Informationen zur Reduzierung der sichtbaren Dampfentwicklung bei E-Zigaretten

Die Intensität der sichtbaren Dampfentwicklung bei E-Zigaretten variiert je nach technischem Setup und Nutzungsgewohnheiten. In der Öffentlichkeit kann eine ausgeprägte Dampfproduktion zu Rückfragen durch Dritte führen. Eine sachliche Auseinandersetzung mit der Funktion & den Bestandteilen der E-Zigarette ist im Alltag oft nur eingeschränkt möglich. Zudem kann die Nutzung von E-Zigaretten dazu dienen, den Aufenthalt in Bereichen mit Tabakrauch-Emissionen zu vermeiden, da Liquids eine andere stoffliche Zusammensetzung aufweisen.Technische Methode: Stealth-Dampfen.

Definition und technische Grundlagen

Diese Methode beschreibt eine Form der Nutzung, bei der die sichtbare Emission von Aerosolen minimiert wird. Ziel ist eine geringe Dampfentwicklung. Während einige Anwender E-Zigaretten mit hoher Dampfproduktion bevorzugen, gibt es technische Gründe oder soziale Kontexte, in denen eine diskrete Verwendung angestrebt wird. Hierbei geht es um die Anwendung technischer Parameter, um die Sichtbarkeit des Dampfes zu reduzieren.

Kontext der Aerosol-Reduktion

Die Anwendung dieser Techniken ist innerhalb der Dampfer-Community bekannt. Die Intention liegt primär in der Reduktion der Aufmerksamkeit im öffentlichen Raum. Dabei ist zu beachten, dass rechtliche Verbote oder Hausordnungen, wie beispielsweise in den Zügen der Deutschen Bahn, unabhängig von der Sichtbarkeit des Dampfes einzuhalten sind. Die Methode dient dazu, an Orten, an denen die Nutzung gestattet ist, weniger aufzufallen. In der öffentlichen Wahrnehmung existieren oft Unklarheiten bezüglich der Umgebungsemissionen. Es liegen verschiedene Studien zu E-Zigaretten vor, welche die Zusammensetzung des abgegebenen Aerosols untersuchen.

Technische Umsetzung der Dampfminimierung

Die Reduktion der sichtbaren Emissionen erfolgt durch die Abstimmung von Hardware, Liquid-Zusammensetzung und Inhalationstechnik.
1. Hardware für geringe Dampfentwicklung
Geräte im Sub-Ohm-Bereich sind bauartbedingt auf eine hohe Dampfproduktion ausgelegt. Zur Minimierung der Sichtbarkeit eignen sich Akkuträger mit geringerer Leistungsabgabe in Kombination mit Verdampfern, die für höhere Widerstände spezifiziert sind (z. B. Dual Coil oder Single Coil im MTL-Bereich).
2. Zusammensetzung der E-Liquids
E-Liquids basieren auf Propylenglykol (PG) und pflanzlichem Glycerin (VG). Das Mischungsverhältnis bestimmt die Dichte des Aerosols. Während ein hoher VG-Anteil für eine dichte Dampfentwicklung sorgt, begünstigt ein hoher PG-Anteil eine geringere Sichtbarkeit. PG dient zudem als Geschmacksträger und beeinflusst das Gefühl im Rachenraum beim Inhalieren. Bei der Nutzung von Geräten mit geringer Leistung kann die Anpassung der Nikotinkonzentration erforderlich sein, um die Sättigung beizubehalten.
3. Inhalationstechniken
Zwei technische Ansätze können die sichtbare Emission weiter verringern.
Verlängerte Inhalationsdauer
Durch das tiefe Einatmen und ein kurzes Halten des Aerosols in der Lunge setzt sich ein Teil der Partikel an den Schleimhäuten ab, wodurch beim Ausatmen weniger sichtbarer Dampf austritt. Zusätzliches Einatmen von Umgebungsluft nach dem Zug verdünnt das Aerosol weiter.
Zweistufige Inhalation
Hierbei wird das Aerosol zunächst in die Lunge inhaliert und anschließend ein Luftausgleich durch die Nase vorgenommen, was die Dichte des beim Ausatmen sichtbaren Dampfes reduziert.

Rechtliche und soziale Rahmenbedingungen

Die Reduktion der Dampfentwicklung entbindet den Nutzer nicht von der Einhaltung geltender Regeln. Die Nutzung von E-Zigaretten am Arbeitsplatz oder in Gastronomiebetrieben unterliegt den jeweiligen gesetzlichen Bestimmungen und dem Hausrecht. Verstöße können arbeitsrechtliche Konsequenzen oder Hausverbote nach sich ziehen. In sensiblen Bereichen wie Flugzeugen ist die Nutzung streng untersagt. Die beschriebenen Techniken sollten daher nur dort angewendet werden, wo der Gebrauch von E-Zigaretten grundsätzlich gestattet ist.

Bildnachweise
Titelbild: Fotolia #168496711 | Urheber: stokkete

InnoCigs startet erfolgreiche Außenwerbung

Die Eigenmarken von InnoCigs sind auf dem deutschen Markt vertreten. Das Angebot umfasst für den deutschen Markt angepasste Bedienungsanleitungen sowie eine erweiterte Garantie. Für Rückfragen steht ein Support-Service zur Verfügung. Durch die Beibehaltung der ursprünglichen Produktbezeichnungen wird die Kontinuität des Sortiments mit den Serviceleistungen für Kunden in Deutschland kombiniert.

InnoCigs weitet seine Markenpräsenz im öffentlichen Raum aus. An verschiedenen Standorten in Deutschland wird über wechselnde Informationsmotive auf das Unternehmen und ausgewählte Modelle aus dem Sortiment, wie die Presence, hingewiesen. Ziel der Maßnahmen ist die Steigerung der Markenbekanntheit von InnoCigs im Fachhandel.

 

Präsenz an hochfrequentierten Standorten

InnoCigs nutzt im Rahmen seiner Markenkommunikation verschiedene Werbeflächen an Verkehrsknotenpunkten und in zentralen Lagen deutscher Großstädte. Unter anderem sind Informationsmotive an Standorten in Hamburg, Berlin, München und Köln präsent. Diese Maßnahmen dienen dazu, die Präsenz der Marke InnoCigs im öffentlichen Raum zu dokumentieren und die Bekanntheit des Unternehmensstandorts Deutschland zu unterstreichen.

Die Informationspräsenz an den ausgewählten Standorten zeichnet sich durch eine sachliche Gestaltung aus. Die Motive sind an 15 Standorten in den Städten Hamburg, Berlin, München und Köln auf Mega-Lights sowie Roadside Screens platziert. Durch diese Maßnahmen wird die Marke InnoCigs im öffentlichen Raum abgebildet und erreicht eine kontinuierliche Sichtbarkeit an hochfrequentierten Verkehrsknotenpunkten. Eine Fortführung der Maßnahmen zur Markenpräsenz ist für die kommenden Intervalle vorgesehen.

Mundstück der E-Zigarette läuft beim Dampfen heiß

Gerade bei der ersten Nutzung einer E-Zigarette können Anwendungsfehler auftreten, welche die Funktion des Gerätes beeinträchtigen. Die häufigsten Anwendungsfehler & Probleme mit E-Zigaretten haben wir bereits in einem anderen Beitrag thematisiert und technische Erklärungen geliefert. Heute behandeln wir die Frage: Woran liegt es, wenn das Mundstück und / oder die E-Zigarette beim Gebrauch eine hohe Temperatur entwickeln? Wir gehen den technischen Ursachen auf den Grund und liefern Informationen, um eine starke Erwärmung des Mundstücks zukünftig zu vermeiden. Neben vereinzelt auftretendem Husten & Kratzen im Hals ist die Erwärmung des Gerätes ein Umstand, der bei bestimmter Anwendung auftreten kann. Diese technischen Probleme lassen sich meist durch Anpassung der Nutzung beheben. Es ist wichtig, die Informationen zum sachgerechten Gebrauch zu kennen. Beispielsweise kann die Verwendung eines längeren Drip Tips oder die Erhöhung der Luftzufuhr an der E-Zigarette die Betriebstemperatur beeinflussen.

5 Gründe für die Wärmeentwicklung an Mundstück und E-Zigarette

Um die Gründe für technische Probleme zu verstehen, ist ein Blick auf die Funktion & den Aufbau der E-Zigarette hilfreich. Meist liegt eine der folgenden 5 Ursachen vor. Oft steht die Hardware im Fokus, wobei der Verdampfer eine zentrale Rolle spielt. Auch das Material des Drip Tips (Mundstück) beeinflusst, wie die entstehende Wärme an den Anwender weitergegeben wird. Materialien unterscheiden sich in ihrer Wärmeleitfähigkeit.

1. Der beanspruchte Verdampfer

Ist ein Verdampferkopf bereits über einen längeren Zeitraum in Gebrauch, kann dies zu einer stärkeren Erwärmung führen. Die Coils werden primär durch die Zugluft gekühlt. Ist der Luftstrom reduziert, steigt die Temperatur an den Coils und im Dampf. Die Wärme überträgt sich dann auf das Mundstück und das Gehäuse. Um zu prüfen, ob die Luftzufuhr ursächlich ist, sollte die Airflow Control vollständig geöffnet werden. Ein längeres Mundstück oder ein Modell mit zusätzlicher Nebenluftzufuhr kann den Dampf zusätzlich kühlen. Ein weiteres Thema sind Rückstände. Im Laufe der Zeit können sich Rückstände von E-Liquids an der Watte und der Wicklung des Atomizers ablagern. Diese Ablagerungen können den Liquidfluss hemmen. Dies führt oft zu einer verringerten Dampfmenge, was Nutzer manchmal fälschlicherweise durch eine Erhöhung der Leistungsabgabe am Akku auszugleichen versuchen.

2. Beeinträchtigung des Liquidflusses

Wenn der Liquidfluss abnimmt, wird die durch die Coils erzeugte Energie nicht mehr ausreichend an das Liquid abgegeben, sondern verstärkt an das Gehäuse und das Mundstück übertragen. Die thermische Leitfähigkeit der Komponenten bestimmt dann, wie stark diese Wärme wahrgenommen wird. Ein Head mit verringertem Durchfluss erfordert zudem oft eine höhere Zugintensität, um Dampf zu erzeugen. In diesem Fall ist der Wechsel des Heads oder die Reinigung des Verdampfers die technische Lösung. Wir empfehlen, nach dem Durchlauf von etwa 15-20 Millilitern Liquid oder nach einem Zeitraum von 2-3 Wochen den Verdampferkopf zu ersetzen. Verdampferköpfe sind Verschleißteile. Die Heizspulen sollten für eine konstante Funktion regelmäßig ausgetauscht werden. Je nach Modell und Nutzungsintensität variiert dieser Intervall zwischen einer und mehreren Wochen.

3. Das Material des Mundstücks

Die Materialbeschaffenheit des Drip Tips beeinflusst die Wärmeübertragung. Edelstahl-Mundstücke leiten Wärme effizient weiter. Um die Wärmeübertragung auf die Lippen zu reduzieren, können Materialien mit geringerer Wärmeleitfähigkeit genutzt werden:

  • Keramik
  • Kunststoff
  • Teflon

Bei der Verwendung von Edelstahl können Isolatoren zwischen Mundstück und Verdampfer eingesetzt werden, um die thermische Übertragung zu unterbrechen. Zudem existieren Mundstücke mit integrierten Kühllamellen. Auch der elektrische Widerstand ist ein Faktor; beim Subohm-Dampfen entstehen aufgrund niedriger Widerstände und höherer Leistungen grundsätzlich höhere Temperaturen.

4. Die Umgebungstemperatur

Hohe Außentemperaturen, insbesondere über 30 Grad im Sommer, beeinflussen die Betriebstemperatur der E-Zigarette. Damit das System die Wärme effektiv abführen kann, ist eine ausreichende Temperaturdifferenz zur Umgebung nötig. Bei starker Sonneneinstrahlung sollte das Gerät im Schatten gelagert werden, um eine Abkühlung zu ermöglichen.

5. Zugtechnik & Einstellungen

Während bei einer Einweg E-Zigarette die Parameter fest vorgegeben sind, erlauben modifizierbare Geräte individuelle Einstellungen. Die Zugtechnik und die damit verbundene Luftzufuhr sind elementar für die Kühlung. Bei der Verwendung von regelbaren Akkus beeinflusst die gewählte Wattzahl direkt die Hitzeentwicklung an den Coils. Eine zu weit geschlossene Airflow kann zu einem Wärmestau führen. In diesem Fall sollte der Airflow-Kanal weiter geöffnet oder die Zugintensität erhöht werden. Auch der Zustand des Akkus ist relevant. Informationen zu Sicherheitsaspekten finden Sie in unserem Artikel über E-Zigaretten Akkus. Grundsätzlich gilt: Nur für die Anwendung geeignete Akkus verwenden, die für die entsprechenden Stromstärken ausgelegt sind. Bei starker Erwärmung oder nachlassender Kapazität sollte der Akku ersetzt werden, da diese Komponenten eine begrenzte Lebensdauer haben.Die gewählte Leistung sollte innerhalb der Spezifikationen des Verdampferkopfes liegen. Wir empfehlen, die auf dem Coil angegebene Wattzahl zu beachten. Falls das Gerät eine zu hohe Temperatur entwickelt, kann eine Reduzierung der Wattzahl Abhilfe schaffen. Alternativ können Verdampferköpfe gewählt werden, die für höhere Leistungsbereiche konstruiert sind.„`

**Nächster Schritt:** Möchten Sie, dass ich auch die zugehörigen Meta-Titles und Descriptions für diesen Blogbeitrag unter Berücksichtigung der Werbeverbote überarbeite?

Die E-Zigarette in der Politik – was sagen die Parteien 2017?

Die Bundestagswahl ist nun einige Wochen her, doch eine neue Regierung ist nach wie vor nicht in Sicht. Auch wenn derzeit andere Themen im Fokus stehen, befasst sich InnoCigs als Großhändler mit der Frage, welche Rahmenbedingungen die nächste Legislaturperiode für die Nutzer von E-Zigaretten und die Dampfer-Community mit sich bringen könnte. Grundlage unserer Betrachtung sind aktuelle Veröffentlichungen und Dokumente wie der Suchtbericht der Bundesregierung 2017. Im Fokus der Analyse stehen die Wahlprogramme der potenziellen Jamaika-Koalition aus CDU / CSU, Bündnis 90/Die Grünen und der FDP sowie deren Forderungen zur Regulierung der E-Zigarette.

Die E-Zigarette in den Wahlprogrammen

Die politischen Einschätzungen zur E-Zigarette bleiben heterogen. In Fachkreisen und Institutionen, wie dem Deutschen Krebsforschungszentrum, finden fachliche Debatten statt. So wurde Frau Dr. Mons in der Süddeutschen Zeitung bezüglich der Nutzung von E-Zigaretten für Personen mit langjährigem Tabakkonsum zitiert.

„Zumindest für stark abhängige Raucher ist es daher ratsam auf Dampfgeräte umzusteigen, um Gesundheitsschäden zu reduzieren.“ – Dr. Ute Mons, Süddeutsche Zeitung, 31.07.17

Obwohl Studien zur E-Zigarette unterschiedliche Daten zur Schadstoffbelastung im Vergleich zur Tabakzigarette liefern, steht die Produktkategorie unter ständiger Beobachtung durch Kritiker und Institutionen. Ein zentraler Punkt der politischen Debatte ist das Konzept der „Harm Reduction“ und die Frage, inwieweit die E-Zigarette eine Rolle in der Tabakprävention spielen kann. Zuletzt thematisierte auch die Deutsche Ärzteschaft einen möglichen Richtungswechsel bei der Tabakprävention.

CDU / CSU

Im Wahlprogramm 2017 äußert sich die CDU nicht explizit zur E-Zigarette. Einschätzungen lassen sich jedoch aus Statements von Fachpolitikern ableiten, etwa im Kontext der TPD2. Carsten Müller (CDU) verwies auf Beobachtungen, nach denen Personen über E-Zigaretten den Umstieg von Tabakprodukten vollzogen haben. Ähnliche Tendenzen zeigten sich in Kommentaren zum Suchtbericht 2017:

„E-Zigaretten sind im Vergleich zu Tabak-Zigaretten deutlich weniger schädlich.“ – Suchtbericht der Bundesregierung 2017

Die Union legt den Schwerpunkt auf den Jugendschutz und die Verhinderung des Einstiegs in den Nikotinkonsum. Dabei wird betont, dass die E-Zigarette sachlich zu betrachten ist und eine Nutzung durch Nichtraucher vermieden werden sollte. Die Umsetzung der Tabakproduktrichtlinie (TPD2) wird hierbei als wichtiges Instrument zur Regulierung von Werbung und zum Schutz Minderjähriger gewertet. Müller verweist zudem auf Studien des Bundesinstitutes für Risikobewertung bezüglich potenzieller Belastungen durch Aerosole.

Fazit: Die CDU / CSU agiert abwartend und legt den Fokus primär auf die Prävention bei Jugendlichen, wobei Daten des „Zentrums für Interdisziplinäre Suchtforschung“ (ZIS) auf eine hohe Quote von Ex-Rauchern unter den Nutzern hinweisen.

SPD

Die SPD vertritt eine restriktive Position, insbesondere im Hinblick auf den Jugendschutz. Fachpolitiker wie Dr. Carola Reimann betonen die Notwendigkeit weiterer Langzeitstudien, um die Auswirkungen des dauerhaften Konsums abschließend bewerten zu können. Im Wahlprogramm findet die E-Zigarette keine direkte Erwähnung. Die Partei sieht in der E-Zigarette zwar einen potenziellen Bestandteil der Tabakprävention, fordert jedoch eine starke Regulierung der Aromastoffe und eine umfassende Aufklärung über mögliche Risiken.

FDP

Die FDP positioniert sich gegen staatliche Regulierungen, die über EU-Vorgaben hinausgehen. Nach Ansicht der Liberalen sollte die Entscheidungsfreiheit der erwachsenen Bürger im Vordergrund stehen. Der Liberale Mittelstand betont zudem die wirtschaftliche Bedeutung der wachsenden Branche und warnt vor unnötigen Hürden für Marktteilnehmer.

Kritik übt die FDP am Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), da dieses die Unterschiede zwischen Tabak- und E-Zigaretten nicht ausreichend berücksichtige. Die Partei lehnt Verbote von Inhaltsstoffen wie Menthol in Liquids sowie eine Gleichbehandlung von nikotinhaltigen und nikotinfreien Produkten bei Verpackungsgrößen ab. Auch eine Besteuerung analog zur Tabaksteuer wird kritisch gesehen.

Bündnis 90/Die Grünen

Die Grünen fokussieren sich auf den Gesundheits- und Jugendschutz. In Bundestagsdebatten forderte Dr. Harald Terpe bereits frühzeitig die Einbeziehung von E-Zigaretten in das Verkaufsverbot an Minderjährige. Die Partei befürwortet eine verstärkte Forschung zu potenziellen Langzeitfolgen. Ein allgemeines Verbot der E-Zigarette wird im Wahlprogramm jedoch abgelehnt.

Die Linke

Die Linke thematisiert die E-Zigarette im Kontext von Genussmittelregulierung und Besteuerung. In der Vergangenheit gab es Diskussionen über die Einordnung als Arzneimittel oder Medizinprodukt, wobei rechtliche Einschätzungen ergaben, dass E-Zigaretten und Liquids nicht als solche einzustufen sind, sofern sie keinen therapeutischen Zweck verfolgen. Fachpolitiker der Partei wie Gregor Gysi betrachten die E-Zigarette als eine Option für Personen, die ihren Nikotinverbrauch reduzieren möchten, fordern jedoch eine sachgemäße Besteuerung.

Funktionsweise und Anforderungen verschiedener Inhalationsarten bei E-Zigaretten

Untersuchungen, wie beispielsweise ein Artikel des Ärzteblatts, thematisieren die Rolle von E-Zigaretten im Kontext der Tabakprävention. In diesem Zusammenhang wird von Teilen der Ärzteschaft ein Richtungswechsel in der Präventionspolitik gefordert. Fachpublikationen und Studien zu E-Zigaretten befassen sich mit der Nutzung elektrischer Vaporisatoren als Alternative zu Tabakprodukten. Voraussetzung für die technische Verwendung sind Kenntnisse über die Funktionsweise sowie die verschiedenen Zugtechniken, da sich diese von der Handhabung herkömmlicher Tabakzigaretten unterscheiden. Die Berücksichtigung technischer Parameter und die Vermeidung häufiger Anwendungsfehler sind für den bestimmungsgemäßen Betrieb relevant. Im Folgenden werden die technischen Merkmale der Inhalationsverfahren bei E-Zigaretten und Tabakzigaretten erläutert.

 

Technische Merkmale der Inhalationsverfahren

Elektrische Zigaretten unterscheiden sich technisch grundlegend von Tabakzigaretten, da kein Verbrennungsprozess stattfindet, sondern ein Verdampfungsprozess erfolgt. Während bei der Verbrennung von Tabak eine Vielzahl von Schadstoffen entsteht, basiert die Funktion der E-Zigarette auf der Erhitzung von Flüssigkeiten. Details zu Funktion & Aufbau der E-Zigarette zeigen die Unterschiede in der Wirkungsweise auf. Auch bei der Auswahl der Aromen bestehen Differenzen: Während Tabakzigaretten geschmacklich limitiert sind, steht bei der Verwendung von Liquids eine Vielzahl an Varianten zur Verfügung. Wissenschaftliche Auseinandersetzungen, etwa zum Inhaltsstoff Diacetyl, sind Bestandteil der Sicherheitsbewertungen von Inhaltsstoffen.

Die Wahrnehmung von Aromen erfolgt primär über das Riechepithel in der Nasenhöhle. Während bei herkömmlichen Zigaretten die Inhalation und Exhalation meist über den Mund erfolgt, ist bei der Verwendung von E-Zigaretten die Passage des Dampfes durch die Nasenwege für die differenzierte Wahrnehmung der Aromakomponenten relevant.

Ein wesentlicher Unterschied liegt in der Aufnahme von Nikotin. Bei Tabakzigaretten liegt Nikotin in einer Form vor, die eine schnelle Aufnahme durch den Organismus ermöglicht. In Liquids ist das Nikotin gelöst und wird über den beim Erhitzen entstehenden Dampf transportiert. Die Aufnahme über die Lunge erfolgt zeitverzögert, weshalb die Zugfrequenz bei E-Zigaretten im Vergleich zur Tabakzigarette oft langsamer und kontinuierlicher gestaltet wird.

 

Technische Auswirkungen der Zugfrequenz

Die zeitverzögerte Nikotinaufnahme ist ein technisches Merkmal von E-Zigaretten. Während bei Tabakzigaretten oft kurze, kräftige Züge erfolgen, erfordern E-Zigaretten eine gleichmäßige Inhalation. Eine zu hohe Zugintensität oder eine falsche Technik können zu mechanischen Beeinträchtigungen oder physischen Reaktionen führen:

  • Trockenheitsgefühl im Mundraum
  • Kopfschmerzen
  • Leichte Übelkeit

Ein Trockenheitsgefühl im Mundraum kann durch hygroskopische Eigenschaften bestimmter Inhaltsstoffe in Liquids begünstigt werden. Dieser Effekt kann durch eine moderate und gleichmäßige Zugfrequenz sowie eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr minimiert werden. Symptome wie Kopfschmerzen oder Übelkeit können bei einer zu hohen Nikotinzufuhr auftreten, wenn die Inhalationsdauer nicht an die verzögerte Wirkung angepasst wird.

 

Varianten der Inhalationstechniken

Die Inhalationstechniken bei E-Zigaretten werden primär in zwei Kategorien unterteilt: Backendampfen (MTL) und Lungendampfen (DL). Eine weitere Variante ist das Sub-Ohm-Dampfen, welches für die Produktion größerer Dampfmengen ausgelegt ist. Die Wahl der Technik beeinflusst die Wahrnehmung der Aromen sowie die Menge des inhalierten Dampfes.

 

Backendampfen – MTL (Mouth-to-Lung)

Beim Backendampfen wird der Dampf zunächst im Mundraum gesammelt und anschließend in die Lunge inhaliert. Dieser Vorgang ermöglicht eine Verteilung des Dampfes in der Nasenhöhle zur sensorischen Erfassung der Aromen. Diese Technik erfordert einen höheren Zugwiderstand, der über die Airflow-Control des Verdampfers reguliert wird. Für dieses Verfahren sind E-Zigaretten mit entsprechendem Widerstand geeignet.
 
Merkmale des Backendampfens:

  • Fokus auf sensorische Aromenwahrnehmung
  • Betrieb meist im Widerstandsbereich zwischen 0,6 und 2,0 Ohm
  • Geringere Dampfmenge pro Zug

 

Lungendampfen – DL (Direct-to-Lung)

Beim Lungendampfen wird der Dampf direkt in die Lunge inhaliert. Dieses Verfahren wird häufig bei Geräten angewendet, die für eine hohe Dampfproduktion ausgelegt sind. Da der Dampf den Mund- und Nasenraum schneller passiert, ist die sensorische Wahrnehmung der Aromen im Vergleich zum MTL-Verfahren oft verändert. Zur Kompensation wird häufig eine größere Dampfmenge inhaliert. Ein geringer Zugwiderstand ist hierbei technisch erforderlich, was über eine weit geöffnete Airflow-Control erreicht wird. Das DL-Verfahren ist die Basis für den Betrieb im Sub-Ohm-Bereich (Widerstände ≤ 1,0 Ohm).
 
Merkmale des Lungendampfens:

  • Höhere Dampfproduktion und -dichte
  • Direkte Inhalation
  • Geringer technischer Zugwiderstand

 

Technische Hinweise zur Handhabung

  1. Steuerung der Energieabgabe: Es wird empfohlen, den Feuerknopf kurz vor Beendigung des Inhalationsvorgangs loszulassen. Dies verhindert das Verbleiben von Restdampf im Gehäuse, welcher kondensieren und zu Undichtigkeiten führen könnte.
  2. Vorbereitung der Verdampfereinheit: Ein kurzes Betätigen des Feuerknopfes vor der Inhalation ermöglicht ein gleichmäßiges Erhitzen der Wicklung (Coil), was die Konsistenz der Dampfproduktion unterstützt.
  3. Inhalationsgeschwindigkeit: Eine gleichmäßige und langsame Inhalation wird für den Betrieb elektrischer Vaporisatoren empfohlen. Das Backendampfen (MTL) gilt technisch als das Verfahren, das für den Übergang von Tabakprodukten häufig genutzt wird.
  4. Exhalation: Die Exhalation durch Mund und Nase unterstützt die sensorische Erfassung der im Liquid enthaltenen Aromen.

Galileo berichtet über BMJ-Studie zum Thema E-Zigaretten

Elektrische Zigarette mit Dampfentwicklung

Nachdem die Bundesregierung ihre Informationen zum Thema Harm Reduction aktualisiert hat und auch die Deutsche Ärzteschaft eine Neuausrichtung der Tabakprävention thematisiert, berichtet das Wissensmagazin Galileo über eine Studie des BMJ (früher: British Medical Journal). Das BMJ ist eines der etablierten Fachjournale für medizinische Forschung und wurde bereits vor 170 Jahren gegründet. Inhalt der Untersuchung: Die Studie modelliert für die USA statistische Szenarien über die Veränderung der Sterblichkeitsrate, wenn die herkömmliche Tabakzigarette durch die E-Zigarette ersetzt wird. Verschiedene Medienformate haben das Thema aufgegriffen, während wir die zugrunde liegenden Daten der Studie analysiert haben. Weitere Informationen zu wissenschaftlichen Untersuchungen finden Sie in unserem Bereich Studien zur E-Zigarette.

Die Tobacco Control Studie

Die BMJ Studie zur E-Zigarette untersucht die These, welche Auswirkungen eine Förderung der Elektro-Zigarette als Alternative zur Tabakzigarette auf die öffentliche Gesundheit haben könnte. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse im Fachblatt Tobacco Control. Die Forscher berechneten für den Zeitraum bis zum Jahr 2100 für die USA eine mögliche Reduktion tabakbedingter Todesfälle um bis zu 6,6 Millionen, sofern Raucher die Tabakzigarette durch die E-Zigarette substituieren würden.

Die Hypothesen der US-amerikanischen und australischen Forscher basieren auf zwei zentralen Szenarien. Selbst im konservativeren Modell der zweiten These wird für die USA ein Rückgang der Sterblichkeitsrate um 1,6 Millionen Fälle prognostiziert.

  • Szenario 1: Geht von einer signifikanten Risikoreduktion der E-Zigarette gegenüber herkömmlichen Tabakprodukten aus. Eine entsprechende Infografik zum Risikopotenzial von E-Zigaretten haben wir bereits früher veröffentlicht. Dieser Modellrechnung liegt die Annahme zugrunde, dass ein Großteil der Konsumenten innerhalb des nächsten Jahrzehnts auf Tabakzigaretten verzichtet.
  • Szenario 2: Berechnet die Entwicklung unter der Annahme eines höheren verbleibenden Restrisikos. Doch auch in dieser Prognose kommen die Wissenschaftler des BMJ zu dem Ergebnis, dass im betrachteten Zeitraum bis 2100 eine statistisch relevante Anzahl an Todesfällen infolge des Rauchens vermieden werden könnte.

In der Studie wird darauf hingewiesen, dass diese Daten nicht auf Tabakerhitzer-Systeme übertragen wurden, bei denen Tabak lediglich erhitzt, aber nicht verbrannt wird. Hier unterscheidet sich der physikalische Prozess sowie das Rückstandsverhalten von der Funktionsweise einer E-Zigarette.

Beteiligte Wissenschaftler & Methodik der Studie

An der BMJ-Studie über E-Zigaretten arbeitete ein Team unter der Leitung von David Theodore Levy, Professor für Epidemiologie an der Georgetown University. Beteiligt waren zudem das Lombardi Comprehensive Cancer Center sowie Krebsexperten und Juristen verschiedener Institute in New York, Michigan, Connecticut und Melbourne.

Methodik der Untersuchung:

„Unsere Analyse zeigt, dass ein hypothetischer Ersatz von Zigaretten durch E-Zigaretten ein Potenzial mit sich bringt, vorzeitige Sterbefälle durch das Rauchen zu verhindern.“
Potential deaths averted in USA by replacing cigarettes with e-cigarettes, 02.10.2017, Georgetown University Medical Center

Prof. Dr. David T. Levy (Foto: Georgetown University)

Die Studie nutzte Datenanalysen und statistische Computersimulationen, um die Auswirkungen eines Umstiegs auf E-Zigaretten über einen Zeitraum von durchschnittlich 10 Jahren zu berechnen. Dabei wurden zwei unterschiedliche Risikoprofile für E-Zigaretten sowie verschiedene Quoten für den Verbleib in der Tabakabhängigkeit berücksichtigt.

 
 
 
 
 

„Zusätzlich entstehen riesige, gesundheitliche Vorteile, wie etwa weniger Behinderungen, Schmerzen und Leid, ebenso wie weniger Schäden durch Passivrauchen.
Prof. David T. Levy, Georgetown University

Im ersten Szenario kalkulieren die Forscher mit einer Reduktion von bis zu 6,6 Millionen vorzeitigen Todesfällen in den USA, was rechnerisch ca. 86,7 Millionen Lebensjahren entspricht. Im zweiten, defensiveren Szenario wird von 1,6 Millionen Fällen ausgegangen. Derzeit liegen zu diesen Studienergebnissen keine offiziellen Stellungnahmen der WHO oder des DKFZ vor.

Die Untersuchung wurde von verschiedenen US-Behörden unterstützt und ist öffentlich zugänglich. Hier finden Sie den Zugang direkt zur BMJ Studie (EN). Ein beteiligter Forscher legte offen, in der Vergangenheit Beratertätigkeiten für Pharmaunternehmen ausgeübt zu haben, die Nikotinersatzprodukte herstellen.

 

Auswahl an weiteren Artikeln zur BMJ Studie

Spiegel.de: https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/e-zigaretten-mehr-lebenszeit-durch-umstiegauf-dampfrauchen-a-1171053.html

Ärzteblatt.de: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/81769/Studie-E-Zigarette-und-statistische-Todesfallzahlen

Heilpraxis.net: https://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/untersuchung-zur-e-zigarettennutzung-20171012389876

Typische Anwendungsfehler vermeiden

Anwendungsfehler E-Zigarette

Vielleicht kennen Sie das; die E-Zigarette wurde gerade ausgepackt, der Tank mit Liquid gefüllt, doch plötzlich stimmt irgendwas nicht. Das können mehrere Dinge sein, die meistens auf Anwendungsfehler zurückzuführen sind, aber eben nicht immer. Wir haben für Sie  die 10 häufigsten E-Zigaretten Probleme & Fehler beim Dampfen gesammelt, um Ihnen eine Hilfestellung zu geben. Von der E-Zigarette, die beim Ziehen knistert oder gurgelnde Geräusche macht, bis hin zum ausbleibendem Nikotin-Flash beleuchten wir typische Anwendungsfehler, die bei unerfahrenen Dampfern häufig auftreten können. Das bezieht sich nicht nur auf technische Fehler, sondern auch auf körperliche Symptome, die beim falschen Gebrauch der Elektro Zigarette durchaus auftreten können.

Die häufigsten Anwendungsfehler:

  1. Kein ausreichender Throat Hit
  2. Kein ausreichender Nikotin Flash
  3. E-Zigarette dampft zu wenig
  4. Das Liquid läuft aus
  5. Liquid & E-Zigarette schmecken verbrannt
  6. Die E-Zigarette knistert beim Ziehen
  7. Gurgelnde & gluckernde Geräusche des Verdampfers
  8. Liquid schmeckt nach nichts
  9. Der Akku funktioniert nicht
  10. Halsschmerzen nach dem Dampfen

Weitere Themen und Fragen zur E-Zigarette

 

Die häufigsten körperlichen Symptome durch Fehler beim Dampfen

Wenn Sie einige dieser Symptome beim Dampfen verspüren, so hat das vermutlich nichts mit der E-Zigarette oder dem Liquid zu tun, sondern mit Ihren körperlichen Voraussetzungen, oder mit der Zugtechnik. In diesen Fällen hilft Ihnen dieser Artikel nur bedingt weiter:

 

Typische Anwendungsfehler bei der E-Zigarette

Betrachten wir zunächst typische Anwendungsfehler, die überwiegend auf technische Probleme die bei einer Elektro Zigarette zurückgeführt werden können. Wenn Sie hier nicht fündig werden, dann empfehlen wir zusätzlich unseren erweiterten FAQ Bereich für E-Zigaretten. Dort finden Sie auch Fragen zum Shop und speziell zu den InnoCigs Produkten, die Sie dort direkt online bestellen können. Außerdem gibt’s viele weitere Fragen zu E-Zigaretten & Liquids, die nicht direkt etwas mit Fehlern oder Problemen zu tun haben, beispielsweise zur richtigen Entsorgung von E-Zigaretten & Liquids. Doch nun zurück zu den klassischen Problemen mit Elektro Zigaretten.

 

1. Kein ausreichender Throat Hit / Kratzgefühl

Zurück zur Übersicht

Da die E-Zigarette häufig als Alternative zur herkömmlichen Zigarette fungiert, erwarten die meisten ehemaligen Raucher auch ein ähnliches Kratzgefühl im Hals, wie bei der Tabakzigarette; den sog. „Throat Hit“. Der Throat Hit der E-Zigarette ist nicht immer mit dem Kratzen in der Kehle und Lunge vergleichbar, das entsteht, wenn wir an der normalen Zigarette ziehen. Bleibt dieser Effekt bei der elektrischen Zigarette aus, kann das für den Dampfer enttäuschend sein. Natürlich unterscheidet sich der Throat Hit der E-Zigarette vom typischen Druck auf Lunge und Kehle, den das Inhalieren des Rauches einer Tabakzigarette auslöst, da eben keine Verbrennung stattfindet und kein Rauch, sondern Dampf, entsteht. Und auch das Nikotin in E-Liquids wirkt anders als das Nikotin im Tabak. Ein Anwendungsfehler kann deshalb auch schlichtweg die Wahl des falschen Liquids bzw. PG/VG Verhältnisses sein.

Außerdem wird Nikotin, welches beim Dampfen aufgenommen wird, sehr viel langsamer im Körper freigesetzt, als das Nikotin, welches beim Rauchen inhaliert wird. Man sollte sich zunächst einmal vergegenwärtigen, dass Rauchen und Dampfen zwei verschiedene Dinge sind, bevor man dem typischen Throat Hit nachtrauert. Beim Rauchen findet eine Verbrennung statt und man atmet unzählige gesundheitsschädliche Verbrennungsstoffe neben dem Nikotin ein, während man beim Dampfen logischerweise Dampf einatmet, der nur einen Bruchteil der Stoffe enthält, sich aber auch anders anfühlt. Die Entscheidung liegt hier erstmal bei Ihnen selbst, was Ihnen wichtiger ist. Erst kürzlich stellten verschiedene Forscher übrigens fest, dass nicht das Nikotin das größte Problem ist, sondern die Abfallprodukte sind es, die bei der Verbrennung einer Zigarette entstehen. So sprach sich vor kurzem auch die alte Bundesregierung für Harm Reduction aus, repräsentiert durch Frau Mortler. Außerdem gibt es einige Kniffe, dank derer Sie schon bald kaum noch einen Unterschied zwischen Dampfen und Rauchen wahrnehmen  werden. Denn der Throat Hit kann mit einer E-Zigarette imitiert und intensiviert werden, wenn man Anwendungsfehler vermeidet. 

Das Liquid

Liquids halten durch das PG / VG Verhältnis die Balance zwischen Throat Hit und Dampfentwicklung, denn beides ist Dampfern wichtig. Propylenglykol (PG) sorgt für mehr Kratzen im Hals, während pflanzliches Glycerin (VG) mehr Dampf erzeugt, weshalb man beim Sub Ohm Dampfen auch einen höheren VG-Anteil in den verwendeten Liquids empfiehlt. Wenn der Throat Hit also zu schwach ist, dann nutzen sie ein Liquid mit mehr PG, ist er zu stark, dann achten sie auf einen höheren VG-Anteil.

Weitere Tipps für den Throat Hit:

  • Tipp 1: einen leistungsstärkeren Akku oder Verdampfer verwenden, der regelbar ist, sodass Sie die Spannung erhöhen können
  • Tipp 2: Verdampfer überfüllt / Ablagerungen auf der Heizspule? Überflutete Verdampfer führen auch zum gurgelnden Geräusch der E-Zigarette
  • Tipp 3: Liquids mit einem höheren PG-Anteil erhöhen den Throat Hit
  • Tipp 4: Verwenden Sie lieber nachfüllbare E-Zigaretten als Einweg E-Zigaretten
  • Tipp 5: Ab 35-45% PG erhöht sich der gefühlte Druck auf die Lunge (Throat Hit)
  • Tipp 6: Menthol-Liquids wirken grundsätzlich stärker auf Lunge und Rachen als normale Liquids
  • Tipp 7: Testen Sie einmal eine Dual Coil Wicklung, falls Sie das noch nicht getan haben

 

2. Kein ausreichender Nikotin-Hit / Flash

Zurück zur Übersicht

Das Nikotin einer echten Tabakzigarette wird viel schneller im Körper freigesetzt als beim Dampfen, was auch ein Grund für die wissenschaftliche These ist, dass E-Zigaretten weniger abhängig machen. Doch dieser Umstand kann auch dazu führen, dass man am Anfang das Gefühl hat, das Liquid wäre zu schwach und der Nikotin-Flash bleibe aus. Sollte der Anwendungsfehler im zu niedrigen Nikotingehalt liegen, so ist die Lösung sehr einfach: entweder kauft man sich ein anderes Liquid, mit höherem Nikotin Gehalt (Liquids werden übrigens in der Regel in den Abstufungen 3, 6, 12, 16 & 18 Milligramm Nikotin pro Milliliter angeboten), damit man dem Effekt der Tabakzigarette näher kommt, oder man entscheidet sich für einen stärkeren Verdampfer, dessen Spannung man mit variabler Volt-Zahl regeln kann (Tipp: Regelbare & unregelbare Akkus). So erhöhen Sie den Nikotinschub ebenfalls, falls der zu schwache Verdampfer der Grund für den ausbleibenden „Flash“ sein sollte. Doch greifen Sie nicht sofort zum höheren Nikotingehalt, sondern überprüfen Sie zunächst andere potenzielle Fehlerquellen. Nach der anfänglich empfundenen Nikotin-Unterversorgung werden Sie wahrscheinlich, so wie fast alle ehemaligen Raucher, den Nikotingehalt automatisch reduzieren. Doch zunächst geben wir Ihnen ein paar Tipps für den intensiveren Nikotin-Flash an die Hand.

Anwendungsfehler sind ein häufiger Grund für einen ausbleibenden Nikotin-Flash. Wenn Sie Neuling in Sachen E-Zigaretten sind, dann ist es möglich, dass Sie beim Dampfen Ihrer E-Zigarette typische Anwendungsfehler machen. Die meisten Raucher von Tabakzigaretten nehmen kurze Züge, direkt in die Lunge. Dampfer sollten lieber lange Züge nehmen und erst nach dem Zug in die Lunge zu inhalieren. Einige Forscher behaupten, dass das Nikotin von E-Zigaretten, im Gegensatz zu dem in Tabakzigaretten enthaltenen Nikotin, nicht von der Lunge sondern in den Luftwegen absorbiert wird, was ebenfalls ein Grund für den geringeren Flash wäre. Allerdings hilft diese Art der Aufnahme des Nikotins nicht unbedingt dabei, das Verlangen nach einer herkömmlichen Tabakzigarette zu stillen, wenn der Flash nicht intensiv genug ist. Deshalb gibt es auch hier einige Tipps für Sie.

Bevor Sie auf ein Liquid mit höherem Nikotingehalt wechseln, prüfen Sie folgendes:

  • Tipp 1: Eventuell ist der Akku nicht richtig geladen. Prüfen Sie das zuerst
  • Tipp 2: Vielleicht wird auch ein neuer Verdampferkopf benötigt, da der alte überflutet ist, oder die Heizspirale voller Ablagerungen
  • Tipp 3: Einen regelbaren Akku verwenden, dessen Voltzahl variabel ist und mit einem passenden Verdampferkopf kombinieren
  • Tipp 4: Überprüfen Sie Ihre Zugtechnik – ziehen Sie 4 bis 7 Sekunden, bevor Sie den Dampf in die Lunge inhalieren
  • Tipp 5: Versuchen Sie, wie beim Throat Hit, auf jeden Fall eine mehrfache Wicklung (z.b. Dual Coil) auszuprobieren
  • Tipp 6: Hilft all‘ das nicht, dann gilt am Anfang „Viel hilft viel“ – also eine höhere Nikotindosierung im Liquid wählen

Grundsätzlich gilt, nicht nur im Falle eines ausbleibenden Nikotin-Flashs oder Throat Hits, dass der Verdampfer regelmäßig gereinigt werden sollte.

 

3. E-Zigarette produziert zu wenig Dampf

Zurück zur Übersicht

Anwendungsfehler zu wenig Dampf

Viele Dampfer haben das Gefühl, dass ihre E-Zigarette zu wenig Dampf entwickelt. Verbreitete Anwendungsfehler können hier die Ursache sein. Doch zunächst einmal sollte man sich darüber bewusst sein, dass die Dampfmengen, die man häufig auf Bildern oder Videos sieht, nicht aus herkömmlichen E-Zigarette Modellen stammt, sondern meistens sind diese modifiziert und feingetunt. Wir möchten Ihnen aber verraten, wie Sie sich dieser Dampfmenge näheren können. Meistens liegt es zunächst einmal daran, dass Akku und Verdampfer einfach nicht leistungsfähig genug sind. Immerhin hängt die Dampfmenge, neben der Zusammensetzung des Liquids auch davon ab, bei wie viel Hitze das Liquid verdampft wird und das hängt wiederum davon ab, wie viel Hitze durch die Spannung des Akkus erzeugt werden kann, wie die Heizspirale aufgebaut ist und wie gut diese die Wärme aufnimmt und abgibt. Bei der Zusammensetzung des Liquids gilt das Gegenteil der Empfehlungen, die wie für den ausbleibenden Nikotinflash und Throat Hit gemacht haben. VG sorgt für mehr Dampfentwicklung, weshalb Sie also ein Liquid mit mehr VG als PG Anteil wählen sollten.

Da die Enttäuschung gerade bei Dampfer-Neulingen oft groß ist, wenn durch Anwendungsfehler die erhoffte Dampfmenge ausbleibt, sollten Sie sich bei einem Fachhändler beraten lassen, bevor Sie zum nächstbesten und preiswertesten E-Zigarette Modell greifen. Lässt die Dampfentwicklung erst mit der Zeit nach, nicht von Anfang an, so sollte dieses Problem durch einen Wechsel des Verdampferkopfes zu beheben sein. Doch es gibt noch einige weitere Faktoren.

Tipps für mehr Dampf beim Dampfen:

  • Tipp 1: Prüfen Sie, ob der Liquid-Tank ausreichend gefüllt ist
  • Tipp 2: Ziehen sie lang‘ und gleichmäßig, damit das Liquid genug Zeit zum Verdampfen hat
  • Tipp 3: Je höher der VG-Anteil im Liquid, desto mehr Dampf entsteht
  • Tipp 4: Wechseln Sie regelmäßig den Head (Verdampferkopf)
  • Tipp 5: Informieren Sie sich über die Zugtechnik des Sub Ohm Dampfens

 

4. Das Liquid läuft aus der E-Zigarette heraus

Zurück zur Übersicht

Das ist ein Anwendungsfehler, der schnell sehr lästig werden kann und eine große Sauerei verursacht. Meistens hat das Auslaufen des Liquids aus dem Clearomizer sehr simple Gründe, nämlich eine zu lose Verschraubung der einzelnen E-Zigarette Bestandteile. Ein anderer, schnell zu behebender Grund, ist eine zu großzügige Füllmenge des Liquid-Tanks. Doch es kann auch weitere Gründe für das Auslaufen des Liquids geben.

Wenn Liquids aus der E-Zigarette auslaufen

  • Tipp 1: Langsam & gleichmäßig ziehen, mind. 3-5 Sekunden. Wenn das Liquid aus dem Mundstück austritt, oder aus der Übergangsstelle zum Akku, dann liegt in den seltensten Fällen ein Hardware-Fehler vor. Es liegt dann wahrscheinlich eher um einen Anwendungsfehler bei der Zugtechnik. Raucher sind das starke Ziehen an der Zigarette gewohnt. Das führt bei einer Elektro Zigarette dazu, dass diese nahezu mit Liquid geflutet wird, sodass diese Menge in der kurzen Zeit nicht auf der Heizwendel verdampfen kann. Die logische Folge ist der Austritt der Flüssigkeit am Mundstück und beim Übergang zum Akku
  • Tipp 2: Tritt die Flüssigkeit eher an den Seitenwänden des Tanks aus, was sehr selten vorkommt, so handelt es sich wahrscheinlich um ein Leck (Produktionsfehler) und die Hardware muss ausgetauscht werden. Gelegentlich verschleißt auch der Dichtungsring und führt zum sog. „Siffen“ im Clearomizer-Tank

Gegebenenfalls handelt es sich bei austretenden Flüssigkeiten auch gar nicht um Liquid, sondern um Kondensat. Wird der entstehende Dampf nicht restlos aus dem Luftkanal der E-Zigarette inhaliert, sammelt sich an den Rändern des Luftkanals Wasserkondensat, bis es letztlich den Gesetzen der Schwerkraft folgt und nach unten in die Verdampferkammer fließt. Dort verbleibt es, weil Wasser aufgrund seiner Eigenschaften nicht wie Liquid verdampft, sondern lediglich heiß wird. Dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis es aus den Lüftungsöffnungen läuft. Ein naheliegender Anwendungsfehler besteht darin, das Kondensat fälschlich für Liquid zu halten.

 

5. E-Zigarette und Liquid schmecken kokelig / verbrannt

Zurück zur Übersicht

Das ist natürlich eines der unerfreulichsten Erlebnisse, wenn man sich auf das Dampfen freut. Endlich eine Auswahl an Geschmacksrichtungen, von Erdbeere, über Mango bis hin zu Schokolade oder herkömmlichem Tabak, und beim ersten Zug schmeckt das ganze dann „kokelig“ und verbrannt. Woran kann das liegen? 

Der häufigste Anwendungsfehler ist es, wenn Sie die E-Zigarette direkt nach dem Füllen des Liquid-Tanks verwenden. Lassen Sie die E-Zigarette 10 bis 15 Minuten stehen, bevor Sie Dampf geben. Andernfalls hat das Liquid keine Chance, sich richtig im Verdampfer zu verteilen und in den Docht einzudringen. Warten Sie nämlich nicht, so kann der Docht, der, solange er nicht von Liquids getränkt wurde, aus trockener Baumwolle besteht, beim Erhitzen anbrennen und so entsteht der verbrannte und kokelige Geschmack von Liquid und E-Zigarette. Falls Sie nicht abwarten können, so geben Sie ein paar Tröpfchen Liquid direkt auf den Verdampferkopf. Wir empfehlen aber, lieber etwas zu warten.

Behalten Sie außerdem stets den Füllstand im Liquid-Tank im Auge, denn auch dieser muss ausreichend gefüllt sein, um eine bestmögliche Geschmacksentwicklung zu erreichen. Ähnlich wie bei dem ausbleibenden Throat-Hit und dem auslaufenden Liquid, so ist auch bei schlechtem Geschmack häufig eine falsche Zugtechnik das Problem. Ziehen Sie zu hektisch an der E-Zigarette, so kann das Liquid nicht gleichmäßig und lange genug auf der Heizspirale im Head verdampfen. Der Geschmack entfaltet sich nicht komplett.

Außerdem kann eine zu wenig geöffnete Airflow bei Subohm-Geräten der Grund sein. Das Heizmaterial wird dann nicht genügend gekühlt und die Hitze beschädigt das Trägermaterial. Falls sich die Leistung regulieren lässt, kann es auch schlicht an einer zu hoch eingestellter Wattzahl liegen.

Weiterhin gilt auch bei kokeligem Geschmack die Empfehlung, den Verdampferkopf oder den kompletten Verdampfer (je nach Modell) regelmäßig zu wechseln, denn hier bilden sich mit der Zeit Ablagerungen und Verschleisserscheinungen, die den Geschmack beeinträchtigen können. Wie lange Ihr Verdampfer und die E-Zigarette insgesamt halten kommt darauf an, mit wie viel Ohm Sie dampfen und wie oft Sie Ihre E-Zigarette benutzen. Ein guter Richtwert ist den Verdampferkopf etwas alle 3-4 Wochen auszutauschen. Wenn Sie besonders lange auf den Aktivierungsknopf Ihrer E-Zigarette drücken brennt der Kopf schneller aus. Außerdem ist es empfehlenswert der E-Zigarette zwischen den Zügen ein paar Sekunden Pause zu gönnen.

Tipps gegen verbrannten Geschmack

  • Tipp 1: Liquid mindestens fünf bis zehn Minuten in den Docht einwirken lassen
  • Tipp 2: Ein paar Sekunden Pause zwischen den Zügen
  • Tipp 3: Drücken Sie den Feuerknopf der E-Zigarette nicht zu lang und nicht zu spät (2-3 Sek. bevor Sie anfangen zu ziehen drücken und 2-3 Sek. bevor Sie aufhören zu ziehen, bereits loslassen)
  • Tipp 4: Langsam und gleichmäßig ziehen, damit das Liquid gleichmäßig verdampft
  • Tipp 5: Liquid-Tank immer gut gefüllt halten
  • Tipp 6: Kompletten Verdampfer oder Verdampferkopf (Head) regelmäßig wechseln (je nach Modell)
  • Tipp 7: Gehen Sie sicher, dass sich immer genügend E-Liquid im Verdampfer befindet.

 

6. Die E-Zigarette knistert beim Ziehen

Zurück zur Übersicht

Hierbei handelt es sich um ein „Problem“, das eigentlich keines ist. Ganz im Gegenteil: die meisten Dampfern schätzen das gemütliche und leise Knistern, das beim Ziehen an der E-Zigarette entsteht. Man hört das Knistern vor allem dann, wenn man einen neuen Verdampferkopf aufgeschraubt, oder eine E-Zigarette gerade neu gekauft hat. Das Knistern entsteht nämlich dadurch, wenn das Liquid, dank eines enorm leistungsfähigen Verdampfers, schnell und gleichmäßig in großen Mengen verdampft. Neulinge in der Dampfer Community denken oft, dass etwas nicht stimme, wenn es beim Dampfen knistert. Aber das Gegenteil ist der Fall: Knistern, welches beim Ziehen an der E-Zigarette entsteht ist ein Zeichen für einen leistungsfähigen und neuen Verdampfer.

 

7. Verdampfer gurgelt & gluckert beim Dampfen

Zurück zur Übersicht

Anwendungsfehler Verdampfer blubbert

Ein überfluteter Liquid-Tank verursacht viele Probleme

Anders als beim Knistern, sind gurgelnde und gluckernde Geräusche, die beim Ziehen im Verdampfer entstehen, kein Zeichen für eine einwandfreie und leistungsstarke Funktion der E-Zigarette. Zunächst einmal entsteht dieses Gurgeln im Verdampfer fast immer dadurch, wenn man diesen bzw. den Verdampferkopf geflutet hat. Das passiert meistens dann, wenn Sie den Verdampfer falsch eingeschraubt haben, also zu fest oder zu locker, oder wenn Sie den Liquidbehälter / Tank überfüllt haben, sodass Liquid in die kleine Röhre in der Mitte gelangen konnte. Durch die Überfüllung dieses sog. Mittelrohrs kann jegliche Flüssigkeit, die in zu großen Mengen in den Verdampferkopf und die dort platzierte Heizspirale fließt, nicht richtig verdampfen.

In diesem Fall hilft nur die Reinigung des Verdampfer(kopfes) und des Liquid-Tanks / Clearomizers. Nehmen Sie dazu den Verdampfer auseinander und spülen Sie ihn mit heißem, nicht kochendem Wasser ab. Anschließend für mindestens 24 Stunden trocknen lassen. Tipp: legen Sie den Verdampferkopf in Reis, beschleunigt dies das Trocknen ungemein. 

Ein Anwendungsfehler der vielen unterläuft ist es, zu viel Liquid in den Tank zu füllen. Der Tank einer E-Zigarette sollte lediglich zu 80% mit Liquid befüllt werden. Ist er zu voll und das Liquid dehnt sich aus, beispielsweise weil sich die Umgebungstemperatur erhöht, kann es in die Verdampferkammer und den Luftkanal gelangen. Wird die E-Zigarette eine Weile nicht genutzt, sollte der Tank geleert werden. Steht das Liquid zu lange im Tank durchfeuchtet es die Watte irgendwann so sehr, dass es auch an alle möglichen Stellen gelangt an denen wir es nicht brauchen. Das Liquid vor Flugreisen aus dem Tank der E-Zigarette entfernt wird, schreiben schon die Beförderungsrichtlinien der Fluggesellschaften vor. Auch technisch ist das aber sinnvoll: Durch den höheren Druck gelangt das Liquid sonst wiederum in Verdampferkammer und Luftkanal.

In seltenen Fällen kann das Gurgeln auch auf einen zu leistungsschwachen Akku zurückzuführen sein, dessen Leistung die Heizspirale nicht genug erwärmt, um selbst eigentlich angemessene Mengen Liquid zu verdampfen. In diesem Fall also einfach einen regelbaren und leistungsstärkeren Akku kaufen.

 

8. Liquid hat wenig bis gar keinen Geschmack

Zurück zur Übersicht

Pusten Sie den Verdampfer in diesem Fall einmal durch, aber auf keinen Fall zu stark, weil Sie hierdurch E-Liquid in die Luftröhre in der Mitte des Verdampfers zwingen könnten, sodass wir den Verdampfer fluten und das gurgelnde Geräusch beim Ziehen entsteht. Allerdings können Sie mithilfe des Pustens recht gut Geschmack freisetzen. Eine andere Möglichkeit wäre, dass Sie an der „Dampferzunge“ leiden, die vielleicht mit der Geruchsblindheit zu vergleichen ist, die im Auto oder im eigenen Zuhause entsteht Sie haben sich so sehr in das Liquid gewöhnt, dass Sie es kaum noch schmecken. In diesem Fall einfach mal das E-Liquid wechseln.

 

9. Akku funktioniert nicht 

Zurück zur Übersicht

Falls der Akku nicht funktioniert, sollten Sie zunächst einige Dinge überprüfen:

  1. Ist der Akku bzw. die E-Zigarette eingeschaltet?
  2. Ist der Akku geladen?
  3. Falls der Akku nicht geladen ist, liegt es eventuell am Kabel?
  4. Sind Akku und Verdampfer korrekt miteinander verbunden?
  5. Reinigen Sie vorsichtig die Kontakte des Akkus

Bei einem manuellen / regelbaren Akku müssen Sie häufig 5 Mal auf den Aktivierungsknopf/die sog. „Feuertaste“ drücken, um den Akku zu aktivieren. Als erfahrenem Dampfer mag Ihnen das selbstverständlich erscheinen. Einige Neulinge sind sich dieser Tatsache aber häufig nicht bewusst.

Ein weiteres Problem können Verbindungsschwierigkeiten sein. Das bedeutet, dass sich Ihr Akku eventuell nicht richtig mit dem Verdampfer verbunden wurde. Gehen Sie sicher, dass die Kontakte des Akkus sauber sind. Falls nicht reinigen Sie diese sehr, sehr vorsichtig. Am besten verwenden Sie dafür Wattestäbchen, die nicht befeuchtet werden sollten.

 

10. Halsschmerzen nach dem Dampfen

Zurück zur Übersicht

Das PG im E-Liquid kann in einigen Fällen zu Halsschmerzen oder einem trockenen Hals führen. Oft reicht es schon, einfach ein bisschen mehr Wasser zu trinken, um dieses Problem zu lösen. Wenn es jedoch ernster ist und Sie merken, dass Sie eventuell sogar allergisch gegen Propylenglycol sind, lohnt es sich in eine E-Liquid mit einer höheren Menge VG zu investieren, welches in etwa einen VG-Anteil von 70% oder mehr aufweist. Weitere Infos zum Husten & Kratzen durch E-Zigarette finden Sie im verlinkten Artikel des InnoCigs Blogs.

 

Die PG-Unverträglichkeit

Zurück zur Übersicht

Es gibt einige Menschen, die Probleme mit dem im Liquid enthaltenen PG haben, also unter einer PG-Unverträglichkeit leiden. Diese Unverträglichkeit äussert sich meist durch Hautreizungen oder Husten, direkt nach dem Dampfen einer E-Zigarette. Ob Sie so eine Allergie haben, kann nur der Arzt feststellen. Sie ist aber relativ selten. Machen Sie sich also keinen Kopf, wenn Sie beim Dampfen mal husten müssen, oder ein Kratzen verspüren. Außerdem gibt es bei einer PG Unverträglichkeit die Option „wasserbasiertes Glyzerin [AG]“ anstelle von PG zu verwenden.

Bildnachweise

Die Bilder stammen von pixabay.de und sind nach der CC0 Creative Commons Lizenz frei für die kommerzielle Nutzung und verpflichten nicht zu Bildnachweisen

Geschichte der E-Zigarette ab 1963

Die E-Zigarette wird in Europa seit einigen Jahren dokumentiert. Im Jahr 2010 wurde in Deutschland ein Umsatz von ca. 5 Millionen Euro mit E-Zigaretten verzeichnet, bis 2013 stieg dieser Wert auf 100 Millionen Euro an. Weltweit belief sich der Umsatz mit elektrischen Zigaretten auf rund 2,5 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Der Umsatz der Tabakindustrie lag 2014 bei 20,5 Milliarden Euro.

Die technischen Grundlagen wurden bereits Jahrzehnte zuvor geschaffen. Die Entwicklung der E-Zigarette wird auf das Jahr 1963 datiert, als Herbert A. Gilbert ein Patent und eine Zeichnung für seine Erfindung einreichte: eine elektrische Vorrichtung zur Simulation des Rauchens. Die Einordnung als Produktvariante erfolgt heute unter verschiedenen Gesichtspunkten. Berichte befassen sich zudem mit der E-Zigarette im Kontext des Tabakkonsums. Die kommerzielle Verbreitung setzte etwa 40 Jahre nach Gilberts Patent ein, ausgehend von Entwicklungen in China.

 

Die Vorrichtung von Herbert A. Gilbert

Skizze der ersten E-Zigarette der Welt von Herbert A. Gilbert

Dies ist die originale Zeichnung aus dem Patent von Herbert A. Gilbert, welches eine elektrische Zigarette beschrieb – 1963/1965 – Das komplette Patent von Herbert A. Gilbert, welches 1965 erteilt wurde

Herbert A. Gilbert bezeichnete seine Konstruktion als rauchlose Zigarette. Eine industrielle Fertigung erfolgte nach der Patentanmeldung nicht. Die technische Konzeption wies Ähnlichkeiten zu späteren Modellen auf, etwa hinsichtlich der Funktion & des Aufbaus. Gilberts Entwurf sah einen Tank sowie eine zylindrische Form vor, in der Flüssigkeiten (heute Liquids) mittels Batteriestrom erwärmt werden sollten. Er beschrieb das System als tabakfreie Einheit mit aromatisierter Luft. In den 1960er Jahren folgten weitere Patentanmeldungen ohne Marktdurchdringung. Der Erfinder äußerte sich später in einem Interview mit James Dunworth zu den heutigen Marktentwicklungen.

„Mein Wunsch war es eine Alternative zur Plage Tabakzigarette zu bieten. Jetzt wo der E-Zigarettenmarkt explodiert, ersteht mein Traum von einer Welt mit mehr E-Zigaretten die meinem Patent ähneln wieder auf. Ich glaube deshalb, dass meine Partnerschaft mit der Human Health Organisation jedes Jahr Millionen von Menschen vor Krebs und anderen Krankheiten, die auf Tabak zurückzuführen sind retten kann, genau wie ich von Anfang an gehofft hatte.“ – Herbert A. Gilbert

 

Entwicklungsschritte zur heutigen E-Zigarette

Um 1979 befassten sich Phil Ray und der Mediziner Norman Jacobson mit Varianten, die auf der Verdampfung von Nikotin basierten, jedoch ohne elektronische Komponenten arbeiteten. Dies gilt als einer der frühen dokumentierten Versuche zur Nikotinabgabe. Eine breite Marktakzeptanz blieb aus. Aus dieser Zeit stammt jedoch die Prägung des Begriffs „vape“.

In der Folgezeit wurden diverse Patente zur Nikotininhalation angemeldet, auch von Unternehmen der Tabakbranche. In den 1990er Jahren wurde ein System auf Basis chemischer Reaktionen entwickelt. Ein Produkt namens Eclipse wurde als „heat-not-burn“ Einheit lanciert. J. Brice O’Brien von Reynolds kommentierte die damalige Marktsituation rückblickend:

„Es brauchte die Massenpräsenz von Dampfprodukten, um eine Erlebnisbasis zu eröffnen, die Raucher verstehen konnten“, sagte J. Brice O’Brien. „Der Raucher konnte nur Hitze-Nicht-Verbrennung lediglich mit der normalen Zigarette vergleichen und dabei verlor das Produkt jedes Mal. Das ist heute nicht mehr der Fall.“

Um 1998 wurde bei der US-Behörde FDA die Zulassung für eine Version der E-Zigarette beantragt. Da die Behörde das System nicht als medizinisches Produkt einstufte, erfolgte keine Freigabe. Die kommerzielle Entwicklung stagnierte bis zum Jahr 2003.

 

Hon Lik und die Entwicklung ab 2003

2003 entwickelte der Apotheker Hon Lik ein technisches Verfahren, das zur Grundlage für die moderne E-Zigarette wurde. 2004 wurde die erste Serienfertigung auf dem chinesischen Markt eingeführt. Der Export begann zwischen 2005 und 2006. Das Unternehmen firmierte unter dem Namen „Ruyan Electronics“ und produzierte Einheiten der ersten Generation.

E-Zigarette der ersten Generation von Ruyan Electronics – Bild: Wikimedia Commons

Hon Liks Entwicklung basierte auf persönlichen Erfahrungen mit Tabakkonsum in seiner Familie. Sein erstes Modell nutzte ein piezoelektrisches Element zur Erzeugung von Ultraschallwellen. Dieser Piezoeffekt, 1880 von den Brüdern Curie entdeckt, erzeugt elektrische Spannung durch mechanische Verformung von Festkörpern.

Die Ultraschallwellen dienten dazu, ein Gemisch aus Propylenglykol und Nikotin zu verdampfen. Der entstehende Nebel war in seiner Beschaffenheit visuell mit Tabakrauch vergleichbar. Später ersetzte Lik das Ultraschall-Prinzip durch Widerstandswärme, um die technische Umsetzung in kompakten Gehäusen zu ermöglichen.

Ab 2004 wurde das Produkt vermarktet. Der Name Ruyan wird mit der Bedeutung „ähnlich wie Rauchen“ übersetzt. Das Patent für diese Weiterentwicklung wurde 2007 erteilt. Aufgrund zahlreicher Nachahmungen durch andere Marktteilnehmer profitierten Lik und sein Unternehmen nur begrenzt von der Marktentwicklung, erhielten jedoch später teilweise Entschädigungszahlungen.

 

Diversifizierung der Hersteller und Modelle

Das Ultraschall-Prinzip wurde zeitnah durch akkubetriebene Heizelemente ersetzt. Seit 2007 erfolgte eine kontinuierliche Anpassung der Technik. Die Markteinführung war durch intensive Informationskampagnen geprägt. Die heutige Gesetzeslage für E-Zigaretten steht im Kontext dieser historischen Entwicklung.

In den Jahren 2006 und 2007 entwickelten Umer und Tariq Scheikh den Cartomizer, der 2009 zum Clearomizer modifiziert wurde. Während Cartomizer ursprünglich als Einwegsysteme konzipiert waren, wurden sie zu nachfüllbaren Einheiten weiterentwickelt.

Heutige E-Zigaretten (mit Ausnahme von Einweg-Modellen) ermöglichen in der Regel das Befüllen des Tanks. Ein Cartomizer bezeichnet die Einheit aus Verdampfer und Depot. Ein mit Watte gefüllter Tank leitet das Liquid an die Heizspirale weiter. Das wesentliche Merkmal war die Integration der Heizspirale in den Behälter.

InnoCigs Unimax Clearomizer Set

Beim Clearomizer wird auf Füllwatte verzichtet, was eine transparente Bauweise der Flüssigkeitskammer ermöglicht. Dies erlaubt die Kontrolle des Füllstands. Clearomizer kombinieren Dochtmaterial, Tank und Wicklung in einem Gehäuse.

Ein erstes Produkt dieser Bauart wurde 2008 unter dem Namen „Gamucci“ eingeführt. Das Patent wurde 2013 an das Unternehmen der Scheikh-Brüder erteilt.

In der Folgezeit begannen Konsumenten, Komponenten individuell anzupassen. Dieses Modding zielte auf eine Erhöhung der Dampfproduktion ab. Ted & Matt Rogers entwickelten 2008 eine Akkueinheit namens „Screwdriver“. Dokumentationen dieser Modifikationen in Fachforen trugen zur weiteren Bekanntheit bei.

Bild: ecigarette-mods.com

Joyetech eGo Serie

Die eGo Serie von Joyetech griff technische Aspekte früherer Modifikationen auf und machte diese für breite Nutzerkreise verfügbar. Ab 2008 wurden Modelle wie die „Joye 510“ und 2010 die „eGo-T“ eingeführt. Letztere trug zur Standardisierung des 510er-Gewindes bei. Es folgten technische Neuerungen wie austauschbare Coils und anpassbare Akkueinheiten. Diese Komponenten gehörten ab 2012 zu den verbreiteten Systemen am Markt.

 

Marktentwicklung und Beteiligungen

Mit dem Marktwachstum stiegen etablierte Unternehmen der Tabakbranche in den Sektor ein, oft durch Akquisitionen. Lorillard Inc. erwarb 2012 den Hersteller „Blu eCigs“ sowie SKYCIG, verkaufte die Marken jedoch 2014 an Imperial Tobacco.

Imperial Tobacco erwarb zudem die Patentrechte von Hon Lik. Weitere Konzerne wie British American Tobacco lancierten eigene Marken wie „Vype“ (2013). Die Altria Group Inc. übernahm 2014 „Green Smoke“, während Reynolds American das Produkt „Vuse“ einführte. Philip Morris erwarb 2014 das Unternehmen „Nicocigs“, und Japan Tobacco übernahm 2014/2015 die Marken E-Lites und „US Logic E-cigarettes“.

Die E-Zigarette ist somit Teil eines globalen Marktes geworden. Die rechtlichen Rahmenbedingungen werden durch Richtlinien wie das TPD2-Abkommen definiert. Aktuelle Debatten konzentrieren sich auf die öffentliche Wahrnehmung und regulatorische Aspekte.

 

Regulierungen und wissenschaftliche Einordnung

Wissenschaftliche Untersuchungen befassen sich fortlaufend mit den Eigenschaften von E-Zigaretten und Liquids. Verschiedene Untersuchungen thematisieren das Risikopotenzial im Vergleich zur Tabakzigarette. Im Rahmen der Schadensminimierung werden differenzierte Regulierungen diskutiert, was teilweise auch von Vertretern der Ärzteschaft thematisiert wird.

Einige Staaten wie die Türkei, sowie zeitweise Österreich, Australien oder Kanada, erließen spezifische Richtlinien oder Verbote. Die Begründungen stützten sich oft auf den damaligen Forschungsstand. In einigen Ländern wurden Verbote nach neueren Erkenntnissen wieder angepasst.

Stand der Dokumentation

Zusammenfassung verschiedener Berichte und Publikationen:

  • In Publikationen aus dem Jahr 2008 wurde die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe untersucht.
  • Wissenschaftliche Analysen vergleichen die Emissionswerte von E-Zigaretten mit denen von Tabakprodukten.
  • Toxikologische Betrachtungen weisen darauf hin, dass die Anzahl der beim Erhitzen entstehenden Stoffe von der beim Verbrennungsprozess einer Tabakzigarette abweicht.

 

Infografik zur Geschichte der E-Zigarette by mr-smoke

Könnte E-Zigaretten Dampf Rauchmelder auslösen, z.B. in Hotelzimmern?

Rauchmelder E-Zigarette Dampf

Die Frage, wo die Nutzung von E-Zigaretten gestattet ist, wurde bereits für Bereiche wie Büros, Restaurants oder öffentliche Verkehrsmittel thematisiert. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Situation in Hotels sowie die technische Frage, ob der ausgestoßene Dampf Rauchmelder in Hotelzimmern auslösen kann. Grundsätzlich lässt sich nicht pauschal bestätigen, dass Rauchmelder ausschließlich auf Rauchpartikel reagieren. In der Praxis gibt es dokumentierte Fälle, in denen die Sensoren von Meldeanlagen auch durch den Dampf von E-Zigaretten aktiviert wurden. So führte beispielsweise die Nutzung einer E-Zigarette in einer Flugzeugtoilette zur Auslösung des Alarmsystems und einer anschließenden Sicherheitslandung. Dies verdeutlicht, dass technische Meldesysteme unabhängig von der Art der Partikel (Rauch oder Dampf) reagieren können. Für Nutzer bedeutet dies, die jeweiligen Hausordnungen von Hotels und Sicherheitsvorschriften in geschlossenen Räumen strikt zu beachten.

Kann E-Zigaretten Dampf einen Rauchmelder auslösen?

Die technische Funktionsweise von Rauchmeldern führt dazu, dass diese durch den von E-Zigaretten erzeugten Dampf ausgelöst werden können. Dies gilt für Meldeanlagen in privaten Haushalten ebenso wie für Systeme in Hotels oder an Arbeitsplätzen. Untersuchungen zeigen, dass Sensoren reagieren können, wenn eine hohe Konzentration von Dampfpartikeln direkt in das Gehäuse des Melders gelangt. Ein erhöhtes Risiko besteht insbesondere bei der Nutzung von Geräten mit hoher Dampfproduktion oder bei bestimmten Anwendungstechniken wie dem Subohm-Dampfen, bei denen das Dampfvolumen pro Zug technisch bedingt höher ausfällt. In öffentlichen Einrichtungen und Hotels ist die Nutzung von E-Zigaretten häufig durch die Hausordnung untersagt. Obwohl moderne Meldesysteme darauf ausgelegt sind, Fehlalarme durch geringfügige Partikelkonzentrationen zu minimieren, bleibt das Risiko einer Alarmauslösung bestehen. Dies ist insbesondere im Kontext des Flugverkehrs relevant, wo eine Aktivierung der Meldeanlage erhebliche Kosten durch Sicherheitslandungen nach sich ziehen kann. Es wird daher empfohlen, E-Zigaretten ausschließlich in dafür vorgesehenen Bereichen oder im Freien zu verwenden, um technische Fehlalarme und daraus resultierende Folgekosten zu vermeiden.

Welche Arten von Rauchmeldern sind besonders empfindlich?

Unterschiedliche Typen von Rauchwarnmeldern nutzen verschiedene physikalische Prinzipien zur Detektion von Brandmerkmalen, was zu einer variierenden Sensitivität gegenüber dem Dampf von E-Zigaretten führt. Die nachfolgende technische Differenzierung erläutert die Funktionsweisen der gängigen Meldesysteme im Kontext von Aerosol-Konzentrationen.

Ionisationsalarme

Ionisationsrauchmelder nutzen eine geringe Menge radioaktiver Strahlung, um die Luft in einer Messkammer zu ionisieren, wodurch ein konstanter Stromfluss zwischen zwei Metallplatten entsteht. Gelangen Partikel in die Kammer, binden diese die vorhandenen Ionen, was zu einer messbaren Abnahme des Stromflusses führt. Das Erreichen eines definierten Schwellenwerts löst den Alarm aus. Aufgrund der Sensitivität dieses Messverfahrens gegenüber kleinsten Partikeln können Ionisationsrauchmelder technisch auf das Aerosol von E-Zigaretten reagieren. In Deutschland findet dieser Gerätetyp in Wohnräumen und öffentlichen Gebäuden aufgrund regulatorischer Rahmenbedingungen kaum Anwendung.

Optische Rauchmelder

Optische Rauchmelder stellen den in Deutschland am weitesten verbreiteten Gerätetyp dar. Diese Sensoren nutzen das Streulichtverfahren oder die Unterbrechung eines Infrarot-Lichtstrahls innerhalb einer Messkammer. Eine Diode sendet kontinuierlich einen Lichtstrahl aus, der auf ein Empfängerelement gerichtet ist. Dringen Partikel – wie Rauch oder das Aerosol einer E-Zigarette – in das Gehäuse ein, wird die Sichtverbindung zwischen Diode und Empfänger gestört oder der Strahl gebrochen. Sobald die Lichtintensität am Empfänger einen vordefinierten Schwellenwert unterschreitet oder durch Streuung auf einen versetzten Sensor trifft, erfolgt die Alarmauslösung. Die Sensitivität ist technisch so kalibriert, dass eine entsprechende Partikelkonzentration innerhalb der Messkammer erreicht werden muss, um das System zu aktivieren.

Hitzemelder

Wärmemelder, auch Hitzemelder genannt, finden primär in Umgebungen wie Küchen Anwendung, da dort prozessbedingte Emissionen wie Kochdämpfe die Sensorik optischer Rauchmelder beeinträchtigen könnten. In Wohn- oder Schlafräumen ist der Einsatz dieser Geräte zur Brandfrüherkennung weniger gebräuchlich, da sie erst bei einem signifikanten Temperaturanstieg oder beim Überschreiten eines thermischen Schwellenwerts reagieren. Da bei vielen Brandereignissen die Rauchentwicklung der thermischen Energieerzeugung zeitlich vorausgeht, kann die Detektion durch Wärmemelder verzögert erfolgen. Technisch bedingt reagiert die Sensorik eines Wärmemelders nicht auf die Konzentration von Partikeln in der Luft. Da bei der Nutzung von E-Zigaretten keine nennenswerte Änderung der Umgebungstemperatur eintritt, führt das ausgestoßene Aerosol bei diesem Gerätetyp nicht zu einer Alarmauslösung. Die Auswahl des passenden Meldesystems sollte daher stets unter Berücksichtigung der spezifischen Sicherheitsanforderungen und der jeweiligen Raumvorgaben erfolgen.

CO-Melder

Kohlenmonoxid-Melder (CO-Melder) detektieren die Konzentration von Verbrennungsgasen wie Kohlenstoffmonoxid oder Kohlenstoffdioxid in der Raumluft. Diese Sensoren werden primär in Umgebungen eingesetzt, in denen herkömmliche partikelbasierte Rauchmelder aufgrund von Staubentwicklung Fehlalarme auslösen könnten. Da bei der Aerosolerzeugung in E-Zigaretten kein Verbrennungsvorgang stattfindet, entstehen keine signifikanten Mengen an Kohlenstoffmonoxid. Die chemischen Sensoren eines CO-Melders reagieren bauartbedingt nicht auf die Inhaltsstoffe des Aerosols, da dieses keine der für die Alarmauslösung definierten Verbrennungsgase enthält. Die Auslösung eines Alarms durch die Nutzung einer E-Zigarette ist bei diesem Gerätetyp daher technisch ausgeschlossen.

Funkrauchmelder

Funkrauchmelder ermöglichen die Vernetzung mehrerer Einzelgeräte innerhalb einer Liegenschaft, wobei häufig bis zu 32 Einheiten gekoppelt werden können. Detektiert ein Melder in einem Bereich Brandmerkmale, wird dieses Signal per Funk an alle anderen im Verbund befindlichen Geräte weitergeleitet, sodass eine flächendeckende akustische Alarmierung erfolgt. Da Funkmelder technisch auf verschiedenen Detektionsprinzipien (wie dem optischen oder ionisierenden Verfahren) basieren können, ist die Sensitivität gegenüber dem Aerosol von E-Zigaretten vom jeweils verbauten Sensortyp abhängig. Im Falle einer Alarmauslösung durch Aerosol-Konzentrationen führt die Systemvernetzung dazu, dass das Warnsignal zeitgleich an allen verbundenen Standorten ausgegeben wird. Die Einschätzung der Auswirkungen eines Fehlalarms hängt somit maßgeblich vom Grad der Vernetzung und der Anzahl der installierten Meldeeinheiten ab.

Was ist mit Rauchmeldern & Dampfen in Hotelzimmern?

Die Nutzungsbestimmungen für E-Zigaretten in Beherbergungsbetrieben, Verkehrsknotenpunkten oder bei Beförderungsunternehmen ergeben sich aus den gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie dem Hausrecht des jeweiligen Eigentümers. In Hotels installierte Rauchwarnmelder weisen häufig eine höhere Sensitivität auf als Geräte für den privaten Gebrauch, um den Brandschutzanforderungen für öffentliche Gebäude zu entsprechen. Eine Alarmauslösung durch das Aerosol von E-Zigaretten kann daher technisch auch in Bereichen eintreten, in denen die Nutzung grundsätzlich gestattet ist. Die Beachtung der jeweiligen Hausordnungen sowie die Berücksichtigung technischer Gegebenheiten – wie die Positionierung von Sensoren oder vorhandene Belüftungssysteme – dienen der Vermeidung von Fehlalarmen und daraus resultierenden Evakuierungen oder Folgekosten.

Wäre es für Sie hilfreich, wenn ich für diesen Blog-Beitrag auch die passenden Meta-Daten

Bildnachweise:

Titelbild: AdobeStock #119682040 | Urheber: peterschreiber.media

Aktueller Suchtbericht der Bundesregierung: Daten und Fakten zur E-Zigarette

Am 21. August 2017 veröffentlichte die Bundesregierung Informationen zur E-Zigarette. Nachdem bereits Frau Mons vom Deutschen Krebsforschungszentrum einige Wochen zuvor eine Einschätzung für Raucher bezüglich des Wechsels zur E-Zigarette abgegeben hatte, folgte ein Suchtbericht zur E-Zigarette, der auch die Positionen der damaligen Drogenbeauftragten Frau Mortler (CSU) enthielt.

„Zumindest für stark abhängige Raucher ist es daher ratsam auf Dampfgeräte umzusteigen, um Gesundheitsschäden zu reduzieren.“
Dr. Ute Mons, Süddeutsche Zeitung, 31.07.17

Die E-Zigarette wird im aktuellen Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung im Kontext zur herkömmlichen Tabakzigarette thematisiert. Der Bericht stellt eine Veränderung in der behördlichen Betrachtung dar. Diese Entwicklungen sind auch international zu beobachten. Fachliche Vertreter weisen darauf hin, dass mittlerweile über 200 Studien vorliegen, die sich mit den gesundheitlichen Aspekten der E-Zigarette im Vergleich zur Tabakzigarette befassen und diese als Option für den Rauchstopp untersuchen. In Deutschland und Europa ist eine Veränderung der Informationslage feststellbar.

Die FDA ist die Food and Drug Administration in den USA. Sie ist die regulierende Behörde für Lebensmittel, Medikamente, aber auch Tabak. Sie war für die Regulierungen der E-Zigarette und der Liquids verantwortlich, die sogenannte „Deeming Rule“. Diese sah für Hersteller die Lizensierung ihrer Produkte vor, was eine umfangreiche Datenerhebung einschloss. Berichte deuteten darauf hin, dass viele Unternehmen der Branche vor Herausforderungen gestanden hätten. Die Fristen hierfür wurden jedoch angepasst. Neben Deutschland gab es auch in den USA Anpassungen in der behördlichen Bewertung. Ein Blick auf die Entwicklungen in den USA zeigt die dortige Verwaltungspraxis.

Regulatorische Ansätze der US-Behörden


Nach der Ernennung von Scott Gottlieb zum Chef der FDA wurden neue Positionen zu E-Zigaretten und Liquids dargelegt. In einer offiziellen Ansprache erläuterte Gottlieb die geplante Ausrichtung der Behörde. Dies beinhaltete eine Veränderung der bisherigen administrativen Praxis. Während zuvor restriktive Ansätze im Vordergrund standen, wurde nun ein Kurs der Harm Reduction thematisiert. Ziel war es, Strategien zur Schadensminimierung für Raucher zu entwickeln.

„Ich sagte denen, ich will das dramatisch ändern. Ich will das Steuer herumreißen.“
Scott Gotlieb, Washington Post, 13.06.2017

Die geplante Ausrichtung wurde in folgenden Punkten zusammengefasst:

  • Jugendschutz stärken
  • Reduzierung der Menge des Nikotins in Zigaretten
  • Regulierung des Marketings für E-Zigaretten

Diese Punkte sind Teil einer umfassenden Strategie für den US-Markt.

In weiteren Veröffentlichungen wurde dargelegt:

  • … dass Nikotin nicht für die gesundheitsschädliche Wirkung von Tabak verantwortlich sei
  • … dass die E-Zigarette sehr viel weniger Gesundheitsrisiken berge als die Tabakzigarette
  • … dass er das Center for Tobacco ins Leben gerufen hat, eine neue FDA Abteilung, die diese Fragen klären soll
  • …dass er die Frist für die „Deeming Rule“ vorerst auf 2022 verschoben hat (statt 2018)

Die Verschiebung der Fristen sollte dem Markt und der Forschung mehr Zeit zur Anpassung geben.

Mediale Berichterstattung

Die Positionen der FDA wurden von verschiedenen Medien aufgegriffen. Berichte in Institutionen wie CNN, die Washington Post und die Los Angeles Times thematisierten die E-Zigarette als Gegenstand der Tabakkontrollpolitik. In diesem Zusammenhang wurden auch Studien zur E-Zigarette angeführt.

„FDA Comissioner Scott Gotlieb sagte beide Maßnahmen sind Teil eines umfassenden Plans Raucher von konventionellen Zigaretten abzubringen und zur weniger schädlichen alternativen Formen von Nicotin, wie dem Dampfen, zu lenken.“
The Washington Post, 28.07.17

Diese Berichte führten zu einer veränderten medialen Darstellung der elektrischen Zigarette.

Der ehemalige Professor für öffentliche Gesundheit der University of Michigan, Kenneth Warner, äußerte gegenüber der Los Angeles Times: „Wenn du das Nikotin, nach dem Menschen verlangen, vom Rauch trennen kannst, der die Menschen tötet, tust du wohlmöglich etwas sehr wichtiges.“ Warner gilt als Fachmann im Bereich Tabakkontrolle.

Josh Sharfstein, Professor an der John Hopkins Bloomberg School für Öffentliche Gesundheit und ehemaliger stellvertretender Commissioner der FDA unter Obama, bezeichnete die Entwicklungen als bedeutsam. In der Washington Post wurde er zitiert, dass E-Zigaretten als Mittel dienen könnten, um den Konsum herkömmlicher Zigaretten zu reduzieren.

Reaktion der Finanzmärkte

Die Finanzmärkte reagierten auf die Ankündigungen der FDA. Die Aktienkurse internationaler Tabakkonzerne verzeichneten Rückgänge. Philip Morris International verzeichnete Kursverluste, ebenso wie andere Marktteilnehmer. Analysten beobachteten, dass sich Unternehmen, die bereits im Segment der E-Zigarette aktiv waren, unterschiedlich entwickelten.

Aktienkurs Philipp Morris

Quelle: finanzen.net

Aktienkurs British American Tobacco

Quelle: finanzen.net

Entwicklungen in Europa und der Suchtbericht der Bundesregierung

In Deutschland gab es personelle Veränderungen in den Fachabteilungen. Frau Dr. Pötschke-Langer, ehemals am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) tätig, hatte sich kritisch zur E-Zigarette geäußert und die Verwendung von Nikotinersatzprodukten thematisiert.

Berichte in der Presse befassten sich mit den Hintergründen verschiedener Fachvereinigungen in diesem Bereich. Nach dem Ausscheiden von Frau Dr. Pötschke-Langer beim DKFZ übernahm Frau Dr. Mons die Nachfolge. Sie äußerte sich mit dem bereits erwähnten Zitat: „Zumindest für stark abhängige Raucher ist es daher ratsam auf Dampfgeräte umzusteigen, um Gesundheitsschäden zu reduzieren.“ Diese Einschätzung weicht von früheren Positionen der WHO ab.

Inhalte des Suchtberichts der Bundesregierung zur E-Zigarette

Der Bericht der Bundesregierung enthält fachliche Feststellungen zur E-Zigarette.

  • E-Zigaretten sind im Vergleich zu Tabak-Zigaretten deutlich weniger schädlich“.

Diese Aussage wird im Bericht ergänzt durch den Hinweis: „… aber sie sind auch keine harmlosen Lifestyleprodukte“ (Seite 30). Seitens der Branche wird darauf hingewiesen, dass Untersuchungen wie die zum Gateway-Effekt zeigen, dass das Interesse von Jugendlichen am Dampfen ohne vorherigen Tabakkonsum gering ist. Für bestehende Raucher wird die E-Zigarette als Gegenstand der Risikobetrachtung angeführt.

Der Bericht thematisiert die Zusammensetzung von Emissionen im Vergleich zu Tabakrauch. In Fachdiskussionen wird angeführt, dass das Risiko von Tabakprodukten primär mit dem Verbrennungsvorgang und den Zusatzstoffen assoziiert ist.

Statistische Daten aus dem Suchtbericht (Seite 29):

  • Anteil der Nutzer, die E-Zigaretten als Option zur Tabakzigarette verwenden (rund 39 Prozent)
  • Anteil der Nutzer, die E-Zigaretten verwenden, um den Tabakkonsum zu reduzieren (23 Prozent)
  • Anteil der Nutzer, die E-Zigaretten für den Rauchstopp verwenden (rund 15 Prozent)

Das Bündnis für Tabakfreien Genuss e.V. verweist zudem auf Studien des „Zentrums für Interdisziplinäre Suchtforschung der Universität Hamburg“ (ZIS), wonach ein Großteil der Nutzer ehemalige Raucher sind (Quelle).

Bildnachweise
Titelbild: Fotolia #161478746 | Urheber: Jamrooferpix