Welche E-Zigaretten Liquids gibt es?

Welche E-Zigaretten Liquids gibt es

Wir klären alle Fragen rund um E-Zigaretten Liquids: Spricht man von E-Zigaretten Liquid, ist damit ein fertiges Produkt gemeint. Fertige Liquids gehen in Portionen zu 10 ml in den Verkauf und können sofort gedampft werden. Daneben haben sich Shortfills und in letzter Zeit besonders Longfills und NicSalts etabliert.

Was sind Shortfills und Longfills?

Shortfills kommen in Flaschen, die beinahe vollständig mit einer Grundmischung befüllt sind und mit nikotinfreiem Basisliquid oder Nikotinshots vervollständigt werden bevor sie als E-Zigaretten Liquid genutzt werden können.

In Longfill-Flaschen befinden sich die der jeweiligen Sorte entsprechenden Aromen. Diese Variante wird mit einer sehr viel größeren Menge Basisliquid aufgefüllt. Auch hier können anteilig Nikotinshots verwendet werden, falls das fertige Liquid Nikotin enthalten soll. Da das Aroma erst hier mit den restlichen Bestandteilen in Berührung kommt, sollter man die Longfills nach dem Mischen etwas 3 Tage ruhen lassen. Immer gilt: Auch Liquids zum Selbstmischen sind ein Produkt des Fachhandels für erfahrene Dampfer und sollten nur von seriösen E-Zigaretten Händlern, die entsprechend zu Liquids beraten können, gekauft werden.

NicSalts: Was sind Nikotinsalze beim Dampfen?

Liquids mit Nikotinsalzen werden NicSalts genannt. Da das Nikotin in diesen Liquids mit Nikotinsalzen zugeführt wurde und einen niedrigeren PH-Wert als Nikotin in „normalen“ Liquids hat, entsteht beim Dampfen ein weniger kratzendes Gefühl und die subjektive Nikotinsättigung ist für den Dampfer schneller erreicht. Damit eignen sich NicSalt Liquids insbesondere für die Umsteiger, die starke Tabakzigaretten bevorzugt oder sehr viel geraucht haben. Die Auswahl der passenden Nikotinkonzentration richtet sich auch hier nach dem bisherigen Tabakkonsum: Um duale Nutzung zu vermeiden und wirklich auf die weniger schädliche Alternative umzusteigen, ist es wichtig, den gewohnten Nikotinbedarf mittels E-Zigarette zuverlässig abzudecken. Hierzu lässt man sich am besten im Fachhandel beraten.

Inhaltsstoffe von E-Zigaretten Liquids

Die im Verdampfer landenden Liquids bestehen fast immer aus den drei Komponenten Propylenglycol (PG), pflanzlichem (englisch = vegetable) Glycerin (VG) und Aroma. Manchmal ist zusätzlich ein kleiner Anteil destilliertes Wasser enthalten und natürlich je nach Variante Nikotin.

In den Anfängen der E-Zigarette diente die Beigabe von destilliertem Wasser im Liquid einer Verbesserung des Nachflusses bei der Verwendung der damals erhältlichen E-Zigaretten. Bei den mittlerweile erhältlichen E-Zigaretten ist das nicht mehr zwingend nötig, da sich die Verdampferkopftechnik soweit verbessert hat, dass der Nachfluss auch ohne diese Verdünnung funktioniert. Allerdings legen einige Dampfer nach wie vor Wert darauf.

Das Verhältnis der E-Zigaretten Liquid Zutaten zueinander unterscheidet sich je nach Sorte erheblich. Gerade bei Einsteigern besteht daher oft die Frage, ob – und wenn ja, wie – die Zusammensetzung des Liquids einen Unterschied macht.

Auswirkungen verschiedener Mischverhältnisse beim Dampfen

Propylenglycol ist von dünnflüssiger Beschaffenheit und ein hervorragender Geschmacksträger, während sich Glycerin in Reinform beinahe so dickflüssig wie Honig verhält und eher träge bei der Aufnahme von Aromen bei E-Zigaretten Liquids ist. Glycerin erzeugt dafür einen deutlich dichteren Dampf als Propylenglycol.

In einem Liquid ist somit Propylenglycol für den Transport des Aromas zuständig, während Glycerin für einen weichen Geschmack und gute Dampfentwicklung sorgt.

Aufgrund dieser Merkmale eignen sich Liquids mit einem hohen Anteil von 70% – 80% Glycerin besonders für Direct-to-Lung Geräte (DL oder D2L), die im Subohmbereich arbeiten. Weil bei der Verwendung von Subohm-Geräten eine große Menge Dampf entsteht, wird das für Propylenglycol typische Kratzen im Hals meistens als zu intensiv empfunden.
Dieser Effekt beim Dampfen wird auch als “Throathit” bezeichnet und kommt auf der anderen Seite besonders Dampfern entgegen, die das Rauchgefühl von Tabakzigaretten bei der weniger schädlichen Alternative nicht vermissen möchten. Hier eignen sich Mouth-to-Lung Geräte (MTL oder M2L), die im moderaten Leistungsbereich über 1 Ohm betrieben und von Mund zu Lunge gedampft werden. Von der Zigarette kommenden Rauchern kann die Kombination solcher E-Zigaretten und Liquids mit einem Anteil von etwa 50% Propylenglycol den Umstieg auf die E-Zigarette deutlich erleichtern.

Darüber hinaus gewährleisten diese E-Zigaretten Liquids aufgrund ihres guten Fließverhaltens einen stetigen Nachfluss bei der Verwendung von MTL-Geräten. Diese E-Zigaretten verfügen zumeist über relativ kleine Nachflussöffnungen, weshalb Liquids mit einem hohen Glycerin-Anteil durch ihre dickflüssige Beschaffenheit zu Nachflussproblemen führen könnten.

Beim eigenständigen Mischen von Liquids kann in der Zusammensetzung aller Bestandteile völlig frei entschieden werden, wie sich Intensität, Fließ- und Dampfverhalten des fertigen Liquids am Ende gestalten. Dadurch sind auch eher exotische Liquids möglich, die z.B. nur aus Glycerin und Aroma bestehen. Diese Zusammensetzung bietet sich vor allem für Dampfer an, die besonders dicke Wolken erzeugen möchten und bereits Erfahrung mit dem Mischen von Liquids haben. Auch hier sollte man sich im Fachhandel ausführlich beraten lassen und nur auf etablierte Marken zurückgreifen, bevor man mit dem Mischen loslegt.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.