Könnte E-Zigaretten Dampf Rauchmelder auslösen, z.B. in Hotelzimmern?

Rauchmelder E-Zigarette Dampf

Die Frage, wo die Nutzung von E-Zigaretten gestattet ist, wurde bereits für Bereiche wie Büros, Restaurants oder öffentliche Verkehrsmittel thematisiert. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Situation in Hotels sowie die technische Frage, ob der ausgestoßene Dampf Rauchmelder in Hotelzimmern auslösen kann. Grundsätzlich lässt sich nicht pauschal bestätigen, dass Rauchmelder ausschließlich auf Rauchpartikel reagieren. In der Praxis gibt es dokumentierte Fälle, in denen die Sensoren von Meldeanlagen auch durch den Dampf von E-Zigaretten aktiviert wurden. So führte beispielsweise die Nutzung einer E-Zigarette in einer Flugzeugtoilette zur Auslösung des Alarmsystems und einer anschließenden Sicherheitslandung. Dies verdeutlicht, dass technische Meldesysteme unabhängig von der Art der Partikel (Rauch oder Dampf) reagieren können. Für Nutzer bedeutet dies, die jeweiligen Hausordnungen von Hotels und Sicherheitsvorschriften in geschlossenen Räumen strikt zu beachten.

Kann E-Zigaretten Dampf einen Rauchmelder auslösen?

Die technische Funktionsweise von Rauchmeldern führt dazu, dass diese durch den von E-Zigaretten erzeugten Dampf ausgelöst werden können. Dies gilt für Meldeanlagen in privaten Haushalten ebenso wie für Systeme in Hotels oder an Arbeitsplätzen. Untersuchungen zeigen, dass Sensoren reagieren können, wenn eine hohe Konzentration von Dampfpartikeln direkt in das Gehäuse des Melders gelangt. Ein erhöhtes Risiko besteht insbesondere bei der Nutzung von Geräten mit hoher Dampfproduktion oder bei bestimmten Anwendungstechniken wie dem Subohm-Dampfen, bei denen das Dampfvolumen pro Zug technisch bedingt höher ausfällt. In öffentlichen Einrichtungen und Hotels ist die Nutzung von E-Zigaretten häufig durch die Hausordnung untersagt. Obwohl moderne Meldesysteme darauf ausgelegt sind, Fehlalarme durch geringfügige Partikelkonzentrationen zu minimieren, bleibt das Risiko einer Alarmauslösung bestehen. Dies ist insbesondere im Kontext des Flugverkehrs relevant, wo eine Aktivierung der Meldeanlage erhebliche Kosten durch Sicherheitslandungen nach sich ziehen kann. Es wird daher empfohlen, E-Zigaretten ausschließlich in dafür vorgesehenen Bereichen oder im Freien zu verwenden, um technische Fehlalarme und daraus resultierende Folgekosten zu vermeiden.

Welche Arten von Rauchmeldern sind besonders empfindlich?

Unterschiedliche Typen von Rauchwarnmeldern nutzen verschiedene physikalische Prinzipien zur Detektion von Brandmerkmalen, was zu einer variierenden Sensitivität gegenüber dem Dampf von E-Zigaretten führt. Die nachfolgende technische Differenzierung erläutert die Funktionsweisen der gängigen Meldesysteme im Kontext von Aerosol-Konzentrationen.

Ionisationsalarme

Ionisationsrauchmelder nutzen eine geringe Menge radioaktiver Strahlung, um die Luft in einer Messkammer zu ionisieren, wodurch ein konstanter Stromfluss zwischen zwei Metallplatten entsteht. Gelangen Partikel in die Kammer, binden diese die vorhandenen Ionen, was zu einer messbaren Abnahme des Stromflusses führt. Das Erreichen eines definierten Schwellenwerts löst den Alarm aus. Aufgrund der Sensitivität dieses Messverfahrens gegenüber kleinsten Partikeln können Ionisationsrauchmelder technisch auf das Aerosol von E-Zigaretten reagieren. In Deutschland findet dieser Gerätetyp in Wohnräumen und öffentlichen Gebäuden aufgrund regulatorischer Rahmenbedingungen kaum Anwendung.

Optische Rauchmelder

Optische Rauchmelder stellen den in Deutschland am weitesten verbreiteten Gerätetyp dar. Diese Sensoren nutzen das Streulichtverfahren oder die Unterbrechung eines Infrarot-Lichtstrahls innerhalb einer Messkammer. Eine Diode sendet kontinuierlich einen Lichtstrahl aus, der auf ein Empfängerelement gerichtet ist. Dringen Partikel – wie Rauch oder das Aerosol einer E-Zigarette – in das Gehäuse ein, wird die Sichtverbindung zwischen Diode und Empfänger gestört oder der Strahl gebrochen. Sobald die Lichtintensität am Empfänger einen vordefinierten Schwellenwert unterschreitet oder durch Streuung auf einen versetzten Sensor trifft, erfolgt die Alarmauslösung. Die Sensitivität ist technisch so kalibriert, dass eine entsprechende Partikelkonzentration innerhalb der Messkammer erreicht werden muss, um das System zu aktivieren.

Hitzemelder

Wärmemelder, auch Hitzemelder genannt, finden primär in Umgebungen wie Küchen Anwendung, da dort prozessbedingte Emissionen wie Kochdämpfe die Sensorik optischer Rauchmelder beeinträchtigen könnten. In Wohn- oder Schlafräumen ist der Einsatz dieser Geräte zur Brandfrüherkennung weniger gebräuchlich, da sie erst bei einem signifikanten Temperaturanstieg oder beim Überschreiten eines thermischen Schwellenwerts reagieren. Da bei vielen Brandereignissen die Rauchentwicklung der thermischen Energieerzeugung zeitlich vorausgeht, kann die Detektion durch Wärmemelder verzögert erfolgen. Technisch bedingt reagiert die Sensorik eines Wärmemelders nicht auf die Konzentration von Partikeln in der Luft. Da bei der Nutzung von E-Zigaretten keine nennenswerte Änderung der Umgebungstemperatur eintritt, führt das ausgestoßene Aerosol bei diesem Gerätetyp nicht zu einer Alarmauslösung. Die Auswahl des passenden Meldesystems sollte daher stets unter Berücksichtigung der spezifischen Sicherheitsanforderungen und der jeweiligen Raumvorgaben erfolgen.

CO-Melder

Kohlenmonoxid-Melder (CO-Melder) detektieren die Konzentration von Verbrennungsgasen wie Kohlenstoffmonoxid oder Kohlenstoffdioxid in der Raumluft. Diese Sensoren werden primär in Umgebungen eingesetzt, in denen herkömmliche partikelbasierte Rauchmelder aufgrund von Staubentwicklung Fehlalarme auslösen könnten. Da bei der Aerosolerzeugung in E-Zigaretten kein Verbrennungsvorgang stattfindet, entstehen keine signifikanten Mengen an Kohlenstoffmonoxid. Die chemischen Sensoren eines CO-Melders reagieren bauartbedingt nicht auf die Inhaltsstoffe des Aerosols, da dieses keine der für die Alarmauslösung definierten Verbrennungsgase enthält. Die Auslösung eines Alarms durch die Nutzung einer E-Zigarette ist bei diesem Gerätetyp daher technisch ausgeschlossen.

Funkrauchmelder

Funkrauchmelder ermöglichen die Vernetzung mehrerer Einzelgeräte innerhalb einer Liegenschaft, wobei häufig bis zu 32 Einheiten gekoppelt werden können. Detektiert ein Melder in einem Bereich Brandmerkmale, wird dieses Signal per Funk an alle anderen im Verbund befindlichen Geräte weitergeleitet, sodass eine flächendeckende akustische Alarmierung erfolgt. Da Funkmelder technisch auf verschiedenen Detektionsprinzipien (wie dem optischen oder ionisierenden Verfahren) basieren können, ist die Sensitivität gegenüber dem Aerosol von E-Zigaretten vom jeweils verbauten Sensortyp abhängig. Im Falle einer Alarmauslösung durch Aerosol-Konzentrationen führt die Systemvernetzung dazu, dass das Warnsignal zeitgleich an allen verbundenen Standorten ausgegeben wird. Die Einschätzung der Auswirkungen eines Fehlalarms hängt somit maßgeblich vom Grad der Vernetzung und der Anzahl der installierten Meldeeinheiten ab.

Was ist mit Rauchmeldern & Dampfen in Hotelzimmern?

Die Nutzungsbestimmungen für E-Zigaretten in Beherbergungsbetrieben, Verkehrsknotenpunkten oder bei Beförderungsunternehmen ergeben sich aus den gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie dem Hausrecht des jeweiligen Eigentümers. In Hotels installierte Rauchwarnmelder weisen häufig eine höhere Sensitivität auf als Geräte für den privaten Gebrauch, um den Brandschutzanforderungen für öffentliche Gebäude zu entsprechen. Eine Alarmauslösung durch das Aerosol von E-Zigaretten kann daher technisch auch in Bereichen eintreten, in denen die Nutzung grundsätzlich gestattet ist. Die Beachtung der jeweiligen Hausordnungen sowie die Berücksichtigung technischer Gegebenheiten – wie die Positionierung von Sensoren oder vorhandene Belüftungssysteme – dienen der Vermeidung von Fehlalarmen und daraus resultierenden Evakuierungen oder Folgekosten.

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Titelbild: AdobeStock #119682040 | Urheber: peterschreiber.media

4 thoughts on “Könnte E-Zigaretten Dampf Rauchmelder auslösen, z.B. in Hotelzimmern?

  1. Steamy

    Hatte schon 3-4 mal das Problem, dass im Hotelzimmer (jeweils in England und 2 mal zuhause) der Rauchmelder anschlug. Das obwohl ich nur eine kleine Danpfe nutze und dampfarmes Liquit. Konnte zum Glück jeweils nach wenigen Sekunden den Alarm per Knopfdruck deaktivieren. Seither blase ich den Dampf im Hotel immer in ein Handtuch oder T-Shirt, da passiert dann nicht.

  2. Melanie

    Also wir hatten es erst gestern, mein mann hat im schlafzimmer gedampft und der rauchmelder im flur hat angeschlagen.

  3. Raucher Bein

    Hatte gestern morgens einen leckeren Cafe und zum Cafe gemütlich gedampft, bin dann los zur Arbeit und in dieser Zeit ist der Feuermelder angegangen… wohne in einem Mehrfamilienhaus, mein Nachbar hat die Feuerwehr gerufen… super… Tür am A…

    die Kosten für den Einsatz muss ich nicht zahlen, „weil viel Dampf um nichts war“.

    Die Tür ist speziell und wird ziemlich Teuer werden.

    1. JakeRay

      Bei mir gehen dauerhaft die Rauchmelder an. Deswegen habe Ich diese auch nicht mehr aktiv wenn ich dampfe.

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