Dampfen mit Wechselstrom – inkl. Testbericht

Wechselstrom zum Dampfen

Im Jahr 2021 wurde mit dem Modell CoolFire Z80 ein Akkuträger eingeführt, der neben der herkömmlichen Gleichstromabgabe (DC) auch die Nutzung von Wechselstrom (AC) ermöglicht. Während E-Zigaretten üblicherweise mit Gleichstrom aus integrierten oder externen Akkuzellen betrieben werden, stellt die Verwendung von Wechselstrom eine Erweiterung der technischen Ausgabemodi dar. In diesem Beitrag werden die Funktionsweisen der Modi FØ und REFRESH sowie die zugrunde liegende Technik erläutert.
Dampfen mit Wechselstrom: Technische Grundlagen
Die Fourier-Technologie in der Anwendung
FØ-Mode – Betrieb mit Wechselstrom
REFRESH-Funktion: Technische Details
Technische Parameter der Wechselstrom-Modi
Ausblick auf die technische Entwicklung

Dampfen mit Wechselstrom: Technische Grundlagen


Historisch betrachtet ist die Unterscheidung zwischen Gleichstrom und Wechselstrom seit dem späten 19. Jahrhundert etabliert. Während das öffentliche Stromnetz auf Wechselspannung basiert, nutzen mobile elektronische Geräte, die mit Akkuzellen betrieben werden – wie Taschenlampen oder E-Zigaretten – primär Gleichstrom. Die CoolFire Z80 verfügt über eine Elektronik, welche die Gleichspannung der Akkuzelle in eine Wechselstromausgabe transformieren kann.

Die Fourier-Technologie in der Anwendung


Der Akkuträger CoolFire Z80 von Innokin bietet neben den Modi Variable Wattage (VW) und Variable Voltage (VV) die Optionen FØ und REFRESH. Diese basieren auf der sogenannten FOURIER-Technologie. Hierbei wird der Strom laut Herstellerangaben wellenförmig durch die Wicklung geleitet. Das Verfahren ist nach der Fourier-Transformation benannt, einer mathematischen Methode zur Analyse von Signalen, die im Jahr 1822 von Jean Baptiste Joseph Fourier entwickelt wurde.

FØ-Mode – Betrieb mit Wechselstrom


Im FØ-Modus kann die Ausgangsleistung in einem Bereich von 6 bis 80 Watt eingestellt werden. Zusätzlich lässt sich die Frequenz der Stromabgabe in Hertz (Hz) definieren. Der einstellbare Bereich liegt zwischen 20 und 100 Hz. Die Wahl der Frequenz beeinflusst die Art und Weise, wie die Wicklung angesteuert wird. Für den Betrieb im MTL-Bereich werden herstellerseitig Frequenzen zwischen 51 und 100 Hz genannt, während für den Subohm-Bereich Werte zwischen 20 und 50 Hz vorgesehen sind.

REFRESH-Funktion: Technische Details


Die REFRESH-Funktion dient der kurzzeitigen Ansteuerung der Wicklung. Bei Aktivierung wird die Coil für etwa drei Sekunden mit 40 % der voreingestellten Leistung angesteuert. Dabei kommt ebenfalls eine wellenförmige Wechselstromabgabe zum Einsatz. Diese Funktion kann unabhängig davon genutzt werden, ob das Gerät ansonsten im VW- oder VV-Modus betrieben wird. Ziel dieser technischen Anwendung ist die Beeinflussung des Nachflusses und der Rückstände an der Wicklung.

Technische Parameter der Wechselstrom-Modi


Um die Funktionsweise zu untersuchen, wurde die CoolFire Z80 mit verschiedenen Verdampferköpfen und Systemen wie dem Zenith 2 sowie dem Ammit RTA betrieben. Technisch zeigt sich, dass die Änderung der Frequenz Einfluss auf die Wärmeentwicklung und die Sättigung der Wicklung nimmt. Bei höheren Frequenzen wird eine Veränderung in der Intensität der Verdampfung registriert. Diese Effekte variieren je nach Aufbau der Wicklung, wobei Unterschiede zwischen klassischen Drahtwicklungen und Mesh-Strukturen feststellbar sind.

Ausblick auf die technische Entwicklung


Mit der CoolFire Z80 hat Innokin eine technische Alternative zur herkömmlichen Gleichstromabgabe etabliert. Die Möglichkeit, die Frequenz der Stromabgabe als zusätzlichen Parameter zu steuern, erweitert die Konfigurationsmöglichkeiten von Akkuträgern. Ob sich die Wechselstrom-Technologie als dauerhafter Standard bei E-Zigaretten festsetzt, bleibt abzuwarten. Sie stellt jedoch eine funktionale Erweiterung innerhalb der verfügbaren Hardware-Optionen dar.