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Wicklungsarten in Verdampferköpfen

Wicklung bei Heads

Die Wicklung eines Heizdrahtes, technisch als Coil bezeichnet, bestimmt zusammen mit der Ausgangsleistung des Akkus und dem Mischverhältnis des Liquids die Menge des produzierten Dampfes. Dieser Beitrag erläutert die technischen Eigenschaften von Wicklungstypen und Materialien in Verdampferköpfen.
Austauschbare Verdampferköpfe bestehen aus einem Gehäuse, einem Trägermaterial für den Liquidtransport und der Wicklung. In der Fachliteratur wird die Bezeichnung „Coil“ oft synonym für den gesamten Verdampferkopf verwendet, obwohl sie rein technisch nur die Drahtspule beschreibt.

Trägermaterialien der Wicklung

Als Trägermaterial wird zumeist Watte aus Bio-Baumwolle verwendet. Aufgrund der thermischen Empfindlichkeit des Materials muss die Watte vor der ersten Inbetriebnahme mit Liquid gesättigt werden. Eine Wartezeit nach der Befüllung des Tanks stellt die vollständige Kapillarwirkung sicher. Alternativ kommen Keramikelemente oder Silikatschnüre für die Liquidzufuhr zum Einsatz.

Technische Ausrichtung der Wicklung

Verdampferköpfe verfügen überwiegend über vertikale Coils, bei denen die Spule aufrecht steht und vom Trägermaterial umschlossen ist. Der Luftstrom wird durch das Zentrum der Wicklung geführt. Der Innendurchmesser der Spule definiert dabei den physikalischen Zugwiderstand.
Bei horizontalen Coils ist das Trägermaterial im Inneren der Spule platziert. Die Luft umströmt die Wicklung von außen. Der Zugwiderstand ergibt sich hier aus dem Raum zwischen Wicklung und Gehäusewand.
Bei vielen Clearomizern kann der Luftstrom zusätzlich über eine mechanische Airflow-Control reguliert werden.

Widerstandswerte bei Verdampferköpfen

Das Dampfvolumen wird vom elektrischen Widerstand des Coils beeinflusst. Dieser Wert ist abhängig von der Länge, dem Durchmesser und der Materialbeschaffenheit des Drahtes. Ein geringerer Widerstand führt bei gleichbleibender Spannung zu einer höheren Stromstärke und somit zu einer gesteigerten Verdampfung pro Zeiteinheit.
Die meisten Leiter ändern ihren Widerstand bei Erwärmung. Dieser Effekt wird durch den Temperaturkoeffizienten (TCR-Wert) beschrieben und ist die technische Grundlage für temperaturgeregeltes Dampfen. Kanthal weist einen TCR-Wert von nahezu Null auf und ist für diese Betriebsart technisch nicht vorgesehen.

Materialien der Heizdrähte

In Verdampferköpfen werden Materialien wie Kanthal, Nickel (Ni), Edelstahl (SS) oder Titan (Ti) verbaut. Auch Legierungen wie Nickel-Eisen (NiFe) oder Nickel-Chrom kommen zum Einsatz. Die Materialangabe befindet sich üblicherweise auf dem Bauteil oder der Verpackung.

Bauformen von Wicklungen

Die technische Konstruktion der Coils umfasst verschiedene Varianten:
Standard-Coil: Ein Einzeldraht wird zur Spule gewickelt. Man unterscheidet zwischen Spaced Coils (mit Windungsabstand) und Micro Coils (eng anliegende Windungen).
Parallel-Coil: Zwei Drähte werden gleichzeitig parallel zu einer Spule gewickelt.
Twisted-Coil: Zwei Drähte werden vor dem Wickelvorgang miteinander verdrillt.
Quad-Coil: Vier Einzeldrähte werden miteinander verzwirbelt.
Tiger-Coil: Ein innerer Kerndraht wird mit einem Flachdraht umwickelt.
Clapton-Coil: Ein dickerer Kerndraht wird vollständig mit einem dünneren Draht umschlossen.
Darüber hinaus existieren Kombinationen wie Twisted Clapton (zwei verdrillte Clapton-Drähte) oder Fused Clapton (zwei Kerndrähte mit einer gemeinsamen Umwicklung). Mehrfachwicklungen in einem Gehäuse werden als Dual-Coil (zwei Wicklungen) bis hin zu 12-fach-Coils bezeichnet.
Mesh-Coil: Anstelle eines Drahtes wird eine netzartige Struktur aus Metallgewebe verwendet.

Alternative Verdampfereinheiten

Neben Drahtwicklungen werden weitere Bauformen eingesetzt:
Notch-Coil: Eine Edelstahlhülse mit präzise eingefrästen Aussparungen.
Radial-Coil (ARC): Eine waagerecht liegende Metallscheibe mit radialen Schlitzen über dem Trägermaterial.
Multihole-Coil: Eine Metallhülse mit versetzt angeordneten Bohrungen zur Oberflächenvergrößerung.

Technische Funktion der Wicklungsvarianten

Strukturen wie Verdrillungen oder Netze dienen der Vergrößerung der Gesamtoberfläche. Eine größere Oberfläche ermöglicht die Verdampfung einer höheren Liquidmenge pro Heizvorgang. Dies erfordert eine entsprechende Anpassung der Leistungsabgabe in Watt.
Die Verwendung mehrerer Coils reduziert den Gesamtwiderstand des Systems. Zwei parallel geschaltete Wicklungen mit je 1,0 Ohm resultieren in einem Gesamtwiderstand von 0,5 Ohm; bei vier Wicklungen sinkt der Wert auf 0,25 Ohm.

Hinweise zum Austausch von Verdampferköpfen

Informationen zum Wechsel des Verdampferkopfes sind für den Betrieb relevant. Die Standzeit eines Verdampferkopfes hängt von der Nutzungsintensität und der eingestellten Leistung ab. Ein Austausch ist angezeigt, sobald die Dampfproduktion nachlässt oder sich die sensorischen Eigenschaften des Dampfes verändern. Verdampferköpfe sind technisch als Verschleißteile eingestuft.

Zusammenfassung

Die Wicklung ist eine zentrale technische Komponente des Verdampferkopfes. Da es sich um ein Verschleißteil handelt, ist die regelmäßige Überprüfung der Funktion für den ordnungsgemäßen Betrieb der E-Zigarette erforderlich. Die Kenntnis über die verschiedenen Bauformen unterstützt die Einordnung der technischen Spezifikationen.
 
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Nützliche Infos rund um das Mundstück der E-Zigarette

Mundstück der E-Zigarette

Das Mundstück wird beim Thema Dampfen oftmals kaum bis gar nicht beachtet. Wie bei E-Zigaretten an sich, unterscheiden sich auch diese kleinen Komponenten in Form, Material und in gewisser Weise auch hinsichtlich der Eigenschaften. Dabei stellt sich u. a. die Frage, ob man kühlen oder wärmeren Dampf bevorzugt oder ob man sein Dampf-Erlebnis noch ein wenig optimieren könnte bzw. möchte. Wir haben uns mit den wissenswerten Parts rund um das Mundstück einmal genauer befasst.

Was ist wichtig bei der Wahl des passenden Mundstücks?

Diese Frage kann pauschal nicht beantwortet werden, denn neben den persönlichen Dampf-Vorlieben des Nutzers spielt hier auch die Wahl des restlichen Gerätes eine Rolle. Fest steht allerdings schon, dass sich die Anschaffung eines 510er genormten Mundstücks empfiehlt, da fast alle Clearomizer und All-In-One E-Zigaretten mit einer Öffnung ausgestattet sind, mit der eben jener 510er Stecker passgenau verbunden werden kann. Kleine Gummiringe sorgen dabei für den perfekten Halt. Bei Geräten, die von Haus mit einem anderen Mundstück ausgestattet sind, findet sich im Lieferumfang in der Regel ein Adapter, der dann auch die Verwendung eines 510er Mundstücks ermöglicht. Bei der Wahl des passenden Mundstücks ist es aber auch wichtig, sich zu überlegen, mit welcher Zugtechnik man dampfen möchte. Soll im moderaten oder im subohmen Bereich gedampft werden, mit geringer Leistung oder doch lieber mit voller Power oder sehr hohen Temperaturen? Nach diesen Aspekten richtet sich die fachmännische Beratung, wenn der Kunde nach einem Mundstück sucht, das seinen Bedürfnissen gerecht wird.

Welchen Einfluss nehmen Länge und Material?

Die meisten Mundstücke sind als zylindrisches Röhrchen konstruiert, durch das Luft bzw. Dampf strömen kann. Mitunter gibt es auch welche mit einer ergonomischen Form, die sich anhand eines schmaleren Mittelparts dem geschlossenen Mund anpassen. Dabei nimmt die Länge des Mundstücks besonders Einfluss auf die Wärmeentwicklung. Ein etwas längeres Mundstück bewirkt bei heißem Dampf eine angenehmere Temperatur, da er sich auf dem Weg zum Mundraum abkühlt. Bei kürzeren Mundstücken hingegen bleibt der Dampf wärmer, was je nach Vorliebe ebenfalls als angenehm empfunden werden kann. Je länger das Mundstück ist, desto stärker muss zudem daran gezogen werden. Aber auch der Innendurchmesser nimmt Einfluss auf die Zugintensität und die Dampfentwicklung. Je kleiner der Durchmesser ist, desto höher ist auch der Zugwiderstand. Ein kleiner Innendurchmesser wird eher beim moderaten Dampfen genutzt. Je nachdem, aus welchem Material das Mundstück gefertigt ist, reagiert es zudem schneller oder langsamer auf Hitze. Metalle und Glas erhitzen sich aufgrund ihrer höheren Leitfähigkeit entsprechend schneller als Plastik oder Holz.

Worin besteht der Unterschied zwischen Drip Tip und Mundstück?

Es gibt keinen Unterschied. Der aus dem Englischen stammende Name Drip Tip ist mittlerweile der in der Dampferszene gebräuchliche Begriff für Mundstück. Ursprünglich stammt er aus den Anfangszeiten der E-Zigarette, in denen sie von oben durch das Mundstück mit Liquid versorgt wurden – ähnlich wie bei einem sogenannten Tröpfelverdampfer. Tip steht dabei für Spitze und Drip leitet sich vom tröpfelnden Einfüllen ab. Auch wenn dieses System längst von Clearomizern mit Liquid-Tank abgelöst wurde, hielt sich der Name Drip Tip als Synonym für Mundstück.

Was ist ein Delrin Drip Tip?

Die meisten Mundstücke sind Delrin Drip Tips. Delrin ist hier kein Eigenname, sondern das Material, aus dem das Mundstück besteht. Es ist die Handelsbezeichnung für Polyacetal. Polyacetal ist ein Kunststoff, das sich speziell für feinmechanische Komponenten eignet. Mit Eigenschaften wie geringem Reibungswiderstand, großer Stabilität, hoher Temperaturbeständigkeit sowie langer Lebensdauer selbst bei starker Beanspruchung, ist dieses Material hervorragend fürs Dampfen geeignet.

Gibt es besondere Ausführungen von Mundstücken?

Ja, die gibt es. Beim Design setzen Hersteller auf Individualität. Ob einfarbig oder regenbogenbunt, transparent oder nicht, matt oder glatt oder im Partnerlook zum jeweiligen Akku/Akkuträger oder Clearomizer – je nach Wunsch und persönlichen Vorlieben gibt es unterschiedlichste Drip Tips. Doch allein bei der Farbgestaltung machen Hersteller nicht Halt. Von leicht gebogenen Exemplaren bis zu fein ausgearbeiteten Toten- oder Schlangenköpfen, Delfinen oder sogar dem WM-Pokal ist alles am Markt zu haben. So können Dampfer ihre E-Zigaretten noch individueller gestalten. Zudem gibt es auch Mundstücke, die sich nicht nur auf die Temperatur des Dampfes, sondern auch auf die Intensität auswirken können. Ist eine Airflow Control integriert, so kann auch Einfluss auf die Dampfmenge genommen werden. Desweiteren gibt es Mundstücke, bei denen der Innenraum wie eine Spirale konstruiert ist.

Was tun, wenn das Mundstück heiß wird?

Auch wenn das Mundstück nur einen kleinen Teil der E-Zigarette ausmacht, so kommt es mitunter insbesondere bei manch einem (noch unerfahrenerem) Umsteiger vor, dass sich das Mundstück durch unerwünschte Erwärmung bemerkbar macht. Mögliche Gründe hierfür sind Ablagerungen nach längerem Gebrauch, die individuelle Wahrnehmung bei einem schneller leitenden Material, eine höhere Außentemperatur bzw. direkte Sonneneinstrahlung oder eine falsche Zugtechnik. Was man beachten sollte, wenn man die Temperatur des Mundstücks als störend wahrnimmt, könnt ihr in unserem gesonderten Artikel rund um diese Thematik nachlesen.

Was gilt es sonst noch zu beachten?

Mundstücke sind ganz klar Verschleißteile. Wie im vorherigen Part schon erwähnt, sollte man zum einen aufgrund möglicher Ablagerungen an eine regelmäßige Reinigung mit einem trockenen Tuch, einem Wattestäbchen oder lauwarmem Wasser denken. Sofern Wasser genutzt wird, muss das Mundstück vorab vom Tank entfernt und anschließend vollständig getrocknet werden. Sobald das Gefühl aufkommt, dass sich das Dampfgefühl verändert hat, könnten eben diese Rückstände eine Ursache sein. Natürlich spielt hier auch die Hygiene eine wesentliche Rolle, da das Mundstück nun mal mit dem Mund in Berührung kommt. Vor allem, um die Ansammlung/Vermehrung von Bakterien oder von Viren – z. B. nach einer Erkältung – zu reduzieren, ist ein regelmäßiger Austausch zu bedenken.

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Informationen zur Reduzierung der sichtbaren Dampfentwicklung bei E-Zigaretten

Die Intensität der sichtbaren Dampfentwicklung bei E-Zigaretten variiert je nach technischem Setup und Nutzungsgewohnheiten. In der Öffentlichkeit kann eine ausgeprägte Dampfproduktion zu Rückfragen durch Dritte führen. Eine sachliche Auseinandersetzung mit der Funktion & den Bestandteilen der E-Zigarette ist im Alltag oft nur eingeschränkt möglich. Zudem kann die Nutzung von E-Zigaretten dazu dienen, den Aufenthalt in Bereichen mit Tabakrauch-Emissionen zu vermeiden, da Liquids eine andere stoffliche Zusammensetzung aufweisen.Technische Methode: Stealth-Dampfen.

Definition und technische Grundlagen

Diese Methode beschreibt eine Form der Nutzung, bei der die sichtbare Emission von Aerosolen minimiert wird. Ziel ist eine geringe Dampfentwicklung. Während einige Anwender E-Zigaretten mit hoher Dampfproduktion bevorzugen, gibt es technische Gründe oder soziale Kontexte, in denen eine diskrete Verwendung angestrebt wird. Hierbei geht es um die Anwendung technischer Parameter, um die Sichtbarkeit des Dampfes zu reduzieren.

Kontext der Aerosol-Reduktion

Die Anwendung dieser Techniken ist innerhalb der Dampfer-Community bekannt. Die Intention liegt primär in der Reduktion der Aufmerksamkeit im öffentlichen Raum. Dabei ist zu beachten, dass rechtliche Verbote oder Hausordnungen, wie beispielsweise in den Zügen der Deutschen Bahn, unabhängig von der Sichtbarkeit des Dampfes einzuhalten sind. Die Methode dient dazu, an Orten, an denen die Nutzung gestattet ist, weniger aufzufallen. In der öffentlichen Wahrnehmung existieren oft Unklarheiten bezüglich der Umgebungsemissionen. Es liegen verschiedene Studien zu E-Zigaretten vor, welche die Zusammensetzung des abgegebenen Aerosols untersuchen.

Technische Umsetzung der Dampfminimierung

Die Reduktion der sichtbaren Emissionen erfolgt durch die Abstimmung von Hardware, Liquid-Zusammensetzung und Inhalationstechnik.
1. Hardware für geringe Dampfentwicklung
Geräte im Sub-Ohm-Bereich sind bauartbedingt auf eine hohe Dampfproduktion ausgelegt. Zur Minimierung der Sichtbarkeit eignen sich Akkuträger mit geringerer Leistungsabgabe in Kombination mit Verdampfern, die für höhere Widerstände spezifiziert sind (z. B. Dual Coil oder Single Coil im MTL-Bereich).
2. Zusammensetzung der E-Liquids
E-Liquids basieren auf Propylenglykol (PG) und pflanzlichem Glycerin (VG). Das Mischungsverhältnis bestimmt die Dichte des Aerosols. Während ein hoher VG-Anteil für eine dichte Dampfentwicklung sorgt, begünstigt ein hoher PG-Anteil eine geringere Sichtbarkeit. PG dient zudem als Geschmacksträger und beeinflusst das Gefühl im Rachenraum beim Inhalieren. Bei der Nutzung von Geräten mit geringer Leistung kann die Anpassung der Nikotinkonzentration erforderlich sein, um die Sättigung beizubehalten.
3. Inhalationstechniken
Zwei technische Ansätze können die sichtbare Emission weiter verringern.
Verlängerte Inhalationsdauer
Durch das tiefe Einatmen und ein kurzes Halten des Aerosols in der Lunge setzt sich ein Teil der Partikel an den Schleimhäuten ab, wodurch beim Ausatmen weniger sichtbarer Dampf austritt. Zusätzliches Einatmen von Umgebungsluft nach dem Zug verdünnt das Aerosol weiter.
Zweistufige Inhalation
Hierbei wird das Aerosol zunächst in die Lunge inhaliert und anschließend ein Luftausgleich durch die Nase vorgenommen, was die Dichte des beim Ausatmen sichtbaren Dampfes reduziert.

Rechtliche und soziale Rahmenbedingungen

Die Reduktion der Dampfentwicklung entbindet den Nutzer nicht von der Einhaltung geltender Regeln. Die Nutzung von E-Zigaretten am Arbeitsplatz oder in Gastronomiebetrieben unterliegt den jeweiligen gesetzlichen Bestimmungen und dem Hausrecht. Verstöße können arbeitsrechtliche Konsequenzen oder Hausverbote nach sich ziehen. In sensiblen Bereichen wie Flugzeugen ist die Nutzung streng untersagt. Die beschriebenen Techniken sollten daher nur dort angewendet werden, wo der Gebrauch von E-Zigaretten grundsätzlich gestattet ist.

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Typische Anwendungsfehler vermeiden

Anwendungsfehler E-Zigarette

Vielleicht kennen Sie das; die E-Zigarette wurde gerade ausgepackt, der Tank mit Liquid gefüllt, doch plötzlich stimmt irgendwas nicht. Das können mehrere Dinge sein, die meistens auf Anwendungsfehler zurückzuführen sind, aber eben nicht immer. Wir haben für Sie  die 10 häufigsten E-Zigaretten Probleme & Fehler beim Dampfen gesammelt, um Ihnen eine Hilfestellung zu geben. Von der E-Zigarette, die beim Ziehen knistert oder gurgelnde Geräusche macht, bis hin zum ausbleibendem Nikotin-Flash beleuchten wir typische Anwendungsfehler, die bei unerfahrenen Dampfern häufig auftreten können. Das bezieht sich nicht nur auf technische Fehler, sondern auch auf körperliche Symptome, die beim falschen Gebrauch der Elektro Zigarette durchaus auftreten können.

Die häufigsten Anwendungsfehler:

  1. Kein ausreichender Throat Hit
  2. Kein ausreichender Nikotin Flash
  3. E-Zigarette dampft zu wenig
  4. Das Liquid läuft aus
  5. Liquid & E-Zigarette schmecken verbrannt
  6. Die E-Zigarette knistert beim Ziehen
  7. Gurgelnde & gluckernde Geräusche des Verdampfers
  8. Liquid schmeckt nach nichts
  9. Der Akku funktioniert nicht
  10. Halsschmerzen nach dem Dampfen

Weitere Themen und Fragen zur E-Zigarette

 

Die häufigsten körperlichen Symptome durch Fehler beim Dampfen

Wenn Sie einige dieser Symptome beim Dampfen verspüren, so hat das vermutlich nichts mit der E-Zigarette oder dem Liquid zu tun, sondern mit Ihren körperlichen Voraussetzungen, oder mit der Zugtechnik. In diesen Fällen hilft Ihnen dieser Artikel nur bedingt weiter:

 

Typische Anwendungsfehler bei der E-Zigarette

Betrachten wir zunächst typische Anwendungsfehler, die überwiegend auf technische Probleme die bei einer Elektro Zigarette zurückgeführt werden können. Wenn Sie hier nicht fündig werden, dann empfehlen wir zusätzlich unseren erweiterten FAQ Bereich für E-Zigaretten. Dort finden Sie auch Fragen zum Shop und speziell zu den InnoCigs Produkten, die Sie dort direkt online bestellen können. Außerdem gibt’s viele weitere Fragen zu E-Zigaretten & Liquids, die nicht direkt etwas mit Fehlern oder Problemen zu tun haben, beispielsweise zur richtigen Entsorgung von E-Zigaretten & Liquids. Doch nun zurück zu den klassischen Problemen mit Elektro Zigaretten.

 

1. Kein ausreichender Throat Hit / Kratzgefühl

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Da die E-Zigarette häufig als Alternative zur herkömmlichen Zigarette fungiert, erwarten die meisten ehemaligen Raucher auch ein ähnliches Kratzgefühl im Hals, wie bei der Tabakzigarette; den sog. „Throat Hit“. Der Throat Hit der E-Zigarette ist nicht immer mit dem Kratzen in der Kehle und Lunge vergleichbar, das entsteht, wenn wir an der normalen Zigarette ziehen. Bleibt dieser Effekt bei der elektrischen Zigarette aus, kann das für den Dampfer enttäuschend sein. Natürlich unterscheidet sich der Throat Hit der E-Zigarette vom typischen Druck auf Lunge und Kehle, den das Inhalieren des Rauches einer Tabakzigarette auslöst, da eben keine Verbrennung stattfindet und kein Rauch, sondern Dampf, entsteht. Und auch das Nikotin in E-Liquids wirkt anders als das Nikotin im Tabak. Ein Anwendungsfehler kann deshalb auch schlichtweg die Wahl des falschen Liquids bzw. PG/VG Verhältnisses sein.

Außerdem wird Nikotin, welches beim Dampfen aufgenommen wird, sehr viel langsamer im Körper freigesetzt, als das Nikotin, welches beim Rauchen inhaliert wird. Man sollte sich zunächst einmal vergegenwärtigen, dass Rauchen und Dampfen zwei verschiedene Dinge sind, bevor man dem typischen Throat Hit nachtrauert. Beim Rauchen findet eine Verbrennung statt und man atmet unzählige gesundheitsschädliche Verbrennungsstoffe neben dem Nikotin ein, während man beim Dampfen logischerweise Dampf einatmet, der nur einen Bruchteil der Stoffe enthält, sich aber auch anders anfühlt. Die Entscheidung liegt hier erstmal bei Ihnen selbst, was Ihnen wichtiger ist. Erst kürzlich stellten verschiedene Forscher übrigens fest, dass nicht das Nikotin das größte Problem ist, sondern die Abfallprodukte sind es, die bei der Verbrennung einer Zigarette entstehen. So sprach sich vor kurzem auch die alte Bundesregierung für Harm Reduction aus, repräsentiert durch Frau Mortler. Außerdem gibt es einige Kniffe, dank derer Sie schon bald kaum noch einen Unterschied zwischen Dampfen und Rauchen wahrnehmen  werden. Denn der Throat Hit kann mit einer E-Zigarette imitiert und intensiviert werden, wenn man Anwendungsfehler vermeidet. 

Das Liquid

Liquids halten durch das PG / VG Verhältnis die Balance zwischen Throat Hit und Dampfentwicklung, denn beides ist Dampfern wichtig. Propylenglykol (PG) sorgt für mehr Kratzen im Hals, während pflanzliches Glycerin (VG) mehr Dampf erzeugt, weshalb man beim Sub Ohm Dampfen auch einen höheren VG-Anteil in den verwendeten Liquids empfiehlt. Wenn der Throat Hit also zu schwach ist, dann nutzen sie ein Liquid mit mehr PG, ist er zu stark, dann achten sie auf einen höheren VG-Anteil.

Weitere Tipps für den Throat Hit:

  • Tipp 1: einen leistungsstärkeren Akku oder Verdampfer verwenden, der regelbar ist, sodass Sie die Spannung erhöhen können
  • Tipp 2: Verdampfer überfüllt / Ablagerungen auf der Heizspule? Überflutete Verdampfer führen auch zum gurgelnden Geräusch der E-Zigarette
  • Tipp 3: Liquids mit einem höheren PG-Anteil erhöhen den Throat Hit
  • Tipp 4: Verwenden Sie lieber nachfüllbare E-Zigaretten als Einweg E-Zigaretten
  • Tipp 5: Ab 35-45% PG erhöht sich der gefühlte Druck auf die Lunge (Throat Hit)
  • Tipp 6: Menthol-Liquids wirken grundsätzlich stärker auf Lunge und Rachen als normale Liquids
  • Tipp 7: Testen Sie einmal eine Dual Coil Wicklung, falls Sie das noch nicht getan haben

 

2. Kein ausreichender Nikotin-Hit / Flash

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Das Nikotin einer echten Tabakzigarette wird viel schneller im Körper freigesetzt als beim Dampfen, was auch ein Grund für die wissenschaftliche These ist, dass E-Zigaretten weniger abhängig machen. Doch dieser Umstand kann auch dazu führen, dass man am Anfang das Gefühl hat, das Liquid wäre zu schwach und der Nikotin-Flash bleibe aus. Sollte der Anwendungsfehler im zu niedrigen Nikotingehalt liegen, so ist die Lösung sehr einfach: entweder kauft man sich ein anderes Liquid, mit höherem Nikotin Gehalt (Liquids werden übrigens in der Regel in den Abstufungen 3, 6, 12, 16 & 18 Milligramm Nikotin pro Milliliter angeboten), damit man dem Effekt der Tabakzigarette näher kommt, oder man entscheidet sich für einen stärkeren Verdampfer, dessen Spannung man mit variabler Volt-Zahl regeln kann (Tipp: Regelbare & unregelbare Akkus). So erhöhen Sie den Nikotinschub ebenfalls, falls der zu schwache Verdampfer der Grund für den ausbleibenden „Flash“ sein sollte. Doch greifen Sie nicht sofort zum höheren Nikotingehalt, sondern überprüfen Sie zunächst andere potenzielle Fehlerquellen. Nach der anfänglich empfundenen Nikotin-Unterversorgung werden Sie wahrscheinlich, so wie fast alle ehemaligen Raucher, den Nikotingehalt automatisch reduzieren. Doch zunächst geben wir Ihnen ein paar Tipps für den intensiveren Nikotin-Flash an die Hand.

Anwendungsfehler sind ein häufiger Grund für einen ausbleibenden Nikotin-Flash. Wenn Sie Neuling in Sachen E-Zigaretten sind, dann ist es möglich, dass Sie beim Dampfen Ihrer E-Zigarette typische Anwendungsfehler machen. Die meisten Raucher von Tabakzigaretten nehmen kurze Züge, direkt in die Lunge. Dampfer sollten lieber lange Züge nehmen und erst nach dem Zug in die Lunge zu inhalieren. Einige Forscher behaupten, dass das Nikotin von E-Zigaretten, im Gegensatz zu dem in Tabakzigaretten enthaltenen Nikotin, nicht von der Lunge sondern in den Luftwegen absorbiert wird, was ebenfalls ein Grund für den geringeren Flash wäre. Allerdings hilft diese Art der Aufnahme des Nikotins nicht unbedingt dabei, das Verlangen nach einer herkömmlichen Tabakzigarette zu stillen, wenn der Flash nicht intensiv genug ist. Deshalb gibt es auch hier einige Tipps für Sie.

Bevor Sie auf ein Liquid mit höherem Nikotingehalt wechseln, prüfen Sie folgendes:

  • Tipp 1: Eventuell ist der Akku nicht richtig geladen. Prüfen Sie das zuerst
  • Tipp 2: Vielleicht wird auch ein neuer Verdampferkopf benötigt, da der alte überflutet ist, oder die Heizspirale voller Ablagerungen
  • Tipp 3: Einen regelbaren Akku verwenden, dessen Voltzahl variabel ist und mit einem passenden Verdampferkopf kombinieren
  • Tipp 4: Überprüfen Sie Ihre Zugtechnik – ziehen Sie 4 bis 7 Sekunden, bevor Sie den Dampf in die Lunge inhalieren
  • Tipp 5: Versuchen Sie, wie beim Throat Hit, auf jeden Fall eine mehrfache Wicklung (z.b. Dual Coil) auszuprobieren
  • Tipp 6: Hilft all‘ das nicht, dann gilt am Anfang „Viel hilft viel“ – also eine höhere Nikotindosierung im Liquid wählen

Grundsätzlich gilt, nicht nur im Falle eines ausbleibenden Nikotin-Flashs oder Throat Hits, dass der Verdampfer regelmäßig gereinigt werden sollte.

 

3. E-Zigarette produziert zu wenig Dampf

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Anwendungsfehler zu wenig Dampf

Viele Dampfer haben das Gefühl, dass ihre E-Zigarette zu wenig Dampf entwickelt. Verbreitete Anwendungsfehler können hier die Ursache sein. Doch zunächst einmal sollte man sich darüber bewusst sein, dass die Dampfmengen, die man häufig auf Bildern oder Videos sieht, nicht aus herkömmlichen E-Zigarette Modellen stammt, sondern meistens sind diese modifiziert und feingetunt. Wir möchten Ihnen aber verraten, wie Sie sich dieser Dampfmenge näheren können. Meistens liegt es zunächst einmal daran, dass Akku und Verdampfer einfach nicht leistungsfähig genug sind. Immerhin hängt die Dampfmenge, neben der Zusammensetzung des Liquids auch davon ab, bei wie viel Hitze das Liquid verdampft wird und das hängt wiederum davon ab, wie viel Hitze durch die Spannung des Akkus erzeugt werden kann, wie die Heizspirale aufgebaut ist und wie gut diese die Wärme aufnimmt und abgibt. Bei der Zusammensetzung des Liquids gilt das Gegenteil der Empfehlungen, die wie für den ausbleibenden Nikotinflash und Throat Hit gemacht haben. VG sorgt für mehr Dampfentwicklung, weshalb Sie also ein Liquid mit mehr VG als PG Anteil wählen sollten.

Da die Enttäuschung gerade bei Dampfer-Neulingen oft groß ist, wenn durch Anwendungsfehler die erhoffte Dampfmenge ausbleibt, sollten Sie sich bei einem Fachhändler beraten lassen, bevor Sie zum nächstbesten und preiswertesten E-Zigarette Modell greifen. Lässt die Dampfentwicklung erst mit der Zeit nach, nicht von Anfang an, so sollte dieses Problem durch einen Wechsel des Verdampferkopfes zu beheben sein. Doch es gibt noch einige weitere Faktoren.

Tipps für mehr Dampf beim Dampfen:

  • Tipp 1: Prüfen Sie, ob der Liquid-Tank ausreichend gefüllt ist
  • Tipp 2: Ziehen sie lang‘ und gleichmäßig, damit das Liquid genug Zeit zum Verdampfen hat
  • Tipp 3: Je höher der VG-Anteil im Liquid, desto mehr Dampf entsteht
  • Tipp 4: Wechseln Sie regelmäßig den Head (Verdampferkopf)
  • Tipp 5: Informieren Sie sich über die Zugtechnik des Sub Ohm Dampfens

 

4. Das Liquid läuft aus der E-Zigarette heraus

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Das ist ein Anwendungsfehler, der schnell sehr lästig werden kann und eine große Sauerei verursacht. Meistens hat das Auslaufen des Liquids aus dem Clearomizer sehr simple Gründe, nämlich eine zu lose Verschraubung der einzelnen E-Zigarette Bestandteile. Ein anderer, schnell zu behebender Grund, ist eine zu großzügige Füllmenge des Liquid-Tanks. Doch es kann auch weitere Gründe für das Auslaufen des Liquids geben.

Wenn Liquids aus der E-Zigarette auslaufen

  • Tipp 1: Langsam & gleichmäßig ziehen, mind. 3-5 Sekunden. Wenn das Liquid aus dem Mundstück austritt, oder aus der Übergangsstelle zum Akku, dann liegt in den seltensten Fällen ein Hardware-Fehler vor. Es liegt dann wahrscheinlich eher um einen Anwendungsfehler bei der Zugtechnik. Raucher sind das starke Ziehen an der Zigarette gewohnt. Das führt bei einer Elektro Zigarette dazu, dass diese nahezu mit Liquid geflutet wird, sodass diese Menge in der kurzen Zeit nicht auf der Heizwendel verdampfen kann. Die logische Folge ist der Austritt der Flüssigkeit am Mundstück und beim Übergang zum Akku
  • Tipp 2: Tritt die Flüssigkeit eher an den Seitenwänden des Tanks aus, was sehr selten vorkommt, so handelt es sich wahrscheinlich um ein Leck (Produktionsfehler) und die Hardware muss ausgetauscht werden. Gelegentlich verschleißt auch der Dichtungsring und führt zum sog. „Siffen“ im Clearomizer-Tank

Gegebenenfalls handelt es sich bei austretenden Flüssigkeiten auch gar nicht um Liquid, sondern um Kondensat. Wird der entstehende Dampf nicht restlos aus dem Luftkanal der E-Zigarette inhaliert, sammelt sich an den Rändern des Luftkanals Wasserkondensat, bis es letztlich den Gesetzen der Schwerkraft folgt und nach unten in die Verdampferkammer fließt. Dort verbleibt es, weil Wasser aufgrund seiner Eigenschaften nicht wie Liquid verdampft, sondern lediglich heiß wird. Dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis es aus den Lüftungsöffnungen läuft. Ein naheliegender Anwendungsfehler besteht darin, das Kondensat fälschlich für Liquid zu halten.

 

5. E-Zigarette und Liquid schmecken kokelig / verbrannt

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Das ist natürlich eines der unerfreulichsten Erlebnisse, wenn man sich auf das Dampfen freut. Endlich eine Auswahl an Geschmacksrichtungen, von Erdbeere, über Mango bis hin zu Schokolade oder herkömmlichem Tabak, und beim ersten Zug schmeckt das ganze dann „kokelig“ und verbrannt. Woran kann das liegen? 

Der häufigste Anwendungsfehler ist es, wenn Sie die E-Zigarette direkt nach dem Füllen des Liquid-Tanks verwenden. Lassen Sie die E-Zigarette 10 bis 15 Minuten stehen, bevor Sie Dampf geben. Andernfalls hat das Liquid keine Chance, sich richtig im Verdampfer zu verteilen und in den Docht einzudringen. Warten Sie nämlich nicht, so kann der Docht, der, solange er nicht von Liquids getränkt wurde, aus trockener Baumwolle besteht, beim Erhitzen anbrennen und so entsteht der verbrannte und kokelige Geschmack von Liquid und E-Zigarette. Falls Sie nicht abwarten können, so geben Sie ein paar Tröpfchen Liquid direkt auf den Verdampferkopf. Wir empfehlen aber, lieber etwas zu warten.

Behalten Sie außerdem stets den Füllstand im Liquid-Tank im Auge, denn auch dieser muss ausreichend gefüllt sein, um eine bestmögliche Geschmacksentwicklung zu erreichen. Ähnlich wie bei dem ausbleibenden Throat-Hit und dem auslaufenden Liquid, so ist auch bei schlechtem Geschmack häufig eine falsche Zugtechnik das Problem. Ziehen Sie zu hektisch an der E-Zigarette, so kann das Liquid nicht gleichmäßig und lange genug auf der Heizspirale im Head verdampfen. Der Geschmack entfaltet sich nicht komplett.

Außerdem kann eine zu wenig geöffnete Airflow bei Subohm-Geräten der Grund sein. Das Heizmaterial wird dann nicht genügend gekühlt und die Hitze beschädigt das Trägermaterial. Falls sich die Leistung regulieren lässt, kann es auch schlicht an einer zu hoch eingestellter Wattzahl liegen.

Weiterhin gilt auch bei kokeligem Geschmack die Empfehlung, den Verdampferkopf oder den kompletten Verdampfer (je nach Modell) regelmäßig zu wechseln, denn hier bilden sich mit der Zeit Ablagerungen und Verschleisserscheinungen, die den Geschmack beeinträchtigen können. Wie lange Ihr Verdampfer und die E-Zigarette insgesamt halten kommt darauf an, mit wie viel Ohm Sie dampfen und wie oft Sie Ihre E-Zigarette benutzen. Ein guter Richtwert ist den Verdampferkopf etwas alle 3-4 Wochen auszutauschen. Wenn Sie besonders lange auf den Aktivierungsknopf Ihrer E-Zigarette drücken brennt der Kopf schneller aus. Außerdem ist es empfehlenswert der E-Zigarette zwischen den Zügen ein paar Sekunden Pause zu gönnen.

Tipps gegen verbrannten Geschmack

  • Tipp 1: Liquid mindestens fünf bis zehn Minuten in den Docht einwirken lassen
  • Tipp 2: Ein paar Sekunden Pause zwischen den Zügen
  • Tipp 3: Drücken Sie den Feuerknopf der E-Zigarette nicht zu lang und nicht zu spät (2-3 Sek. bevor Sie anfangen zu ziehen drücken und 2-3 Sek. bevor Sie aufhören zu ziehen, bereits loslassen)
  • Tipp 4: Langsam und gleichmäßig ziehen, damit das Liquid gleichmäßig verdampft
  • Tipp 5: Liquid-Tank immer gut gefüllt halten
  • Tipp 6: Kompletten Verdampfer oder Verdampferkopf (Head) regelmäßig wechseln (je nach Modell)
  • Tipp 7: Gehen Sie sicher, dass sich immer genügend E-Liquid im Verdampfer befindet.

 

6. Die E-Zigarette knistert beim Ziehen

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Hierbei handelt es sich um ein „Problem“, das eigentlich keines ist. Ganz im Gegenteil: die meisten Dampfern schätzen das gemütliche und leise Knistern, das beim Ziehen an der E-Zigarette entsteht. Man hört das Knistern vor allem dann, wenn man einen neuen Verdampferkopf aufgeschraubt, oder eine E-Zigarette gerade neu gekauft hat. Das Knistern entsteht nämlich dadurch, wenn das Liquid, dank eines enorm leistungsfähigen Verdampfers, schnell und gleichmäßig in großen Mengen verdampft. Neulinge in der Dampfer Community denken oft, dass etwas nicht stimme, wenn es beim Dampfen knistert. Aber das Gegenteil ist der Fall: Knistern, welches beim Ziehen an der E-Zigarette entsteht ist ein Zeichen für einen leistungsfähigen und neuen Verdampfer.

 

7. Verdampfer gurgelt & gluckert beim Dampfen

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Anwendungsfehler Verdampfer blubbert

Ein überfluteter Liquid-Tank verursacht viele Probleme

Anders als beim Knistern, sind gurgelnde und gluckernde Geräusche, die beim Ziehen im Verdampfer entstehen, kein Zeichen für eine einwandfreie und leistungsstarke Funktion der E-Zigarette. Zunächst einmal entsteht dieses Gurgeln im Verdampfer fast immer dadurch, wenn man diesen bzw. den Verdampferkopf geflutet hat. Das passiert meistens dann, wenn Sie den Verdampfer falsch eingeschraubt haben, also zu fest oder zu locker, oder wenn Sie den Liquidbehälter / Tank überfüllt haben, sodass Liquid in die kleine Röhre in der Mitte gelangen konnte. Durch die Überfüllung dieses sog. Mittelrohrs kann jegliche Flüssigkeit, die in zu großen Mengen in den Verdampferkopf und die dort platzierte Heizspirale fließt, nicht richtig verdampfen.

In diesem Fall hilft nur die Reinigung des Verdampfer(kopfes) und des Liquid-Tanks / Clearomizers. Nehmen Sie dazu den Verdampfer auseinander und spülen Sie ihn mit heißem, nicht kochendem Wasser ab. Anschließend für mindestens 24 Stunden trocknen lassen. Tipp: legen Sie den Verdampferkopf in Reis, beschleunigt dies das Trocknen ungemein. 

Ein Anwendungsfehler der vielen unterläuft ist es, zu viel Liquid in den Tank zu füllen. Der Tank einer E-Zigarette sollte lediglich zu 80% mit Liquid befüllt werden. Ist er zu voll und das Liquid dehnt sich aus, beispielsweise weil sich die Umgebungstemperatur erhöht, kann es in die Verdampferkammer und den Luftkanal gelangen. Wird die E-Zigarette eine Weile nicht genutzt, sollte der Tank geleert werden. Steht das Liquid zu lange im Tank durchfeuchtet es die Watte irgendwann so sehr, dass es auch an alle möglichen Stellen gelangt an denen wir es nicht brauchen. Das Liquid vor Flugreisen aus dem Tank der E-Zigarette entfernt wird, schreiben schon die Beförderungsrichtlinien der Fluggesellschaften vor. Auch technisch ist das aber sinnvoll: Durch den höheren Druck gelangt das Liquid sonst wiederum in Verdampferkammer und Luftkanal.

In seltenen Fällen kann das Gurgeln auch auf einen zu leistungsschwachen Akku zurückzuführen sein, dessen Leistung die Heizspirale nicht genug erwärmt, um selbst eigentlich angemessene Mengen Liquid zu verdampfen. In diesem Fall also einfach einen regelbaren und leistungsstärkeren Akku kaufen.

 

8. Liquid hat wenig bis gar keinen Geschmack

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Pusten Sie den Verdampfer in diesem Fall einmal durch, aber auf keinen Fall zu stark, weil Sie hierdurch E-Liquid in die Luftröhre in der Mitte des Verdampfers zwingen könnten, sodass wir den Verdampfer fluten und das gurgelnde Geräusch beim Ziehen entsteht. Allerdings können Sie mithilfe des Pustens recht gut Geschmack freisetzen. Eine andere Möglichkeit wäre, dass Sie an der „Dampferzunge“ leiden, die vielleicht mit der Geruchsblindheit zu vergleichen ist, die im Auto oder im eigenen Zuhause entsteht Sie haben sich so sehr in das Liquid gewöhnt, dass Sie es kaum noch schmecken. In diesem Fall einfach mal das E-Liquid wechseln.

 

9. Akku funktioniert nicht 

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Falls der Akku nicht funktioniert, sollten Sie zunächst einige Dinge überprüfen:

  1. Ist der Akku bzw. die E-Zigarette eingeschaltet?
  2. Ist der Akku geladen?
  3. Falls der Akku nicht geladen ist, liegt es eventuell am Kabel?
  4. Sind Akku und Verdampfer korrekt miteinander verbunden?
  5. Reinigen Sie vorsichtig die Kontakte des Akkus

Bei einem manuellen / regelbaren Akku müssen Sie häufig 5 Mal auf den Aktivierungsknopf/die sog. „Feuertaste“ drücken, um den Akku zu aktivieren. Als erfahrenem Dampfer mag Ihnen das selbstverständlich erscheinen. Einige Neulinge sind sich dieser Tatsache aber häufig nicht bewusst.

Ein weiteres Problem können Verbindungsschwierigkeiten sein. Das bedeutet, dass sich Ihr Akku eventuell nicht richtig mit dem Verdampfer verbunden wurde. Gehen Sie sicher, dass die Kontakte des Akkus sauber sind. Falls nicht reinigen Sie diese sehr, sehr vorsichtig. Am besten verwenden Sie dafür Wattestäbchen, die nicht befeuchtet werden sollten.

 

10. Halsschmerzen nach dem Dampfen

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Das PG im E-Liquid kann in einigen Fällen zu Halsschmerzen oder einem trockenen Hals führen. Oft reicht es schon, einfach ein bisschen mehr Wasser zu trinken, um dieses Problem zu lösen. Wenn es jedoch ernster ist und Sie merken, dass Sie eventuell sogar allergisch gegen Propylenglycol sind, lohnt es sich in eine E-Liquid mit einer höheren Menge VG zu investieren, welches in etwa einen VG-Anteil von 70% oder mehr aufweist. Weitere Infos zum Husten & Kratzen durch E-Zigarette finden Sie im verlinkten Artikel des InnoCigs Blogs.

 

Die PG-Unverträglichkeit

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Es gibt einige Menschen, die Probleme mit dem im Liquid enthaltenen PG haben, also unter einer PG-Unverträglichkeit leiden. Diese Unverträglichkeit äussert sich meist durch Hautreizungen oder Husten, direkt nach dem Dampfen einer E-Zigarette. Ob Sie so eine Allergie haben, kann nur der Arzt feststellen. Sie ist aber relativ selten. Machen Sie sich also keinen Kopf, wenn Sie beim Dampfen mal husten müssen, oder ein Kratzen verspüren. Außerdem gibt es bei einer PG Unverträglichkeit die Option „wasserbasiertes Glyzerin [AG]“ anstelle von PG zu verwenden.

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Geschichte der E-Zigarette ab 1963

Die E-Zigarette wird in Europa seit einigen Jahren dokumentiert. Im Jahr 2010 wurde in Deutschland ein Umsatz von ca. 5 Millionen Euro mit E-Zigaretten verzeichnet, bis 2013 stieg dieser Wert auf 100 Millionen Euro an. Weltweit belief sich der Umsatz mit elektrischen Zigaretten auf rund 2,5 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Der Umsatz der Tabakindustrie lag 2014 bei 20,5 Milliarden Euro.

Die technischen Grundlagen wurden bereits Jahrzehnte zuvor geschaffen. Die Entwicklung der E-Zigarette wird auf das Jahr 1963 datiert, als Herbert A. Gilbert ein Patent und eine Zeichnung für seine Erfindung einreichte: eine elektrische Vorrichtung zur Simulation des Rauchens. Die Einordnung als Produktvariante erfolgt heute unter verschiedenen Gesichtspunkten. Berichte befassen sich zudem mit der E-Zigarette im Kontext des Tabakkonsums. Die kommerzielle Verbreitung setzte etwa 40 Jahre nach Gilberts Patent ein, ausgehend von Entwicklungen in China.

 

Die Vorrichtung von Herbert A. Gilbert

Skizze der ersten E-Zigarette der Welt von Herbert A. Gilbert

Dies ist die originale Zeichnung aus dem Patent von Herbert A. Gilbert, welches eine elektrische Zigarette beschrieb – 1963/1965 – Das komplette Patent von Herbert A. Gilbert, welches 1965 erteilt wurde

Herbert A. Gilbert bezeichnete seine Konstruktion als rauchlose Zigarette. Eine industrielle Fertigung erfolgte nach der Patentanmeldung nicht. Die technische Konzeption wies Ähnlichkeiten zu späteren Modellen auf, etwa hinsichtlich der Funktion & des Aufbaus. Gilberts Entwurf sah einen Tank sowie eine zylindrische Form vor, in der Flüssigkeiten (heute Liquids) mittels Batteriestrom erwärmt werden sollten. Er beschrieb das System als tabakfreie Einheit mit aromatisierter Luft. In den 1960er Jahren folgten weitere Patentanmeldungen ohne Marktdurchdringung. Der Erfinder äußerte sich später in einem Interview mit James Dunworth zu den heutigen Marktentwicklungen.

„Mein Wunsch war es eine Alternative zur Plage Tabakzigarette zu bieten. Jetzt wo der E-Zigarettenmarkt explodiert, ersteht mein Traum von einer Welt mit mehr E-Zigaretten die meinem Patent ähneln wieder auf. Ich glaube deshalb, dass meine Partnerschaft mit der Human Health Organisation jedes Jahr Millionen von Menschen vor Krebs und anderen Krankheiten, die auf Tabak zurückzuführen sind retten kann, genau wie ich von Anfang an gehofft hatte.“ – Herbert A. Gilbert

 

Entwicklungsschritte zur heutigen E-Zigarette

Um 1979 befassten sich Phil Ray und der Mediziner Norman Jacobson mit Varianten, die auf der Verdampfung von Nikotin basierten, jedoch ohne elektronische Komponenten arbeiteten. Dies gilt als einer der frühen dokumentierten Versuche zur Nikotinabgabe. Eine breite Marktakzeptanz blieb aus. Aus dieser Zeit stammt jedoch die Prägung des Begriffs „vape“.

In der Folgezeit wurden diverse Patente zur Nikotininhalation angemeldet, auch von Unternehmen der Tabakbranche. In den 1990er Jahren wurde ein System auf Basis chemischer Reaktionen entwickelt. Ein Produkt namens Eclipse wurde als „heat-not-burn“ Einheit lanciert. J. Brice O’Brien von Reynolds kommentierte die damalige Marktsituation rückblickend:

„Es brauchte die Massenpräsenz von Dampfprodukten, um eine Erlebnisbasis zu eröffnen, die Raucher verstehen konnten“, sagte J. Brice O’Brien. „Der Raucher konnte nur Hitze-Nicht-Verbrennung lediglich mit der normalen Zigarette vergleichen und dabei verlor das Produkt jedes Mal. Das ist heute nicht mehr der Fall.“

Um 1998 wurde bei der US-Behörde FDA die Zulassung für eine Version der E-Zigarette beantragt. Da die Behörde das System nicht als medizinisches Produkt einstufte, erfolgte keine Freigabe. Die kommerzielle Entwicklung stagnierte bis zum Jahr 2003.

 

Hon Lik und die Entwicklung ab 2003

2003 entwickelte der Apotheker Hon Lik ein technisches Verfahren, das zur Grundlage für die moderne E-Zigarette wurde. 2004 wurde die erste Serienfertigung auf dem chinesischen Markt eingeführt. Der Export begann zwischen 2005 und 2006. Das Unternehmen firmierte unter dem Namen „Ruyan Electronics“ und produzierte Einheiten der ersten Generation.

E-Zigarette der ersten Generation von Ruyan Electronics – Bild: Wikimedia Commons

Hon Liks Entwicklung basierte auf persönlichen Erfahrungen mit Tabakkonsum in seiner Familie. Sein erstes Modell nutzte ein piezoelektrisches Element zur Erzeugung von Ultraschallwellen. Dieser Piezoeffekt, 1880 von den Brüdern Curie entdeckt, erzeugt elektrische Spannung durch mechanische Verformung von Festkörpern.

Die Ultraschallwellen dienten dazu, ein Gemisch aus Propylenglykol und Nikotin zu verdampfen. Der entstehende Nebel war in seiner Beschaffenheit visuell mit Tabakrauch vergleichbar. Später ersetzte Lik das Ultraschall-Prinzip durch Widerstandswärme, um die technische Umsetzung in kompakten Gehäusen zu ermöglichen.

Ab 2004 wurde das Produkt vermarktet. Der Name Ruyan wird mit der Bedeutung „ähnlich wie Rauchen“ übersetzt. Das Patent für diese Weiterentwicklung wurde 2007 erteilt. Aufgrund zahlreicher Nachahmungen durch andere Marktteilnehmer profitierten Lik und sein Unternehmen nur begrenzt von der Marktentwicklung, erhielten jedoch später teilweise Entschädigungszahlungen.

 

Diversifizierung der Hersteller und Modelle

Das Ultraschall-Prinzip wurde zeitnah durch akkubetriebene Heizelemente ersetzt. Seit 2007 erfolgte eine kontinuierliche Anpassung der Technik. Die Markteinführung war durch intensive Informationskampagnen geprägt. Die heutige Gesetzeslage für E-Zigaretten steht im Kontext dieser historischen Entwicklung.

In den Jahren 2006 und 2007 entwickelten Umer und Tariq Scheikh den Cartomizer, der 2009 zum Clearomizer modifiziert wurde. Während Cartomizer ursprünglich als Einwegsysteme konzipiert waren, wurden sie zu nachfüllbaren Einheiten weiterentwickelt.

Heutige E-Zigaretten (mit Ausnahme von Einweg-Modellen) ermöglichen in der Regel das Befüllen des Tanks. Ein Cartomizer bezeichnet die Einheit aus Verdampfer und Depot. Ein mit Watte gefüllter Tank leitet das Liquid an die Heizspirale weiter. Das wesentliche Merkmal war die Integration der Heizspirale in den Behälter.

InnoCigs Unimax Clearomizer Set

Beim Clearomizer wird auf Füllwatte verzichtet, was eine transparente Bauweise der Flüssigkeitskammer ermöglicht. Dies erlaubt die Kontrolle des Füllstands. Clearomizer kombinieren Dochtmaterial, Tank und Wicklung in einem Gehäuse.

Ein erstes Produkt dieser Bauart wurde 2008 unter dem Namen „Gamucci“ eingeführt. Das Patent wurde 2013 an das Unternehmen der Scheikh-Brüder erteilt.

In der Folgezeit begannen Konsumenten, Komponenten individuell anzupassen. Dieses Modding zielte auf eine Erhöhung der Dampfproduktion ab. Ted & Matt Rogers entwickelten 2008 eine Akkueinheit namens „Screwdriver“. Dokumentationen dieser Modifikationen in Fachforen trugen zur weiteren Bekanntheit bei.

Bild: ecigarette-mods.com

Joyetech eGo Serie

Die eGo Serie von Joyetech griff technische Aspekte früherer Modifikationen auf und machte diese für breite Nutzerkreise verfügbar. Ab 2008 wurden Modelle wie die „Joye 510“ und 2010 die „eGo-T“ eingeführt. Letztere trug zur Standardisierung des 510er-Gewindes bei. Es folgten technische Neuerungen wie austauschbare Coils und anpassbare Akkueinheiten. Diese Komponenten gehörten ab 2012 zu den verbreiteten Systemen am Markt.

 

Marktentwicklung und Beteiligungen

Mit dem Marktwachstum stiegen etablierte Unternehmen der Tabakbranche in den Sektor ein, oft durch Akquisitionen. Lorillard Inc. erwarb 2012 den Hersteller „Blu eCigs“ sowie SKYCIG, verkaufte die Marken jedoch 2014 an Imperial Tobacco.

Imperial Tobacco erwarb zudem die Patentrechte von Hon Lik. Weitere Konzerne wie British American Tobacco lancierten eigene Marken wie „Vype“ (2013). Die Altria Group Inc. übernahm 2014 „Green Smoke“, während Reynolds American das Produkt „Vuse“ einführte. Philip Morris erwarb 2014 das Unternehmen „Nicocigs“, und Japan Tobacco übernahm 2014/2015 die Marken E-Lites und „US Logic E-cigarettes“.

Die E-Zigarette ist somit Teil eines globalen Marktes geworden. Die rechtlichen Rahmenbedingungen werden durch Richtlinien wie das TPD2-Abkommen definiert. Aktuelle Debatten konzentrieren sich auf die öffentliche Wahrnehmung und regulatorische Aspekte.

 

Regulierungen und wissenschaftliche Einordnung

Wissenschaftliche Untersuchungen befassen sich fortlaufend mit den Eigenschaften von E-Zigaretten und Liquids. Verschiedene Untersuchungen thematisieren das Risikopotenzial im Vergleich zur Tabakzigarette. Im Rahmen der Schadensminimierung werden differenzierte Regulierungen diskutiert, was teilweise auch von Vertretern der Ärzteschaft thematisiert wird.

Einige Staaten wie die Türkei, sowie zeitweise Österreich, Australien oder Kanada, erließen spezifische Richtlinien oder Verbote. Die Begründungen stützten sich oft auf den damaligen Forschungsstand. In einigen Ländern wurden Verbote nach neueren Erkenntnissen wieder angepasst.

Stand der Dokumentation

Zusammenfassung verschiedener Berichte und Publikationen:

  • In Publikationen aus dem Jahr 2008 wurde die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe untersucht.
  • Wissenschaftliche Analysen vergleichen die Emissionswerte von E-Zigaretten mit denen von Tabakprodukten.
  • Toxikologische Betrachtungen weisen darauf hin, dass die Anzahl der beim Erhitzen entstehenden Stoffe von der beim Verbrennungsprozess einer Tabakzigarette abweicht.

 

Infografik zur Geschichte der E-Zigarette by mr-smoke

E-Zigarette Verdampfer richtig reinigen – Anleitung & Tipps

Reinigung der E-Zigarette – technische Hinweise

Die regelmäßige Wartung einer E-Zigarette und des Verdampfers ist für die technische Funktion des Geräts erforderlich. Die Verwendungsdauer der Komponenten wird maßgeblich durch die Nutzungsintensität bestimmt. Je nach Häufigkeit des Gebrauchs sollten die E-Zigarette und die Verschleißteile in technischen Intervallen gereinigt werden. Dies betrifft insbesondere den Verdampfer sowie weitere Bestandteile der E-Zigarette. Durch die Entfernung von Rückständen an Mundstück und Verdampfer (Liquid-Depot) wird die Funktionalität des Geräts unterstützt. Verschleißteile wie Atomizer Heads müssen technisch bedingt in regelmäßigen Abständen ausgetauscht werden. Erforderliches Zubehör ist in unserem Onlineshop verfügbar.

Gründe für die Reinigung des Verdampfers

Beim Betrieb von E-Zigaretten entstehen Rückstände an der Heizwendel. Dies kann nach einem gewissen Zeitraum dazu führen, dass die Leistung des Verdampfers abnimmt oder sich die Geschmacksdarstellung des Liquids verändert. Ein Indikator für eine abnehmende technische Leistung ist eine reduzierte Dampfmenge. In diesem Fall ist eine Reinigung der Elektro-Zigarette und ihrer Komponenten angezeigt.

Die folgende Anleitung enthält sachliche Informationen zur Frequenz und Durchführung der Reinigung von E-Zigaretten und Verdampfern.

Anzeichen für erforderliche Wartung

Die Reinigung sollte in regelmäßigen Abständen erfolgen. Bei intensiver Nutzung ist eine wöchentliche Wartung der E-Zigarette vorgesehen. Bei seltener Verwendung ist ein Zyklus von vier Wochen ein technischer Richtwert. Weitere Anzeichen für notwendige Pflegemaßnahmen sind Veränderungen in der Geschmacksentfaltung oder Rückstände nach einem Liquidwechsel. In diesen Fällen ist eine sofortige Reinigung zweckmäßig.

Technische Durchführung der Verdampferreinigung

Bei Verschmutzungen oder Rückständen im Verdampfer stehen zwei Optionen zur Verfügung: Der Austausch des Atomizer Heads oder die Reinigung des Clearomizers. Hierzu wird der Clearomizer vom Akku getrennt (Informationen zu Aufbau & Funktion einer E-Zigarette). Eine oberflächliche Reinigung kann durch das Ausblasen des entleerten Verdampfers erfolgen, um lose Rückstände zu entfernen.

  • Eigenschaft: Schnelle Durchführung, das Bauteil ist zeitnah wieder einsetzbar.
  • Eigenschaft: Geringe Reinigungstiefe im Vergleich zur Nassreinigung.

Für eine gründliche Reinigung wird der Clearomizer mit Wasser gespült, um feste Rückstände zu lösen. Wattestäbchen können als Hilfsmittel verwendet werden, um schwer zugängliche Bereiche zu erreichen.

  • Eigenschaft: Hohe Reinigungswirkung für die Bauteile.
  • Eigenschaft: Erfordert Trocknungszeit, während der das Bauteil nicht betriebsbereit ist.

Reinigung weiterer Komponenten

Zusätzlich zum Verdampfer sollten auch die übrigen Komponenten gewartet werden. Mit Ausnahme des Akkuträgers können die Bauteile mit Wasser gereinigt werden. Der Liquid-Tank ist vorab vollständig zu entleeren. Rückstände im Tank lassen sich mit einem Wattestäbchen und anschließendem Spülen mit Wasser entfernen. Hierbei ist der Tank nach dem Befüllen mit Wasser zu schütteln.

Die Gewinde von Verdampfer und Akkuträger sollten regelmäßig mit einem Tuch gereinigt werden, um Kondensat zu entfernen. Dies sichert den elektrischen Kontakt zwischen den Komponenten.

Hinweise zur technischen Nutzung

Um die Verwendungszeit der Komponenten zu steuern, kann der wechselweise Einsatz mehrerer Verdampfermodelle zweckmäßig sein. Die Beschaffenheit der verwendeten Liquids und der Verdampfer selbst hat Einfluss auf die Wartungsintensität. Die Auswahl der Komponenten sollte unter Berücksichtigung der technischen Anforderungen und der angestrebten Nutzungsdauer erfolgen.

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Single Coil & Dual Coil Wicklung – was sind die Unterschiede?

Elektrisch erhitzte Heizwendel

Die Unterschiede zwischen Single Coil- und Dual Coil-Wicklungen

Eine elektronische Zigarette besteht aus mehreren Komponenten. Ein Bestandteil ist der Verdampferkopf, der auch als „Atomizer Head“ oder „Coil“ bezeichnet wird. In diesem Bauteil befindet sich eine Heizspirale, die das Liquid erhitzt. Verdampferköpfe sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich, beispielsweise mit Single-Coil- oder Dual-Coil-Wicklung. Diese Bezeichnungen beziehen sich auf die Anzahl der im Gehäuse verbauten Heizwendeln.

Die Single Coil Wicklung

Die Bezeichnung „Coil“ steht für die im Verdampfer verbaute Heizwendel bzw. Heizspirale. Diese Komponente wird über den Akkumulator der elektronischen Zigarette mit Energie versorgt und dadurch erwärmt. Der Unterschied zwischen einer Single-Coil-Wicklung und einem Dual-Coil-Verdampfer liegt in der Anzahl, der Dimensionierung und der Gesamtlänge der verwendeten Heizspiralen.

Bei einer Single-Coil-Wicklung ist eine einzelne Heizspirale im Verdampferkopf verbaut. Aufgrund der Bauweise wird eine geringere Menge Liquid im Vergleich zu Systemen mit mehreren Wicklungen erhitzt, was zu einer entsprechend geringeren Dampfmenge führt. Der Widerstand ist bei baugleicher Wicklung höher als bei Dual-Coil-Systemen. Die Steuerung der Leistung erfolgt über die technischen Einstellungen des verwendeten Akkuträgers.

Tipp:

Single-Coil-Verdampferköpfe sind für den Betrieb in einem niedrigeren Leistungsbereich ausgelegt. Das Verdampfen des Liquids erfolgt bei geringerer Energiezufuhr im Vergleich zu Dual-Coil-Systemen. Informationen zur Kompatibilität mit verschiedenen Liquid-Zusammensetzungen sind den jeweiligen technischen Spezifikationen des Herstellers zu entnehmen.

Die Temperaturentwicklung des Dampfes steht in direktem Zusammenhang mit der Oberflächenbeschaffenheit und der Anzahl der Wicklungen im Verdampferkopf. Bei Single-Coil-Systemen erfolgt die Erhitzung an einer einzelnen Heizwendel, was im Vergleich zu Multi-Coil-Systemen zu einer geringeren thermischen Energieabgabe an das Aerosol führt.

Hinweis:

Der Begriff Sweet Spot bezeichnet im Kontext von E-Zigaretten die Kombination aus Leistung und Widerstand, bei der die Temperaturentwicklung zur individuell geeignetsten Wahrnehmung des Aerosols durch den Anwender führt. Die Wahrnehmung der sensorischen Merkmale des Dampfes variiert je nach vorgenommenen Einstellungen und Nutzerpräferenzen.

Eine Dual Coil Wicklung besteht aus zwei parallel geschalteten Heizwiderständen (Coils) innerhalb eines Verdampfers. Im Vergleich zur Single Coil Wicklung verdoppelt sich bei dieser Bauweise die zur Verdampfung genutzte Oberfläche des Heizleiters, was bei gleichbleibender Spannung zu einer Halbierung des Gesamtwiderstands führt:

Die Dual Coil Wicklung

DCC steht für Dual Coil Cartomizer bzw. Clearomizer. Im Gegensatz zu Single Coil Systemen mit einem Heizelement sind bei dieser Bauart zwei Heizwendeln im Verdampferkopf integriert. Durch die Parallelschaltung der beiden Wicklungen vergrößert sich die Gesamtoberfläche des Heizleiters. Dies führt bei identischer Spannung zu einer schnelleren Verdampfung des Liquids und einer Erhöhung der pro Zeitspanne erzeugten Aerosolmenge. Damit verbunden ist eine Veränderung der pro Zug abgegebenen Nikotinmenge, sofern nikotinhaltiges Liquid verwendet wird.

Hinweis:

Unter dem Begriff Throat Hit wird die sensorische Reizung im Rachenraum verstanden, die bei der Inhalation des Aerosols auftritt. Die Ausprägung dieses Effekts wird maßgeblich durch das Aroma, die Nikotinkonzentration des Liquids sowie die eingestellte Leistung der E-Zigarette beeinflusst.

Der Betrieb von Dual Coil Verdampferköpfen geht mit einem erhöhten Energiebedarf einher. Systembedingt liegt die Leistungsaufnahme im Durchschnitt zwischen 10 % und 30 % über der von Single Coil Systemen, was die Nutzungsdauer pro Akkuladung entsprechend reduziert. Zudem führt die größere Verdampfungsfläche zu einem gesteigerten Liquidverbrauch pro Zeiteinheit im Vergleich zu Modellen mit einer einzelnen Heizwendel.

Die Unterschiede zwischen Single-Coil- und Dual-Coil-Systemen

VorteileNachteile
Single Coil- geringer Stromverbrauch
- für neue Dampfer gut geeignet
- Austausch vom Heizwendel leichter
- "throat hit" kaum möglich
-geringere Intensität und Dichte des Dampfes
Dual Coil- Throat hit möglich
- hohe Intensität & Dampfmenge
- größerer "Flash"
- hoher Energieverbrauch
- mehr Liquid wird benötigt

Zusammenfassend unterscheiden sich Single Coil und Dual Coil Wicklungen in ihrem Betriebsverhalten sowie im Ressourcenverbrauch. Aufgrund der geringeren Leistungsaufnahme und des moderaten Aerosolausstoßes werden Single Coil Verdampferköpfe häufig in Geräten mit niedrigerer Ausgangsleistung eingesetzt.

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Einweg E-Zigaretten – für wen sind sie geeignet & wo sind die Unterschiede?

Die Einweg E-Zigarette – für das schnelle Dampfen zwischendurch

Eine herkömmliche E-Zigarette ist in der Anschaffung mit einer Anfangs-Investition in Equipment und Liquids verbunden. Das kann vor allem Interessenten abschrecken, die möglicherweise erst einmal ausprobieren möchten, ob das Dampfen für sie infrage kommt. Wer dies kostengünstig ausprobieren möchte, kann natürlich im Freundes- oder Bekanntenkreis fragen, ob er sich für gewisse Zeit eine E-Zigarette ausleihen kann. Die Alternative dazu ist der Kauf einer Einweg E-Zigarette. Diese ist einfacher aufgebaut und in der einmaligen Anschaffung günstiger als eine reguläre Elektro Zigarette für den Dauergebrauch. Im folgenden Artikel zeigen wir auf, wie die Einweg E-Zigarette aufgebaut ist, welche Unterschiede zu einer herkömmlichen elektrischen Zigarette bestehen und nach welchen Kriterien sie sich voneinander unterscheiden lassen.

Der Aufbau der E-Zigarette zum Wegwerfen

Wie der Name bereits andeutet, handelt es sich bei der Einweg E-Zigarette um eine Wegwerf-Variante. Sie ist wesentlich einfacher konzipiert als eine gewöhnliche Konstellation aus Verdampfer, Akkuträger usw., da die Technik nicht für einen langfristigen Betrieb, sondern nur eine gewisse Zeit ausgelegt ist. Sie ermöglicht eine festgelegte Anzahl an Zügen und benötigt meist einen weniger starken Akku. Ist sie leer, so kann sie einfach weggeworfen werden. Wie Sie E-Zigaretten richtig entsorgen, erklären wir ihnen in einem anderen Artikel. Ähnlich wie bei der herkömmlichen Elektro Zigarette gibt es die unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen. Beispielsweise gibt es Modelle mit Tabakgeschmack, Menthol oder Fruchtgeschmack – die Regel sind jedoch Produkte mit Tabak-Aroma..

Von der Form erinnert das Einweg-Modell zum Wegwerfen häufig an eine gewöhnliche Zigarette auf Tabakbasis. Sie gehört damit zur Gruppe der „Cigalike“- Modelle, die in ihrer Form den herkömmlichen Glimmstängeln nachempfunden sind. Viele Hersteller verbauen sogar eine LED-Lampe an der Spitze, sodass das Modell beim Ziehen tatsächlich „glüht“. Die Gesamtkonzeption ist natürlich wesentlich einfacher gehalten als bei regulären E-Zigaretten. Der schwache Akku und der erhöhte Zugwiderstand führen zu einem geringeren Dampfvolumen. Einstellungsmöglichkeiten bezüglich Watt- und Voltzahl sowie dem Zugwiderstand gibt es in der Regel nicht. Auch die Möglichkeit, den Akku aufzuladen, besteht in den meisten Fällen nicht. In dieser Hinsicht sind Einweg E-Zigaretten mit wechselbarem Depot eine Ausnahme.

Eine Alternative zu Einwegmodellen bietet die SC Easy 2 E-Zigarette im Set, eine Weiterentwicklung der SC Easy. Dort ist der Atomizer Head getrennt vom Liquid-Cap austauschbar (hier erfahren Sie alles über Funktion & Aufbau von E-Zigaretten). Das Cap enthält die Liquids, also die Geschmacksrichtung der Elektro Zigarette. Weiterhin ist die SC Easy mit Star Spangled Liquid von InnoCigs befüllt.

Für wen sind Einweg E-Zigaretten geeignet?

Wegwerf E-Zigaretten sind zunächst einmal vor allem für Umsteiger von der Tabakzigarette geeignet. Wer sich nicht sicher ist, ob er das Dampfen überhaupt mag, hat hier eine Möglichkeit, es einfach einmal auszuprobieren. Auch die Anfangsinvestition hält sich, im Vergleich zur vollwertigen Elektro Zigarette, in Grenzen. Zwar bekommt man hiermit nicht alle Funktionen geboten, die eine elektrische Zigarette bieten kann, für eine Testphase genügt das jedoch allemal.

Aber es gibt auch andere Bereiche und Anlässe, für die der Einsatz einer Einweg E-Zigarette sinnvoll ist. Beispielsweise ist sie für Reisen wunderbar geeignet, gerade wenn sie in die Natur unternommen werden. So besteht nicht der Zwang, austauschbares Equipment wie einen zusätzlichen Verdampfer, Akku et cetera mit sich zu führen. So spart die Einweg E-Zigarette etwas Platz in der Tasche. Auch wer gerne feiert und nicht viel Zubehör mit sich führen möchte oder Angst hat, dass die E-Zigarette im Gedränge möglicherweise Schaden nimmt, kann hier auf die E-Zigarette zum Wegwerfen ausweichen.

Funktionen und Unterschiede bei E-Zigaretten zum Wegwerfen

Das hauptsächliche Problem bei elektrischen Einweg-Zigaretten ist die mangelnde Möglichkeit der Nachjustierung. Das bedeutet, dass sich die Dampfmenge, Nikotinstärke, Geschmacksrichtung et cetera im Nachhinein meistens nicht mehr beeinflussen lassen. Deshalb sollte man als Nutzer bereits vorab ganz gut einschätzen können, welche Stärke man bevorzugt. Bei vielen Modellen und Marken gibt es die Möglichkeit, zumindest zwischen unterschiedlichen Geschmacks- und Nikotinstärken beim Kauf zu wählen. So bieten sich für jeden Nutzer individuelle Möglichkeiten, das Modell nach den eigenen Ansprüchen und Vorlieben auszuwählen.

Neben der Wegwerf Elektro Zigarette im klassischen Sinne gibt es weitere Modelle, die sich vom Aufbau von der gewöhnlichen Einweg E-Zigarette unterscheiden. Beispielsweise sind das Modelle mit austauschbarem Depot. Diese sind für eine mehrfache Nutzung ausgelegt. Ist die Anzahl der Züge verbraucht, kann das Depot ausgetauscht werden, um damit weiterzudampfen. Allerdings bedeutet das auch, dass der Akku regelmäßig geladen werden sollte.

Insgesamt bietet sich eine E-Zigarette zum Wegwerfen vor allem dann an, wenn es einmal unkompliziert zugehen soll, oder man noch nie vorher gedampft hat und eine hohe Anfangsinvestition scheut. Sie ist nach dem Auspacken sofort einsatzbereit, spart Platz und kann nach der Benutzung einfach entsorgt werden. Das spart Platz, Zeit in Form von Pflegeaufwand und spart noch dazu die Anschaffungskosten einer regulären elektrischen Zigarette.

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Technische Grundlagen zu E-Zigaretten: Akkuträger, Akkuzellen und Systemkonfigurationen

Es gibt drei Hauptbestandteile einer E-Zigarette: Liquids, Verdampfer & Akkus. Akkus und Akkuträger sind für die Stromversorgung und somit für den Betrieb sowie die Vaporisation des Liquids essenziell. Die technische Sicherheit und die Betriebsdauer hängen maßgeblich von der verwendeten Stromquelle ab. Informationen zum Zusammenwirken von Widerstand und Leistung finden Sie im Artikel zum Sub Ohm Dampfen.
Eine E-Zigarette vaporisiert Liquids durch Erhitzung. Hierfür wird elektrische Energie benötigt, die über Akkus an die Heizwendel des Verdampfers abgegeben wird. In diesem Beitrag werden verschiedene Varianten von Akkus & Akkuträgern sowie die technischen Unterschiede zwischen geregelten, ungeregelten, ungetakteten und getakteten Systemen erläutert.
Für die technische Konfiguration von E-Zigaretten sind Fachbegriffe wie VV, VW oder TC sowie Kapazitätsangaben relevant. Wir erläutern diese Merkmale und nehmen Bezug auf Faktoren, welche die Lebensdauer von Akkuzellen beeinflussen können.

Inhaltsangabe

  1. Fachbegriffe rund um E-Zigaretten Akkus
  2. Geregelte und ungeregelte Akkuträger
  3. Wichtige Infos über Akkus
  4. Set-Zusammenstellungen
  5. Ladegeräte

Die nachfolgend beschriebenen technischen Bezeichnungen sind für die Verwendung vorkonfigurierter Systeme im Regelfall nicht zur manuellen Einstellung erforderlich. Modelle als Set sind so aufeinander abgestimmt, dass sie ohne detaillierte Vorkenntnisse dieser Spezifikationen betrieben werden können. Eine Übersicht finden Sie im Bereich Elektro-Zigaretten.
 

Fachbegriffe rund um Akkus & Akkuträger

InnoCigs Cuboid Mini Akku Box

Die InnoCigs Cuboid Mini Akku Box verfügt über eine Kapazität von 2400 mAh und eine Ausgangsleistung von bis zu 80 Watt. Unterstützt werden die Modi VT-Ni, VT-Ti, VW, VT-SS316, TCR und Bypass. Geeignet für Widerstände ab 0,05 Ohm (VT) bzw. 0,1 Ohm (VW/Bypass).

  • Akkuträger und Akkubox: Gehäuse mit Steuerelektronik und Feuertaster. Diese bieten Platz für wechselbare Akkuzellen oder verfügen über fest verbaute Akkus. Modelle in Boxform sind ein verbreiteter Standard.
  • Akku: Dieser Begriff bezeichnet fachsprachlich entweder die entnehmbare Akkuzelle oder das gesamte Bauteil inklusive Gehäuse und Elektronik bei geschlossenen Systemen.
  • Akkuzelle: Die einzelne Energiezelle („Batterie“), die im Akkuträger verwendet wird.
  • Akkuladegerät: Externes Gerät zum Aufladen von Akkuzellen.
  • USB-Ladekabel: Verbindung (meist Micro-USB), über die Akkuboxen mit integrierter Ladeelektronik aufgeladen werden können. Geräte mit Passthrough-Funktion ermöglichen die Nutzung während des Ladevorgangs.

Technische Merkmale von Akkuträgern:

  • VV / VW (Variable Voltage / Variable Wattage): Ermöglicht die manuelle Regulierung von Spannung oder Leistung.
  • TC / VTC (Temperature Control): Ermöglicht den Betrieb in einem festgelegten Temperaturbereich.
  • 510er Gewinde: Standardisierter Anschluss für die Verbindung von Akkuträger und Verdampfer.
  • eGo-Gewinde: Anschlussvariante, die häufig bei kompakteren Modellen verwendet wird.

 

Geregelte und ungeregelte Akkuträger

Diese Unterscheidung ist für Anwender relevant, die technische Parameter individuell konfigurieren möchten. Die Begriffe beziehen sich auf die Steuerung im Gehäuse, nicht auf die Akkuzelle selbst.
• Geregelt: Diese Akkuträger verfügen über eine Schutzelektronik. Sie ermöglichen die Regulierung von Spannung und Leistung (VV / VW) und verfügen über Sicherheitsfunktionen wie Kurzschlussschutz oder Tiefenentladungsschutz.
• Ungeregelt (mechanisch): Diese Modelle verzichten auf eine Steuerelektronik. Die Leistungsabgabe erfolgt direkt von der Akkuzelle an den Verdampfer. Die Anwendung erfordert fundierte Kenntnisse der Elektrotechnik (Ohmsches Gesetz), da keine integrierten Schutzschaltungen vorhanden sind. Die Sicherheit hängt hier maßgeblich von der Wahl der geeigneten Akkuzelle ab.
 

Getaktet & Ungetaktet

• Getaktet: Eine integrierte Elektronik reguliert die Leistungsabgabe so, dass sie über einen weiten Bereich des Ladestands konstant bleibt. Dies schützt vor Tiefenentladung.
• Ungetaktet: Die abgegebene Spannung sinkt parallel zum Entladezustand der Akkuzelle. Dies ist das typische Merkmal mechanischer (ungeregelter) Akkuträger. Hierbei ist eine manuelle Überwachung des Ladestands erforderlich, um technische Defekte oder Tiefenentladungen zu vermeiden.
 

Der Akku

Die technische Sicherheit beim Betrieb von E-Zigaretten setzt die Verwendung geeigneter Komponenten voraus. Unsachgemäße Kombinationen oder mechanische Beschädigungen der Akkuzellen können Risiken bergen.
Das Ausgasen: Bei extremer Überlastung oder Kurzschlüssen kann eine Akkuzelle chemisch reagieren. Moderne Akkuträger verfügen über Entgasungsöffnungen, um in einem solchen Fall den Druckausgleich zu ermöglichen. Bei sachgemäßer Handhabung innerhalb der technischen Spezifikationen ist dieser Vorgang nicht zu erwarten.
Fazit: Geregelte Akkuträger bieten durch ihre integrierte Elektronik einen definierten Schutzrahmen für den Betrieb. Technische Details zur Individualisierung sind insbesondere für Anwender relevant, die mechanische Akkuträger nutzen oder Wicklungen im Sub-Ohm-Bereich selbst erstellen.

 

Geschützt & ungeschützt

Man unterscheidet zwischen Akkuzellen mit und ohne eigene Schutzelektronik (PCB).

  • Ungeregelte Akkuträger benötigen zur Erhöhung der Sicherheit im Regelfall geschützte Akkuzellen.
  • Geregelte Akkuträger sind bereits mit einer Elektronik ausgestattet und werden zumeist mit ungeschützten Akkuzellen betrieben, da die Box die Schutzfunktion übernimmt.

Die Wahl der Akkuzelle muss immer auf den verwendeten Verdampfer (Widerstand) und die benötigte Stromstärke (A) abgestimmt sein. Vorkonfigurierte Sets sind bereits auf die jeweiligen Anforderungen abgestimmt. Weiterführende Informationen zur Leistung finden Sie in diesem Fachartikel.
 

Zusammenstellungen für den Betrieb

InnoCigs eGo AIO Box

Das InnoCigs eGo AIO Box Set ist ein All-In-One-Gerät. Akkuträger und Verdampfer bilden eine Einheit. Die Akkukapazität beträgt 2.100 mAh. Das Top-Filling-System ermöglicht die Befüllung des 2 ml Tanks von oben.


Vorkonfigurierte Sets zeichnen sich durch eine funktionale Abstimmung aus. Diese bestehen meist aus einem Akku-Bauteil mit Steuerung, einem passenden Verdampfer (Clearomizer) und einem Ladekabel.
In diesen Sets sind die technischen Parameter wie Widerstand und Leistungsabgabe bereits aufeinander eingestellt. Manuelle Konfigurationen oder das Wickeln eigener Spulen sind hier nicht erforderlich. Ein Beispiel für ein solches System ist das eGo AIO Box Set.
Beachten Sie, dass Sets oft mit unterschiedlichen Verdampferköpfen geliefert werden, die verschiedene Zugtechniken (MTL oder DL) unterstützen. Für den Betrieb ist ein passendes USB-Ladekabel in den InnoCigs Sets standardmäßig enthalten.
 

Ladegeräte

Für die dauerhafte Nutzung ist die regelmäßige Aufladung erforderlich. Je nach System werden hierfür USB-Kabel oder externe Ladestationen für entnehmbare Akkuzellen verwendet.

Xtar Ladegerät

Im InnoCigs Onlineshop erhältlich


Im InnoCigs Shop erhältlich

Extra viel Dampf mit E-Zigaretten erzeugen – Sub Ohm

Dampfentwicklung bei E-Zigarette

Der mit einer E-Zigarette erzeugte Dampf dient als Träger für die im Liquid enthaltenen Aromen. Die Menge und Dichte des produzierten Dampfes hängen von verschiedenen technischen Faktoren ab. In der Praxis finden sich Modifikationen an Geräten oder Eigenbauten, die auf eine Maximierung der Dampfproduktion abzielen. Solche Eingriffe können die Betriebssicherheit der Komponenten beeinflussen. Um die Funktion der E-Zigarette innerhalb der Spezifikationen zu gewährleisten, sind bestimmte Parameter zu beachten. Im Folgenden werden die technischen Faktoren erläutert, welche die Dampfmenge beeinflussen: die chemische Zusammensetzung der E-Liquids (Verhältnis VG/PG), die Einstellung der Airflow Control (Luftzufuhr) sowie der elektrische Widerstand (Ohm-Wert) der verwendeten Verdampferköpfe.– siehe auch: Sub Ohm Dampfen.

Wie erzeuge ich möglichst viel Dampf?

Die Menge des produzierten Dampfes lässt sich beim Vapen durch verschiedene Faktoren regulieren. Wesentlichen Einfluss auf Menge und Dichte des Dampfes haben folgende Bestandteile der E-Zigarette:

  • elektrischer Widerstand des Verdampfers
  • Zusammensetzung der E-Liquids (je höher der VG-Anteil, desto dichter der Dampf)
  • Airflow Control (Luftstromregelung)
  • Leistung des Mods (variable Leistung empfehlenswert)
  • Relation zwischen elektrischer Spannung (Volt) und Widerstand (Ohm)

Detailliertere Informationen:  E-Zigaretten Funktion & Bestandteile

Die Erzeugung bestimmter Dampfmengen ist ohne technische Modifikationen am Gerät möglich, sofern die technischen Parameter der E-Zigarette beachtet werden. Im Folgenden werden die technischen Eigenschaften von Modellen und Komponenten erläutert, welche Einfluss auf die Dampfproduktion haben. Diese Informationen dienen dazu, die physikalischen Zusammenhänge zwischen Verdampfereinheit und Akkuträger zu verstehen und die Betriebssicherheit durch die Verwendung serienmäßiger Komponenten zu wahren.

Zusammensetzung der E-Liquids & deren Einfluss

E-Liquids bestehen im Wesentlichen aus Propylenglycol (PG), Glycerin (VG) sowie optionalen Aromastoffen und Nikotin. Das Mischungsverhältnis dieser Komponenten bestimmt die physikalischen Eigenschaften des Aerosols. Glycerin (VG) weist eine höhere Viskosität und eine geringere Verdampfungstemperatur als Propylenglycol (PG) auf, was bei einem höheren Anteil an VG zu einer Zunahme der optischen Dichte des erzeugten Dampfes führt.

Liquids mit einem hohen Anteil an pflanzlichem Glycerin (VG) beeinflussen die Konsistenz des Aerosols. Die Wahl des VG/PG-Verhältnisses ist abhängig von der technischen Spezifikation des verwendeten Verdampfers und dem gewünschten Strömungsverhalten des Liquids. Ein hoher VG-Anteil führt zu einer höheren optischen Dichte des Dampfes und beeinflusst die Viskosität des Mediums, was bei der Auswahl der Nachfüllbehälter berücksichtigt werden muss.

Das Mischungsverhältnis von Propylenglycol (PG) und Pflanzlichem Glycerin (VG) beeinflusst die Beschaffenheit des Aerosols. Ein Anteil von 50 % VG oder höher wirkt sich auf die optische Dichte des Dampfes aus. Bei einem Glycerin-Anteil ab 70 % nimmt die Partikeldichte im Dampf zu. Die Konzentration von Nikotin im Liquid steht in technischer Wechselwirkung mit dem elektrischen Widerstand des Verdampferkopfes; bei niedrigen Widerständen (Subohm-Bereich) wird pro Zeitintervall eine höhere Menge des nikotinhaltigen Aerosols freigesetzt.

Verdampfer entsprechend einstellen

E-Zigaretten ermöglichen je nach technischer Spezifikation eine Anpassung der elektrischen Leistung. Die Menge des erzeugten Aerosols steht in direktem physikalischen Zusammenhang mit der zugeführten elektrischen Energie und der Oberfläche der Heizspule. Ein niedriger elektrischer Widerstand des Verdampferkopfes ermöglicht bei gleichbleibender Spannung einen höheren Stromfluss, was die thermische Energie erhöht und die Verdampfungsrate des Liquids steigert. Verdampferköpfe mit einem Widerstand von weniger als 1,0 Ohm werden technisch als Subohm-Verdampfer klassifiziert.

Der Betrieb von Verdampfern im niedrigen Widerstandsbereich (Subohm) erfordert eine höhere elektrische Stromstärke. Die verwendeten Energiespeicher (Akkuzellen) müssen daher für die entsprechende Entladestromstärke ausgelegt sein. Technische Funktionen wie eine Temperaturkontrolle (TC) oder eine regulierbare Leistungsabgabe in Watt (VW) sind für den Betrieb dieser Hardwarekomponenten empfehlenswert. Die korrekte Funktion der Temperaturkontrolle ist dabei an die Verwendung spezifischer Heizmaterialien in den Verdampferköpfen gebunden. Modelle mit integrierter Temperatursteuerung ermöglichen den Betrieb innerhalb dieser technischen Parameter ohne manuelle Justierung der Grenzwerte.

Die Joyetech eVic-VTC Mini ist mit Temperaturkontrolle und allen Komponenten ausgestattet

Die InnoCigs eVic-VTC Mini ist mit Temperaturkontrolle und allen Komponenten ausgestattet

Die Einstellung der Luftzufuhr (Airflow Control) beeinflusst die Temperatur des erzeugten Aerosols. Eine Erweiterung der Luftzufuhr führt zu einer stärkeren Kühlung der Verdampfereinheit. Bei einer gleichzeitigen Erhöhung der elektrischen Leistungsabgabe bleibt die Dampfdichte stabil. Der Betrieb bei hohen Leistungen erfordert Energiespeicher, die für die dauerhafte Abgabe der benötigten Stromstärke und Kapazität spezifiziert sind. Technische Daten zur Kompatibilität von Akkumulatoren und Verdampferwiderständen sind den jeweiligen Produktspezifikationen zu entnehmen.

Strom – variable Leistung oder variable Spannung?

Die thermische Energie an der Heizspule steigt proportional zur elektrischen Stromstärke. Eine Erhöhung des Luftstroms über die Airflow Control beeinflusst die Kühlung der Verdampfereinheit und reguliert die Betriebstemperatur bei variabler Leistungsabgabe. Unabhängig von der Energiezufuhr bestimmt die Einstellung der Luftzufuhr den mechanischen Zugwiderstand am Mundstück. Eine weite Öffnung der Airflow Control reduziert den Zugwiderstand beim Inhalieren, während eine Verengung den Widerstand erhöht.

Die Menge des erzeugten Aerosols steht in technischem Zusammenhang mit der zugeführten elektrischen Leistung. Akkuträger mit Steuerungselektronik (Box Mods) ermöglichen den Betrieb über eine variable Leistungsregelung (Watt-Modus) oder eine variable Spannungsregelung (Volt-Modus). Im Watt-Modus berechnet die Elektronik die erforderliche Ausgangsspannung unter Berücksichtigung des aktuellen elektrischen Widerstands des Verdampferkopfes automatisch. Da der Widerstand der Heizspule temperaturabhängigen Schwankungen unterliegt, erfolgt im leistungsgeregelten Modus eine kontinuierliche Anpassung der Spannung, um die voreingestellte Leistung konstant zu halten.

Um die angestrebte Dampfmenge mit einem elektronischen Mod mit variabler Leistung zu erzielen,, sollten Sie Folgendes beachten:

  1. maximale Luftstromeinstellung bei niedriger Wattanzahl
  2. ein paar Züge von der E-Zigarette nehmen
  3. wenn der Dampf nicht zu heiß ist, erhöhen Sie nun die Wattanzahl und wiederholen die Schritte 1 und 2
  4. wenn der Dampf beginnt zu heiß zu werden, drehen Sie die Wattanzahl auf die vorherige Einstellung zurück

Die Anpassung der elektrischen Leistung sollte in kleinen Intervallen erfolgen. Eine zu hohe Leistungsabgabe im Verhältnis zum Liquidnachfluss kann eine thermische Überlastung des Kapillarmaterials im Verdampferkopf verursachen. Dies führt zu einer Karbonisierung der Wicklung und einer Beeinträchtigung der Aerosolqualität. Eine schrittweise Justierung der Wattzahl stellt sicher, dass die thermische Energie innerhalb der Materialspezifikationen bleibt.

Subohm-Dampfen & die richtige Zugtechnik

Verdampferköpfe mit einem elektrischen Widerstand von weniger als 1,0 Ohm definieren den Subohm-Bereich. Aufgrund des geringen Widerstandes wird bei konstanter Spannung eine höhere Stromstärke freigesetzt, was die thermische Energie an der Heizspule steigert. Für den Betrieb dieser Komponenten sind Energiespeicher erforderlich, die für hohe Entladeströme spezifiziert sind. Der physikalische Widerstandswert beeinflusst die Verdampfungsrate pro Zeiteinheit, da die Zieltemperatur an der Wicklung bei geringerem Widerstand in kürzeren Intervallen erreicht wird.

Beim Vapen im subohmen Bereich wird der produzierte Dampf direkt in die Lunge inhaliert und nicht, wie das beim Dampfen vom Mund zur Lunge der Fall wäre, zuvor im Mundraum gesammelt. Bei geringen Widerständen, hohen Ausgangsleistungen und entsprechender Luftzufuhr ist die  produzierte Dampfmenge sehr groß, daher ist diese Zugtechnik erforderlich, um ein unvollständiges Verdampfen (Pyrolyse) zu vermeiden. Weitere Fragen zur E-Zigarette oder zum InnoCigs Shop?

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