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InterVape Expo 2021

intervape expo dampfermesse 2021

Vom 01. bis zum 03. Oktober 2021 findet die InterVape Expo in Castrop-Rauxel zum fünften Mal statt. Nachdem die Veranstaltung im Vorjahr pausierte, informieren die Veranstalter nun über das kommende Event. Im Gespräch mit Faruk und Sven vom Organisationsteam der InterVape Expo erfahren Sie Details für Besucher, Fachpublikum und Aussteller.
 
Die InterVape Expo in Castrop-Rauxel: Hintergrund
Das Organisationsteam der InterVape Expo 2021
InterVape Expo 2021: Geplante Inhalte

 

Die InterVape Expo in Castrop-Rauxel: Hintergrund

Faruk Karamalakoglu, Bünyamin Berberoglu und Sven Thomann befassen sich seit mehr als acht Jahren mit der Nutzung von E-Zigaretten. Aus dem privaten Interesse an der technischen Entwicklung der Produkte entwickelte sich eine berufliche Tätigkeit. Das Trio betreibt mit EC Vape drei Fachgeschäfte für E-Zigaretten, Liquids und Zubehör sowie einen Onlineshop. Zudem führen sie die Longfill-Linie Masterblend, für die regelmäßig neue Varianten entwickelt werden. Um eine Plattform für den Austausch zwischen Nutzern, Händlern und Herstellern zu schaffen, wurde 2016 die InterVape Expo in Castrop-Rauxel initiiert. Die Veranstaltung verzeichnete seit ihrer Gründung eine kontinuierliche Entwicklung der Teilnehmerzahlen.
intervape expo collage

Das Team hinter der InterVape Expo 2021

Ziel der diesjährigen Fachmesse ist die Zusammenführung der Branche nach der pandemiebedingten Unterbrechung. Das Event richtet sich an Endkunden, Fachbesucher und Nutzer von E-Zigaretten. Die Organisation unter Berücksichtigung behördlicher Auflagen stellte das Team vor prozessuale Herausforderungen. Sven Thomann erklärt im Gespräch mit InnoCigs: “Wir danken allen Mitarbeitern im Unternehmen für die Unterstützung bei der Umsetzung der Veranstaltung.” Die Veranstalter streben eine sachliche Atmosphäre an, die den Austausch zwischen Besuchern und Geschäftspartnern ermöglicht.

InterVape Expo 2021: Das erwartet Sie

Die Organisatoren haben für die InterVape Expo 2021 verschiedene Aussteller zusammengestellt. Hierzu gehören Hersteller und Fachhändler aus den Bereichen Hardware und Liquids. Unter den Ausstellern finden sich Unternehmen wie Vovan, Ultrabio oder Tom Klark’s sowie internationale Anbieter wie A Sense (Polen) oder Independent Smoke (Italien). Auch regionale Unternehmen wie VapersPoint sowie Interessenvertretungen wie der Bundesverband Rauchfreie Alternative e.V. (bvra) und der Social Vapers e.V. sind vertreten. Die InterVape Expo findet in der Europahalle in Castrop-Rauxel, Europaplatz 6 bis 10 statt. Erhältlich sind Tagestickets für 8,90 EUR sowie Kombitickets für alle drei Veranstaltungstage zum Preis von 19,90 EUR. Die Intervape Expo 2021 informiert Besucher an allen drei Messetagen über aktuelle Marktentwicklungen.

Dampfen mit Wechselstrom – inkl. Testbericht

Wechselstrom zum Dampfen

Im Jahr 2021 wurde mit dem Modell CoolFire Z80 ein Akkuträger eingeführt, der neben der herkömmlichen Gleichstromabgabe (DC) auch die Nutzung von Wechselstrom (AC) ermöglicht. Während E-Zigaretten üblicherweise mit Gleichstrom aus integrierten oder externen Akkuzellen betrieben werden, stellt die Verwendung von Wechselstrom eine Erweiterung der technischen Ausgabemodi dar. In diesem Beitrag werden die Funktionsweisen der Modi FØ und REFRESH sowie die zugrunde liegende Technik erläutert.
Dampfen mit Wechselstrom: Technische Grundlagen
Die Fourier-Technologie in der Anwendung
FØ-Mode – Betrieb mit Wechselstrom
REFRESH-Funktion: Technische Details
Technische Parameter der Wechselstrom-Modi
Ausblick auf die technische Entwicklung

Dampfen mit Wechselstrom: Technische Grundlagen


Historisch betrachtet ist die Unterscheidung zwischen Gleichstrom und Wechselstrom seit dem späten 19. Jahrhundert etabliert. Während das öffentliche Stromnetz auf Wechselspannung basiert, nutzen mobile elektronische Geräte, die mit Akkuzellen betrieben werden – wie Taschenlampen oder E-Zigaretten – primär Gleichstrom. Die CoolFire Z80 verfügt über eine Elektronik, welche die Gleichspannung der Akkuzelle in eine Wechselstromausgabe transformieren kann.

Die Fourier-Technologie in der Anwendung


Der Akkuträger CoolFire Z80 von Innokin bietet neben den Modi Variable Wattage (VW) und Variable Voltage (VV) die Optionen FØ und REFRESH. Diese basieren auf der sogenannten FOURIER-Technologie. Hierbei wird der Strom laut Herstellerangaben wellenförmig durch die Wicklung geleitet. Das Verfahren ist nach der Fourier-Transformation benannt, einer mathematischen Methode zur Analyse von Signalen, die im Jahr 1822 von Jean Baptiste Joseph Fourier entwickelt wurde.

FØ-Mode – Betrieb mit Wechselstrom


Im FØ-Modus kann die Ausgangsleistung in einem Bereich von 6 bis 80 Watt eingestellt werden. Zusätzlich lässt sich die Frequenz der Stromabgabe in Hertz (Hz) definieren. Der einstellbare Bereich liegt zwischen 20 und 100 Hz. Die Wahl der Frequenz beeinflusst die Art und Weise, wie die Wicklung angesteuert wird. Für den Betrieb im MTL-Bereich werden herstellerseitig Frequenzen zwischen 51 und 100 Hz genannt, während für den Subohm-Bereich Werte zwischen 20 und 50 Hz vorgesehen sind.

REFRESH-Funktion: Technische Details


Die REFRESH-Funktion dient der kurzzeitigen Ansteuerung der Wicklung. Bei Aktivierung wird die Coil für etwa drei Sekunden mit 40 % der voreingestellten Leistung angesteuert. Dabei kommt ebenfalls eine wellenförmige Wechselstromabgabe zum Einsatz. Diese Funktion kann unabhängig davon genutzt werden, ob das Gerät ansonsten im VW- oder VV-Modus betrieben wird. Ziel dieser technischen Anwendung ist die Beeinflussung des Nachflusses und der Rückstände an der Wicklung.

Technische Parameter der Wechselstrom-Modi


Um die Funktionsweise zu untersuchen, wurde die CoolFire Z80 mit verschiedenen Verdampferköpfen und Systemen wie dem Zenith 2 sowie dem Ammit RTA betrieben. Technisch zeigt sich, dass die Änderung der Frequenz Einfluss auf die Wärmeentwicklung und die Sättigung der Wicklung nimmt. Bei höheren Frequenzen wird eine Veränderung in der Intensität der Verdampfung registriert. Diese Effekte variieren je nach Aufbau der Wicklung, wobei Unterschiede zwischen klassischen Drahtwicklungen und Mesh-Strukturen feststellbar sind.

Ausblick auf die technische Entwicklung


Mit der CoolFire Z80 hat Innokin eine technische Alternative zur herkömmlichen Gleichstromabgabe etabliert. Die Möglichkeit, die Frequenz der Stromabgabe als zusätzlichen Parameter zu steuern, erweitert die Konfigurationsmöglichkeiten von Akkuträgern. Ob sich die Wechselstrom-Technologie als dauerhafter Standard bei E-Zigaretten festsetzt, bleibt abzuwarten. Sie stellt jedoch eine funktionale Erweiterung innerhalb der verfügbaren Hardware-Optionen dar.

Akkuträger: Informationen zu Dampfmodi und technischen Einstellungen

Akkuträger – Neue Dampfmodi & Einstellungen einfach erklärt!

Technische Entwicklung der Ausgabemodi

Betriebsmodi bei E-Zigaretten – Eine Übersicht

Die ersten E-Zigaretten arbeiteten mit einer direkten Spannungsabgabe ohne Regelungsmöglichkeiten. Spätere Modelle, wie die VX Spinner von Vision, verfügten über Drehstrom-Potentiometer zur manuellen Anpassung der Spannung. Mit der Einführung chipgesteuerter Mods wurden Parameter wie Ausgangsleistung, Spannung und Temperatur einstellbar. Die direkte Spannungsabgabe wird heute oft als Bypass-Modus bezeichnet. Neben den Standards VW, VV, TC, TCR und Bypass wurden weitere Modi entwickelt, wie beispielsweise der Replay-Modus von Evolv für DNA-Chips, der auf die Reproduktion spezifischer Betriebsparameter ausgelegt ist.
Übersicht aktueller Ausgabemodi:
Funktionsweise des Smart Modus bei Pod Mods
Technische Hintergründe zum RBA Modus
Funktionen des Replay Modus (DNA-Chipsatz)
Merkmale des Pulse Mode bei Akkuträgern
Funktionsweise des ECO Modus
Inhalte des DIY Modus
Eigenschaften der Curve Modi
Entwicklung der Leistungsstufen-Modi

Funktionsweise des Smart Modus bei Pod Mods

dampfeinstellungen beim akkuträger

Anzeige der Betriebsmodi beim Akkuträger © Vaporesso


Der Smart Modus ist in verschiedenen Pod Mod Modellen integriert. In diesem Modus erkennt das Gerät den Widerstand des eingesetzten Verdampferkopfes und schlägt eine entsprechende Ausgangsleistung vor bzw. begrenzt den regelbaren Bereich auf die für den Head spezifizierten Parameter. Die Steuerung erfolgt über den internen Chipsatz durch Messung des elektrischen Widerstands und Anpassung der Spannung. Diese Funktion begrenzt den Leistungsbereich auf die technischen Spezifikationen des verwendeten Bauteils.

Technische Hintergründe zum RBA Modus

Für diverse Pod Mods sind RBA-Einheiten (Rebuildable Atomizer) verfügbar. Der RBA Mode entspricht technisch dem Variable Wattage (VW) Modus. Bei Aktivierung dieses Modus wird die automatische Leistungsbegrenzung oder der Vorschlagswert des Smart Modus deaktiviert, sodass die Leistung innerhalb der gesamten technischen Kapazität des Akkuträgers frei gewählt werden kann. Dies ist insbesondere beim Betrieb von selbstgewickelten Coils vorgesehen, bei denen der Widerstand individuell variiert.

Funktionen des Replay Modus (DNA-Chipsatz)

Der von Evolv entwickelte Replay-Modus für DNA-Chipsätze ermöglicht es, die Parameter eines spezifischen Zuges zu speichern und reproduzierbar abzurufen. Über die Software EScribe können technische Parameter des Chipsatzes individualisiert werden. Der Modus registriert die Daten während der Nutzung und wendet diese bei Aktivierung der Replay-Funktion für die folgenden Zyklen an.

Merkmale des Pulse Mode bei Akkuträgern

Der von Vaporesso eingeführte Pulse Modus (AXON-Chipsatz) arbeitet mit einer gepulsten Leistungsabgabe. Anstatt einer konstanten Spannung werden während der Aktivierung Stromimpulse in kurzen Intervallen abgegeben.

pulse-modus beim akkuträger

Darstellung des PULSE-Modus am Akkuträger © Vaporesso

Funktionsweise des ECO Modus

Der ECO Mode ist auf die Reduzierung des Energieverbrauchs ausgelegt. Durch die Anpassung der Leistungsbereitstellung soll die Betriebsdauer des Akkus verlängert werden, indem der Energiefluss optimiert wird. Dies betrifft sowohl Geräte mit fest verbautem Akku als auch Modelle mit wechselbaren Akkuzellen.

Inhalte des DIY Modus

Geräte der GEN-Serie fassen im DIY Modus verschiedene technische Funktionen in einem Untermenü zusammen. Hierzu zählen klassische Betriebsarten wie VW (Variable Wattage), TC (Temperature Control) und TCR (Temperature Coefficient of Resistance). Zudem kann der Super Player Modus aktiviert werden, der einen erweiterten Widerstandsbereich von 0,03 bis 5 Ohm unterstützt.

Eigenschaften der Curve Modi

Curve Modi ermöglichen die Erstellung eines Leistungsdiagramms für die Dauer eines Zuges. Der Anwender legt fest, welche Leistung, Spannung oder Temperatur zu einem definierten Zeitpunkt innerhalb des Zugintervalls (z. B. nach jeder Sekunde) erreicht werden soll. Diese Werte werden grafisch dargestellt und können als Profil gespeichert werden. Diese Funktion stellt eine Alternative zur konstanten Leistungssteuerung dar.

Entwicklung der Leistungsstufen-Modi

Frühe Modelle verfügten teilweise über eine Auswahl zwischen vordefinierten Leistungsstufen, oft signalisiert durch farbige LED-Indikatoren. Nach der Verbreitung von OLED-Displays und präzisen Watt-Einstellungen finden sich Konzepte mit festen Stufen wieder vermehrt in kompakten Geräten wie Pod-Systemen oder AIO-Devices (All-In-One). Bezeichnungen wie Adjustable Wattage oder Adjustable Voltage beschreiben hierbei die Auswahl zwischen mehreren fest hinterlegten Spannungs- oder Leistungsstufen, deren technische Daten in der Regel der jeweiligen Bedienungsanleitung zu entnehmen sind. Beispiele hierfür sind Modelle von Herstellern wie Aspire oder Joyetech.

E-Zigaretten Studie 2021: Dampfen effektiver als Ersatzprodukte beim Tabakstopp

e-zigarette neue studie 2012 rauchstopp

Wissenschaftliche Untersuchungen befassen sich regelmäßig mit der Rolle von E-Zigaretten im Kontext des Tabakkonsums. Eine Untersuchung aus dem Jahr 2021 verglich die Nutzung von E-Zigaretten mit herkömmlichen Nikotersatzprodukten wie Pflastern oder Kaugummis. Die im Fachmagazin „Addiction“ veröffentlichte Studie des Wolfson Institute of Preventive Medicine sowie der Queen Mary University of London untersuchte dabei die Verhaltensweisen der Probanden über einen Zeitraum von sechs Monaten (Quelle).

Studie 2021: Datenerhebung zur Nutzung
Inhaltliche Ergebnisse der Untersuchung
Vergleich mit vorangegangenen Erhebungen

Studie 2021: Methodik und Durchführung

Für die Untersuchung im Jahr 2021 wurden 135 Personen, die über einen langen Zeitraum Tabakzigaretten konsumierten, wissenschaftlich begleitet. Das Ziel der Probanden war die Beendigung des Tabakkonsums. Die Einteilung erfolgte nach dem Prinzip des „Randomized Controlled Trial“. Eine Gruppe nutzte E-Zigaretten, während die Kontrollgruppe klassische Nikotersatzprodukte wie Pflaster, Kaugummis oder Sprays verwendete. Vorab bestand bei den Teilnehmern keine Präferenz für eines der Verfahren.

Die Datenerhebung nach sechs Monaten ergab folgende Werte: In der Gruppe der E-Zigaretten-Nutzer hatten 19 Prozent den Konsum von Tabakzigaretten eingestellt. 27 Prozent der Nutzer reduzierten ihren Konsum um mehr als die Hälfte. In der Kontrollgruppe der Nutzer von Nikotersatzprodukten verzeichneten 6 Prozent eine Reduktion des Konsums um mehr als 50 Prozent, während 3 Prozent den Tabakkonsum vollständig einstellten.

Vergleichswerte der Studie 2021

Die beteiligten Wissenschaftler stellten fest, dass unter den Bedingungen einer begrenzten zusätzlichen Unterstützung die untersuchten E-Zigaretten bei der beobachteten Gruppe zu messbaren Veränderungen im Konsumverhalten führten. Katie Myers Smith von der Queen Mary University wies darauf hin, dass die Ergebnisse für Personen relevant sein können, bei denen andere Verfahren bisher nicht zum gewünschten Ergebnis führten.

Zusammenfassung der Studienergebnisse

Logo Queen Mary University LondonDie Studienautoren fassten zusammen: „In smokers with a history of unsuccessful quitting, EC [e-cigarettes] were more effective than NRT [nicotine replacement treatment] both in terms of CO-validated reduction in smoking of at least 50% and in terms of smoking cessation.“

In der Diskussion zur Studie wird angeführt, dass die Handhabung von E-Zigaretten Anforderungen von Konsumenten adressieren könnte, die über die reine Nikotinzufuhr hinausgehen. Während Nikotin auch über klassische Substitute aufgenommen werden kann, bieten E-Zigaretten durch verschiedene Nikotinstärken die Möglichkeit einer schrittweisen Anpassung der Zufuhr.

Zusätzlich wurden soziologische Aspekte betrachtet. Der Konsum von Tabakzigaretten ist häufig mit festen Tagesstrukturen und sozialen Interaktionen verknüpft. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) stellt dazu fest, dass durch wiederholte Handlungen psychologische Funktionen entstehen können. Die Untersuchung legt nahe, dass die E-Zigarette aufgrund ihrer Funktionsweise diese Verhaltensmuster teilweise abbilden kann. Laut Studienlage wird das Schadenspotenzial von E-Zigaretten im Vergleich zur Tabakzigarette als signifikant geringer eingestuft.

Vergleichbare Untersuchungen

Bereits 2019 wurde am Wolfson Institute of Preventive Medicine eine ähnliche Untersuchung mit 886 Probanden durchgeführt. Auch hier wurde der Einsatz von E-Zigaretten gegenüber alternativen Nikotersatzprodukten im randomisierten Verfahren geprüft. Nach einem Jahr wurde bei 18 Prozent der E-Zigaretten-Nutzer ein vollständiger Tabakstopp verzeichnet, in der Vergleichsgruppe lag dieser Wert bei 9,9 Prozent.

Wissenschaftliche Untersuchungen in diesem Bereich werden fortlaufend durchgeführt, da sich sowohl die technischen Parameter der Produkte als auch der gesellschaftliche Kontext verändern. Neue Daten berücksichtigen unter anderem die Verfügbarkeit von nikotinsalzhaltigen Flüssigkeiten sowie veränderte Lebensstile der Konsumenten. Die vorliegenden Daten der Queen Mary University bestätigen die Tendenzen vorangegangener Erhebungen hinsichtlich der statistischen Erfolgschancen bei der Wahl eines Ersatzproduktes.

10 Fakten zur E-Zigarette

10 grundsätzliche Fakten zum Dampfen

Die E-Zigarette ist nach über 10 Jahren am Markt etabliert und hat ihren Platz im öffentlichen Bewusstsein gefunden. Auch in den allgemeinen Medien sind Themen rund ums Dampfen immer mal wieder an der Tagesordnung. Allerdings sind die Meldungen, je nach Quelle, zum Teil divergent, was für Verwirrung sorgen kann. Gerade (Noch-) Raucher, die sich für die E-Zigarette interessieren, aber unsicher sind, was sie von ihr halten sollen, werden durch widersprüchliche oder unvollständige Aussagen verunsichert. Die alte Weisheit “Halbwissen ist schlimmer als Nichtwissen” gilt auch für die elektrische Zigarette. Um Verwirrung vorzubeugen, haben wir in diesem Blogbeitrag einmal 10 allgemeine Fakten zur E-Zigarette zusammengefasst!

1. Dampfen ist nicht Rauchen

2. Dampfen ist deutlich weniger schädlich als Rauchen

3. In der EU erworbene Liquids für E-Zigaretten enthalten, außer dem optionalen Nikotin, keine als gefährlich geltenden Zusatzstoffe

4. Liquids für E-Zigaretten gibt es in einer breiten Auswahl an Geschmacksrichtungen

5. E-Zigaretten explodieren nicht

6. Schon viele Raucher sind mit der E-Zigarette erfolgreich umgestiegen

7. Du bestimmst, wie aufwendig es ist!

8. Um die E-Zigarette ist eine tolle, lebendige Community entstanden

9. Viele Gerüchte zur E-Zigarette stimmen nicht

10. Der Umstieg ist machbar!

1. Dampfen ist nicht Rauchen

Auch wenn die Bezeichnung “E-Zigarette” den Vergleich nahelegen mag: Das Dampfen einer elektrischen Zigarette ist nicht mit dem Rauchen herkömmlicher Tabakzigaretten gleichzusetzen! Beim klassischen Rauchen wird Tabak verbrannt, durch den Verbrennungsprozess entstehen etwa 250 giftige Stoffe, darunter viele krebserregende Substanzen wie Naphthalin oder Vinylchlorid. Liquid für E-Zigaretten wird durch Erhitzen verdampft, es entstehen keine Verbrennungsprodukte wie Teer, die inhaliert werden könnten. Schon 1976 postulierte der britische Arzt und Wissenschaftler Professor Michael Russell: “Die Menschen rauchen wegen des Nikotins, sie sterben jedoch durch den Teer”.

2. Dampfen ist deutlich weniger schädlich als Rauchen

Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass die E-Zigarette im Vergleich mit der Tabakzigarette die deutlich weniger schädliche Alternative ist! Zu den bekanntesten Studien zählt die Veröffentlichung der britischen Gesundheitsbehörde Public Health England, nach der die elektrische Zigarette bis zu 95% weniger gesundheitsgefährdend ist als klassische Tabakzigaretten. Die E-Zigarette ist mittlerweile mehr als 10 Jahre erfolgreich am Markt etabliert, seit dieser Zeit wird sie auch wissenschaftlich betrachtet. Neben den Studien der britischen Gesundheitsbehörde, die sich wiederholt mit dem Dampfen befasste, existieren zahlreiche weitere Arbeiten, beispielsweise des italienischen Mediziners Dr. Riccardo Polosa von der Universität Catania oder des österreichischen Pharmakologen Prof. Bernd Mayer von der Universität Graz. Das teilweise bis heute hervorgebrachte Argument, die E-Zigarette sei wissenschaftlich nicht erforscht, ist so nicht zutreffend!

3. In der EU erworbene Liquids für E-Zigaretten enthalten, außer dem optionalen Nikotin, keine als gefährlich geltenden Zusatzstoffe

Sämtliche in Deutschland und der gesamten Europäischen Union legal und regulär angebotenen E-Zigaretten-Produkte, Geräte ebenso wie Liquids, werden durch die EU-weit gültige Tobacco Products Directive 2 (TPD2) reguliert. Losgelöst vom Nikotin dürfen E-Liquids keine als potentiell gesundheitsgefährdend eingestuften Substanzen enthalten. Zusätzlich müssen nach dem bundesdeutschen Tabakerzeugnisgesetzes (TabakErzG), sämtliche Inhaltsstoffe eines Liquids auf dessen (Wickel-) Etikett bzw. Beipackzettel aufgelistet sein. Seit dem Januar des Jahres 2021 gilt diese Verpflichtung auch für nikotinfreie Produkte wie Aromen, Longfills oder Shake and Vapes. Ob und wieviel Nikotin das Liquid einer E-Zigarette enthält, entscheidet jeder Nutzer selbst. Liquids für E-Zigaretten sind in verschiedenen Stärken, z.B. mit 3, 6, 9, 12 oder 19 mg Nikotin je Milliliter, aber auch komplett ohne Nikotin erhältlich!

4. Liquids für E-Zigaretten gibt es in einer breiten Auswahl an Geschmacksrichtungen

Liquids für E-Zigaretten sind in einer Vielzahl verschiedener Geschmacksrichtungen lieferbar. Zum einen gibt es klassische Tabakaromen, die speziell für Umsteiger, welche den Tabakgeschmack gewohnt sind, interessant sein können. Von kräftig über würzig bis mild ist alles dabei! Im Bereich der fruchtigen Tastes gibt es klassische Geschmäcker wie Erdbeere oder Blaubeere, exotische Varianten wie Mango, Papaya oder Ananas, aber auch gänzlich andere Aromen, beispielsweise Gurke. Interessierte Nutzer finden unter den sogenannten Tasty Tastes Kreationen wie Erdbeer-Käsekuchen oder Schwarzwälder Kirsch. Nicht zuletzt gibt es im Segment der Premium-Liquids regelrechte Liquidkreateure, die verschiedenste Aromen zu neuen Kompositionen mixen und diese z.B. mit Menthol, Vanille oder dem kühlenden Koolada verfeinern. Den individuellen Wünschen und Varianten von Liquids sind also keine Grenzen gesetzt!

5. E-Zigaretten explodieren nicht

Berichte über eine “explodierende E-Zigarette” tauchten beinahe analog zur Markteinführung der Produkte auf und werden bis heute an verschiedenen Stellen immer mal wieder laut. Was steckt dahinter? Akkus – ganz egal ob in E-Zigaretten, Taschenlampen oder Flugzeugmodellen – können ausgasen, wenn man ihnen eine höhere Stromentnahme abverlangt, als sie zu leisten im Stande sind. Hat das Gerät dann keine Entlüftungsöffnungen im Akkufach kann der entstehende Innendruck dazu führen, dass die Akkuaufnahme auseinandergerissen wird. Ebenso wie Liquids werden in der Europäischen Union aber auch die Geräte durch die TPD2 reguliert. Moderne E-Zigaretten arbeiten mit einem Chipsatz, der zu hohe Leistungsentnahmen technisch unmöglich macht. Sicherheit ist in jedem Falle eine Grundvoraussetzung dafür, dass Geräte in Deutschland oder der EU regulär in den Markt gebracht werden dürfen. Geräte, bei denen es zum Ausgasen des Akkus kam, wurden von außerhalb der EU unreguliert in den Markt gebracht, oder von den Anwendern bewusst manipuliert, um beispielsweise höhere Leistungen zu generieren.

6. Schon viele Raucher sind mit der E-Zigarette erfolgreich umgestiegen

Aktuell nutzen in Deutschland ca. 2 Millionen Menschen die E-Zigarette. Der absolut überwiegende Anteil dieser Personen sind ehemalige Raucher, die sich bewusst für die weniger gesundheitsschädliche Alternative entschieden haben. Wie eine im Jahr 2019 von Prof. Peter Hajek vom Londoner Wolfson Institute of Preventive Medicine durchgeführte Studie zeigt, ist das Dampfen als Mittel zur Rauchentwöhnung wesentlich erfolgreicher als beispielsweise Nikotinpflaster und vergleichbare Produkte, da sie in Bezug auf Haptik, Sozialverhalten und den gewohnheitsmäßigen Gebrauch der Tabakzigarette entspricht. Eine aktuelle Studie der Queen Mary University konnte diese Ergebnisse untermauern. Zudem ermöglichen es die verschiedenen Nikotinstärken der Liquids für E-Zigaretten, die Nikotinzufuhr stufenweise zu reduzieren.

7. Du bestimmst, wie aufwendig es ist!

Es stimmt schon, einige E-Zigaretten-Modelle können mit ihren Tasten, Displays und Einstellmöglichkeiten auf den interessierten Laien vielleicht abschreckend wirken. Doch keine Angst! Für viele Vaper ist das Dampfen mittlerweile mehr als Tabakentwöhnung, es ist für manche zum Hobby, für einige gar zur Leidenschaft geworden. Und natürlich hält der Markt für diese Nutzergruppe Selbstwickler, Squonk-Mods, Geräte mit vielen Betriebsmodi etc. bereit. Es gibt aber ebenso eine breite Produktpalette von Geräten, die explizit auf Umsteiger zugeschnitten sind. Modelle wie die Easy 4 von SC kommen beispielsweise ohne Tasten oder andere Bedienelemente aus. Aktiviert werden sie auf Zug am Mundstück. Bei diesen Modellen wird einfach ein vorbefülltes Cap aufgesteckt und los gehts! Alles, was man für den erfolgreichen Start benötigt, ist bereits in der Verpackung enthalten. Ready to Vape!

8. Um die E-Zigarette ist eine tolle, lebendige Community entstanden

Für viele ist die E-Zigarette nicht nur ein Produkt, was man täglich verwendet wie einen Fön oder einen Stabmixer, vielmehr ist sie für einen Teil der Dampfer zum Hobby geworden. Rund um das Dampfen hat sich eine aktive, engagierte Community entwickelt! In Zeiten des Lockdowns und der Pandemie war das alles etwas schwieriger, aber normalerweise wird an Dampferstammtischen geklönt und gefachsimpelt und sich rege in Internetforen wie dem E-Dampfen-Forum ausgetauscht. Die vielen, jährlich stattfindenden Dampfermessen wie die Hall of Vape in Stuttgart sind riesige Ereignisse mit Rahmenprogramm und Eventcharakter. Berührungsängste sind dabei unnötig: Auch wenig erfahrene Vaper werden in der Dampfer-Community herzlich aufgenommen und erhalten viele hilfreiche Tipps und Empfehlungen zur E-Zigarette!

9. Viele Gerüchte zur E-Zigarette stimmen nicht

Was neu ist, wird zunächst kritisch unter die Lupe genommen. Das galt für die Eisenbahn ebenso wie für das Internet. Die E-Zigarette macht hierbei keine Ausnahme. Ob aus Übereifer, Unwissenheit oder wegen der schnellen Schlagzeile – in den letzten Jahren gab es durchaus negative Pressemeldungen rund ums Dampfen, die so nicht der Wahrheit entsprachen. So wurde die elektrische Zigarette beispielsweise mit der Lungenerkrankung Bronchiolitis obliterans, auch als “Popcorn-Lunge” bezeichnet, in Verbindung gebracht. Vor zwei Jahren kursierten Schreckensmeldungen über die Lungenkrankheit EVALI in den Medien und im letzten Jahr entstand eine Diskussion um das Süßungsmittel Sucralose. Viele dieser Berichte waren voreilig oder auch schlicht falsch. Im Falle von EVALI wurde die regulierte E-Zigarette mit illegalen E-Joints aus den USA gleichgesetzt. Was genau hinter den einzelnen Meldungen steckt, haben wir in einem extra Blogbeitrag zusammengefasst. Fakt ist, dass durch ungenaue oder vorschnelle mediale Berichterstattung in der Öffentlichkeit an einigen Stellen durchaus ein verzerrtes Bild von der E-Zigarette entstanden ist.

10. Der Umstieg ist machbar!

Wer sich für die E-Zigarette und gegen das Tabakrauchen entscheidet, entscheidet sich für die deutlich weniger schädliche, tabakfreie Alternative. Das Dampfen bietet eine Möglichkeit, dem Körper Nikotin zuzuführen, ohne dass ein Verbrennungsprozess stattfindet. Die Nikotinkonzentration kann auf Wunsch sukzessive reduziert werden. E-Zigaretten simulieren die Haptik einer klassischen Zigarette und ermöglichen so den gewohnheitsmäßigen Gebrauch. Viele Geräte sind einfach in der Handhabung und richten sich explizit an Umsteiger oder wenig erfahrene Nutzer. Händler vor Ort beraten gern beim Umstieg und geben Empfehlungen, welche Setups die richtigen sind, worauf im Einzelfall zu achten ist. Eine große, hilfsbereite Community steht mit Ratschlägen, Tipps und Tricks online wie offline zur Seite. Der Umstieg auf die E-Zigarette ist weitaus weniger schwierig, als es vielleicht auf den ersten Blick scheinen mag. Und er ist der Start in eine Erfahrung, die von den allermeisten Vapern sehr bald deutlicher als Gewinn erlebt wird!

10 Fakten zum Dampfen in der grafischen Übersicht

 

 

 

Sucralose & Triacetin – Gefahr aus der Dampfe?

Droht durch Zusatzstoffe in Liquids wie Sucralose oder Triacetin Gefahr?

Sucralose, Triacetin oder Vitamin-E-Acetat – Diskussionen um Zusatzstoffe in Liquids für E-Zigaretten werden in Fachkreisen geführt und erreichen teils die mediale Berichterstattung. Im Sommer 2020 entstand eine Debatte um das Süßungsmittel Sucralose. Ein Jahr zuvor wurde die Branche durch Berichte über die Lungenkrankheit EVALI aufmerksam. Ende 2015 gerieten im Zusammenhang mit der Bronchiolitis obliterans die Stoffe Diacetyl und Triacetin in den Fokus. Informationen zu den Hintergründen und zur Regulierung von in Deutschland erhältlichen Liquids finden Sie in diesem Beitrag.
Was ist Sucralose?

Sucralose: Was war passiert?

Ist Sucralose in Liquids für E-Zigaretten enthalten?

Was sind Triacetin und Diacetyl?

Diacetyl, Triacetin und die “Popcorn-Lunge”

Gefahr durch Triacetin und Diacetyl beim Dampfen?

Was ist Vitamin-E-Acetat?

Was hat es mit EVALI und Vitamin-E-Acetat auf sich?

Warum Nutzer regulierter Liquids keine Angst vor EVALI haben müssen

Was ist Sucralose?

Sucralose (E 955), chemisch C12H19Cl3O8, ist ein Süßungsmittel, das seit 2004 in der EU als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen ist. Es muss auf Verpackungen deklariert werden. Sucralose ist kalorienfrei und weist eine höhere Süßkraft als Haushaltszucker auf. Entwickelt wurde der Stoff Anfang der 1990er Jahre. Einsatz findet Sucralose unter anderem in der Lebensmittelproduktion, bei Softdrinks oder Zahnpasta.

Sucralose: Was war passiert?

Im April 2019 wies das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) darauf hin, dass bei Erhitzung von Sucralose auf 120 bis 150°C über längere Zeit Stoffe wie Chlorpropanole entstehen können. Die Warnung bezog sich auf den Lebensmittelbereich (Kochen/Backen). Da beim Verdampfen in E-Zigaretten Temperaturen bis 300°C erreicht werden können, wurde die Verwendung in Aromen untersucht. Der Toxikologe Prof. Dr. Bernd Mayer riet 2019 von der Verwendung sucralosehaltiger Liquids ab, bis weitere Ergebnisse vorlägen. Studien der Branchenverbände BfTG und VdeH kamen zu dem Schluss, dass eine Gefährdung bei einem Sucralosegehalt unter 0,5% nicht nachweisbar ist, bei höheren Anteilen jedoch nicht ausgeschlossen werden kann.

Ist Sucralose in Liquids für E-Zigaretten enthalten?

Seit der Neuregelung des Tabakerzeugnisgesetzes (TabakErzG) zum 01.01.2021 sind Beipackzettel auch für nikotinfreie Flüssigkeiten wie Longfills oder Shake and Vapes vorgeschrieben. Die Verwendung gesundheitsgefährdender Inhaltsstoffe ist gesetzlich untersagt. Viele Hersteller deklarieren ihre Produkte zudem als “sucralosefrei”. Bei Importen aus dem Nicht-EU-Ausland sind Inhaltsstoffe teils nicht vollständig ausgewiesen; bei Produkten mit süßem Geschmacksprofil ist die Verwendung von Sucralose dort möglich.

Was sind Triacetin und Diacetyl?

Triacetin (C9H14O6) ist ein Ester aus Glycerin und Essigsäure. Es dient als Weichmacher und ist als E 1518 für Kaugummis und Aromen zugelassen. Diacetyl (C4H6O2) ist Bestandteil des natürlichen Butteraromas und entsteht unter anderem beim Bierbrauen durch Hefen.

Diacetyl, Triacetin und die “Popcorn-Lunge”

Anfang der 2000er Jahre traten in den USA Fälle von Bronchiolitis obliterans bei Mitarbeitern in der Popcorn-Produktion auf. Die Erkrankung wurde medial als „Popcorn-Lunge“ bezeichnet und mit dem Aromastoff Diacetyl in Verbindung gebracht. Eine Studie der Harvard University untersuchte 2015 den Zusammenhang mit E-Zigaretten-Liquids. Die Studie stellte fest, dass die untersuchten Proben entweder kein Diacetyl enthielten oder unterhalb von 250 µg lagen. Dennoch wurde das Thema medial aufgegriffen. In diesem Zuge wurde auch die Wirkung von Triacetin, das in manchen Zitrusaromen vorkommt, thematisiert.

Gefahr durch Triacetin und Diacetyl beim Dampfen?

Diacetyl ist in Tabakzigaretten in deutlich höheren Konzentrationen (300 bis 400 µg) enthalten als in den 2015 getesteten Liquids. In der europäischen Liquid-Produktion wird auf die Zugabe von Diacetyl verzichtet. Eine Gefährdung durch Triacetin in üblichen Mengen konnte bislang nicht nachgewiesen, aber auch nicht ausgeschlossen werden. Da Triacetin Tanks aus Makrolon beschädigen kann, wurde es frühzeitig aus vielen Rezepturen entfernt. Hersteller in der EU verzichten heute weitgehend auf den Einsatz von Triacetin.

Was ist Vitamin-E-Acetat?

Vitamin-E-Acetat (Tocopherylacetat, C31H52O3) wird synthetisch hergestellt und in Kosmetika, Futtermitteln oder Pharmazeutika verwendet. Bei inhalativer Aufnahme kann der Stoff schwere Lungenschädigungen verursachen.

Was hat es mit EVALI und Vitamin-E-Acetat auf sich?

2019 traten in den USA vermehrt Lungenerkrankungen auf. Untersuchungen der FDA und CDC ergaben, dass Betroffene meist illegal erworbene THC-Lösungen konsumiert hatten. Die Symptome wurden durch beigemischtes Vitamin-E-Acetat verursacht, welches als Streckmittel diente. Die WHO klassifizierte die Erkrankung als EVALI (E-cigarette or Vaping product use Associated Lung Injury).

Warum Nutzer regulierter Liquids keine Angst vor EVALI haben müssen

Die betroffenen Substanzen stammten aus unregulierten Quellen und entsprachen nicht den Standards für herkömmliche Liquids. In Deutschland und der EU erhältliche Liquids unterliegen der TPD2-Richtlinie und dürfen keine gesundheitsgefährdenden Substanzen wie Vitamin-E-Acetat enthalten. Produkte aus dem Fachhandel in der EU sind daher nicht als Ursache für EVALI anzusehen.

Technische Grundlagen: Aufbau und Konfiguration von Selbstwickel-Verdampfern

Tutorial Verdampfer selbst wickeln

Die technische Konfiguration von E-Zigaretten umfasst neben Fertig-Systemen auch den Bereich der Selbstwickelverdampfer. In Fachforen oder im Fachhandel wird das Thema Verdampfer selbst wickeln häufig thematisiert. Für Anwender stellt sich dabei die Frage nach den technischen Voraussetzungen, dem benötigten Zubehör sowie den notwendigen Werkzeugen. Dieser Beitrag erläutert die technischen Grundlagen zum Thema Verdampfer selbst wickeln und dokumentiert die einzelnen Arbeitsschritte bei der Bestückung eines Selbstwickelverdampfers.

Technische Aspekte: Warum Verdampfer selbst wickeln?

Grundlagen und technische Voraussetzungen

Erster Schritt: Konfiguration der Coil

Zweiter Schritt: Installation der Coil im Deck

Dritter Schritt: Thermische Prüfung und Reinigung

Vierter Schritt: Installation des Trägermaterials

Fünfter Schritt: Vorbereitung des Trägermaterials

Abschluss der Konfiguration

 

Technische Aspekte: Warum Verdampfer selbst wickeln?

Während für Clearomizer meist standardisierte Verdampferköpfe verfügbar sind, bietet das Verdampfer selber wickeln spezifische technische Optionen. Gründe für diese Nutzungsform können sein:

  1. Betriebskosten:

Nach der initialen Anschaffung eines Selbstwickelverdampfers sowie der Werkzeuge können die laufenden Kosten für Verbrauchsmaterialien wie Draht und Watte im Vergleich zu fertigen Heads geringer ausfallen.

  1. Technische Individualisierung:

Beim Selbstwickeln lassen sich Parameter wie Widerstandswert, Durchmesser und Länge der Wicklung sowie die Materialbeschaffenheit der Coil manuell festlegen. Dies ermöglicht eine genaue Abstimmung des Setups auf die technischen Anforderungen des verwendeten Akkuträgers und die persönliche Zugtechnik.

  1. Vertiefung des technischen Wissens:

Die manuelle Bestückung erfordert eine Auseinandersetzung mit physikalischen Grundlagen wie dem Ohmschen Gesetz und der Elektronik. Anwender schätzen oft die Möglichkeit, Komponenten eigenhändig zu konfigurieren und technisches Fachwissen aufzubauen.

 

Grundlagen zum Verdampfer selbst wickeln

  1. Selbstwickelverdampfer (RBA)

Ein Selbstwickelverdampfer bezeichnet ein System, das vom Anwender eigenständig mit Wicklungen und Trägermaterial bestückt wird. Zu den gängigen Bauarten zählen RTA, RDA und RDTA. Eine detaillierte Übersicht ist in diesem Fachbeitragzu finden.

  1. Drähte und Trägermaterial

Als Heizelement wird ein Draht zur Spule (Coil) geformt, durch die ein Trägermaterial (meist Watte) zur Liquidleitung gezogen wird. Es ist wichtig, ausschließlich unbehandelte Watte und für E-Zigaretten spezifizierte Drähte zu verwenden, da diese hohen Temperaturen ausgesetzt sind. Kanthal eignet sich für den wattgeregelten Modus, während für das temperaturgesteuerte Dampfen Nickel, Titan oder Edelstahl verwendet werden.

  1. Werkzeuge

Die Verwendung von Spezialwerkzeugen erhöht die Präzision bei der Konfiguration. Empfohlene Tools sind:

  • Wickelstift zur Formung der Spule
  • Seitenschneider zum Kürzen des Drahtes
  • Wickelsockel oder Akkuträger mit Widerstandsmessung
  • Schraubendreher zur Fixierung im Deck
  • Keramikpinzette (hitze- und spannungsbeständig)
  • Spitzpinzette zum Verlegen der Watte
  • Scharfe Schere für das Trägermaterial

Werkzeuge für die Bestückung von Selbstwickelverdampfern

 

Erster Schritt: Konfiguration der Coil

Zunächst wird die Coil gefertigt. Es existieren zahlreiche Bauweisen wie Clapton oder Fused Clapton, die sich in ihrer Oberflächenbeschaffenheit unterscheiden.
Verschiedene Bauweisen von Wicklungen
Grundlage ist das Ohmsche Gesetz (Details siehe hier). Der angestrebte Widerstandswert muss zur Zugtechnik passen (MTL meist > 1,0 Ohm; DL meist < 1,0 Ohm). Der Draht wird gleichmäßig um den Wickelstift gewunden. Man unterscheidet zwischen Contact Coils (Windungen berühren sich) und Spaced Coils (mit Zwischenräumen), was das thermische Verhalten beeinflusst.

 

Zweiter Schritt: Installation der Coil im Deck

Platzierung der Coil im Wickeldeck
Die Coil wird nun im Deck befestigt. Dabei wird jeweils ein Ende der Wicklung mit dem Pluspol und dem Minuspol verbunden. Es ist auf eine zentrale Ausrichtung zu achten und sicher zu stellen, dass die Wicklung keine Gehäuseteile berührt, um Kurzschlüsse zu vermeiden. Nach dem Fixieren der Schrauben werden die überstehenden Enden bündig gekürzt.


 

Dritter Schritt: Thermische Prüfung

Thermische Prüfung der Wicklung
Durch kurze Stromstöße wird geprüft, ob die Wicklung gleichmäßig von der Mitte nach außen aufglüht. Eventuelle Unregelmäßigkeiten (Hotspots) können mit einer Keramikpinzette korrigiert werden. Dabei ist auf die Hitzeentwicklung zu achten. Stromführende Teile niemals mit leitenden Gegenständen berühren.

Vierter Schritt: Installation des Trägermaterials

Watteverlegung im Selbstwickelverdampfer
Ein Wattestrang wird durch die abgekühlte Coil gezogen. Die Menge ist so zu wählen, dass der Strang mit leichtem Widerstand in der Wicklung sitzt. Für Standard-Durchmesser sind vorgefertigte Wattestränge verfügbar. Die Enden werden auf die für das jeweilige Deck erforderliche Länge gekürzt.

Fünfter Schritt: Vorbereitung des Trägermaterials

Primen der Watte
Die Watteenden werden leicht ausgedünnt, um den Liquidnachfluss zu gewährleisten. Danach werden sie in die vorgesehenen Taschen des Decks verlegt. Zum Abschluss wird die Watte direkt mit Liquid gesättigt (Primen), bevor der Verdampfer zusammengesetzt und der Tank befüllt wird.

 

Abschluss der Konfiguration

Nach der Montage und Befüllung ist das System betriebsbereit. Das Selbstwickeln erfordert technisches Verständnis und Übung, bietet jedoch erweiterte Möglichkeiten zur individuellen Konfiguration des Dampfgeräts.

Bildnachweis:
Bild 5: bali_kiknadze

10 Jahre InnoCigs: Ein Rückblick auf unsere Unternehmensgeschichte

Seit Ende März 2021 ist InnoCigs seit 10 Jahren am Markt tätig. Unser Weg begann am 31. März 2011 mit dem Onlineshop Mr-Smoke.de, über den erste E-Zigaretten vertrieben wurden – zu einem Zeitpunkt, als diese Produkte in Deutschland noch wenig verbreitet waren. Heute agiert InnoCigs als Großhändler für elektrische Zigaretten und Zubehör in Deutschland. 10 Jahre InnoCigs bieten Anlass, die Unternehmensentwicklung von den Anfängen bis zur aktuellen Ausrichtung zu betrachten.

10 Jahre Rückblick: Die Unternehmensgründung

Unternehmensstart

10 Jahre InnoCigs: Die Expansion

Namensänderung zu InnoCigs

InnoCigs in der Gegenwart

Ausblick auf die kommenden Jahre

 

10 Jahre Rückblick: Die Unternehmensgründung

Unternehmensideen entstehen oft durch neue Eindrücke. Dennis Dahlmann begegnete im Jahr 2010 während einer Reise durch Florida erstmals der elektrischen Zigarette. Als Raucher prüfte er das Gerät im Selbstversuch. Auch wenn die Technik der E-Zigaretten der ersten Generation technisch nicht dem Standard heutiger Modelle entsprach, erfolgte für ihn der Umstieg auf die rauchfreie Alternative. Tabakzigaretten wurden seither nicht mehr konsumiert.

Unternehmensstart

Zusammen mit seinem Bruder Dustin Dahlmann, der zu dieser Zeit ein Softwareunternehmen führte, wurde der Entschluss gefasst, die E-Zigarette auf dem deutschen Markt anzubieten. Die Dampfer Community befand sich damals noch in einer frühen Phase. Als dritter Mitbegründer stieß Henning Sievers zum Team. Im März 2011 wurde der Onlineshop Mr-Smoke.de gestartet. Bei der Auswahl des Sortiments lag der Fokus von Beginn an auf technisch ausgereiften Geräten und Tanksystemen.

“Die wichtigste Aufgabe besteht in der Auswahl der Produkte. Ein Großhändler muss gefragte Waren immer auf Lager haben!”

Michael Laley, Senior Procurement Manager

10 Jahre InnoCigs: Die Expansion

Besuch Produzent AspireMit steigendem Bestellaufkommen wuchsen die Anforderungen an Logistik und Versand. Zunächst wurde die Abwicklung über die Kapazitäten der Softwarefirma realisiert, was jedoch aufgrund der Nachfrage bald angepasst werden musste. Geschäftsführer Henning Sievers verweist auf die Zeit, als Warenbestände aufgrund des Volumens kurzfristig in Bürofluren gelagert wurden. In der Folge wurde ein Logistikstandort in Halstenbek bezogen und das Team um Fachpersonal in den Bereichen Logistik, Vertrieb und Verwaltung erweitert. Es folgten regelmäßige Besuche bei Herstellern wie Aspire, JWEI oder KangerTech in China, um Produktionsabläufe und technische Standards vor Ort zu sichten.

Namensänderung zu InnoCigs

Durch die direkten Kontakte zu den Produzenten wurde das Sortiment stetig ausgebaut. Neben Hardware wurden auch Liquids, Akkuzellen und Clearomizer aufgenommen. 2014 wurde der erste E-Zigaretten Store in Hamburg eröffnet; heute umfasst das Netz neun Standorte. Seit Mitte 2015 werden Geräte der JWEI-Besuch Produzent JoyetechGruppe unter den Marken InnoCigs und SC geführt. Dies ermöglichte die Bereitstellung von OEM-Geräten mit deutschsprachigen Handbüchern. Um der gewachsenen Struktur als Fachgroßhändler gerecht zu werden, wurde das Unternehmen schließlich in InnoCigs umfirmiert.

Steven Gerhard, Content Manager“Durch die abwechslungsreichen Tätigkeit wie die Koordination der Artikelanlage und die Datenpflege wird es nie langweilig und meine Arbeit bleibt herausfordernd.”

Steven Gerhard, Content Manager

InnoCigs in der Gegenwart

InnoCigs Messestand InterTabac 2019Das aktuelle Sortiment umfasst im Hardwarebereich Kits, Mods, Selbstwickelverdampfer sowie Pod-Systeme und Longfill-Liquids. Seit 2018 bietet InnoCigs zudem Dropshipping-Dienstleistungen für den Fachhandel an. Bedingt durch das Wachstum erfolgte 2019 der Bezug größerer Büroräume in Hamburg-Altona. Seit Ende 2019 wird die Logistik über den Dienstleister Arvato abgewickelt. InnoCigs führt heute Produkte von über 30 Hardware-Herstellern wie UWELL, Aspire oder GeekVape sowie ein breites Portfolio an Liquid-Produkten und Zubehör.

Ausblick auf die kommenden JahreInnoCigs Zentrale Hamburg

InnoCigs hat die Strukturen für die zukünftige Marktentwicklung geschaffen. Nach 10 Jahren am Markt verfolgen wir weiterhin das Ziel, die E-Zigarette als Alternative zum herkömmlichen Tabakkonsum zu etablieren. Zur Unterstützung unserer weiteren Entwicklung suchen wir kontinuierlich neue Kolleg*innen.

“Wichtig ist mir die Zufriedenheit der Kunden. Die kann nur durch offene und direkte Kommunikation gelingen.”

Florian Bruns, Sales Manager

Technische Kompetenz und eine konsequente Marktausrichtung haben die Unternehmensentwicklung geprägt. Auf dieser Basis wird die Zusammenarbeit mit Partnern und Kunden fortgeführt. 10 Jahre InnoCigs markieren einen Meilenstein der bisherigen Firmengeschichte.
 

Interview mit Aspire CEO Allen Liu – Vaping Trends 2021

Hersteller-Interview: Aspire

Hinweis: Das Interview aus 2021 wurde im April 2026 überarbeitet, sämtliche Aussagen neutralisiert.

Aspire zählt zu den Herstellern von E-Zigaretten, die seit der Anfangsphase am Markt vertreten sind. Das in Shenzhen ansässige Unternehmen weitete seine Aktivitäten über die Jahre international aus. Im Jahr 2021 erläuterte CEO Allen Liu in einem Interview die damalige Ausrichtung des Unternehmens sowie die Entwicklung technischer Standards.

Informationen zur Gründung von Aspire
Entwicklung der Mitarbeiterzahlen
Regionale Absatzmärkte
Bedeutung von Branchenveranstaltungen
Unternehmensziele im Jahr 2021
Marktbeobachtungen und regulatorische Aspekte
Produktplanung und Kooperationen
Fokus bei der Hardware-Entwicklung

Wann wurde Aspire gegründet und wie groß war das Team zu Beginn?

 

Aspire nahm den Betrieb vor etwa einem Jahrzehnt mit einer Belegschaft von 2000 bis 3000 Mitarbeitern auf. Die Personalstärke wurde dabei regelmäßig an das jeweilige Auftragsvolumen angepasst.

Wie stellte sich die Mitarbeiterzahl später dar?

 

Im Jahr 2021 lag die Zahl der Beschäftigten weiterhin bei rund 2000 Personen.

In welchen Regionen war Aspire tätig?

 

Der Vertrieb konzentrierte sich zu diesem Zeitpunkt auf die USA, Europa, Kanada, Südostasien und Korea. Zudem wurden die legalen Vertriebskanäle innerhalb Chinas bedient.

Welche Bedeutung hatten Messen für das Unternehmen?

 

Das Unternehmen war auf internationalen Fachmessen vertreten. Die Strategie sah vor, an Veranstaltungen teilzunehmen, die sowohl regionale als auch internationale Fachbesucher ansprachen. Die Organisation der Ausstellungen erfolgte dabei unter Berücksichtigung lokaler Gegebenheiten durch Personal vor Ort.

Welche Ziele verfolgte das Unternehmen für die weitere Entwicklung?

 

Nach zehn Jahren Marktpräsenz beabsichtigte Aspire, die technische Entwicklung von E-Zigaretten weiterzuführen. Ein Fokus lag auf der Beobachtung der sich ändernden gesetzlichen Rahmenbedingungen und der zunehmenden Regulierung des Sektors. Das Unternehmen strebte ein weiteres Wachstum innerhalb der regulatorischen Vorgaben an.

Welche Markttrends wurden 2021 identifiziert?

 

Es wurde eine Zunahme der Nachfrage nach kompakten Modellen festgestellt. Zudem rückten regulatorische Anforderungen wie die PMTA in den USA oder die TPD in Europa stärker in den Fokus. Themen wie Produktsicherheit, Standardisierung und technische Konformität gewannen an Bedeutung. Auch die Umsetzung von Kindersicherungen und die Einhaltung von Abgabeverboten an Minderjährige waren zentrale Aspekte der Branchendynamik.

Welche Produkte befanden sich in der Planung?

 

Das Sortiment sollte um weitere portable Geräte ergänzt werden. Unter dem Namen ‚Prestige‘ führte Aspire zudem eine Produktlinie, die in Kooperation mit externen Designern entwickelt wurde. Ein Beispiel für diese Zusammenarbeit war der MIXX Akkuträger, der gemeinsam mit italienischen Entwicklern entworfen wurde.

Welche Faktoren waren bei neuer Hardware entscheidend?

 

Der Fokus lag auf der technischen Konstruktion und der Funktionalität der Geräte.

Aspire und InnoCigs begannen ihre Zusammenarbeit im April 2014. In diesem Zeitraum wurden verschiedene Modelle, Clearomizer und technisches Zubehör in das Sortiment aufgenommen. Aspire zählte seither zu den festen Bestandteilen des Portfolios.

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Rechtliche Bestimmungen zur E-Zigaretten-Werbung: Gesetzliche Grundlagen und Fristen

Was das Werbeverbot für die E-Zigarette bedeutet

Am 2. Juli 2020 beschloss der Deutsche Bundestag das Zweite Gesetz zur Änderung des Tabakerzeugnisgesetzes (TabakerzG), die Zustimmung des Bundesrates erfolgte am 18. September 2020. Die Neuregelung umfasst Bestimmungen zum Werbeverbot für Tabakerzeugnisse sowie verwandte Erzeugnisse, unabhängig vom Nikotingehalt. Nachfolgend werden die rechtlichen Auswirkungen auf die Branche, geltende Fristen sowie betroffene Produktkategorien und Kommunikationskanäle dargelegt.
Rechtliche Auswirkungen auf die Außenwerbung
Beschränkungen in Diensten der Informationsgesellschaft
Regulierung nikotinfreier E-Zigaretten-Liquids
Vorgaben zu Beipackzetteln und Gebrauchsinformationen
Bestimmungen zu Gebindegrößen bei E-Zigaretten-Liquids
Rechtsgültigkeit des Werbeverbots

Rechtliche Auswirkungen auf die Außenwerbung

Die Neuregelung sieht gestaffelte Übergangsfristen vor. Während die Außenwerbung für herkömmliche Tabakerzeugnisse bis Anfang Januar 2022 zulässig ist, gilt für Tabakerhitzer eine Frist bis zum Jahr 2023. Für elektronische Zigaretten und Nachfüllbehälter ist Außenwerbung (z. B. auf Plakatflächen) noch bis zum 31.12.2023 zulässig. Ab dem 01.01.2024 ist diese Form der Werbung gesetzlich untersagt, was auch nikotinfreie Erzeugnisse einschließt. Ausgenommen vom Verbot ist die Fachbewerbung an Außenflächen und in Schaufenstern des E-Zigaretten-Fachhandels sowie die Werbemittelverwendung innerhalb der Geschäftsräume am Verkaufsort (Point of Sale).

Beschränkungen in Diensten der Informationsgesellschaft

Die Werbung für nikotinhaltige Erzeugnisse in Diensten der Informationsgesellschaft (Internet) unterliegt bereits bestehenden Verboten. Seit dem 01. Januar 2021 erstreckt sich dieses Verbot auch auf nikotinfreie Flüssigkeiten wie Longfills, Shake-and-Vape-Produkte, Basen und Aromen. Rein redaktionelle Inhalte von Privatpersonen ohne kommerziellen Zweck sind von dieser Regelung ausgenommen. Die Veröffentlichung verkaufsfördernder Inhalte in sozialen Netzwerken, einschließlich der Kooperation mit Influencern zu kommerziellen Zwecken, ist seit 2021 untersagt.

Fristen des Werbeverbots

Übersicht der gesetzlichen Fristen

Regulierung nikotinfreier E-Zigaretten-Liquids

Seit dem 01.01.2021 unterliegen alle Flüssigkeiten, die zur Verwendung in elektronischen Zigaretten bestimmt sind, den Bestimmungen des Tabakerzeugnisgesetzes (TabakerzG) und der Tabakerzeugnisverordnung (TabakerzV). Damit werden Aromen, Longfills, Shortfills und Basen rechtlich den nikotinhaltigen Liquids gleichgestellt.
Anforderungen für die Markteinführung neuer Produkte:

  • Verpflichtende EU-Registrierung inklusive Emissionsanalysen vor dem Inverkehrbringen.
  • Einhaltung der gesetzlichen 6-monatigen Stillhaltefrist nach der Registrierung.

Bestimmungen für Bestandsprodukte:

  • Nachregistrierungsfrist inklusive Emissionstests für Produkte, die bereits vor dem 01.01.2021 verfügbar waren.
  • Abverkaufsfristen für Bestände ohne entsprechende Kennzeichnung endeten am 31.03.2021.

Vorgaben zu Beipackzetteln und Gebrauchsinformationen

Die Pflicht zur Beigabe einer Gebrauchsinformation (Beipackzettel) wurde auf nikotinfreie Erzeugnisse ausgeweitet. Alle seit dem 01.01.2021 hergestellten Produkte müssen diese Informationen enthalten. Die inhaltlichen und gestalterischen Anforderungen ergeben sich aus § 26 TabakerzV.

Bestimmungen zu Gebindegrößen bei E-Zigaretten-Liquids

Die gesetzlichen Vorgaben zum maximalen Volumen bleiben differenziert: Für gebrauchsfertige nikotinhaltige Liquids und Nikotinshots besteht weiterhin eine Begrenzung auf 10 Milliliter. Nikotinfreie Erzeugnisse wie Aromen, Shortfills, Longfills oder Basen können weiterhin in Gebinden über 10 Milliliter (z. B. 60 ml, 120 ml oder 1 Liter) in Verkehr gebracht werden, sofern die Kennzeichnungsvorgaben erfüllt sind.

Rechtsgültigkeit des Werbeverbots für E-Zigaretten-Produkte

Mit dem Abschluss des parlamentarischen Verfahrens durch den Beschluss des Bundestages am 02. Juli 2020 und der Zustimmung des Bundesrates am 18. September 2020 sind die gesetzlichen Regelungen zum Werbeverbot rechtskräftig. Die Marktteilnehmer sind zur Umsetzung der entsprechenden Fristen verpflichtet.
Fristen und Änderungen des Werbeverbots