Dampfer des Jahres 2016 – InnoCigs kürte Ben Tewaag in Berlin

Dampfer des Jahres 2016 – Ben Tewaag

Die Abstimmung zum Dampfer des Jahres lief über mehrere Wochen hinweg, viele der von E-Zigaretten Nutzern eingesendeten Vorschläge stammten aus deren unmittelbaren, privaten Umfeld, wie z. B. “Meine Frau…” oder auch “Mein Freund ist so erfolgreich vom Glimmstängel weggekommen…”. Ausgezeichnet wurde am 11. Januar 2017 jedoch eine Person aus dem öffentlichen Leben: Ben Tewaag (40), der deutsche Schauspieler und Moderator (sowie Sohn von Uschi Glas) wurde vor allem bekannt als Sieger der vierten Staffel “Promi Big Brother”, einer beliebten Reality-Show.

Ben Tewaag ist Dampfer des Jahres 2016

Dustin Dahlmann und Melissa Khalaj kürten Ben Tewaag zum Dampfer des Jahres 2016

Die Auszeichnung zum Dampfer des Jahres überreichte Dustin Dahlmann – als Repräsentant der InnoCigs Geschäftsführung – gemeinsam mit Melissa Khalaj vor versammeltem Publikum in Berlin. In der Galerie & Bar “Meisterschüler” waren Presse, Vertreter des Fachhandels sowie Freunde der E-Zigarette geladen, um die Verleihung im Kreise der Dampfer-Community zu feiern.

 

Darum wurde Ben Tewaag der Dampfer des Jahres

Die Auszeichnung zum “Dampfer des Jahres” wurde als gemeinsames Projekt von InnoCigs und dem Online-Magazin “egarage” erstmalig 2016 ins Leben gerufen, laut Dustin Dahlmann fiel die Wahl auf Ben Tewaag als würdigen Vertreter – jedoch: „Der Preis ist auch ein Preis an die Community. Es ist ein Preis auch für diejenigen, die es geschafft haben, mit der E-Zigarette vom Rauchen loszukommen.”, denn mit einer prominenten Person als Preisträger würden die positiven Aspekte der elektrischen Zigarette auch im öffentlichen Raum publik gemacht.

Tewaag dampfte bereits 2016 im “Promi Big Brother” Haus und machte somit die E-Zigarette ein Stück bekannter im deutschen TV. Der bekennende Dampfer rauchte früher zwei Schachteln Tabakzigaretten pro Tag und zählt somit als “Umsteiger” zur überwiegenden Mehrheit der klassischen Konsumenten der E-Zigarette. Dies bestätigt das Ergebnis der von InnoCigs in 2015 durchgeführten Umfrage “Wer sind die Dampfer?”, demnach sind mehr als zwei Drittel (und insgesamt 98%) der Dampfer ehemalige Raucher, die auf die Elektro Zigarette umgestiegen sind, um das Rauchen aufzugeben oder dieses zumindest zu reduzieren. Die E-Zigarette kann somit vielen Menschen weltweit im Alltag helfen, von der Tabakzigarette loszukommen.

98% der Dampfer sind Umsteiger

Auszug aus Infografik “E-Zigaretten und Ihre Nutzer” | InnoCigs-Umfrage aus 2015 “Wer sind die Dampfer?”

Dazu Dustin Dahlmann: “Rauchen fordert leider immer noch viel zu viele Menschenleben. In diesem Zusammenhang ist die E-Zigarette enorm wichtig. Sie hilft gerade starken Rauchern dabei, auch nach vielen Jahren von Ihrer Tabaksucht wegzukommen.”
Dies ist auch einer der Gründe, warum InnoCigs den “Dampfer des Jahres” Preis unterstützte und an Ben Tewaag – stellvertretend für alle Menschen, denen der Schritt vom Raucher zum Dampfer gelungen ist – verlieh.
Diese soziale Verantwortung war ebenso das Motiv, warum InnoCigs auch kürzlich die Deutschland Premiere des aufklärenden Dokumentarwerks “A Billion Lives” von Aaron Biebert als Sponsor förderte.

 

Tewaag: Polarisierende Analogie zur E-Zigarette

Die Bild-Zeitung schrieb über Tewaag als Dampfer des Jahres „Jetzt ist er am Zug!”. Der ehemalige starke Raucher gab dem Online Magazin egarage folgendes Statement: „Es hat sich beim Dampfen so viel getan, die Maschinen sind anders, die Geschmäcker sind besser – ich habe quasi aus Versehen mit dem Rauchen aufgehört. Da kann man sehr dankbar sein und ich bin mehr vom Dampfen begeistert als vom Rauchen.“

Dampfer des Jahres 2016

Tewaag mit dem “Dampfer des Jahres” Preis: “Dampfen muss viel mehr Lifestyle werden.” Foto © egarage.de

Ben Tewaag und die E-Zigarette haben viel gemeinsam. Über Tewaag gab es viele negative Nachrichten und schlechte Presse. Zu seinem Namen und seiner polarisierenden Persönlichkeit hatten viele Menschen negativ behaftete Vorurteile im Kopf. Aber als Bewohner des Promi Big Brother Hauses lernte man ihn wirklich kennen. Bei näherem Hinsehen wurde den Menschen klar, wie viel Gutes in ihm steckt. Dass er nicht nur ein sehr sympathischer, sondern auch ein sehr hilfsbereiter und nachdenklicher Charakter ist.

Dampfer des Jahres 2017 –Vorschläge willkommen!

Nachdem der Preis bei den E-Zigaretten Nutzern und in der Branche auf viel Zuspruch gestoßen ist, soll es auch 2017 einen Dampfer des Jahres geben. Ob es sich dabei wieder um eine Person aus dem öffentlichen Leben oder einen “privaten Dampfer” handeln wird, wird sich zeigen. Vorschläge sind willkommen!

Übersicht über Software-Anwendungen mit Bezug zu E-Zigaretten (iOS & Android)

Bei der Nutzung von elektrischen Zigaretten besteht bei verschiedenen Anwendern ein Interesse an technischen Anpassungen. Dies betrifft insbesondere den Bereich der Selbstwickelverdampfer und die individuelle Herstellung von E-Liquids. Entsprechend dieser Nachfrage stehen im Internet diverse Informationsportale, Rezepte und technische Anleitungen zur Verfügung. Auch Software-Entwickler haben Applikationen erstellt, die auf diese Anforderungen zugeschnitten sind.Es existieren verschiedene Anwendungen für E-Zigaretten-Nutzer. Hierzu zählen Kalkulatoren für Mischverhältnisse bei Liquids, Informationen zum Umstieg auf die E-Zigarette sowie digitale Publikationen. Im Folgenden werden 10 Anwendungen für E-Zigaretten für iOS- und Android-Endgeräte in ihren Funktionen zusammengefasst.

Apps mit Tool-Sammlungen für E-Zigaretten

Diese Applikationen für iOS und Android kombinieren verschiedene Einzelfunktionen. Dazu gehören Kalkulatoren für den Widerstand und die benötigte Drahtlänge bei Selbstwickelverdampfern, Kostenrechner sowie Funktionen zur Ermittlung von Mischverhältnissen für E-Liquids.

Vape Tool

Vape Tool App für E-ZigarettenVape Tool (Android) bündelt verschiedene technische Funktionen. Enthalten ist ein Wicklungsrechner zur Ermittlung der Windungsanzahl basierend auf dem Zielwiderstand, ein Rechner zur Bestimmung der Leistungsbereiche einer Wicklung sowie ein Liquid-Mischer zur Dokumentation von Rezepturen. Ein AWG-Umrechner ermöglicht die Konvertierung von American Wire Gauge in Millimeter. Zudem bietet die Funktion zur Akkulaufzeit eine Kalkulation der theoretischen Betriebsdauer basierend auf den eingegebenen Parametern. Die Struktur der Anwendung ist auf eine übersichtliche Datenausgabe ausgelegt. Kosten: gratis / Plattform: Android

Bewertungen der App Vape Tool

Dokumentation der Bewertungen im Google Play Store – Stand: 03.01.2022

Vape Tool Box

Die App Vape Toolbox für E-ZigarettenDie App Vape Toolbox (Android) umfasst unterschiedliche technische Hilfsmittel. Ein zentrales Element ist der Coil Calculator zur Berechnung von Wicklungen für Selbstwickelverdampfer. Ein weiterer Kalkulator dient der Ermittlung der Leistung in Bezug auf den elektrischen Widerstand. Der E-Liquid-Rechner unterstützt bei der Bestimmung von Anteilen bei Nikotin und Aromen. Eine Funktion zur Kalkulation der Akkulaufzeit ist ebenfalls integriert, ebenso wie ein Tool zur Umrechnung technischer Maßeinheiten, wie beispielsweise von Joule in Grad Celsius. Die Vape Toolbox ist in einer kostenfreien Version sowie in einer kostenpflichtigen Version mit erweiterten Funktionen verfügbar. Kosten: gratis | 2,29 € / Plattform: Android

Nutzerbewertungen der Vape Toolbox

Dokumentation der Bewertungen im Play Store – Stand: 04.01.2022

Anwendungen für Selbstwickler & Liquid-Mischer

Für die manuelle Erstellung von Wicklungen und die Mischung von Liquids stehen spezialisierte Applikationen zur Verfügung. Diese dienen der Berechnung von Parametern wie Drahtlänge, Widerstand oder den Volumenanteilen der Liquid-Komponenten.

CoilCalculator

CoilCalculator AppMit dem Coil Calculator (iOS) lassen sich Windungsanzahl, Drahtlänge und der resultierende elektrische Widerstand kalkulieren. Die Anwendung konzentriert sich auf die grundlegenden Parameter für die Erstellung einzelner Wicklungen. Funktionen zur automatischen Berechnung komplexerer Setups wie Dual-, Triple- oder Quad-Coils sind nicht direkt integriert, können jedoch über die manuellen Eingabewerte abgeleitet werden. Kosten: gratis / Plattform: iOS

Kundenbewertungen im Appstore

Auszug aus den Kundenbewertungen im Appstore – Stand: 10.01.2017

Dampfspulen Rechner

Dampfspule Rechner AppDer Dampfspulen Rechner (Android) ermöglicht die Berechnung von Wicklungen in einem Bereich von 0,2 bis 6 Ohm. Die Anwendung ermittelt die notwendige Drahtlänge für Materialien wie Edelstahl, Nickel, Kanthal, Nickel-Chrom oder Titan. Im Vergleich zu anderen Anwendungen bietet dieses Tool auch Optionen zur Kalkulation von Dual- oder Triple-Coils. Kosten: gratis / Plattform: Android

Bewertungen im Google Play Store

Bewertungen im Google Play Store – Stand: 10.01.2017

Liquix 2

Liquix 2 App für E-LiquidsLiquix 2 (Android) ist eine Anwendung zur Unterstützung bei der Mischung von E-Liquids. Sie berechnet Mischverhältnisse basierend auf den Anteilen der Grundzutaten und Aromen. Nutzer können eigene Rezepturen abspeichern und auf eine Datenbank mit Nutzerrezepten zugreifen. In der zweiten Version der App wurde ein Etiketten-Designer integriert. Die Anwendung ermöglicht die Kalkulation nach Millilitern, Tropfen oder Gewichtseinheiten. Kosten: 1,69 € / Plattform: Android

Bewertungen für Liquix 2

Bewertungen für Liquix 2 im Google Play Store – Stand 05.01.2022

LiqCalc – Liquidrechner

LiqCalc Liquidrechner AppLiqCalc (Android) ist eine kostenfreie Anwendung zur Berechnung von Mischungsverhältnissen beim Selbstmischen von Liquids. Die App ermöglicht die Kalkulation für die Kombination mehrerer Basen, die Verwendung von Nikotinshots sowie die Bestimmung von Konzentrationen bei Shake-and-Vape-Produkten. Rezepte können in der Anwendung gespeichert werden. Eine integrierte Toolbox bietet zudem die Möglichkeit, Leistungen aus Spannung, Stromstärke und Widerstand abzuleiten sowie statistische Daten zur Nutzung zu erfassen. Kosten: gratis / Plattform: Android

Bewertungen der LiqCalc App

Dokumentation der Bewertungen im Play Store – Stand: 06.01.2022

Vapor Trail

Vapor Trail AppDie Anwendung Vapor Trail dokumentiert statistische Daten zur Nutzung von E-Zigaretten. Erfasst werden Parameter zur Häufigkeit der Verwendung. Zudem bietet die App Funktionen zum Teilen von Nutzungsstatistiken über soziale Netzwerke sowie ein Homescreen-Widget für den direkten Zugriff auf die Daten. Die Anwendung ist in englischer Sprache verfügbar. Kosten: gratis / Plattform: Android

Bewertungen der Vapor Trail App

Kundenbewertungen für die App Vapor Trail im Google Play Store – Stand: 10.01.2022

Vape Assistant

Vape Assistant AppDer Vape Assistant ist eine Zusammenstellung technischer Werkzeuge für Nutzer von E-Zigaretten. Die App beinhaltet Funktionen zur Berechnung von Widerständen, Kalkulatoren für das Mischen von Liquids sowie Speicheroptionen für Rezepturen. Zudem kann die Anzahl der Züge basierend auf der Restspannung des Akkus und dem Widerstand des Verdampfers geschätzt werden. Kosten: gratis / Plattform: Android

Bewertungen des Vape Assistant

Bewertungen im Google Play Store – Stand: 11.01.2022

e-cig vape calc

e-cig vape calc für Windows PhoneDer e-cig vape calculator (Windows Phone) umfasst eine Toolbox für technische Berechnungen und einen Liquid-Kalkulator. Die App ermöglicht die Bestimmung der Drahtlänge für spezifische Widerstände und unterstützt bei der Mischung von Komponenten. Sie führt die grundlegenden technischen Berechnungen für Selbstwickler und Selbstmischer aus. Kosten: gratis / Plattform: Windows Phone

Bewertungen im Microsoft Store

Bewertungen im Microsoft Store – Stand: 10.01.2017

Vape Builder

Vape Builder AppDer Vape Builder unterstützt Anwender bei der Erstellung von Coils für Selbstwickelverdampfer. Basierend auf dem Zielwiderstand sowie Material und Durchmesser des Drahtes berechnet die App die notwendige Anzahl der Windungen. Die Datenbank umfasst Informationen zu über 200 Drahtsorten. Ergänzend können Stromstärken und Leistungen bei Spannungen zwischen 3 und 10,6 Volt ermittelt werden. Kosten: 1,09 € / Plattform: Android

Bewertungen der Vape Builder App

Dokumentation der Bewertungen im Play Store – Stand: 12.01.2022

Bildnachweis
Titelbild: fotolia #116420462 | Urheber: ra2 studio

Medienbericht: Dokumentation „A Billion Lives“ thematisiert internationale Regulierungen

„A Billion Lives“ – diese Zahl wird im Kontext globaler Statistiken zum Tabakkonsum häufig genannt. A Billion Lives ist zudem der Titel einer Dokumentation von Aaron Biebert, die sich mit der internationalen Debatte zur E-Zigarette und den Rollen verschiedener Interessengruppen wie der Tabak- und Pharmaindustrie sowie staatlicher Organisationen befasst. Der Film thematisiert Bieberts Recherchen zu Informationsstrukturen und deren Einfluss auf die öffentliche Wahrnehmung der E-Zigarette. Die Dokumentation wurde nach ihrer Veröffentlichung in den USA ab dem 19.11. auch in Deutschland im Rahmen verschiedener Vorführungen gezeigt.

Veröffentlichung der Dokumentation in Deutschland

Nach der Erstaufführung in den USA wurde der Film auch in Deutschland präsentiert. InnoCigs begleitete die Einführung des Films als Teil der medialen Präsenz in Deutschland. Ziel des Beitrags ist die Information einer breiteren Öffentlichkeit über die im Film aufgestellten bzw. untersuchten Thesen. Die Macher von „A Billion Lives“ setzen sich dabei mit verschiedenen Fragestellungen auseinander, darunter die Bewertung von Untersuchungsdaten zur E-Zigarette und deren Behandlung durch gesetzgebende Organe. Der Film geht der Frage nach, inwieweit wissenschaftliche Erkenntnisse in politische Entscheidungsprozesse einfließen. Diese Fragen werden im Film aus Sicht der Produzenten analysiert.
Die mediale Darstellung und die Präsenz in Lichtspielhäusern bilden die Grundlage für eine thematische Auseinandersetzung mit dem Sektor, die InnoCigs durch die Begleitung der Veröffentlichung unterstützt.

Vertreter von InnoCigs bei der Vorstellung von "A Billion Lives"

Unternehmensvertreter von InnoCigs bei der Vorstellung der Dokumentation „A Billion Lives“ in Berlin.


Angesichts der globalen Prävalenz des Tabakkonsums befasst sich der Film mit den ökonomischen Hintergründen des Marktes. Er stellt zudem die Frage nach der Notwendigkeit spezifischer Gesetze zur Regulierung von E-Zigaretten. Der Film untersucht hierbei die Entstehungsprozesse regulatorischer Rahmenbedingungen. Die Dokumentation führt dazu eigene Recherchen und Theorien an.
Auch die Einordnung der E-Zigarette im Kontext des Tabakstopps ist Bestandteil der filmischen Darstellung, wobei die Produktion von Biebert verschiedene Nutzungsszenarien beschreibt. Der Film stellt zudem die These auf, dass wirtschaftliche Interessen die Regulierung der E-Zigarette beeinflussen könnten.

Inhalte und Daten zur E-Zigarette in „A Billion Lives“

Im Jahr 2015 veröffentlichte die Organisation „Public Health England“ (PHE) eine Untersuchung, die im Film zitiert wird. Diese befasst sich mit der relativen Einordnung von E-Zigaretten im Vergleich zu Tabakprodukten. Der Film thematisiert in diesem Zusammenhang auch die Marktanteile verschiedener Branchen und die daraus resultierenden Wettbewerbssituationen. Forschungsberichte und ökonomische Gutachten sind zentraler Bestandteil der filmischen Aufarbeitung.
Medienberichte haben die Kernaussagen der Dokumentation zusammengefasst. „A Billion Lives“ bietet Informationen für Personen, die sich mit gesundheits- und wirtschaftspolitischen Themen befassen möchten. Der Film thematisiert die Regulierung des Marktes als einen Prozess mit gesellschaftlicher Relevanz.

Informationen zu „A Billion Lives“

Die Redaktion fasst in diesem Bericht die im Film behandelten Themen zusammen, um eine Übersicht über die dargestellten Inhalte zu geben.

Inhaltliche Schwerpunkte der Dokumentation

Der Ansatz von „A Billion Lives“ liegt laut Produzenten in der Information über die Hintergründe der E-Zigaretten-Regulierung. Der Film stützt sich dabei auf eigene Recherchen zu wissenschaftlichen Daten und deren öffentlicher Darstellung.
Die Dokumentation verfolgt im Wesentlichen folgende Schwerpunkte:
Der Film möchte zur Auseinandersetzung mit dem Thema Tabakkonsum bewegen. Zudem soll die E-Zigarette als ein Element in der aktuellen Debatte dargestellt werden. Ein weiteres Ziel ist die Darstellung von Informationen zum Sektor der E-Zigarette.
Die im Film zusammengetragenen Daten zielen auf eine sachliche Diskussion über E-Zigaretten ab. Die Dokumentation regt zu einer öffentlichen Auseinandersetzung mit der Thematik an. Aaron Biebert selbst gibt an, weder Raucher noch Dampfer zu sein.
Der Film stellt den Versuch dar, eine Perspektive auf die elektronische Zigarette und deren regulatorische Einordnung zu bieten. Die Produktion befasst sich mit der Verantwortung gegenüber verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen und Systemen. Zusammenfassend handelt es sich um einen Dokumentarfilm über ein regulatorisch relevantes Thema.

Vape kratzt im Hals oder Husten beim Dampfen: Ursachen und technische Faktoren

Beim Übergang zur E-Zigarette, wie Vapes oder Iqos, berichten Nutzer häufig über Hustenreiz oder ein Kratzen im Hals. Er wollte gar nicht mehr aufhören. Tja, um diese Erfahrung kommen auch die neuen Generationen nicht herum. Auch dann nicht, wenn sie statt an einer Zigarette an einer E-Zigarette ziehen. Denn einige Dampfer-Neulinge klagen  über ein unangenehmes Gefühl im Hals, Hustenreiz oder ein Kratzen, während sie das erste mal an einer Elektro Zigarette ziehen. Einige geben deswegen direkt auf und legen die Elektro Zigarette wieder zur Seite. Das ist schade, da die elektrische Zigarette eine Alternative für den Rauchstopp und die Tabakprävention bietet, was zuletzt sogar die Deutsche Ärzteschaft feststellte.

Mögliche Ursachen für Hustenreiz und Halsirritationen bei der Nutzung von E-Zigaretten

Dampfer sind Individualisten. Außer, wenn es um das Husten und den Juckreiz beim ersten Mal Dampfen geht, denn rund 50% der Dampfer husten am Anfang. Auch die Forschung bestätigt das mittlerweile – Husten, Juckreiz und Kopfschmerzen sind die häufigsten Nebenwirkungen bei Umsteigern. Während jede Zigarette mehr oder minder gleich schmeckt, auch wenn Tabakraucher stets das Gegenteil behaupten: Das Angebot an E-Zigaretten umfasst verschiedene Hardware-Konfigurationen und Liquid-Zusammensetzungen. Doch jeder Mensch reagiert anders auf die Inhaltsstoffe der Liquids. Während jede Zigarette ähnlich schmeckt, gibt es bei der elektrischen Zigarette also Einiges zu beachten, um eine konstante Verdampfung des Liquids zu ermöglichen. Vor allem dann, wenn Hardware, Liquids und auch E-Zigaretten insgesamt neu sind, ist ein Kratzen oder Husten am Anfang wahrscheinlich, speziell beim ersten Zug. Aromen, PG / VG Anteil und Wasseranteil der Liquids, der Nikotingehalt und auch die eingesetzten Verdampferköpfe müssen aufeinander abgestimmt werden. Und am Ende auf den Nutzer zugeschnitten. Auch die Zugtechnik hat einen großen Einfluss darauf, ebenso wie die verwendete Leistung und Spannung (siehe auch: Sub Ohm Dampfen). 

Anders als bei Tabakzigaretten, die im europäischen Raum in aller Regel vom Mund in die Lunge geraucht werden, unterscheidet man bei E-Zigaretten zwischen dem moderaten Dampfen vom Mund zur Lunge (MTL) und dem subohmen Vapen mit direkter Lungeninhalation (DL). Im MTL-Betrieb wird mit eher niedrigeren Leistungen (10 bis 15 Watt) bei vergleichsweise hohen Widerständen (etwa 1,0 Ohm) gedampft, während im DL-Bereich auch Leistungen von 80 bis 100 Watt bei Widerständen zwischen 0,1 und 0,2 Ohm anzutreffen sind. Startet ein unerfahrener Vaper mit einem Setup, das nicht für die jeweilige Zugtechnik ausgelegt ist, kann dies zu Hustenreiz oder Irritationen im Rachenraum führen. Oft wird außerdem ein nikotinhaltiges Liquid verwendet, da man die Rauchentwöhnung normalerweise langsam angeht und zum Start auf viel Nikotin im Liquid setzt. Die direkte Inhalation per Lungenzug verstärkt nun die Wirkung des Nikotins noch zusätzlich. Die Lösungsmöglichkeiten in diesem Beispiel wären also entweder, dass der Dampfer den Nikotingehalt im Liquid reduziert, nikotinfreie Liquids verwendet oder ein anderes Modell wählt, welches auch den Lungenzug unterstützt. Doch zunächst sollte man einfach ausprobieren, die E-Zigaretten Zugtechnik anzupassen, denn auch sie ist eine häufige Fehlerquelle, die anfangs zu unangenehmen Nebenwirkungen führt. Fast immer sind es Anwenderfehler, die zum Husten und Kratzen führen. Aber nicht immer.

Hustenreiz und Kratzen im Hals: mögliche kurzfristige Reaktionen

Bei 90% der Dampfern handelt es sich bei den Nebenwirkungen also nur um temporäre Effekte. Die meisten Menschen vermuten, dass es an dem Propylenglykol (PG) im Liquid liegt. Dabei sind nur etwa 10% der Bevölkerung empfindlich gegenüber Propylenglykol, während die Anzahl der Allergiker noch weitaus niedriger liegt. Zusätzlich kann es gelegentlich auch sein, dass andere unbekannte Inhaltsstoffe, Verunreinigungen und Nebenerzeugnisse im Dampf  den Husten hervorrufen können. Da stellt sich aber eine weitere Frage. Wieso hören dann fast alle Dampfer nach kurzer Zeit auf mit dem Husten? Wieso ist der Juckreiz nur eine temporäre Nebenwirkung. Nun, es gibt noch keine eindeutige Antwort darauf, da entsprechende Langzeitstudien fehlen. Aber es deutet Vieles darauf hin, dass es so ähnlich ist wie bei der normalen Tabakzigarette – der Körper gewöhnt sich dran. 

Zugtechnik und Nikotinstärke: mögliche Einflussfaktoren auf den Throat Hit

Kein Betäubungsmittel gegen Husteinreiz

Es wird schon länger vermutet, dass sich im Tabakrauch Inhaltsstoffe befinden, die den Hustenreiz beim Raucher unterdrücken. Nur deshalb kann man den Rauch einer herkömmlichen Zigarette überhaupt einatmen, während man in der Rauchwolke eines Lagerfeuers kaum Luft bekommt, obwohl ja bei beiden Vorgängen getrocknete Pflanzen verbrannt werden, so Chris Price von E-Cigarette Politics. Und tatsächlich: ein paar wenige Bestandteile der 9600 Inhaltsstoffe in Zigarettenrauch die bis heute identifiziert wurden, dienen wirklich dazu, dass der Rauch weniger irritierend wirkt und der Konsument nicht husten muss. Diese Betäubungs- und Hustenmittel werden für Liquids und somit beim Dampfen nicht verwendet, was eine Erklärung für den „Umsteigerhusten“ bei elektrischen Zigaretten sein könnte.

Die Zugtechnik

Wie Anfangs bereits erwähnt, besteht ein großer Teil der Dampfer aus Ex-Rauchern. Anders als beispielsweise im asiatischen Raum wird in Europa der Rauch einer Zigarette zunächst in den Mundraum und von dort in die Lunge inhaliert. Das Dampfen im MTL-Bereich entspricht dieser Gewohnheit am ehesten. Ein Backenzug sieht so aus, dass der  Dampf zunächst in den Mund gezogen und erst dann inhaliert wird. Bei Geräten, die für das subohme Vapen optimiert sind, wird der Dampf direkt in die Lunge („Direct Lung“) inhaliert. Einige Dampfer mögen die Erfahrung machen, dass die Technik, die sie beim Rauchen angewendet haben, bei der Elektro Zigarette zu Husten- und Juckreiz führt. Auch das ist eine plausible Erklärung dafür, weshalb diese temporären Nebenwirkungen bei erfahrenen Dampfern schon nach kurzer Zeit nachlassen. Umfragen deuten darauf hin, dass Methode zumindest für einige Dampfer einen Unterschied macht (Zahlen, Daten & Fakten zu E-Zigaretten in Deutschland). Ok, viele der Befragten sind sich zwar unsicher, ob es wirklich der Wechsel der Zugtechnik war, der am Ende zu einer Linderung der Symptome führte, aber immerhin 30% der Befragten sind sich sicher, dass das Backendampfen entscheidend ist.

Die Flimmerhaare kommen zurück

Rauchen zerstört die sog. Flimmerhaare. Das sind kleine und haarige Verlängerungen Ihrer Atemwege, die auch Zilien genannt werden. Hören Sie mit dem Rauchen auf, wachsen diese langsam nach. Der Nebeneffekt dieses Nachwachsens ist Husten. Das erklärt, wieso Menschen oft, neben vielen anderen Nebenwirkungen, anfangen zu Husten, sobald sie mit dem Rauchen aufhören, während man ja oft denkt, dass der Husten durch das Rauchen kommen würde. Ja, indirekt schon. Doch der Husten nach dem Rauchstopp ist ein eindeutiges Zeichen der Besserung. Es wird deshalb vermutet, dass das Husten bei Dampferneulingen durch das Nachwachsen der Zilien entsteht. Zu klären bleibt hier aber, wieso man dann beim ersten Zug an der Dampfe ebenfalls hustet. Es ist wahrscheinlich ein Zusammenspiel aus vielen Faktoren. Tatsache ist aber, dass es in 90% der Fälle schnell weniger wird und schließlich ganz aufhört.

Der Throat Hit

Fast alle Menschen, die eine E-Zigarette zum ersten Mal verwenden, setzen auf nikotinhaltige Liquids, da die gewählte Nikotinkonzentration den physischen Reiz im Hals (Throat Hit) beeinflusst. Doch irgendwann siegt das Interesse an den Aromen der verfügbaren Liquids. Deshalb haben viele langjährige Dampfer irgendwann schon mal Liquids ausprobiert, die kein Nikotin enthalten und festgestellt, dass es nahezu gar keinen Throat Hit gibt. Mit der Höhe des Nikotingehalts steigt also das Risiko für kratzigen Dampf und Husten. Doch viele Dampfer brauchen diese Effekte, um langfristig auf die elektrische Zigarette umsteigen zu können. Übrigens: auch das verwendete Modell spielt eine Rolle. Selbst erfahrene Dampfer husten zum Beispiel, wenn sie das erste mal das Sub Ohm Dampfen ausprobieren. Setzen Sie zu Beginn also auf ein gutes und voreingestelltes Umsteiger-Set für E-Zigaretten. Außerdem setzen hochwertigere Modelle das Nikotin effektiver und schneller frei, wodurch man den Nikotingehalt in den verwenden Liquids entsprechend reduzieren kann, was wiederum zu weniger Husten- und Juckreiz führt. Auch hier könnte also ein Grund dafür versteckt liegen, dass erfahrene Dampfer weniger husten – sie setzen mit der Zeit auf immer weniger Nikotin, was ja letztendlich für viele auch das Ziel ist.

Der Wasserhaushalt

Die Inhaltsstoffe der Liquids (PG und VG) ziehen Wasser an, was die Bildung sichtbarer Aerosolmengen unterstützt und für den E-Zigaretten-Fan enorm wichtig ist. Doch so zieht der Dampf natürlich auch das Wasser der Schleimhäute und Mundhöhle an. Die hygroskopische Wirkung von PG und VG kann zu Mundtrockenheit oder Halsschmerzen vom Vapen führen.

Übersicht: mögliche Anpassungen bei Halsirritationen (Anwendung und Gerät)

  • Geduldig sein: gerade am Anfang ist es normal, wenn Husten und Juckreiz einsetzen. Gerade dann, wenn Sie von der Zigarette auf die E-Zigarette umgestiegen sind. Bevor Sie nun panisch alles hinschmeissen, die E-Zigarette komplett erneuern oder die Liquids wegschmeissen, warten Sie erstmal ab. Gerade das in Tabakzigaretten verwendete Beträubungsmittel, welches den Hustenreiz unterdrückt und in Liquids nicht verwendet wird, ebenso wie die neue Zugtechnik und das Nachwachsen der Zilien können Ursache sein und diese lassen mit der Zeit von selbst nach.
  • Zugtechnik: Sie haben schon abgewartet und irgendwie wird es nicht besser? Dann setzen Sie zunächst bei der Zugtechnik an und nutzen Sie fortan den Backenzug, falls Sie das nicht schon getan haben.
  • Spannung und / oder Leistung reduzieren: Eine Reduzierung der Leistung (Watt) verringert die produzierte Dampfmenge, was den Hustenreiz mindern kann.
  • PG- oder VG-Anteil prüfen: es gibt Menschen, wenn auch wenige, die sind allergisch gegen PG oder VG. Hier muss also die Wahl des Liquids angepasst werden. Es gibt nämlich Liquids, die entweder nur aus VG bzw. PG bestehen, oder deren PG / VG Anteil im Verhältnis sehr gering ist.
  • Weniger Nikotingehalt: wir gehen hier davon aus, dass die E-Zigarette als Umstiegs- bzw. Rauchstopphilfe verwendet wird. Deshalb wird am Anfang häufig ein höherer Nikotingehalt empfohlen, da es sonst sein kann, dass die erhoffte Wirkung ausbleibt. Wenn Sie nicht unter Husten oder Kratzen im Hals leiden, ist das auch alles ok. Sollte dies aber der Fall sein, kann eine Reduktion des Nikotingehalts den Reiz im Hals mindern.
  • Viel Wasser trinken: wir erwähnten bereits die eventuelle Dehydrierung im Mund- und Rachenbereich. Dagegen half es schon immer, wenn man viel Wasser trinkt. Denn sowohl das Propylenglykol, als auch das pflanzliche Glycerin in Liquids können zu einer Art kleinen Dehydrierung führen. Beide Inhaltsstoffe ziehen Wasser an, was dabei hilft, die große und dichte Dampfwolke entstehen zu lassen, die das Aroma der Liquids transportiert. So kann es gelegentlich zu Halsschmerzen führen und zum Husten beitragen, da die Feuchtigkeit in Mund, Hals und Rachen sich sozusagen in Dampf auflöst.
  • Hardware und / oder Verdampfer erneuern: Hardware erneuern – aus zahlreichen Gründen kann auch falsch eingesetzte Hardware zu Hustenanfällen führen. Wenn Sie alle anderen Maßnahmen getestet haben, aber es nicht besser wird, wechseln Sie die Hardware. Warum? Häufige Probleme und Anwendungsfehler bei E-Zigaretten.
  • Liquids testen & wechseln: nicht nur der PG- oder VG-Anteil ist entscheidend für das Dampfresultat, sondern auch das verwendete Aroma. Einige Aromen können bei bestimmten Personen Husten auslösen. Testen Sie also einfach mal ein anderes Aroma oder wechseln Sie den Liquid-Lieferanten, falls Sie fortlaufend unter Husten und Juckreiz leiden.

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Bildnachweise:

Titelbild: Fotolia #160988162 | Auteur : Dmytro Flisak

Kritik an WHO E-Zigarette Statement

WHO Flagge

Die wissenschaftliche Untersuchung der Bestandteile von E-Zigaretten-Emissionen ist Gegenstand internationaler Forschung. Institutionen wie die World Health Organization (WHO) sowie verschiedene wissenschaftliche Institute untersuchen die Auswirkungen des Aerosols im Vergleich zum Verbrennungsrauch von Tabakzigaretten. Ein zentraler technischer Unterschied besteht im Entfall des Verbrennungsprozesses bei E-Zigaretten.

Untersuchungen zu Emissionen

In wissenschaftlichen Stellungnahmen der WHO wird die Zusammensetzung des Aerosols thematisiert. Ein technischer Aspekt der Diskussion ist die Entstehung von Zersetzungsprodukten. Während bei der Verbrennung von Tabak eine Vielzahl chemischer Verbindungen entsteht, basiert die E-Zigarette auf der Erhitzung von Liquids. Studien untersuchen hierbei unter anderem das Auftreten von Aldehyden wie Formaldehyd.

Technische Parameter und Messwerte

Wissenschaftliche Analysen, wie die von Dr. Naoki Kunugita, untersuchen die Bedingungen, unter denen Formaldehyd im Aerosol nachweisbar ist. Die Ergebnisse zeigen, dass die Konzentration von der thermischen Belastung des Verdampferkopfes abhängt. Bei Messungen unter Laborbedingungen wurden unterschiedliche Werte ermittelt. Technische Analysen weisen darauf hin, dass die Betriebstemperatur und die Zufuhr des Liquids wesentliche Faktoren für die chemische Zusammensetzung des emittierten Dampfes sind.

Untersuchungen des Fraunhofer-Instituts

Das Fraunhofer-Institut führte im Jahr 2012 Versuchsreihen zur Analyse des Schadstoffausstoßes bei elektrischen Zigaretten durch. Gegenstand der Untersuchung war die Konzentration von Formaldehyd im emittierten Aerosol unter definierten Testbedingungen. Die Forschungsergebnisse tragen zur wissenschaftlichen Datenlage über die Inhaltsstoffe des Dampfes bei.
Die langfristigen Auswirkungen des Konsums von E-Zigaretten sind weiterhin Gegenstand fortlaufender epidemiologischer Studien.

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Mythos Popcorn-Lunge: Diacetyl in E-Liquids

Schiefertafel mit der chemischen Formel von Diacetyl

Die folgenden drei Begriffe werden seit Dezember 2015 häufig im Zusammenhang genannt: E-Zigaretten, Diacetyl und die Bronchiolitis obliterans (umgangssprachlich „Popcorn-Lunge“). In diesem Artikel werden aktuelle Erkenntnisse und Studien gegenübergestellt, um eine sachliche Einordnung der Thematik zu ermöglichen. Viele Nutzer von E-Zigaretten befassen sich mit der Fragestellung einer möglichen Verbindung zwischen diesen Begriffen. Am 09.12.2015 veröffentlichte Stern.de einen Artikel mit dem Titel „Gefährliche Chemikalien in E-Zigaretten gefunden“. Kurze Zeit später folgten weitere Medienberichte. Diese bezogen sich auf eine Untersuchung von Forschern der Harvard University, die sich mit Diacetyl in E-Zigaretten-Liquids befasste. In der von der Harvard School of Public Health veröffentlichten Studie wurde jedoch darauf hingewiesen, dass ein direkter kausaler Zusammenhang zwischen der Nutzung der getesteten Produkte und der Atemwegserkrankung nicht nachgewiesen wurde.

Einordnung der Berichterstattung

In der medialen Darstellung wurden häufig Begriffe wie „giftig“ oder „gesundheitsgefährdend“ verwendet. Dabei ist zu berücksichtigen, dass aus einer Vielzahl auf dem US-Markt verfügbaren Liquids lediglich 51 Proben untersucht wurden. Von diesen 51 Proben waren 33 frei von Diacetyl oder wiesen lediglich geringe Mengen von etwa 2,3 Mikrogramm (µg) auf. Viele europäische Hersteller deklarieren bereits seit längerer Zeit den Verzicht auf Diacetyl in ihren Rezepturen. Die übrigen 18 Proben zeigten einen durchschnittlichen Gehalt von rund 9 µg. Zur Einordnung dieser Werte dient ein Vergleich mit herkömmlichen Tabakzigaretten. Untersuchungen, unter anderem eine Analyse von Prof. Michael Siegel (Boston University), weisen darauf hin, dass die in Tabakrauch enthaltene Menge an Diacetyl deutlich über den in der Harvard-Studie gemessenen Werten der 18 Liquids liegen kann. Prof. Jean-Francois Etter von der Universität Genf kritisiert in diesem Zusammenhang eine unpräzise Berichterstattung, da diese die Wahrnehmung der relativen Risiken beeinflussen kann.

„Es besteht das Risiko, dass Nutzer aufgrund unvollständiger Informationen nicht auf potenziell weniger schädliche Alternativen umsteigen.“
– Quelle: https://www.watson.ch/Front/articles/631115033-Keine-Panik%2C-liebe-Raucher%3A-Ihr-dürft-auf-E-Zigis-umsteigen

Was ist eine Bronchiolitis obliterans?

Der Begriff „Popcorn-Lunge“ entstand im Kontext der Produktion von Mikrowellenpopcorn. In diesem Bereich wird Diacetyl als Aromastoff eingesetzt, um einen Buttergeschmack zu erzielen. Um das Jahr 2005 wurde bei Mitarbeitern in entsprechenden Fabriken eine Häufung der Bronchiolitis obliterans (BO) festgestellt. Hierbei handelt es sich um eine Entzündung der Bronchiolen. Die Bezeichnung der Erkrankung steht somit primär in einem industriellen Kontext. Es wird wissenschaftlich diskutiert, ab welcher Konzentration und Expositionsdauer ein gesundheitliches Risiko besteht. Viele für den europäischen Markt produzierte Liquids enthalten kein Diacetyl.

Datenvergleich

In den untersuchten Liquids, die Diacetyl enthielten, wurde ein Durchschnittswert von 9 µg ermittelt. Im Vergleich dazu enthalten herkömmliche Tabakzigaretten Schätzungen zufolge zwischen 301 und 433 µg Diacetyl pro Stück. Ein Konsument von 20 Tabakzigaretten am Tag nimmt somit eine Menge zwischen 6.020 und 8.660 µg auf. Die Harvard-Studie gab für das am höchsten belastete Liquid einen Wert von 230 µg an. Es liegen wissenschaftliche Analysen vor, die einen direkten Zusammenhang zwischen den in Liquids gefundenen Mengen und dem Ausbruch einer BO nicht bestätigen können.

Grenzwerte und Risikobewertung

In Fachanalysen zur Harvard-Studie wird teilweise ein Wert von 2.864 µg als Schwelle genannt, ab der ein erhöhtes Risiko für berufsbedingte Erkrankungen in der Produktion diskutiert wird. Ein Umsteiger, der zuvor 20 Tabakzigaretten konsumierte (ca. 6.020 bis 8.660 µg Diacetyl), reduziert die tägliche Aufnahme bei Nutzung von diacetylhaltigen Liquids laut den Daten der Harvard-Studie signifikant. Studien wie „Diacetyl and 2,3-pentanedione exposures associated with cigarette smoking“ (NCBI) untersuchten die Verbindung zwischen diesen Stoffen und der Erkrankung BO, konnten jedoch keinen eindeutigen Zusammenhang im Bereich des Rauchens belegen.

Regulierung in Europa

In Europa unterliegen E-Zigaretten und Liquids strengen regulatorischen Anforderungen. Die EU-Tabakrichtlinie (2014/40/EU), die in Deutschland durch das Tabakerzeugnisgesetz umgesetzt wurde, regelt die Inhaltsstoffe und Meldepflichten für diese Produkte. Viele Hersteller verzichten im Rahmen ihrer Qualitätsstandards auf den Einsatz von Diacetyl als Inhaltsstoff. Dies bietet Verbrauchern eine zusätzliche Sicherheit hinsichtlich der Zusammensetzung der Produkte.

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Auf die E-Zigarette umsteigen: Hilfsmittel für den Tabak-Stopp

e-Zigarette und zerbrochene Tabakzigarette

Die elektrische Zigarette kann als Hilfsmittel beim Wechsel von Tabakprodukten helfen. Der Umstieg kann auch der Einstieg auf dem Weg zum Nichtraucher sein. Die Effektivität der E-Zigarette als Hilfsmittel zur Rauchentwöhnung hängt aber auch von jedem selbst ab – und von seinem bisherigen Rauchverhalten und den dazugehörigen Ritualen. Auch sollte man wissen, dass es zwei Arten gibt, eine E-Zigarette zu nutzen: einerseits können Liquids MIT Nikotin verwendet werden und anderseits das Dampfen aromatischer Liquids OHNE Nikotin. Letztere sind für einen Umstieg von der Tabakzigarette auf die elektrische Zigarette aber eher ungeeignet. Häufig kommt dabei weiterhin die Frage auf, ob und wie die nikotinhaltigen Liquids wirklich als vollwertiger Nikotinersatz fungieren können, damit man die schädliche Tabakzigarette tatsächlich dauerhaft zur Seite legen kann. Denn ein jahrelanger Raucher, der seine tägliche Nikotindosis gewöhnt ist, wird sich kaum mit einer Alternative zufrieden geben, die ihm nicht den vollwertigen Ersatz garantieren kann. Die Antwort ist ein wenig komplexer und die Meinungen gehen hier teilweise weit auseinander. Doch wir haben ein paar Fakten und Tipps für den erfolgreichen Umstieg auf die E-Zigarette für Sie zusammengestellt.

Infografik zu Umsteigern und Dampfern

Auszug aus Infografik “E-Zigaretten und Ihre Nutzer” | InnoCigs-Umfrage aus 2015 “Wer sind die Dampfer?”

E-Zigaretten sind kein herkömmlicher Nikotinersatz

Da man mit E-Zigaretten sowohl nikotinfreie, als auch nikotinhaltige Liquids konsumieren kann, kann man nicht von einem herkömmlichen Nikotinersatz sprechen. War man vorher allerdings starker Raucher war, werden nikotinfreie Liquids, zumindest Anfangs, kaum als vollwertiger Ersatz zur Entwöhnung funktionieren. Den größten Nutzen des Dampfens für den Rauchstopp, sehen viele Umsteiger aber auch ganz woanders:

  1. Man kann die Liquidstärke bzw. den Nikotingehalt dosieren (es gibt unterschiedlich starke Liquids und man kann außerdem mit destilliertem Wasser verdünnen) so kann man sich, im Gegensatz zu herkömmlichen Nikotinersatz Produkten, wie Nikotinpflastern oder Kaugummis, Schritt für Schritt an niedrigere Dosen gewöhnen, bis man schließlich vielleicht sogar auf nikotinfreie Liquids umsteigt.

  2. Die giftigen Nebenprodukte, die beim Verbrennen einer Tabakzigarette entstehen, entfallen beim E-Zigarette Dampfen. Und diese sind immerhin das größte Gesundheitsrisiko, denen man sich beim Rauchen herkömmlicher Tabakzigaretten aussetzt. Mehr Infos zu vermeintlichen Auswirkungen von E-Zigaretten auf die Gesundheit gibt es ebenfalls auf unserem Blog. 

  3.  Es wird auch weiterhin ein stark an Rauch erinnernder Nebel inhaliert . So kann man sich – trotz Entwöhnung  an seine Nutzungsgewohnheiten und Rituale halten, während man das Gesundheitsrisiko trotzdem reduziert. Das erleichtert vor allem die Rauchentwöhnung an sich, weniger das Bedürfnis nach Nikotin.

Das ist vor allem dann spannend, wenn man weiß, dass die größte Gefahr für die Gesundheit durch Rauchen eben nicht vom Nikotin ausgeht, sondern von den Stoffen, die bei der Verbrennung entstehen. Die Funktion & Bestandteile einer E-Zigarette verhindern das, indem sie das Nikotin nicht in Form von Rauch, sondern in Form von dichtem Dampf inhalieren, die beim Auftreffen des flüssigen Liquids auf die erhitzte Heizspirale im Verdampferkopf der E-Zigarette entsteht. Somit kann die elektrische Zigarette vor allem ein Hilfsmittel / eine Unterstützung sein, um einerseits das Nikotin Stück für Stück zu reduzieren und es schließlich ganz weg zu lassen und andererseits, um dabei nicht auf die Rituale des Rauchens und den Geschmack verzichten zu müssen. Da Optik und Haptik einiger E-Zigaretten (sog. Ciga-Likes) stark an die herkömmliche Zigarette angelehnt sind, kann eine Entwöhnung von der Zigarette und vom Nikotin erreicht werdenSo zumindest die Argumentation der einen Seite. Fest steht natürlich auch, dass diese Ähnlichkeit zur Zigarette, nicht in jeder Situation pauschal als Hilfe beim Rauchstopp gesehen werden kann und stark vom Typ und vorherigen Rauchgewohnheiten abhängt.

 

Auswirkungen der Haptik der E-Zigarette auf das Suchtverhalten?

Die Gegner der „E-Zigarette als Mittel zum Rauchstopp“ greifen genau dieses Argument auf und sagen, dass eben diese Anlehnung an die suchttypischen Verhaltensweisen in Bezug auf den Nikotin-Konsum den endgültigen und tatsächlichen Ausstieg erschweren und somit nicht als herkömmliches Mittel zur Rauchentwöhnung empfohlen werden könne. Allerdings lassen die Kritiker dabei die Tatsache außen vor, dass trotz fehlender Langzeitstudien bereits Indizien dafür existieren, dass die E-Zigarette als Unterstützung auf dem Weg zum Nichtraucher hilfreich sein kann. Denn die Tatsache und die Macht der erlernten sozialen Verhaltensmuster in Verbindung mit der Zigarette, z.B. der Griff zur Zigarette in Stresssituationen oder nach einer Tasse Kaffee.

Zugegeben: die vorhandenen und repräsentativen Datenmengen bezüglich der E-Zigarette, die sich mit Rauchentwöhnung und Langzeitauswirkungen beschäftigen, sind nach wie vor ausbaufähig. Nichtsdestotrotz haben viele Probanden eine E-Zigarette als Nikotinersatz breiter akzeptiert als ein Pflaster oder einen Kaugummi, weil sie beim Dampfen ihre gewohnten Rituale beibehalten können. Suchtexperten warnen hingegen, dass es gerade diese Rituale sind, die das Suchtverhalten weiter verstärken und somit die langfristige Rauchentwöhnung sogar erschweren. Wer Recht hat, entscheiden langfristig die noch nicht vorhandenen Langzeitstudien und Berichte und natürlich Ihre eigenen Erfahrungen. Denn eine allgemein gültige Antwort kann hier nicht geben werden. Doch wir haben schon jetzt ein paar Tipps für den Umstieg von der Zigarette auf das Dampfen der elektrischen Zigarette.

 

So geht’s richtig: der Umstieg auf die E-Zigarette

 

Entscheiden Sie sich richtig – alte oder neue Modelle

Die erste Generation der E-Zigaretten-Modelle erinnerte in Optik und Haptik noch sehr stark an herkömmliche Zigaretten (sog. Cigalikes). Doch da sie im Wesentlichen nichts gemeinsam haben, erschien schon die zweite Generation in Box- und Röhrenform, die sich stark vom typischen „Glimmstängel“ unterscheiden. Was für Sie das richtige ist, hängt von Ihren Ansprüchen ab.

Die erste E-Zigarette – Kaufkriterien

Sie sollte auf jeden Fall ein paar bestimmte Kriterien erfüllen: 1. Es sollte eine stabile Dampfentwicklung gewährleistet sein, denn der Dampf fungiert auch als Geschmacksträger. 2.Der Akku sollte leistungsstark genug sein, damit Sie ihn nicht alle paar Stunden aufladen müssen, sondern eine Aufladung bei normalem Konsum zumindest einen Tag hält. Denn versagt der Akku außergewöhnlich schnell, dürfte Ihnen die Lust am Dampfen schnell wieder vergehen.

Zugtechnik beachten

Schon beim ersten Zug an der neuen E-Zigarette dürfte klar werden, dass es, unabhängig von der Optik, einen großen Unterschied zur Zigarette gibt. Hier führt das langsame und kontinuierliche Ziehen zum optimalen Ergebnis. Das stoßartige Ziehen, wie bei der Tabakzigarette, ist also passé. Grund: bei der E-Zigarette findet keine Verbrennung, sondern eine Verdampfung statt, wobei das Ziehen am Mundstück die Liquids auf die Heizspiralen treffen lässt. Je kürzer und ruckartiger Sie ziehen, desto weniger Zeit haben die Liquids zum Verdampfen. Die anschließende Inhalation obliegt dabei Ihrem persönlichen Empfinden. Einige Dampfer sammeln den aromatischen Nebel in der Mundhöhle, bevor sie ihn dann in die Lunge ziehen, während andere kontinuierliche Lungenzüge bevorzugen.

Für Abwechslung sorgen & Liquid Geschmacksrichtungen testen

So wird Ihnen während des Umsteigens nicht langweilig, während es außerdem den positiven Nebeneffekt gibt, dass man einen großen Unterschied zur Zigarette erkennt: die Vielfalt an Aromen, egal ob mit Nikotin, oder ohne. Viele E-Zigaretten Neulinge greifen anfangs zu Liquids mit Tabak-Aroma, wahrscheinlich aus Gewohnheit. Doch meist dauert es nicht lange und sie tasten sich zu fruchtigen Aromen oder speziellen Geschmacksrichtungen, wie zum Beispiel Bubble Gum und Cola, vor.

Die Liquidstärke – wie viel Nikotin?

Viele Umsteiger machen einen entscheidenden Fehler, vor allem, wenn man die E-Zigarette als Nikotinersatz sieht. Sie entscheiden sich für eine Liquid-Variante, die weniger Nikotin enthält als die normale Zigarette. Eigentlich logisch, denn man möchte ja langfristig entwöhnt werden. Doch dabei vergessen sowohl Kritiker als auch Einsteiger ein entscheidendes Detail: im Vergleich zum Rauch der normalen Zigarette gibt der E-Zigaretten Dampf nur 1/3 der Menge an Nikotin an den Körper ab. Somit bleibt der erhoffte Effekt aus und man beginnt häufig, am Dampfen zur Rauchentwöhnung zu zweifeln. Das verhindern Sie, indem Sie anfangs zu Liquids mit höherem Nikotingehalt greifen. Behalten Sie zusätzlich immer im Bewusstsein, dass der größte Schaden beim Rauchen von der Verbrennung ausgeht, nicht vom Nikotin, bevor Sie wieder zum Glimmstängel greifen.

Was ist mit Liquids ohne Nikotin?

Zuerst müssen wir darauf hinweisen, dass auch das Dampfen von Liquids ohne Nikotin, nicht die komplett gesunde Alternative zum Rauchen ist. Grund dafür ist aber nicht, dass das gesundheitliche Risiko des Dampfens bereits bewiesen wäre, sondern nur, dass die Erfahrungen aus Langzeitstudien aktuell noch nicht vorliegen. Und Vorsicht geht natürlich vor. Fest steht aber, dass beim Dampfen, ob mit oder ohne Nikotin, bis zu 95 % weniger Schadstoffe entstehen als beim Verbrennen von Tabak. Denn eine E-Zigarette enthält schlichtweg keinen Tabak; inkl. aller dazugehörigen Neben- und Abfallprodukte. Falls Sie Raucher sind, der umsteigen möchte und zwar nicht auf Light-Zigaretten oder Nikotinpflaster, sondern auf die E-Zigarette, sollten Sie sich zu Beginn für Liquids mit Nikotin entscheiden und dann die Menge langsam reduzieren. Denn im Gegensatz zu vielen anderen Produkten ist der Nikotingehalt variabel.

Fazit: Die Frage, ob man mit Unterstützung der Elektrozigarette ohne Nikotin vom Rauchen abkommen kann, können wir also mit „ja“ beantworten, solange es im Rahmen einer ergänzenden Strategie umgesetzt wird. Jedoch ist das alleinige Dampfen von E-Zigaretten, ohne begleitende Strategie, keineswegs ein Garant und vor allem auch kein wesentlich einfacherer Weg zur Rauchentwöhnung, da sie wie jeder anderer Nikotinersatz eben auch vom Konsumenten als vollwertiger Ersatz akzeptiert werden muss. Und dabei haben vor allem Verhaltensmuster und Suchtgrad ein großes Mitspracherecht. Denn ein Raucher wird auch dann in alte Verhaltensmuster zurückfallen, wenn ein Kaugummi oder ein Liquid zwar die gewohnte Menge an Nikotin enthält, aber er nicht das gleiche Erlebnis und die gleichen Rituale damit verbindet wie mit dem Glimmstängel. Pauschaler Ersatz für Tabakprodukte ist die E-Zigarette also nicht; eine Hilfe für diejenigen, die trotz Beibehaltung ihrer Gewohnheiten die Nikotin-Dosis reduzieren möchten, aber schon.

 

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Bildnachweise:Titelbild: fotolia #87620995 | Urheber: Frank Eckgold

 


UPDATE: Da uns über die Jahre viele Fragen zum Thema Rauchstopp mit der E-Zigarette erreicht haben, haben wir hier gesammelt, was Umsteiger bewegt.

 

Die häufigsten Fragen umstiegs-interessierter Raucher:

Wie hoch ist die Chance, tatsächlich Nichtraucher zu werden?

Dampfen ist nicht Rauchen. Wer die letzte Zigarette ausdrückt und sich für die E-Zigarette als  Alternative entscheidet, ist von diesem Zeitpunkt an Nichtraucher! Wie hoch ist jedoch das Risiko eines Rückfalls? Da die E-Zigarette in der Haptik, in Bezug auf den gewohnheitsmäßigen Gebrauch und das soziale Verhalten (Stichwort “Raucherpause”) der Tabakzigarette deutlich  entspricht  ist sie ein Weg zum Umstieg! Dies belegen unter anderem Studien aus dem Jahre 2021 und 2016, die von Professor Peter Hajek vom Wolfson Institute of Preventive Medicine an der Queen Mary University in London erarbeitet wurde. Eine Vielzahl an verschiedenen Geschmacksrichtungen und Gerätekategorien sorgen zudem dafür, dass ehemalige Raucher den Umstieg nicht als Verzicht erleben – von den gesundheitlichen Aspekten ganz abgesehen!

Was steckt hinter den negativen Schlagzeilen zur E-Zigarette?

Die E-Zigarette ist mittlerweile seit über 10 Jahren am Markt  vertreten, Millionen von Menschen allein in Deutschland haben es geschafft, mit ihrer Hilfe von Tabak-Produkten zu wechseln. Dennoch herrscht in der Öffentlichkeit, in der Politik, selbst in der Ärzteschaft und auch unter Medienvertretern nach wie vor erheblicher Informationsbedarf. Berichte über explodierende Akkus oder mysteriöse Lungenerkrankungen haben sich im Nachhinein als falsch herausgestellt, waren voreilig oder gingen auf teilweise bewusst missbräuchliche Anwendung der Geräte zurück. Eine schnelle Schlagzeile bleibt jedoch eher in den Köpfen als ein späteres Dementi. Daher ist das Bild der E-Zigarette in der öffentlichen Wahrnehmung an einigen Stellen leider immer noch diskutabel.

Enthalten E-Zigaretten schädliche Zusatzstoffe?

Sämtliche in Deutschland und der gesamten Europäischen Union legal und regulär angebotenen E-Zigaretten-Produkte – Geräte wie Liquids – werden durch die Tobacco Products Directive 2 (TPD2) reguliert. Losgelöst vom Nikotin dürfen Liquids für E-Zigaretten keine als potentiell gesundheitsgefährdend eingestuften Substanzen enthalten. Hinzu kommt, dass nach dem bundesdeutschen Tabakerzeugnisgesetzes (TabakErzG), sämtliche Inhaltsstoffe eines Liquids auf dessen (Wickel-) Etikett bzw. Beipackzettel aufgelistet sein müssen. Seit Januar des Jahres 2021 gilt diese Verpflichtung auch für nikotinfreie Produkte wie Aromen, Longfills oder Shake and Vapes. Nutzer regulär erworbener Produkte in Deutschland und der EU profitieren in jedem Fall von den geltenden Regularien! Weitere Infos für künftige Umsteiger in unseren Artikel “10 Infos zur E-Zigarette”.

Ist passives Dampfen schädlich?

Eine im Juli 2018 von der Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt in der Schweiz gemeinsam mit der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, der Kaunas University of Technology in Litauen und dem Unternehmen Fontana Ventures veröffentlichte Studie sagt aus, das von E-Zigaretten produzierter Dampf wesentlich kürzer in der Umgebungsluft nachweisbar ist (wenige Sekunden) als Zigarettenrauch (30 bis 45 Minuten). Zigarettenrauch verbreitet sich daher auch über weitere Strecken im Raum. Hinzu kommen ein paar technische Aspekte: E-Zigaretten geben nur Dampf ab, wenn sie aktiviert werden; Tabakzigaretten brennen, nachdem sie einmal angezündet sind, ob geraucht wird oder nicht. Man spricht hier von “Nebenstromrauch”. Durch die Anwendung der E-Zigarette gelangt, anders als beim Tabakrauchen, lediglich ausgeatmeter Dampf, sogenanntes Exhalat, in die Umgebungsluft. Es gibt derzeit noch keine belastbare Studie die aussagt, dass passives Dampfen völlig unschädlich sei. Dass das Dampfen jedoch nachweislich bis zu 95% weniger schädlich ist als das Passivrauchen, daran dürfte aufgrund der Sachlage wenig Zweifel bestehen!

Und wenn man nebenbei noch ab und zu eine raucht?

Eine Ende des Jahres 2020 im amerikanischen Fachblatt “Circulation” veröffentlichte Untersuchung zeigt, dass die gleichzeitige Nutzung von Tabakzigaretten und E-Zigarette (Dual Use) im Vergleich mit dem alleinigen Rauchen kaum gesundheitliche Vorteile bringt. Von deutschen Medizinern kommt die Aussage, drei bis fünf Zigaretten am Tag hätten 80% des Risikos, das Nutzer mit der E-Zigarette eigentlich vermeiden wollten. Wer also aus gesundheitlichen Gründen auf die E-Zigarette als möglicherweise weniger schädliche Alternative umsteigt, sollte seine Entscheidung konsequent umsetzen.

Ist das Dampfen am Arbeitsplatz erlaubt?

E-Zigarette im Buero

Die Nutzung von E-Zigaretten am Arbeitsplatz unterliegt rechtlichen und betrieblichen Regelungen. Während das Rauchen von Tabakwaren in geschlossenen Arbeitsstätten gemäß der Arbeitsstättenverordnung zum Schutz der Nichtraucher untersagt ist, ist die Nutzung von E-Zigaretten gesetzlich nicht explizit auf die gleiche Weise geregelt. Dennoch obliegt die Entscheidung über den Gebrauch von E-Zigaretten in Arbeitsräumen dem Arbeitgeber im Rahmen seines Hausrechts. In Bereichen mit erhöhten Sicherheitsanforderungen, wie Werkstätten oder Lagern mit brennbaren Stoffen, kann die Verwendung aus Gründen der Betriebssicherheit untersagt sein. Bei der Nutzung von E-Zigaretten werden Flüssigkeiten (Liquids) durch eine Heizspirale vernebelt. Ob diese Liquids Nikotin enthalten oder nikotinfrei sind, ist für die Hausordnung des jeweiligen Betriebes meist unerheblich. 

Die Verwendung von E-Zigaretten in Arbeitsstätten unterliegt, ähnlich wie beim Dampfen in der Bahn, der individuellen Hausordnung sowie den betrieblichen Bestimmungen. Arbeitgeber können die Nutzung im Rahmen ihrer Fürsorgepflicht für alle Beschäftigten sowie zur Wahrung der Betriebssicherheit regulieren. Dabei wird häufig auf das Präventionsprinzip verwiesen, um potenzielle Expositionen gegenüber Emissionen in Innenräumen zu minimieren. Da die langfristigen Auswirkungen der Inhalation von Aerosolen Gegenstand aktueller wissenschaftlicher Untersuchungen sind, orientieren sich viele betriebliche Regelungen an den bestehenden Nichtraucherschutzgesetzen, auch wenn E-Zigaretten keinen Tabak verbrennen.

Ist die E-Zigarette am Arbeitsplatz verboten?

Die rechtliche Einordnung von E-Zigaretten im Kontext der Arbeitsstättenverordnung ist Gegenstand juristischer Diskussionen. In der Rechtsprechung (u. a. OVG Münster, Az.: 4 A 775/14) wurde in Einzelfällen dargelegt, dass die thermische Verdampfung von Flüssigkeiten technisch von der Verbrennung von Tabak zu unterscheiden ist. Diese Urteile beziehen sich jedoch auf spezifische landesrechtliche Nichtraucherschutzgesetze und sind nicht bundesweit einheitlich auf alle Arbeitsverhältnisse übertragbar. Ob und inwieweit arbeitsschutzrechtliche Richtlinien oder das Hausrecht des Arbeitgebers die Nutzung von E-Zigaretten einschränken, bleibt eine Einzelfallentscheidung der jeweiligen Betriebsstätte.

Dampfen und Arbeitszeit

Im Zusammenhang mit der Nutzung von E-Zigaretten während der Arbeitszeit ist die Einhaltung der vertraglich vereinbarten Arbeitspflicht relevant. Bei Modellen der Vertrauensarbeitszeit liegt die zeitliche Gestaltung der Aufgaben primär in der Eigenverantwortung der Beschäftigten, sofern die vereinbarte Arbeitsleistung erbracht wird. Dennoch entbindet dies nicht von der Pflicht, betriebliche Regelungen zur Nutzung von E-Zigaretten und zum Nichtraucherschutz einzuhalten. Eine Beeinträchtigung betrieblicher Abläufe oder der Zusammenarbeit durch die Nutzung von E-Zigaretten ist unabhängig vom Arbeitszeitmodell zu vermeiden. Die rechtliche Bewertung einer Zeitnutzung für den Gebrauch von E-Zigaretten hängt stets von den individuellen arbeitsvertraglichen Vereinbarungen und den Weisungen des Arbeitgebers ab.

Gesetzliche Möglichkeiten des Arbeitgebers

Mangels spezifischer gesetzlicher Regelungen zur E-Zigarette im Arbeitsschutzgesetz obliegt die Festlegung von Nutzungsregeln am Arbeitsplatz dem Ermessen des Arbeitgebers. Ein Verbot kann im Rahmen des Hausrechts sowie zur Wahrung betrieblicher Interessen, etwa in Verkaufsräumen oder Bereichen mit Publikumsverkehr, ausgesprochen werden. Auch die Aufrechterhaltung der Arbeitsqualität und der Schutz der Belegschaft vor Emissionen sind Grundlagen für betriebliche Vereinbarungen. Sofern keine bundeseinheitlichen Regelungen vorliegen, empfiehlt sich die Erstellung interner Richtlinien, die beispielsweise eine räumliche Trennung vorsehen. Bei der Zuweisung von Nutzungsbereichen ist zu berücksichtigen, dass Nutzer von E-Zigaretten nach geltendem Nichtraucherschutzrecht nicht zwangsläufig dem Tabakrauch in Raucherbereichen ausgesetzt werden dürfen. Die Ausgestaltung der betrieblichen Nutzung erfordert daher eine Abstimmung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer unter Berücksichtigung der jeweiligen lokalen Gegebenheiten.

 

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E-Zigarette in der Deutschen Bahn – Ist das Dampfen im Zug erlaubt?

Bahn im Bahnhof - Sinnbild

Die E-Zigarette wird trotz technischer Unterschiede in Funktion und Aufbau rechtlich oft analog zur herkömmlichen Tabakzigarette betrachtet. In Deutschland existiert für die Nutzung von E-Zigaretten in öffentlichen Verkehrsmitteln keine bundesweit einheitliche gesetzliche Regelung. Maßgeblich sind hier primär zivilrechtliche Vorgaben sowie die jeweiligen Hausordnungen der Verkehrsbetriebe. An Bahnhöfen und in Zügen der Deutschen Bahn ist die jeweilige Hausordnung entscheidend. Während die rechtliche Bewertung des Dampfens in Gaststätten regional unterschiedlich ausfallen kann (vgl. OVG Münster, Az. 4 A 775/14), obliegt die Entscheidung über die Gestattung im eigenen Betrieb dem jeweiligen Inhaber des Hausrechts. Dies gilt analog für Bahngesellschaften und Regionalbahnen, die eigenständig festlegen, welche Verhaltensweisen in Zügen und an Bahnsteigen zulässig sind. In den Zügen und an den Bahnhöfen der Deutschen Bahn ist die Nutzung von E-Zigaretten außerhalb der gekennzeichneten Raucherbereiche gemäß der aktuellen Hausordnung untersagt. Die rechtliche Grundlage für dieses Verbot bildet das Hausrecht des Verkehrsunternehmens.

Es gilt die Hausordnung der Deutschen Bahn

Die Nutzung von E-Zigaretten in Gebäuden und Einrichtungen unterliegt dem jeweiligen Hausrecht der Betreiber. Für den Bereich der Deutschen Bahn gelten aufgrund des länderübergreifenden Verkehrsnetzes einheitliche Bestimmungen, die in der Hausordnung der Deutschen Bahn festgeschrieben sind.

„Herzlich willkommen in unserem Bahnhof!
Wir möchten, dass sich alle unsere Gäste bei uns wohlfühlen. Deswegen sind in
unseren Bahnhöfen und auf unseren Vorplätzen folgende Regeln zu beachten:

Nicht gestattet ist …

Rauchen sowie die Benutzung elektrischer
Zigaretten außerhalb der gekennzeichneten
Raucherbereiche“

Gemäß der geltenden Bestimmungen ist die Nutzung von E-Zigaretten ausschließlich in den dafür gekennzeichneten Bereichen gestattet. Die Deutsche Bahn wendet hierbei die gleichen Regelungen wie für herkömmliche Tabakzigaretten an und verweist auf die ausgewiesenen Raucherzonen an den Bahnhöfen. Ausnahmeregelungen durch das Bahnpersonal sind nicht vorgesehen; Verstöße gegen die Hausordnung können sanktioniert werden. Die Einhaltung dieser Vorgaben liegt im Verantwortungsbereich der Nutzer.

Die E-Zigarette in der Bahn

Das in den Bahnhöfen geltende Nutzungsverbot für E-Zigaretten findet in den Zügen der Deutschen Bahn gleichermaßen Anwendung. Die Hausordnung sieht keine individuellen Ausnahmen vor; das Bahnpersonal ist zur Durchsetzung dieser Regeln verpflichtet. Ein rechtlicher Anspruch auf die Nutzung von E-Zigaretten während der Fahrt besteht nicht. Die Mitnahme von E-Zigaretten als Reisegepäck ist gestattet, sofern diese während der gesamten Verweildauer in den Zügen und Bahnhöfen nicht in Betrieb genommen werden.

Andere Züge und Verkehrsmittel in Deutschland

Die Bestimmungen der Deutschen Bahn sind nicht auf andere Verkehrsunternehmen übertragbar. Private Bahngesellschaften sowie Regionalbahnen von Kreisen und Kommunen verfügen über eigene Hausordnungen und Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB). Insbesondere an Bahnhöfen, die sich nicht im Eigentum der Deutschen Bahn befinden, können abweichende Regelungen gelten. In der Praxis ähneln die Hausordnungen der meisten Anbieter einander jedoch stark: Ein Rauchverbot schließt in der Regel auch die Nutzung von E-Zigaretten ein. Informationen zu etwaigen Abweichungen finden sich in den jeweiligen Beförderungsbedingungen der Verkehrsbetriebe oder können beim zuständigen Servicepersonal erfragt werden.

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Dampfen von E-Zigaretten weiterhin in Kneipen erlaubt: Urteil des OVG Münster

Ein Glas Cognac mit e-Zigarette

Die Nutzung von E-Zigaretten in öffentlich zugänglichen Innenräumen wie Gaststätten und Restaurants unterliegt spezifischen rechtlichen Rahmenbedingungen. Während der Konsum herkömmlicher Tabakzigaretten durch die Nichtraucherschutzgesetze der Länder streng reguliert ist, stellt sich für Nutzer von E-Zigaretten die Frage nach der aktuellen Rechtslage in der Gastronomie.

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster hat in einem Urteil aus dem Jahr 2014 (Az.: 4 A 775/14) festgestellt, dass das Dampfen von E-Zigaretten in Nordrhein-Westfalen nicht unter das dortige Nichtraucherschutzgesetz fällt. Diese Entscheidung basiert auf der technischen Differenzierung, dass bei E-Zigaretten kein Tabak verbrannt, sondern eine Flüssigkeit vernebelt wird. Somit liegt kein „Rauchen“ im Sinne des Gesetzes vor. Dennoch ist die Nutzung nicht uneingeschränkt gestattet, da das jeweilige Hausrecht der Gastronomen die maßgebliche Instanz bleibt.

Hausrecht in Gaststätten und Restaurants

Trotz der gerichtlichen Einordnung können Inhaber von Gastronomiebetrieben die Nutzung von E-Zigaretten in ihren Räumlichkeiten untersagen. Das Hausrecht erlaubt es dem Wirt, individuelle Regeln für seinen Betrieb festzulegen, unabhängig von der gesetzlichen Einordnung des Nichtraucherschutzes. In der Praxis zeigt sich eine unterschiedliche Handhabung zwischen Schankwirtschaften und Speisegaststätten.

Hinweise zur Nutzung:

  • Informieren Sie sich vor der Nutzung beim Personal über die geltenden Hausregeln.
  • In Speiserestaurants wird die Nutzung oft restriktiver gehandhabt als in reinen Schankbetrieben.
  • Die Entscheidung des Inhabers ist zu respektieren, auch wenn keine gesetzliche Verbotsgrundlage durch das Nichtraucherschutzgesetz besteht.

Rechtliche Einordnung und Akzeptanz

Gastronomen begründen Einschränkungen häufig mit der Rücksichtnahme auf andere Gäste, da die Dampfentwicklung optisch mit Tabakrauch verwechselt werden kann oder die Geruchsbildung in geschlossenen Räumen nicht erwünscht ist. Einige Betriebe kennzeichnen ihre Räumlichkeiten explizit hinsichtlich der Gestattung oder des Verbots von E-Zigaretten.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass E-Zigaretten rechtlich nicht dem Rauchverbot nach dem Nichtraucherschutzgesetz unterliegen, die tatsächliche Nutzungsmöglichkeit jedoch primär vom Einverständnis des jeweiligen Betreibers abhängt.

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