woche komplett verschwunden. Auch der Morgendliche Raucherhusten ist nach mittlerweile drei Wochen dampfen einem gelegentlichen hüsteln gewichen. Auch der Auswurf hat sich stark reduziert, ist aber noch vorhanden, was zeigt, dass meine Bronchien versuchen, den Dreck raus zu befördern.
    Die Schwierigkeit besteht nun darin, rauchfrei zu bleiben.
    Dabei erwarte ich mir von der E Zigarette unschätzbare Vorteile, die andere Nikotinersatzmittel nicht bieten können. Nämlich das beibehalten gewisser Rituale und Standardsituationen, in denen ich geraucht habe.
    Z.B. der Morgenkaffee. Ganz ehrlich, Nikotinkaugummi zum Kaffee ist mehr als übel, da der Geschmack dieser Kaugummi per se schon übel ist ( es gibt nur zwei, Frucht oder Minze. Geschmacklich für mich beide grenzwertig ). Oder Standardsituationen. So gab es ( und gibt es noch ) beim Autofahren z.B. immer die selben Kreuzungen , Ampeln oder auch Markante Punkte, an denen ich mir eine Zigarette anzündete. Heute nehme ich stattdessen ein paar Züge aus meinem Dampfer.
    Ich denke, dass wird bei mir langfristig zum Erfolg führen. Zur Zeit bin ich bei 3mg Nikotin angelangt und werde wohl in ca. drei Wochen das Nikotin ganz weg lassen.
    Ich bin ruhig, habe keine Entzugserscheinungen und lebe genau so meinen Lifestyle, wie vorher mit Zigaretten, nur mit wesentlich weniger Giften ( wirklich gesund ist natürlich auch das Dampfen nicht, darüber sollte sich jeder im klaren sein. Aber zu etwa 95% weniger schädlich als Zigarettenrauch, dass ist doch schon mal ein Anfang ). Eine prima Sache.
    Spannend wird dann sein, zu beobachten, ob das Dampfen ohne Nikotin in Stresssituationen hilfreich ist.
    Vielleicht kann ich dann auch langfristig gesehen das Dampfen irgendwann lassen.
    Viele Grüße Maic

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    1. Gerhard

      Hallo Maic, ich hoffe, Sie haben es geschafft.
      Ich bin seit 15 Monate von der Zig weg. Ging mir ebenso und habe übers Leben und Gesundheit nachgedacht. 4 Monate noch Base mit Nicotin, dann nur noch Base 70/30 pur ohne Zuschlag von Aromen o.a. Fühle mich wesendlich besser, kein Husten, Bronchien beruhigt. Nun die nächste gute Tat: Mehr Sport und Bewegung. Fällt ohne Hintergedanken auf Zig auch leichter.
      Viele Grüße Gerd

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  4. Harry Ewiak

    Moin.Ich habe im August im Krankenhaus die Finger von den Zigaretten gelassen(hatte auch keine) im Kranken hat man mir gleich Nicotell gegeben,die gewirkt haben. Nach zwei Wochen wieder zu Hause habe ich zur E-Zigarette gegriffen und habe die Hoffnung es damit zu schaffen von den Dreckszigaretten wegzukommen.

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