Unternehmensstrukturen im Liquid-Sektor – Marken und deren Hersteller im Überblick

bekannte liquid-marken und hersteller

Im Bereich der E-Zigaretten Liquids und Aromen existieren zahlreiche Hersteller und Marken – bei der Auswahl eines Liquids stehen unterschiedliche Zusammensetzungen zur Verfügung. Unsere InnoCigs-Liquids werden unter Einhaltung spezifischer Produktionsstandards gefertigt, wobei technische Aspekte und Inhaltsstoffe im Fokus stehen, wie auch in unserer Informationskampagne dargelegt.
Nachfolgend werden verschiedene Liquid-Marken und deren jeweilige Hersteller aufgeführt.
Vampire Vape Liquids & mehr
Vovan Liquid-Vielfalt
Ultrabio Liquidschmiede
Flavorist & Vaporist by Liquidwerk
Tom Klark´s Aromen

Vampire Vape Liquids & mehr

Markenübersicht und Produktionsdaten
liquid-marke vampire vapeDas Unternehmen Vampire Vape wurde 2012 in Großbritannien gegründet. Zu den bekanntesten Markennamen des Herstellers gehören Heisenberg und Pinkman, die 2014 anlässlich einer Dampfermesse entwickelt wurden. Das Sortiment umfasst derzeit fast 50 verschiedene Varianten, die nach ISO-zertifizierten Standards in England produziert werden. Neben gebrauchsfertigen Liquids umfasst das Portfolio auch Aromen, Nicsalts, Shortfills, Longfills, Basen sowie Nikotinshots der Serie NicIt Up. Der Hersteller richtet sein Angebot an den aktuellen Marktanforderungen aus.

ℹ️ Liquids, Aromen und Shortfills von Vampire Vape sind bei InnoCigs erhältlich.

 

Vovan Liquid-Vielfalt

Produktionsfokus und Marken aus Köln
Die Vovan GmbH agiert seit 2017 vom Standort Köln aus als Hersteller für E-Zigaretten Produkte. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Fertigung von Liquids, Aromen sowie Basen und Shots. Ein Teil der Produktentwicklung umfasst komplexe Aromenkompositionen, die sich von einfachen Monofrucht-Varianten unterscheiden.

produktion des liquid-herstellers vovan

Einblick in die Fertigung bei Vovan © Vovan


Zu den Marken von Vovan zählen 5Elements, Crazy Lab XL, Detonation Drip und Tea Time. Kooperationen wurden unter anderem mit Roman Hallier umgesetzt.

ℹ️ Longfills der Serie Fiasco Brew von Vovan sind bei InnoCigs verfügbar.

 

Ultrabio Liquidschmiede

Technische Fachkompetenz und Fertigung
liquid-produkte des herstellers ultrabioDie Ultrabio Werke GmbH wurde 2010 gegründet und ist auf die Entwicklung chemischer Spezialprodukte fokussiert. Seit 2012 produziert das Unternehmen am Standort Deutschland Liquids, Aromen und Basen für E-Zigaretten. Neben der Eigenmarke Ultrabio werden Longfill-Linien wie Kirschlolli, Alphavirus oder Patronus gefertigt. Ende 2020 entstand in Zusammenarbeit mit Bushido die Serie Mythos. Ultrabio nutzt zur Qualitätssicherung eigene Analyselabore und fungiert als Komplettanbieter innerhalb der Branche.

ℹ️ Die Liquid-Marke Mythos von Ultrabio ist bei InnoCigs erhältlich.

 

Flavorist & Vaporist by Liquidwerk

Produktion am Standort Berlin
liquid-marken des herstellers flavoristDie Marken Flavorist und Vaporist werden von der Liquidwerk GmbH in Berlin hergestellt. Im Bereich der Longfills umfasst die Flavorist-Reihe aktuell acht verschiedene Varianten, darunter Maroc Mint und Tabak Royal. Unter dem Label Vaporist werden die Serien Bienenstich und Maulwurfkuchen sowie die in Kooperation mit der Band Haudegen entwickelte Linie Treibstoff angeboten. Das Portfolio wird durch die Serie Midnight Munchies ergänzt.

ℹ️ Produkte aus der Flavorist-Serie sind bei InnoCigs verfügbar.

 

Tom Klark´s Aromen

Entwicklungsansatz und Inhaltsstoffe
liquid-marken von tom klarksDer Hersteller Tom Klark verfolgt bei der Liquid-Entwicklung einen forschungsorientierten Ansatz. Die Rezepturen können aus bis zu 12 Einzelkomponenten bestehen, wobei die Entwicklungszeit pro Produkt teilweise über ein Jahr beträgt. Die Inhaltsstoffe werden von deutschen Lieferanten bezogen. Die Herstellung und Abfüllung erfolgt in Deutschland.

ℹ️ Bei InnoCigs sind Shortfills von Tom Klark erhältlich.

Technische Details zu den Inhaltsstoffen entnehmen Sie bitte den jeweiligen Produktseiten.

InterVape Expo 2021

intervape expo dampfermesse 2021

Vom 01. bis zum 03. Oktober 2021 findet die InterVape Expo in Castrop-Rauxel zum fünften Mal statt. Nachdem die Veranstaltung im Vorjahr pausierte, informieren die Veranstalter nun über das kommende Event. Im Gespräch mit Faruk und Sven vom Organisationsteam der InterVape Expo erfahren Sie Details für Besucher, Fachpublikum und Aussteller.
 
Die InterVape Expo in Castrop-Rauxel: Hintergrund
Das Organisationsteam der InterVape Expo 2021
InterVape Expo 2021: Geplante Inhalte

 

Die InterVape Expo in Castrop-Rauxel: Hintergrund

Faruk Karamalakoglu, Bünyamin Berberoglu und Sven Thomann befassen sich seit mehr als acht Jahren mit der Nutzung von E-Zigaretten. Aus dem privaten Interesse an der technischen Entwicklung der Produkte entwickelte sich eine berufliche Tätigkeit. Das Trio betreibt mit EC Vape drei Fachgeschäfte für E-Zigaretten, Liquids und Zubehör sowie einen Onlineshop. Zudem führen sie die Longfill-Linie Masterblend, für die regelmäßig neue Varianten entwickelt werden. Um eine Plattform für den Austausch zwischen Nutzern, Händlern und Herstellern zu schaffen, wurde 2016 die InterVape Expo in Castrop-Rauxel initiiert. Die Veranstaltung verzeichnete seit ihrer Gründung eine kontinuierliche Entwicklung der Teilnehmerzahlen.
intervape expo collage

Das Team hinter der InterVape Expo 2021

Ziel der diesjährigen Fachmesse ist die Zusammenführung der Branche nach der pandemiebedingten Unterbrechung. Das Event richtet sich an Endkunden, Fachbesucher und Nutzer von E-Zigaretten. Die Organisation unter Berücksichtigung behördlicher Auflagen stellte das Team vor prozessuale Herausforderungen. Sven Thomann erklärt im Gespräch mit InnoCigs: “Wir danken allen Mitarbeitern im Unternehmen für die Unterstützung bei der Umsetzung der Veranstaltung.” Die Veranstalter streben eine sachliche Atmosphäre an, die den Austausch zwischen Besuchern und Geschäftspartnern ermöglicht.

InterVape Expo 2021: Das erwartet Sie

Die Organisatoren haben für die InterVape Expo 2021 verschiedene Aussteller zusammengestellt. Hierzu gehören Hersteller und Fachhändler aus den Bereichen Hardware und Liquids. Unter den Ausstellern finden sich Unternehmen wie Vovan, Ultrabio oder Tom Klark’s sowie internationale Anbieter wie A Sense (Polen) oder Independent Smoke (Italien). Auch regionale Unternehmen wie VapersPoint sowie Interessenvertretungen wie der Bundesverband Rauchfreie Alternative e.V. (bvra) und der Social Vapers e.V. sind vertreten. Die InterVape Expo findet in der Europahalle in Castrop-Rauxel, Europaplatz 6 bis 10 statt. Erhältlich sind Tagestickets für 8,90 EUR sowie Kombitickets für alle drei Veranstaltungstage zum Preis von 19,90 EUR. Die Intervape Expo 2021 informiert Besucher an allen drei Messetagen über aktuelle Marktentwicklungen.

Akkuträger: Informationen zu Dampfmodi und technischen Einstellungen

Akkuträger – Neue Dampfmodi & Einstellungen einfach erklärt!

Technische Entwicklung der Ausgabemodi

Betriebsmodi bei E-Zigaretten – Eine Übersicht

Die ersten E-Zigaretten arbeiteten mit einer direkten Spannungsabgabe ohne Regelungsmöglichkeiten. Spätere Modelle, wie die VX Spinner von Vision, verfügten über Drehstrom-Potentiometer zur manuellen Anpassung der Spannung. Mit der Einführung chipgesteuerter Mods wurden Parameter wie Ausgangsleistung, Spannung und Temperatur einstellbar. Die direkte Spannungsabgabe wird heute oft als Bypass-Modus bezeichnet. Neben den Standards VW, VV, TC, TCR und Bypass wurden weitere Modi entwickelt, wie beispielsweise der Replay-Modus von Evolv für DNA-Chips, der auf die Reproduktion spezifischer Betriebsparameter ausgelegt ist.
Übersicht aktueller Ausgabemodi:
Funktionsweise des Smart Modus bei Pod Mods
Technische Hintergründe zum RBA Modus
Funktionen des Replay Modus (DNA-Chipsatz)
Merkmale des Pulse Mode bei Akkuträgern
Funktionsweise des ECO Modus
Inhalte des DIY Modus
Eigenschaften der Curve Modi
Entwicklung der Leistungsstufen-Modi

Funktionsweise des Smart Modus bei Pod Mods

dampfeinstellungen beim akkuträger

Anzeige der Betriebsmodi beim Akkuträger © Vaporesso


Der Smart Modus ist in verschiedenen Pod Mod Modellen integriert. In diesem Modus erkennt das Gerät den Widerstand des eingesetzten Verdampferkopfes und schlägt eine entsprechende Ausgangsleistung vor bzw. begrenzt den regelbaren Bereich auf die für den Head spezifizierten Parameter. Die Steuerung erfolgt über den internen Chipsatz durch Messung des elektrischen Widerstands und Anpassung der Spannung. Diese Funktion begrenzt den Leistungsbereich auf die technischen Spezifikationen des verwendeten Bauteils.

Technische Hintergründe zum RBA Modus

Für diverse Pod Mods sind RBA-Einheiten (Rebuildable Atomizer) verfügbar. Der RBA Mode entspricht technisch dem Variable Wattage (VW) Modus. Bei Aktivierung dieses Modus wird die automatische Leistungsbegrenzung oder der Vorschlagswert des Smart Modus deaktiviert, sodass die Leistung innerhalb der gesamten technischen Kapazität des Akkuträgers frei gewählt werden kann. Dies ist insbesondere beim Betrieb von selbstgewickelten Coils vorgesehen, bei denen der Widerstand individuell variiert.

Funktionen des Replay Modus (DNA-Chipsatz)

Der von Evolv entwickelte Replay-Modus für DNA-Chipsätze ermöglicht es, die Parameter eines spezifischen Zuges zu speichern und reproduzierbar abzurufen. Über die Software EScribe können technische Parameter des Chipsatzes individualisiert werden. Der Modus registriert die Daten während der Nutzung und wendet diese bei Aktivierung der Replay-Funktion für die folgenden Zyklen an.

Merkmale des Pulse Mode bei Akkuträgern

Der von Vaporesso eingeführte Pulse Modus (AXON-Chipsatz) arbeitet mit einer gepulsten Leistungsabgabe. Anstatt einer konstanten Spannung werden während der Aktivierung Stromimpulse in kurzen Intervallen abgegeben.

pulse-modus beim akkuträger

Darstellung des PULSE-Modus am Akkuträger © Vaporesso

Funktionsweise des ECO Modus

Der ECO Mode ist auf die Reduzierung des Energieverbrauchs ausgelegt. Durch die Anpassung der Leistungsbereitstellung soll die Betriebsdauer des Akkus verlängert werden, indem der Energiefluss optimiert wird. Dies betrifft sowohl Geräte mit fest verbautem Akku als auch Modelle mit wechselbaren Akkuzellen.

Inhalte des DIY Modus

Geräte der GEN-Serie fassen im DIY Modus verschiedene technische Funktionen in einem Untermenü zusammen. Hierzu zählen klassische Betriebsarten wie VW (Variable Wattage), TC (Temperature Control) und TCR (Temperature Coefficient of Resistance). Zudem kann der Super Player Modus aktiviert werden, der einen erweiterten Widerstandsbereich von 0,03 bis 5 Ohm unterstützt.

Eigenschaften der Curve Modi

Curve Modi ermöglichen die Erstellung eines Leistungsdiagramms für die Dauer eines Zuges. Der Anwender legt fest, welche Leistung, Spannung oder Temperatur zu einem definierten Zeitpunkt innerhalb des Zugintervalls (z. B. nach jeder Sekunde) erreicht werden soll. Diese Werte werden grafisch dargestellt und können als Profil gespeichert werden. Diese Funktion stellt eine Alternative zur konstanten Leistungssteuerung dar.

Entwicklung der Leistungsstufen-Modi

Frühe Modelle verfügten teilweise über eine Auswahl zwischen vordefinierten Leistungsstufen, oft signalisiert durch farbige LED-Indikatoren. Nach der Verbreitung von OLED-Displays und präzisen Watt-Einstellungen finden sich Konzepte mit festen Stufen wieder vermehrt in kompakten Geräten wie Pod-Systemen oder AIO-Devices (All-In-One). Bezeichnungen wie Adjustable Wattage oder Adjustable Voltage beschreiben hierbei die Auswahl zwischen mehreren fest hinterlegten Spannungs- oder Leistungsstufen, deren technische Daten in der Regel der jeweiligen Bedienungsanleitung zu entnehmen sind. Beispiele hierfür sind Modelle von Herstellern wie Aspire oder Joyetech.

E-Zigaretten Studie 2021: Dampfen effektiver als Ersatzprodukte beim Tabakstopp

e-zigarette neue studie 2012 rauchstopp

Wissenschaftliche Untersuchungen befassen sich regelmäßig mit der Rolle von E-Zigaretten im Kontext des Tabakkonsums. Eine Untersuchung aus dem Jahr 2021 verglich die Nutzung von E-Zigaretten mit herkömmlichen Nikotersatzprodukten wie Pflastern oder Kaugummis. Die im Fachmagazin „Addiction“ veröffentlichte Studie des Wolfson Institute of Preventive Medicine sowie der Queen Mary University of London untersuchte dabei die Verhaltensweisen der Probanden über einen Zeitraum von sechs Monaten (Quelle).

Studie 2021: Datenerhebung zur Nutzung
Inhaltliche Ergebnisse der Untersuchung
Vergleich mit vorangegangenen Erhebungen

Studie 2021: Methodik und Durchführung

Für die Untersuchung im Jahr 2021 wurden 135 Personen, die über einen langen Zeitraum Tabakzigaretten konsumierten, wissenschaftlich begleitet. Das Ziel der Probanden war die Beendigung des Tabakkonsums. Die Einteilung erfolgte nach dem Prinzip des „Randomized Controlled Trial“. Eine Gruppe nutzte E-Zigaretten, während die Kontrollgruppe klassische Nikotersatzprodukte wie Pflaster, Kaugummis oder Sprays verwendete. Vorab bestand bei den Teilnehmern keine Präferenz für eines der Verfahren.

Die Datenerhebung nach sechs Monaten ergab folgende Werte: In der Gruppe der E-Zigaretten-Nutzer hatten 19 Prozent den Konsum von Tabakzigaretten eingestellt. 27 Prozent der Nutzer reduzierten ihren Konsum um mehr als die Hälfte. In der Kontrollgruppe der Nutzer von Nikotersatzprodukten verzeichneten 6 Prozent eine Reduktion des Konsums um mehr als 50 Prozent, während 3 Prozent den Tabakkonsum vollständig einstellten.

Vergleichswerte der Studie 2021

Die beteiligten Wissenschaftler stellten fest, dass unter den Bedingungen einer begrenzten zusätzlichen Unterstützung die untersuchten E-Zigaretten bei der beobachteten Gruppe zu messbaren Veränderungen im Konsumverhalten führten. Katie Myers Smith von der Queen Mary University wies darauf hin, dass die Ergebnisse für Personen relevant sein können, bei denen andere Verfahren bisher nicht zum gewünschten Ergebnis führten.

Zusammenfassung der Studienergebnisse

Logo Queen Mary University LondonDie Studienautoren fassten zusammen: „In smokers with a history of unsuccessful quitting, EC [e-cigarettes] were more effective than NRT [nicotine replacement treatment] both in terms of CO-validated reduction in smoking of at least 50% and in terms of smoking cessation.“

In der Diskussion zur Studie wird angeführt, dass die Handhabung von E-Zigaretten Anforderungen von Konsumenten adressieren könnte, die über die reine Nikotinzufuhr hinausgehen. Während Nikotin auch über klassische Substitute aufgenommen werden kann, bieten E-Zigaretten durch verschiedene Nikotinstärken die Möglichkeit einer schrittweisen Anpassung der Zufuhr.

Zusätzlich wurden soziologische Aspekte betrachtet. Der Konsum von Tabakzigaretten ist häufig mit festen Tagesstrukturen und sozialen Interaktionen verknüpft. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) stellt dazu fest, dass durch wiederholte Handlungen psychologische Funktionen entstehen können. Die Untersuchung legt nahe, dass die E-Zigarette aufgrund ihrer Funktionsweise diese Verhaltensmuster teilweise abbilden kann. Laut Studienlage wird das Schadenspotenzial von E-Zigaretten im Vergleich zur Tabakzigarette als signifikant geringer eingestuft.

Vergleichbare Untersuchungen

Bereits 2019 wurde am Wolfson Institute of Preventive Medicine eine ähnliche Untersuchung mit 886 Probanden durchgeführt. Auch hier wurde der Einsatz von E-Zigaretten gegenüber alternativen Nikotersatzprodukten im randomisierten Verfahren geprüft. Nach einem Jahr wurde bei 18 Prozent der E-Zigaretten-Nutzer ein vollständiger Tabakstopp verzeichnet, in der Vergleichsgruppe lag dieser Wert bei 9,9 Prozent.

Wissenschaftliche Untersuchungen in diesem Bereich werden fortlaufend durchgeführt, da sich sowohl die technischen Parameter der Produkte als auch der gesellschaftliche Kontext verändern. Neue Daten berücksichtigen unter anderem die Verfügbarkeit von nikotinsalzhaltigen Flüssigkeiten sowie veränderte Lebensstile der Konsumenten. Die vorliegenden Daten der Queen Mary University bestätigen die Tendenzen vorangegangener Erhebungen hinsichtlich der statistischen Erfolgschancen bei der Wahl eines Ersatzproduktes.

Verschleiß von Verdampferköpfen: Informationen zu Austauschintervallen und technischer Handhabung

Der Betrieb von E-Zigaretten erfordert den regelmäßigen Austausch von Verschleißteilen und die Verwendung von Liquids. Ein zentrales Element der Wartung ist der Austausch des Verdampferkopfes (Head), der sich innerhalb der Verdampfereinheit befindet. Dieser Vorgang ist notwendig, um die technische Funktionsweise der E-Zigarette aufrechtzuerhalten. In diesem Beitrag werden die technischen Intervalle für den Austausch, die Reinigung der Komponenten sowie die physikalischen Anzeichen für Materialverschleiß erläutert. Ein abgenutzter Verdampferkopf kann zu einer verminderten Dampfproduktion und einer Veränderung der Geschmackscharakteristik führen.

Begriffsbestimmung:

In der technischen Dokumentation und innerhalb der Nutzergemeinschaft existieren unterschiedliche Bezeichnungen. Der Verdampfer (Clearomizer) bezeichnet das gesamte Tanksystem. Er dient als Aufnahme für den Verdampferkopf, in welchem die Wicklung (Coil) verbaut ist. Während der Clearomizer als Gehäuse eine lange Lebensdauer aufweist, unterliegt die Wicklung im Verdampferkopf einem gebrauchsbedingten Verschleiß. Der elektrische Widerstand und die Beschaffenheit des Trägermaterials verändern sich durch thermische Belastung, weshalb ein Austausch des Heads in regelmäßigen Intervallen erforderlich ist. Die Reinigung des Clearomizers kann mit Wasser erfolgen, der Verdampferkopf hingegen darf nicht mit Flüssigkeiten gereinigt werden.

Inhalt:

Der Verdampferkopf / Head enthält die Wicklung und befindet sich technisch zwischen der Basis und dem Liquidtank – Modellbeispiel: Cuboid Lite mit Exceed D22

Die Intervalle für den Austausch des Verdampferkopfes hängen von der Intensität der Nutzung und der gewählten Leistungseinstellung ab. Empirische Werte liegen zwischen zwei und sechs Wochen. Technische Indikatoren geben Aufschluss darüber, wann eine Reinigung des Systems nicht mehr ausreichend ist.

Technische Definition der Verdampfereinheit

Die Verdampfereinheit, fachlich als Clearomizer bezeichnet, umfasst den Liquidtank sowie den Verdampferkopf mit der Heizspirale (Coil). Durch die Energiezufuhr vom Akkumulator wird die Wicklung erhitzt. Das im Dochtmaterial befindliche Liquid geht infolge der Hitzeeinwirkung in den gasförmigen Zustand über. Je nach Aufbau der Wicklung wird zwischen Varianten wie Single Coil oder Dual Coil unterschieden. Eine Beeinträchtigung der Funktion führt zu einer reduzierten Dampfmenge oder einer thermischen Zersetzung von Liquidrückständen auf der Coil, was sich sensorisch bemerkbar macht.

Physikalische Ursachen für den Verschleiß

Verdampferköpfe sind thermisch beanspruchte Bauteile. Rückstände des Liquids setzen sich bei jedem Verdampfungsvorgang an der Heizwendel ab (Krustenbildung), was den Wärmeaustausch behindert. Faktoren wie die Zusammensetzung des Liquids (Verhältnis von VG und PG) beeinflussen diesen Prozess. Liquids mit hohem VG-Anteil weisen eine höhere Viskosität auf, was zu verstärkten Rückständen führen kann. Zudem beeinflusst die gewählte Watt- oder Voltzahl die Geschwindigkeit der Materialabnutzung. Eine dauerhaft hohe Leistungszufuhr beschleunigt die Degradation der Wicklung und des Dochtmaterials.

Indikatoren für einen erforderlichen Austausch

  1. Abnahme der produzierten Dampfmenge bei gleichbleibenden Einstellungen
  2. Zunahme von Kondensat im Luftkanalsystem
  3. Veränderung des Geschmacksprofils infolge von Rückständen an der Coil
  4. Auftreten von Geräuschen (Blubbern) durch unzureichende Verdampfungsleistung
  5. Veränderte sensorische Wahrnehmung im Rachenraum

Ein Austausch des Verdampferkopfes stellt die technische Ausgangsleistung wieder her. Viele Anwender führen einen Wechsel auch beim Wechsel des Liquid-Aromas durch, um eine Vermischung der Geschmackskomponenten zu vermeiden.

Durchführung des Komponentenwechsels

Der Vorgang variiert je nach Modell. Detaillierte technische Informationen finden sich in den jeweiligen Bedienungsanleitungen. Der folgende Ablauf beschreibt die Schritte am Beispiel der InnoCigs eGo AIO:

Vorbereitung:

  1. Bereitstellung eines Tuches für austretende Liquidreste.
  2. Sicherstellung, dass der Tankinhalt minimiert wurde.

Arbeitsschritte:

  1. Trennung der Verdampfereinheit von der Stromquelle (Akku).
  2. Lösen der Verschlusskappe unterhalb des Mundstücks.
  3. Entnahme des verbrauchten Verdampferkopfes durch Abschrauben.
  4. Installation des neuen Heads.
  5. Nach dem Zusammenbau und Befüllen ist eine Wartezeit von ca. 15 Minuten einzuhalten, um die vollständige Sättigung des Dochtmaterials sicherzustellen.

Wartungshinweise zur Materialschonung

  • Sicherstellung eines ausreichenden Liquidstands zur Vermeidung thermischer Schäden am Dochtmaterial.
  • Einhaltung der maximalen Füllmenge des Tanks.
  • Beachtung der Viskosität des Liquids in Bezug auf die Nachflusseigenschaften des Heads.
  • Betrieb innerhalb der vom Hersteller spezifizierten Leistungsbereiche (Watt).
  • Regelmäßige Reinigung der Kontaktstellen und des Luftkanals.
  • Entleerung des Tanks bei längeren Nutzungspausen.

 
Bildnachweise:

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PG / VG Mischverhältnis in Liquids – Eigenschaften und Unterschiede

PG und VG Liquids und E-Zigarette

In unserem Beitrag „Die 10 häufigsten Probleme mit E-Zigaretten“ wurden verschiedene technische Fragestellungen erläutert, die bei der Verwendung von E-Zigaretten auftreten können. Hierzu zählen unter anderem die Reizung der Atemwege oder ein trockenes Gefühl im Mundraum. Neben der Anpassung der Zugtechnik (MTL oder DL) oder der Nikotinkonzentration ist die Zusammensetzung des Liquids ein relevanter Faktor. Dies betrifft das Verhältnis von Propylenglykol (PG) zu pflanzlichem Glycerin (VG = Vegetable Glycerin). Beim Sub-Ohm-Dampfen hat dieses Mischverhältnis direkten Einfluss auf die physikalische Dampfproduktion. PG und VG weisen unterschiedliche technische Eigenschaften auf, die die Viskosität und die Dampfcharakteristik beeinflussen.
 

PG & VG – Begriffserklärung & Eigenschaften

Liquids bestehen primär aus den Trägerstoffen PG und VG, die als Basis für Aromen und gegebenenfalls Nikotin dienen. Das Mischverhältnis bestimmt die Fließeigenschaften der Flüssigkeit. Es existieren sowohl Mischungen beider Komponenten als auch reine PG- oder VG-Varianten. Die technischen Unterschiede werden im Folgenden erläutert.
 

PG – Trägermittel & Lösungsstoff Propylenglykol

PG steht für Propylenglykol (1,2-Propandiol). Es ist farb- und geruchslos sowie niedrigviskos (dünnflüssig). Aufgrund dieser physikalischen Eigenschaft wird PG eingesetzt, um den Nachfluss des Liquids zum Verdampferkopf zu unterstützen. In Verbindung mit PG-basierten Liquids wird häufig eine deutliche Wahrnehmung im Rachenbereich (Throat Hit) sowie eine direkte Übertragung der Aromen beschrieben. PG dient als chemischer Trägerstoff für die im Liquid enthaltenen Aromastoffe.
In seltenen Fällen können Unverträglichkeiten gegenüber PG auftreten. Ein Hustenreiz zu Beginn der Nutzung ist oft auf die Abwesenheit von Zusatzstoffen zurückzuführen, die in herkömmlichen Tabakprodukten zur Betäubung der Atemwege eingesetzt werden könnten. Die Verwendung von E-Zigaretten basiert auf dem Erhitzen einer Flüssigkeit, wobei keine Verbrennungsprozesse wie bei Tabakzigaretten stattfinden und somit keine Verbrennungsrückstände wie Teer entstehen.
 
Eigenschaften von PG:

  • Farblos und geruchlos
  • Niedrige Viskosität im Vergleich zu pflanzlichem Glycerin (VG)
  • Trägerstoff für Aromen
  • Beeinflusst die Intensität der Wahrnehmung im Rachenbereich (Flash)
  • Zugelassener Lebensmittelzusatzstoff E 1520
  • Einsatz als Lösungsmittel für Enzyme und Farbstoffe
  • Geringere Dampfdichte im Vergleich zu VG, wird daher auch für das Stealth-Dampfen genutzt

Zusammenfassung: PG beeinflusst maßgeblich den Nachfluss sowie die Intensität der Aromawiedergabe und die Stärke der Wahrnehmung beim Inhalieren.
 

VG – Vegetable Glycerin

Pflanzliches Glycerin ist ebenfalls farb- und geruchslos, besitzt jedoch eine leicht süßliche Eigennote. VG weist eine hohe Viskosität (Zähflüssigkeit) auf. Diese Eigenschaft führt zu einer höheren Dichte des produzierten Dampfes. VG wird aufgrund seiner physikalischen Beschaffenheit vielfältig in der Lebensmittelindustrie als Feuchthaltemittel oder Konservierungsstoff eingesetzt.
In der Anwendung als Liquid-Bestandteil kann die Viskosität von VG den Nachfluss beeinflussen. Bei hoher Zähflüssigkeit benötigt die Flüssigkeit mehr Zeit, um das Dochtmaterial der Wicklung zu sättigen. Erfolgt die Erhitzung ohne ausreichende Sättigung, kann es zu einem trockenen Zug („Dry Puff“) kommen. Moderne Verdampfer-Systeme sind technisch auf unterschiedliche Viskositäten ausgelegt. Der süßliche Eigengeschmack von Glycerin kann die Nuancen feinerer Aromen überlagern.
 
Eigenschaften von VG:

  • Verantwortlich für eine dichte Dampfproduktion
  • Süßlicher Eigengeschmack
  • Hohe Viskosität, relevant für den Liquidnachfluss
  • Hohe wasserbindende Eigenschaften
  • Einsatz in der Lebensmittelindustrie als Lösungsmittel

 

Das PG / VG Mischverhältnis

Das Mischverhältnis wird auf den Behältnissen in Prozentwerten angegeben, beispielsweise PG (20%) / VG (80%) oder 50 / 50 für ein ausgewogenes Verhältnis. Die Wahl des Verhältnisses hängt von der verwendeten Hardware und den individuellen Präferenzen bezüglich Dampfdichte und Viskosität ab. Die verwendeten Rohstoffe entsprechen dem USP-Standard (pharmazeutische Reinheit). Die enthaltenen Aromen sind gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1334/2008 für die Verwendung zugelassen.
VG und Dampfproduktion
Ein hoher VG-Anteil führt zu einer höheren Dampfdichte. Dies ist insbesondere beim Sub-Ohm-Dampfen relevant. Moderne Verdampfer verfügen über technische Vorrichtungen wie größere Einlassöffnungen, um auch bei hochviskosen Flüssigkeiten den Nachfluss sicherzustellen. Liquids mit einem Anteil von mindestens 50% VG erzeugen eine visuell wahrnehmbare Dampfmenge, ohne die Dichte spezieller Sub-Ohm-Liquids zu erreichen.
PG und Nachfluss
Liquids mit hohem PG-Anteil (z. B. 70/30) sind dünnflüssiger. Diese Eigenschaft reduziert das Risiko eines Nachflussabrisses („Dry Puff“), da die Kapillarwirkung im Dochtmaterial bei niedriger Viskosität schneller eintritt. Dies ist unabhängig vom gewählten Aroma ein technischer Faktor für die Betriebssicherheit des Verdampfers.
Einfluss auf das Aroma
Aufgrund der neutralen Eigenschaften von PG werden Aromen ohne geschmackliche Beeinflussung transportiert. VG hingegen besitzt eine süßliche Note, die das Geschmacksprofil beeinflussen kann. Das identische Aroma kann je nach Basisverhältnis unterschiedliche Nuancen aufweisen.
Physikalische Wahrnehmung
Ein hoher PG-Anteil führt beim Inhalieren zu einer stärkeren sensorischen Wahrnehmung im Halsbereich. Ein hoher VG-Anteil hingegen wird oft als sanfter im Rachenraum empfunden.
 
Eckpunkte zur Wahl des Mischverhältnisses:

  • Aromaübertragung: PG bzw. hoher PG-Anteil
  • Reaktion auf PG: VG bzw. hoher VG-Anteil wählen
  • Dichte Dampfentwicklung: VG bzw. hoher VG-Anteil
  • Sensorischer Effekt (Flash): PG bzw. hoher PG-Anteil
  • Fließfähigkeit/Nachfluss: Höherer PG-Anteil (hardwareabhängig)
  • Gängige Mischverhältnisse: 70/30, 30/70, 50/50 (PG/VG)

Eine Übersicht verschiedener Liquids finden Sie in unserem InnoCigs Sortiment.
 
Bildnachweise:
Titelbild: Adobe Stock / Pixelot„`

E-Zigarette Verdampfer läuft aus – Tipps gegen undichte Liquid Tanks

Liquid im E-Zigarette Tank

Das Austreten von Liquid aus dem Verdampfer, oft als „Siffen“ bezeichnet, kann verschiedene technische Ursachen haben. In vielen Fällen lässt sich die Dichtigkeit des Clearomizers durch eine Überprüfung der Handhabung oder der Komponenten wiederherstellen. Die Identifikation der Ursachen undichter Liquid-Tanks ist Voraussetzung für eine dauerhafte Funktion des Geräts. Da der Austritt von Flüssigkeit zu den bekannten technischen Problemstellungen gehört, ist eine systematische Fehlersuche empfehlenswert. Die Ursachen für auslaufende E-Zigaretten können sowohl in der Beschaffenheit der Komponenten als auch in der Art der Anwendung liegen. Im Folgenden werden technische Hinweise und Ursachen erläutert, um die Funktionalität der Geräte zu erhalten.

Technische Ursachen an der Hardware:

  • Unsachgemäß verschraubte Komponenten, insbesondere am Verdampferkopf.
  • Undichte Tanks aufgrund von Materialermüdung oder mechanischer Einwirkung (Risse).
  • Austritt von Flüssigkeit an den Luftzufuhröffnungen (Airflow Control).
  • Fehlerhafte oder verbrauchte Coils, die das Liquid nicht mehr spezifikationsgemäß verdampfen.
  • Defekte oder spröde Dichtungen (O-Ringe).

Hardwarebedingte Undichtigkeiten lassen sich meist durch eine Sichtprüfung identifizieren. Bei undichten Verschraubungen zwischen Tank, Mundstück oder Verdampferkopf ist ein fester Sitz der Bauteile sicherzustellen. Bei Rissen im Glastank ist ein Austausch der Komponente erforderlich. Gummiringe, die als Abdichtung dienen, sollten bei Anzeichen von Verschleiß oder Haarrissen umgehend ersetzt werden.

Sollte die Hardware intakt sein, können die Kombination von Liquid und Verdampfer sowie die Art der Anwendung entscheidend für die Dichtigkeit des Systems sein. Zur Fehlerbehebung können folgende technische Empfehlungen herangezogen werden:

Ursachen durch Anwendung und Liquid-Eigenschaften

1. Zugtechnik

Die Art der Inhalation beeinflusst den Unterdruck im System. In unserem Beitrag über Zugtechnik finden Sie detaillierte Informationen. Ein zu starker oder zu kurzer Zug kann dazu führen, dass mehr Liquid in die Verdampferkammer befördert wird, als die Heizspirale zeitgleich verdampfen kann. In der Folge sammelt sich überschüssiges Liquid, welches über die Airflow Control oder das Mundstück austreten kann. Zudem kann verbleibender Dampf im Luftkanal zu Kondenswasser rekombinieren. Grundsätzlich sollte die Aktivierung der Coil mit dem Inhalationsvorgang abgestimmt sein.

Technischer Hinweis: Um Kondensatbildung zu minimieren, kann es sinnvoll sein, nach dem Lösen der Feuertaste kurz weiterzuziehen, um den Luftkanal von Restdampf zu befreien. Der Bereich um die Heizspirale und das Mundstück sollte regelmäßig mit einem Tuch von Rückständen gereinigt werden.

2. Airflow-Einstellung beim Befüllen

Bei Verdampfern mit einer Bottom-Airflow (Luftzufuhr am unteren Ende) kann beim Befüllen des Tanks ein Druckunterschied entstehen. Um den Austritt von Liquid zu vermeiden, sollten die Luftzufuhröffnungen während des Nachfüllvorgangs geschlossen werden.

3. Füllmenge und Befüllvorgang

Ein Liquid-Tank sollte technisch bedingt nicht bis zur maximalen Kapazitätsgrenze befüllt werden. Eine Befüllung bis zu ca. 75 % (entspricht etwa 3 bis 5 Millimeter unter der Oberkante) wird empfohlen, um einen ausreichenden Luftpuffer zu gewährleisten. Beim Befüllen ist darauf zu achten, dass keine Flüssigkeit direkt in den zentralen Luftkanal gelangt. Gewinde sollten vor dem Verschließen trocken und sauber sein.

4. Zustand der O-Ringe (Dichtungen)

Die Überprüfung der Gummidichtungen auf Sprödigkeit oder Beschädigungen ist Teil der regelmäßigen Wartung. Viele Modelle verfügen über beiliegende Ersatzdichtungen, die bei Verschleiß eingesetzt werden sollten.

5. Transport und Umgebungsdruck

Beim Transport der E-Zigarette, insbesondere auf Flugreisen, sollte der Tank entleert werden. Durch Druckunterschiede kann Liquid durch die technisch notwendigen Belüftungsöffnungen gepresst werden. Auch starke Temperaturschwankungen können die Viskosität des Liquids und den Druck im Tank beeinflussen, was die Wahrscheinlichkeit eines Austritts erhöht.

Maßnahmen zur Wartung und Vorbeugung

Zur Sicherung der Betriebsbereitschaft und Vermeidung von Undichtigkeiten sind folgende Maßnahmen zweckmäßig:

Wartung des Verdampfers

Informationen zur Reinigung des Verdampfers finden Sie in unserem entsprechenden Fachartikel. Die regelmäßige Entfernung von Kondensat zwischen Verdampferkopf und Mundstück ist für einen sauberen Betrieb erforderlich.

Wahl des passenden Liquids

Die Viskosität des Liquids spielt eine Rolle: Liquids mit hohem VG-Anteil sind zähflüssiger. Ein hoher Anteil an PG oder Wasser macht das Liquid dünnflüssiger, was den Austritt aus dem System begünstigen kann. Ein Mischverhältnis von 50/50 (VG/PG) ist als technischer Standard für viele Systeme anzusehen. Weitere Details finden Sie unter VG oder PG-Liquid – Mischverhältnisse.

Zustand des Dochtmaterials

Bei Systemen mit Watte-Dochten ist auf eine gleichmäßige Verteilung des Materials zu achten. Wenn die Watte im Verdampferkopf nicht korrekt positioniert ist, kann Liquid unverdampft durch das System fließen.

Anpassung und Wechsel der Verdampferköpfe

Verdampferköpfe (Heads) sind Verschleißteile und müssen regelmäßig ersetzt werden. Die Wahl des Widerstands (z. B. 0,6 Ohm oder 0,8 Ohm) sollte auf die verwendete Leistung und die Zugtechnik abgestimmt sein. Eine korrekte Leistungsabstimmung stellt sicher, dass das zugeführte Liquid vollständig verdampft wird.

Durch die Beachtung dieser technischen Parameter lassen sich die Ursachen für austretendes Liquid minimieren. Die Reinigung der elektrischen Kontakte am Akku bei Liquidkontakt ist zur Vermeidung von Fehlfunktionen und Kurzschlüssen zwingend erforderlich.

Bildnachweise: Titelbild – Adobe Stock / Christian Horz

Technische Merkmale von Tabakerhitzern und E-Zigaretten im Überblick

e-zigarette vergleich tobacco heating sticks

Informationen zu den technischen Merkmalen von E-Zigaretten und Tabakerhitzern (Tobacco Heating Systems) finden Sie im folgenden Überblick. Während klassische Tabakprodukte auf der Verbrennung von Tabak basieren, nutzen diese Systeme alternative Funktionsweisen zur Freisetzung von Inhaltsstoffen. Details zur Einordnung finden Sie auch in unserem Beitrag über Aspekte der Nutzerumstellung.
 
Inhaltliche Übersicht zu Tabakerhitzern und E-Zigaretten:

 

Tabakerhitzer und Tabakzigarette – Merkmale

Tabakerhitzer erhitzen Tabaksticks auf Temperaturen zwischen 250 und 350 Grad Celsius. Im Gegensatz zur herkömmlichen Tabakzigarette findet hierbei kein Verbrennungsvorgang bei hohen Temperaturen statt. Tabaksticks enthalten Tabak und Nikotin. Eine nikotinfreie Variante ist bei diesen Systemen systembedingt nicht verfügbar. In der EU unterliegen diese Produkte der Kennzeichnungspflicht mit textlichen Warnhinweisen. Studien zum Konsum von E-Zigaretten finden Sie unter diesem Link.
Ein wesentlicher Unterschied zwischen Tabakerhitzern und E-Zigaretten besteht darin, dass E-Zigaretten Liquids verdampfen, während Tabakerhitzer mit festem Tabak betrieben werden.
 

Technische Unterschiede zwischen Tabakerhitzer und E-Zigarette

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat eine vorläufige Risikobewertung zu Tobacco Heating Systemen veröffentlicht. Laut Bericht enthalten die Emissionen von Tabakerhitzern verschiedene Stoffe, deren Konzentration gegenüber dem Rauch herkömmlicher Zigaretten bei bestimmten Parametern wie Benzol oder Kohlenmonoxid reduziert sein kann. Dennoch weist das BfR darauf hin, dass eine verminderte Stoffkonzentration in der Emission nicht gleichbedeutend mit einer proportional verminderten gesundheitlichen Belastung ist. E-Zigaretten ermöglichen technisch die Verwendung von nikotinfreien Liquids, was bei Tabakerhitzern nicht möglich ist.
 
Technische Gegenüberstellung:

  • Tabaksticks enthalten grundsätzlich Nikotin.
  • Die Emissionen unterscheiden sich aufgrund der Ausgangsstoffe (Tabak vs. Liquid).
  • Weitere Informationen finden Sie in der Zusammenfassung zur Studienlage.
  • Bei E-Zigaretten kann die Nikotinkonzentration im Liquid individuell gewählt werden.

 

Emissionen bei der Nutzung von Tobacco Heating Systems

Die Erhitzung von Tabak führt zur Bildung von HPHCs (harmful and potentially harmful constituents). Die Zusammensetzung der Emissionen hängt vom jeweiligen System und den verwendeten Materialien ab.

InhaltsstoffGesundheitliche Risiken
AcetaldehydKrebserregend, reizt Atemwege, suchterzeugend
AcetamidKrebserregend
AcetonReizt Atemwege
AcroleinReizt Atemwege, belastet Herz-Kreislauf-System
AcrylamidKrebserregend
AcrylnitrilKrebserregend, reizt Atemwege
4-AminobiphenylKrebserregend
1-AminonaphthalinKrebserregend
2-AminonaphthalinKrebserregend
AmmoniakReizt Atemwege
ArsenKrebserregend, belastet Herz-Kreislauf-System, mutagen
BenzanthrazenKrebserregend, belastet Herz-Kreislauf-System
BenzolKrebserregend, belastet Herz-Kreislauf-System, mutagen
BenzopyrenKrebserregend
BleiKrebserregend, belastet Herz-Kreislauf-System, mutagen
1,3-ButadienKrebserregend, reizt Atemwege,
ButyraldehydReizt Atemwege, belastet Herz-Kreislauf-System
CadmiumKrebserregend, reizt Atemwege, mutagen
Catechol / KatecholKrebserregend
ChromKrebserregend, reizt Atemwege, mutagen
ChinolinKrebserregend
m-CresolKrebserregend, reizt Atemwege
o-CresolKrebserregend, reizt Atemwege
p-CresolKrebserregend, reizt Atemwege
Crotonaldehyd
Krebserregend
CyanwasserstoffReizt Atemwege, belastet Herz-Kreislauf-System
Dibenz(a,h)anthracenKrebserregend
EthylenoxidKrebserregend, reizt Atemwege, mutagen
FormaldehydKrebserregend, reizt Atemwege
(p-)HydrochinonEventuell krebserregend
IsoprenKrebserregend
KohlenmonoxidMutagen
Methyl-Ethyl Ketone
Reizt Atemwege
4-(Methylnitrosamino)-1-(3-pyridyl)-1-butanon (NNK)Krebserregend
NickelKrebserregend, reizt Atemwege
NikotinMutagen, suchterzeugend
Nitrobenzol
Krebserregend, reizt Atemwege, mutagen
N-Nitroso Anbasine (NAB)
Krebserregend
N-Nitroso Anatabin (NAT)
Nicht klassifiziert
N-Nitroso Nornikotin (NNN)
Krebserregend
PhenoleReizt Atemwege, belastet Herz-Kreislauf-System
PropionaldehydReizt Atemwege, belastet Herz-Kreislauf-System
PropylenoxidKrebserregend, reizt Atemwege
PyrenEventuell krebserregend
PyridinReizt Atemwege
QuecksilberKrebserregend, mutagen
ResorcinReizt Atemwege
SelenReizt Atemwege
StickoxideReizt Atemwege, belastet Herz-Kreislauf-System, mutagen
StyrolKrebserregend
ToluolReizt Atemwege, mutagen
o-Toluidin
Krebserregend
VinylchloridKrebserregend

Quelle: Zusammenfassung technischer Daten (BfR/EN)
In E-Zigaretten-Liquids (ohne Nikotin) sind verfahrensbedingt Stoffe wie Arsen, Blei oder Kohlenmonoxid in der Regel nicht nachweisbar, da kein Verbrennungs- oder Erhitzungsprozess von Tabak stattfindet. Eine Analyse der Inhaltsstoffe von Liquids finden Sie hier.
 

Hinweise zur Anwendung

Tabakerhitzer nutzen Tabaksticks mit einem fest definierten Nikotingehalt. Im Gegensatz dazu bieten E-Zigaretten die Möglichkeit, die Nikotinstärke schrittweise anzupassen oder auf nikotinfreie Produkte umzustellen.
Informationen zur gesundheitlichen Entwicklung
 

Fazit

Sowohl Tabakerhitzer als auch E-Zigaretten stellen technologische Alternativen zur klassischen Verbrennung von Tabak dar. Während Tabakerhitzer weiterhin auf Tabak basieren, nutzen E-Zigaretten die Verdampfung von Flüssigkeiten. Nutzer, die eine individuelle Kontrolle über die Nikotinzufuhr wünschen, finden in der E-Zigarette ein System, das verschiedene Konzentrationen bis hin zur kompletten Nikotinfreiheit ermöglicht. Sachliche Informationen zu den jeweiligen Produkten finden Sie in den entsprechenden Kategorien unseres Informationsangebots.

EU-Kommission: Sachstand zur steuerrechtlichen Behandlung von E-Zigaretten und Liquids (Bericht 2018)

E-Zigarette Dampf tritt aus Mund aus

Die Europäische Kommission hat für das Jahr 2018 Informationen zur steuerrechtlichen Behandlung von elektronischen Zigaretten und E-Liquids veröffentlicht. Nach aktuellem Stand plant die Kommission vorerst keine EU-weite Steuer auf E-Zigaretten bzw. die darin verwendeten Liquids. Während die Besteuerung herkömmlicher Tabakzigaretten kontinuierlich angepasst wird, sind E-Zigaretten-Liquids derzeit nicht von einer spezifischen EU-weiten Verbrauchssteuer betroffen. Informationen zu gesundheitlichen Aspekten finden sich unter anderem in der (Erste Langzeitstudie zu gesundheitlichen Auswirkungen der E-Zigaretten).

Steuerrechtliche Einordnung von Tabakzigaretten und E-Zigaretten

Die Tabaksteuer für herkömmliche Zigaretten wurde zuletzt Anfang 2015 angepasst. Der Steueranteil beträgt derzeit ca. 75 Prozent des Verkaufspreises und stellt damit eine der höchsten Verbrauchssteuern in Deutschland dar.

Fakten zur Tabaksteuer auf herkömmliche Zigaretten:

  • Referenzpreis pro Schachtel: 6,- €
  • Steuer-Anteil (Staat): 4,34 € (Tabaksteuer + Umsatzsteuer)
  • Steuerbelastung pro Zigarette: ca. 0,20 €

Dass es in den vergangenen Jahren keine Anpassung der Tabaksteuer gab, war unter anderem auf politische Vereinbarungen der Koalitionspartner zurückzuführen. Aufgrund der Haushaltsplanung und sinkender Steuereinnahmen im Tabaksektor wird in Fachkreisen über zukünftige Erhöhungen diskutiert. Prognosen reichen dabei von moderaten Anpassungen bis hin zu deutlichen Preissteigerungen über mehrere Jahre, ähnlich der Entwicklung im Jahr 2005.

Vertreter der Tabakwirtschaft prägten bereits 2005 den Begriff „Terror-Tax“, als der Preis pro Schachtel um 0,50 € stieg. Die Branche beobachtet die Preisentwicklung kritisch, insbesondere im Hinblick auf den potenziellen Anstieg des illegalen Handels (Schmuggels), der mit hohen Steueranhebungen einhergehen könnte. Ein Tabak-Manager äußerte in der WELT„Ich hoffe, dass die Entscheidung sehr gut durchdacht sein wird und dass sich die Politik dabei auch die Vergangenheit anschauen wird“.

Das Bundesministerium der Finanzen verzeichnete zuletzt Einnahmen aus der Tabaksteuer in Höhe von rund 14 Milliarden Euro jährlich. Da die Zahl der Raucher statistisch sinkt, während der Bereich der E-Zigaretten und alternativer Produkte wächst, ergeben sich Veränderungen im Steueraufkommen. Die Entscheidung der EU-Kommission, elektronische Zigaretten vorerst nicht in den Rahmen der Tabaksteuerrichtlinie aufzunehmen, beeinflusst die nationalen Debatten über die Finanzierung des Staatshaushalts. Informationen zum Thema finden Sie auch hier: Aspekte des Umstiegs auf E-Zigaretten.

Preisanpassungen bei Tabakprodukten (Beispiel Philipp Morris)

Unabhängig von staatlichen Steuern nehmen Hersteller wie Philipp Morris Preisanpassungen vor. So wurde angekündigt, den Preis für bestimmte Packungsgrößen zu verändern. Bei Marken wie L&M oder Chesterfield sind ähnliche Marktentwicklungen zu beobachten, wobei oft auch die Stückzahl pro Packung angepasst wird. Branchenexperten erwarten, dass andere Konzerne wie British American Tobacco (BTA), Reemtsma und JTI ihre Preisgestaltung ebenfalls prüfen.

Status der EU-Regulierung für E-Zigaretten

Die EU-Kommission hat dargelegt, dass eine Besteuerung von elektronischen Zigaretten frühestens 2019 erneut geprüft wird. Informationen zu Branchentreffen finden Sie unter E-Zigaretten- & Dampfermessen 2018. Gegenstand der regulatorischen Debatten sind insbesondere die Liquids, die in E-Zigaretten verdampft werden.

Die Kommission begründet die aktuelle Entscheidung mit einer noch nicht ausreichenden Datenbasis zum Markt der E-Zigaretten. Vorhersagen zur Marktentwicklung und zu den Auswirkungen von Richtlinien wie der TPD2 seien derzeit nur bedingt möglich. Der Bericht empfiehlt eine wissenschaftlich fundierte Herangehensweise an die steuerliche Einordnung.

Nationale Gesetzgebung

Die Entscheidung auf EU-Ebene schließt nationale Alleingänge der Mitgliedstaaten nicht aus, wie Beispiele aus Italien zeigen. Das Bundesfinanzministerium hat sich bisher zurückhaltend zu nationalen Sonderregeln für E-Zigaretten geäußert, solange die Prüfung der EU-Tabaksteuerrichtlinien andauert.

Erfahrungen mit der Besteuerung von E-Zigaretten

Die steuerliche Erfassung von Liquids gilt als administrativ komplexer im Vergleich zum etablierten System der Steuerzeichen bei Tabakzigaretten. In einigen EU-Mitgliedstaaten wurden bereits nationale Steuern eingeführt. Italien modifizierte seine Regelungen bereits mehrfach, nachdem hohe Steuersätze zu einem Anstieg von grenzüberschreitenden Einkäufen geführt hatten.

„Um Raucher vom Tabakqualm wegzubringen, darf man die wesentlich weniger schädlichen Alternativen nicht kaputt besteuern.“
– Dustin Dahlmann

InnoCigs-Geschäftsführer Dustin Dahlmann betonte in Medienberichten (u.a. Bild-Zeitung) die Bedeutung einer risikogerechten Behandlung alternativer Produkte. Auch Branchenverbände fordern eine Besteuerung, die das Risikoprofil von E-Zigaretten im Vergleich zu anderen Produkten berücksichtigt. Dies bezieht sich auch auf die steuerliche Einordnung von Tabakerhitzern, die derzeit teilweise wie Pfeifentabak behandelt werden, was zu unterschiedlichen Steueranteilen im Vergleich zur herkömmlichen Zigarette führt.

Studie zu Langzeitfolgen von E-Zigaretten-Gebrauch: Untersuchung der Auswirkungen über 3,5 Jahre.

In den vergangenen Jahren wurde regelmäßig über neue Untersuchungen zu E-Zigaretten berichtet, wobei häufig auf das Fehlen von Langzeitstudien hingewiesen wurde. Diese Thematik wurde sowohl in der politischen Debatte als auch in der medialen Berichterstattung aufgegriffen, insbesondere im Hinblick auf den Vergleich zwischen E-Zigaretten und herkömmlichen Tabakzigaretten sowie potenzielle Auswirkungen auf die Atemwege.

Zwischenzeitlich wurde eine Langzeituntersuchung zum E-Zigaretten-Konsum veröffentlicht, die physiologische Parameter über einen Zeitraum von mehreren Jahren betrachtet.

Die vorliegenden Daten untersuchen klinische Parameter bei regelmäßiger Nutzung über einen längeren Zeitraum. Die Ergebnisse werden im Kontext von Konzepten zur Schadensminimierung (Harm Reduction) diskutiert, wie sie auch in Berichten der Bundesregierung Erwähnung finden. Die Studie befasst sich mit den Auswirkungen des Dampfens auf die Lungenfunktion und wurde im Fachmagazin „Nature Scientific Reports“ publiziert.

„Diese Studie untersucht die gesundheitlichen Aspekte bei der Nutzung von E-Zigaretten über einen Zeitraum von 3,5 Jahren. Da die Datenlage zu Langzeitfolgen bei Nie-Rauchern bisher gering war, liefert diese Untersuchung eine Grundlage für die weitere wissenschaftliche Diskussion.“ – Zusammenfassung der Kerninhalte nach Prof. Dr. Riccardo Polosa.

Urheber der Studie ist Prof. Dr. Riccardo Polosa, Direktor des Instituts für Innere Medizin und Klinische Immunologie an der Universität von Catania. Eine detaillierte Auswertung der Methodik ist im Fachmagazin Nature erschienen.

Zentrale Parameter der Untersuchung

  • Über einen Zeitraum von 3,5 Jahren wurden bei den Teilnehmern die Lungenfunktion und der Blutdruck dokumentiert.
  • Die Studie verzeichnete innerhalb des Beobachtungszeitraums keine signifikanten Veränderungen der gemessenen physiologischen Werte bei den Testpersonen.
  • Das Studiendesign umfasst eine Kontrollgruppe und konzentriert sich auf Probanden ohne vorherige Tabakhistorie.

Methodik und Versuchsaufbau

Ein methodischer Aspekt bisheriger Untersuchungen war die Abgrenzung von Vorbelastungen durch früheren Tabakkonsum. Um dieses Feld zu isolieren, wurden für diese Studie Personen ausgewählt, die zuvor nicht geraucht hatten. Die Untersuchungsgruppe bestand aus neun täglichen Nutzern von E-Zigaretten ohne Tabakhistorie und einer Referenzgruppe von zwölf Personen, die weder rauchen noch dampfen (mittleres Alter 29,7 Jahre). Bei der Erhebung gesundheitlicher Parameter ist die Trennung von Reaktionen auf Aerosol-Emissionen und Folgen einer früheren Rauchgeschichte ein zentraler Faktor für die Validität der Daten. Der Versuchsaufbau folgte wissenschaftlichen Standards zur Erhebung klinischer Biomarker.

Infografik Gateway Effekt

Infografik zu einer Online-Umfrage (Thema „Gateway Effekt“)

Die Teilnehmer wurden über 3,5 Jahre regelmäßig untersucht. Folgende Parameter standen im Fokus:

  • Lungenfunktion und respiratorische Symptome
  • Blutdruck und Herzfrequenz
  • Körpergewicht
  • Kohlenmonoxid (eCO) & Stickstoffmonoxid (eNO) in der Atemluft
  • HRCT (hochauflösende Computertomographie) der Lunge

Auf Basis der Untersuchungen über den Zeitraum von 3,5 Jahren wurden Daten zum täglichen Gebrauch erhoben. Im Rahmen der HRCT-Untersuchungen der Lunge sowie bei der Erfassung respiratorischer Symptome wurden bei den Studienteilnehmern keine pathologischen Befunde im Vergleich zur Kontrollgruppe dokumentiert. Während Langzeitfolgen über noch größere Zeiträume weiterhin Gegenstand der Forschung bleiben, liefert diese Studie Daten für die Anwendung bei jüngeren Nutzern ohne vorherigen Tabakkonsum.

Die Teilnehmer wurden unter anderem über Befragungen in Fachgeschäften identifiziert. Nutzer, die sowohl Tabak als auch E-Zigaretten konsumierten (Dual Use), wurden ausgeschlossen. Als „Nie-Raucher“ wurden gemäß Studiendefinition Personen eingestuft, die in ihrem Leben weniger als 100 Tabakzigaretten konsumiert hatten.

Kriterien für die Studienteilnahme:

  • Weniger als 100 Zigaretten in der Lebenshistorie.
  • Täglicher E-Zigaretten-Konsum seit mindestens drei Monaten.
  • Kontrollgruppe ohne Konsum von Tabak- oder E-Zigaretten.

Studienergebnisse im Detail

„In einer Gruppe von jungen Erwachsenen, die täglich E-Zigaretten nutzen und zuvor nie geraucht hatten, konnten über einen Zeitraum von ca. 3,5 Jahren keine Verminderungen des Lungenvolumens oder Veränderungen der Entzündungsmarker in der Atemluft festgestellt werden. Auch im CT-Scan zeigten sich keine Anzeichen für frühe Lungenschäden im Vergleich zur Kontrollgruppe. Veränderungen des Blutdrucks oder der Herzfrequenz wurden nicht gemessen.“ – Prof. Dr. Riccardo Polosa, et al., Health impact of E-cigarettes.

Die Studie dokumentiert den gesundheitlichen Zustand der Teilnehmer über 3,5 Jahre und vergleicht diesen mit einer Kontrollgruppe. Während der Laufzeit der Untersuchung wechselte keiner der E-Zigaretten-Nutzer zum Tabakkonsum. In der Kontrollgruppe begannen zwei Personen mit dem Rauchen von Tabakzigaretten.

Studienleitung

Prof. Dr. Riccardo Polosa

Prof. Dr. Riccardo Polosa

Prof. Dr. Riccardo Polosa ist Direktor des Instituts für Innere Medizin und Klinische Immunologie an der Universität von Catania. Er befasst sich seit Jahren mit der Analyse von Aerosolen. Neben der im Fachmagazin „Nature“ veröffentlichten Arbeit „Health Impact of E-Cigarettes“ hat er zahlreiche wissenschaftliche Beiträge im Bereich der Tabakforschung publiziert. In einem Interview erläutert Dr. Polosa die Einordnung der Ergebnisse, die Methodik der Untersuchung von Diacetyl-Konzentrationen sowie die Darstellung von E-Zigaretten in der wissenschaftlichen Berichterstattung.

 

 

Quellen: Nature Scientific Reports, University of Catania.

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